... und fundamantalen Betrachtungen bei Aktien, Kat.
Zu politischen Fragen würde ich mich gern auch mit Dir austauschen (ausserhalb dieses Boards). Allerdings habe ich den Eindruck, dass Du in diesen Fragen im Moment noch einen etwas undifferenzierten Blick auf die Welt hast.
#31721 "das gehört halt zur Demokratie dazu, das sich Menschen drüber aufregen, wenn ihnen die Existenzgrundlage entzogen wird, nur damit einzelne Banken (und im übrigen auch Deutschland mit seiner exportorientierten Industrie und den FinanzAnlagen im Land) gerettet werden können. Ist ja nicht so, dass das Geld nur nach Griechenland fliesst und wir nichts davon haben."
Das Wesen der Demokratie liegt darin, dass die Mehrheit bestimmen, was passiert. Wenn es darum geht das Politik und Banken sich zusammen tun, um gegen den Willen der Mehrheit dieser Mehrheit ihr Geld zu nehmen, um damit diese Banken zu retten, dann nennt sich das nicht demokratisch, sondern nach Definition Mossoulinie faschistisch. Von jedem offiziell nach Griechenland transferierten Euro landen übrigens 15 Cent in Griechenland, der Rest geht an die Banken. Wir haben davon leider gar nichts ausser die Bürgschaften für die Transfers und wertlose Sicherheiten im Wert von ca 620 Miard EUR in der Bilanz der Bundesbank über Target2.
#31727 "2. Wo sind denn meine Postings politisch gefärbt? Weil ich als Kapitalist für eine Wachstumpolitik bin? Weil ich für die Stärkung der Kaufkraft bin? Weil ich für gesunde Staatsbilanzen bin? Weil ich für Modernisierungsmaßnahmen bin? Ich vertrete haargenau die Meinung wie viele rechstkonservative Finanzexperten und Poltiker in Sachen Greichenland."
Kapitalismus bedeutet nichts anderes, als dass jeder mit jedem freie Verträge schliessen kann. Was Du beschreibts nennt sich Interventionismus. Interventionis durch Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft finanziert über Schuldenaufnahme, also letztendlich über die Expansion der Geldmenge ist leider alles andere als eine Stärkung der Kaufkraft, weil so der gleichen Gütermenge mehr Liquidität gegenübersteht. Die Kaufkraft geht über diese "Inflationssteuer" im gleichen Maße verloren und stellt damit eine Enteignung der Sparer zu Gunsten der Banken und Politik dar.
Dass viele "rechtskonservativer" Finanzexperten diese Meinung vertreten zeigt nur, dass diese eben Anhänger des "Monetarismus" ala Keynes sind. Diese Sichtweise wird in der Politik insgesamt als Heilslehre angesehen, weil es ihr erst die Möglichkeit gibt, an die Mittel für die Umsetzung des "Interventionismus" zu gelangen.
Welche negativen Folgen dieser "Interventionismus" aber hat, ist sehr gut an der Solarbranche ablesbar. Hier sind die (auch nach Keynes nur kurzfrißtig wirkenden) Maßnahmen nämlich inzwischen verpufft, mit den beobachtbaren Folgen: Firmenpleiten und drohende Arbeitslosigkeit der darin Beschäftigten.
Interessante Beträge, die zum Denken anregen findest Du hier:
http://www.youtube.com/watch?v=YNyUAdXdoxkhttp://www.youtube.com/watch?v=rMwyBnxhIAY Heute Abend betreutes Trinken.