In der chinesischen Stadt Luzhou in der Provinz Sichuan ist heute morgen ein Sack Reis umgefallen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, neigte sich das 20-Kilo-Gebinde zunächst fast unmerklich, um dann anschließend einfach umzukippen. Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Aussagen der Behörden zu keiner Zeit. Zeugen berichteten von einem fast geräuschlosen Ereignis. Experten gehen davon aus, dass es nicht zu diesem Zwischenfall gekommen wäre, hätte ein Unwetter die Ernte zerstört.
Die Märkte reagierten dennoch prompt. So fallen die Futures auf Reis seitdem kontinuierlich. "Das Risiko weiterer Umfälle ist uns zu groß, da ziehen wir lieber die Notbremse und setzen auf Kartoffeln", beschreibt der Börsianer John McLoore das Vorgehen.
Die chinesische Regierung ergriff bereits erste Präventionsmaßnahmen und gab Sack-Airbags in Auftrag. Am Rande des Treffens mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte Chinas Regierungschef Wen Jiabao den Vorfall zur Chefsache. (dpa)
Die Natur kennt keinen rechten Winkel.