In der Vergangenheit war der September der Monat mit der
schlechtesten Performance fuer die deutschen Standardwerte.
Die Ereignisse vom 11. September des letzten Jahres taten
ihr Uebriges, um die durchschnittliche Wertveraenderung des
DAX weiter zu belasten. In diesem Jahr wird vieles von der
Psychologie abhaengen, ob der Jahrestag der moerderischen
Anschlaege von New York auf dem Parkett fuer Unruhe sorgen
kann. Die Boersen in New York und Frankfurt und auch viele
weitere europaeische Handelsplaetze schienen sich im ersten
Halbjahr 2002 schon so weit von den Tiefstaenden nach den
Anschlaegen entfernt zu haben, dass einige sogar schon eine
neue Aktienrallye im Gefolge einer wirtschaftlichen Erholung
gegen Jahresende sahen. Mittlerweile notieren DAX und Dow
Jones aber wieder markant unterhalb der Marken vom letzten
September und nun wird vielerorts statt von Erholung von einem
"double dip" gesprochen, einem erneuten und weiteren Einbruch
bei den Aktienkursen. Folgen die Aktienkurse fuer den Rest des
Jahres den eigenen Spuren der Vergangenheit, so koennten beide
Auguren Recht behalten. Die negative Vorgeschichte des September
koennte einen "double dip" hervorbringen. Eine moegliche und
vielfach erwartete Zinssenkung in den USA am 24. September
koennte dann den Startschuss fuer eine Erholung zum Jahresende
bedeuten.