Doppelte Hiobsbotschaft erschüttert die Börsen
Die US-Bürger leben nicht nur weit, sondern bedrohlich weit über ihre Verhältnisse: In der Handelsbilanz klaffte im Dezember ein Riesenloch von 42,5 Milliarden Dollar. Zugleich bricht das Verbrauchervertrauen unerwartet ein. Der Dax rutscht steil ab.
New York - Mit Hilfe des schwachen Dollar wollen die US-Amerikaner ihr bedrohliches Defizit in der Handelsbilanz eigentlich verkleinern. Selbst US-Notenbankchef Alan Greenspan hat vor dem US-Kongress bestätigt, dass eine nicht zu starke eigene Währung der US-Ökonomie derzeit helfe. Angesichts der anhaltenden Dollar-Schwäche waren Beobachter davon ausgegangen, dass das Defizit in der amerikanischen Leistungsbilanz im Januar knapp unter 40 Milliarden Dollar bleiben wird.
Nichts dergleichen: Die USA führen immer noch weit mehr Waren und Dienstleistungen ein, als sie selber im Ausland verkaufen. Das US-Handelsbilanzdefizit habe im Dezember mit 42,5 Milliarden Dollar den zweithöchsten Wert erreicht, der je erfasst wurde, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit.
Zweitgrößtes Defizit der US-Geschichte
Im Dezember seien die Exporte um 200 Millionen Dollar oder 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 90,4 Milliarden Dollar gefallen. Die Importe stiegen hingegen laut Ministerium um 3,0 Prozent auf den Rekordwert von 132,8 Milliarden Dollar.
Im Gesamtjahr 2003 sei ein Rekorddefizit in der US-Handelsbilanz von 489,4 Milliarden Dollar verzeichnet worden, hieß es weiter in der Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Zuwachs von 17,1 Prozent.
Unerwarteter Dämpfer von den Konsumenten
Wenig ermutigende Nachrichten hatte auch die Universität Michigan parat. Das von ihr errechnete und am Aktienmarkt viel beachtete Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Februar nach vorläufigen Berechnungen überraschend eingebrochen. Der entsprechende Index der Universität sank im laufenden Monat auf 93,1 (Januar 103,8) Punkte, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Von Reuters befragte Volkswirte hatten demgegenüber im Schnitt mit einem nur leichten Rückgang auf 103,3 Zähler gerechnet.
Nachbeben an der Börse
Der Verbrauchervertrauens-Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.
Den Angaben aus Finanzkreisen zufolge rutschte der Index der Erwartungen für die nächsten zwölf Monate auf 88,4 (Januar 100,1) Zähler ab. Bei den gegenwärtigen Bedingungen ergab sich ein Rückgang auf 100,4 (109,5) Punkte.
Der Dax drehte nach diesem Bombardement schlechter Nachrichten nus und fiel deutlich unter die Marke von 4100 Zählern. Im späten Handel notierte der deutsche Leitindex auf 4078 Zählern, ein Minus von 1,1 Prozent. In den USA pendelten Dow Jones und Nasdaq Composite um die Vortagesschlusslinie.
Der Euro kletterte umso rasanter und notierte zwischenzeitlich nur knapp unter der Marke von 1,29 Dollar. Mitte Januar hatte die Gemeinschaftswährung einen Höchststand von 1,2895 Dollar erreicht. Händler am Devisenmarkt gehen davon aus, dass der Euro in Kürze die Marke von 1,30 US-Dollar testen wird.
Die US-Bürger leben nicht nur weit, sondern bedrohlich weit über ihre Verhältnisse: In der Handelsbilanz klaffte im Dezember ein Riesenloch von 42,5 Milliarden Dollar. Zugleich bricht das Verbrauchervertrauen unerwartet ein. Der Dax rutscht steil ab.
New York - Mit Hilfe des schwachen Dollar wollen die US-Amerikaner ihr bedrohliches Defizit in der Handelsbilanz eigentlich verkleinern. Selbst US-Notenbankchef Alan Greenspan hat vor dem US-Kongress bestätigt, dass eine nicht zu starke eigene Währung der US-Ökonomie derzeit helfe. Angesichts der anhaltenden Dollar-Schwäche waren Beobachter davon ausgegangen, dass das Defizit in der amerikanischen Leistungsbilanz im Januar knapp unter 40 Milliarden Dollar bleiben wird.
Nichts dergleichen: Die USA führen immer noch weit mehr Waren und Dienstleistungen ein, als sie selber im Ausland verkaufen. Das US-Handelsbilanzdefizit habe im Dezember mit 42,5 Milliarden Dollar den zweithöchsten Wert erreicht, der je erfasst wurde, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit.
Zweitgrößtes Defizit der US-Geschichte
Im Dezember seien die Exporte um 200 Millionen Dollar oder 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 90,4 Milliarden Dollar gefallen. Die Importe stiegen hingegen laut Ministerium um 3,0 Prozent auf den Rekordwert von 132,8 Milliarden Dollar.
Im Gesamtjahr 2003 sei ein Rekorddefizit in der US-Handelsbilanz von 489,4 Milliarden Dollar verzeichnet worden, hieß es weiter in der Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Zuwachs von 17,1 Prozent.
Unerwarteter Dämpfer von den Konsumenten
Wenig ermutigende Nachrichten hatte auch die Universität Michigan parat. Das von ihr errechnete und am Aktienmarkt viel beachtete Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Februar nach vorläufigen Berechnungen überraschend eingebrochen. Der entsprechende Index der Universität sank im laufenden Monat auf 93,1 (Januar 103,8) Punkte, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Von Reuters befragte Volkswirte hatten demgegenüber im Schnitt mit einem nur leichten Rückgang auf 103,3 Zähler gerechnet.
Nachbeben an der Börse
Der Verbrauchervertrauens-Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.
Den Angaben aus Finanzkreisen zufolge rutschte der Index der Erwartungen für die nächsten zwölf Monate auf 88,4 (Januar 100,1) Zähler ab. Bei den gegenwärtigen Bedingungen ergab sich ein Rückgang auf 100,4 (109,5) Punkte.
Der Dax drehte nach diesem Bombardement schlechter Nachrichten nus und fiel deutlich unter die Marke von 4100 Zählern. Im späten Handel notierte der deutsche Leitindex auf 4078 Zählern, ein Minus von 1,1 Prozent. In den USA pendelten Dow Jones und Nasdaq Composite um die Vortagesschlusslinie.
Der Euro kletterte umso rasanter und notierte zwischenzeitlich nur knapp unter der Marke von 1,29 Dollar. Mitte Januar hatte die Gemeinschaftswährung einen Höchststand von 1,2895 Dollar erreicht. Händler am Devisenmarkt gehen davon aus, dass der Euro in Kürze die Marke von 1,30 US-Dollar testen wird.
