Dividenden-Hits en gros


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EinsamerSam.:

Dividenden-Hits en gros

 
20.05.05 15:32
Dividenden-Hits en gros

Die Dividendenstrategie stellt bereits seit Jahren ihre Überlegenheit unter Beweis. Einige der gewichtigsten Nachteile dieser Strategie werden durch neue Zertifikate beseitigt.

Bei der Dividendenstrategie werden aus einem bestimmten Spektrum die Aktien ausgewählt, welche die höchsten Dividendenrenditen besitzen. Von diesem "reinrassigen" Ansatz gibt es mehrere Variante, beispielsweise aus der Gruppe der zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite die fünf Papiere mit dem niedrigsten Kurs oder dem geringsten Kurs-Gewinn-Verhältnis auszuwählen. Der Erfolg dieses Verfahrens ist beeindruckend. Eine Studie belegt, dass die Dividendenstrategie zwischen 1960 und 2000 den Dax um durchschnittlich 3,0 Prozent outperformt hat. Dies ist umso beachtenswerter, da der Dax bekanntermaßen ein Performanceindex ist, bei dem Dividenden in die Berechnung einfließen.

Dividenden-Indizes§

Die Dividendenstrategie besitzt allerdings zwei Nachteile: Einerseits muss der Anleger selber aus einem bestimmten Universum die entsprechenden Aktien auswählen, andererseits verlangt die Strategie eine periodische - in der Regel jährliche - Anpassung. Diese Mankos können Investoren mittlerweile jedoch leicht umgehen. Die Deutsche Börse berechnet seit 1. März 2005 den DivDax. Dieser setzt sich aus den 15 der 30 Dax-Aktien zusammen, die auf Basis der letzten Ausschüttung die höchsten Dividendenrenditen besitzen. Die Indexzusammensetzung wird jährlich im September überprüft. Seit Mitte April berechnet der Indexanbieter Stoxx die beiden Dividendenindizes Stoxx Select Dividend 30 und Euro Stoxx Select Dividend 30. Die Titel stammen hierbei aus dem Stoxx 600 beziehungsweise dem 305 Werte umfassenden Euro Stoxx. Zwar gründet sich auch hier die Auswahl leider nicht auf die erwartete, sondern zuletzt gezahlte Ausschüttung, allerdings muss ein Unternehmen schon mehr als eine hohe Dividendenrendite mitbringen, um in den Select-Index "geadelt" zu werden. So müssen die Gesellschaften in den vergangenen Jahren zumindest eine konstant hohe Dividende ausgeschüttet haben. Die Ausschüttungsquote darf ferner nicht mehr als 60 Prozent betragen. Damit wird verhindert, dass die Zahlung an die Aktionäre aus der Substanz stammt.

Starke Performance

Sowohl der DivDax als auch die weitaus interessanteren europäischen Dividenden-Indizes können auf eine markante Outperformance verweisen. In den vergangenen fünf Jahren übertraf der DivDax seinen großen Bruder um gut 44 Prozent. Einen noch größeren Vorsprung erzielten die europäischen Auswahlindizes. Der Euro Stoxx Select Dividend 30, der nur Unternehmen aus der Eurozone berücksichtig, brachte es auf rund 152 Prozent, der Stoxx Select Dividend 30 sogar auf 204 Prozent Outperformance gegenüber ihren zugrunde liegenden Indizes. Aufgrund der höheren Outperformance, die nicht nur auf das bessere Indexkonzept, sondern auch auf die größere Auswahl zurückzuführen ist, sollten Anleger aktuell die Select-Dividend-Familie bevorzugen.

Breite Streuung
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Mit dem Euro Stoxx Select Dividend 30 erhalten Anleger einen einfachen und kosteneffizienten Zugang zur Dividendenstrategie in der Eurozone. Den größten Anteil nehmen hierbei mit rund 26 Prozent Aktien aus Deutschland gefolgt von französischen Werten (22 Prozent) ein. Im Stoxx Select Dividend 30 sind die Dividenden-Hits aus ganz Europa vertreten. Allerdings hat der Index einen strukturellen Nachteil: Knapp 58 Prozent des Index setzen sich aus britischen Aktien zusammen. Augenscheinlich wird damit die geringe Streuung des Index. Des Weiteren fällt auf, dass der Stoxx Select Dividend 30 weitaus mehr Nebenwerte enthält. Gerade einmal zwei große Gesellschaften (Lloyds TSB und E.on) sind auch im Stoxx 50 enthalten. Dagegen ist der Euro Stoxx Select Dividend 30 weitaus "Blue-Chip-lastiger": Immerhin elf der 30 Werte stammen aus dem Euro Stoxx 50. Dies erklärt auch die weitaus stärkere Performance des Stoxx Select Dividend 30, der vom Nebenwerte-Boom der letzten Jahre profitierte.

Partizipation oder Rendite?

Die europäischen Dividendenindizes werden als Kurs- sowie auch als Performanceindex berechnet. UBS hat je ein Zertifikat auf die beiden Performanceindizes begeben. Die HypoVereinsbank deckt mit ihrer Emission sowohl die Kurs- als auch die Performanceindizes ab. Im direkten Vergleich der Zertifikate auf die Performanceindizes besitzen die Papiere der Schweizer Investmentbank deutlich schlechtere Konditionen. Neben einem höheren Spread berechnet UBS zudem eine Managementgebühr von 0,1 Prozent pro Quartal. Die Papiere der HypoVereinsbank kommen ohne Managementgebühr aus und bieten mit einem Spread von 0,6 Prozent die besseren Konditionen (ISIN: DE000HV0EEV5 und DE000HV0 EE22). Neben einer reinen Eins-zu-eins-Partizipation läuft noch bis zum 20. Mai die Zeichnungsfrist für ein Bonuszertifikat auf den Stoxx Select Dividend 30 Kursindex. Bekanntlich werden bei Bonuspapieren die Dividenden zur Finanzierung der Bonusstruktur verwendet. Damit können Anleger eine Rendite von knapp sieben Prozent pro Jahr erzielen, wenn während der sechsjährigen Laufzeit der Index nicht um mehr als 30 Prozent fällt. Wird die Barriere verletzt oder steigt der Index um mehr als 50 Prozent, partizipieren Anleger wie bei einem Indexzertifikat an der Wertentwicklung.

Bonus-Mechanismus bringt Vorteile

Die Dividendenstrategie hat in den vergangenen Jahren eine einfache Indexanlage deutlich outperformt. Für Anleger, die weiterhin an eine Überlegenheit der Strategie glauben, sind die Zertifikate bestens geeignet. Für etwas konservativere Anleger ist das Bonuspapier die bessere Alternative.

Quelle: Der Aktionär

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