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+++Die zehn Steuerhämmer+++


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Boersiator:

+++Die zehn Steuerhämmer+++

4
28.10.02 09:21
Die zehn Steuerhämmer und wie Sie sich davor schützen können:

So will Eichel abkassieren

- Steuerhammer 1: Griff ins Depot
- Steuerhammer 2: Hausverkauf
- Steuerhammer 3: Firmenwagen
- Steuerhammer 4: Flugreisen
- Steuerhammer 5: Energiesteuer
- Steuerhammer 6: Eigenheimzulage
- Steuerhammer 7: Mindestmiete
- Steuerhammer 8: Unternehmen
- Steuerhammer 9: Bankgeheimnis
- Steuerhammer 10: Ökosteuer

Steuerhammer 1: Der Griff ins Depot

 
Aktiengewinne sollen künftig generell versteuert werden.

Das ist geplant: Aktienbesitzern vergeht so langsam das Lachen. Kaum sind die Kursverluste der vergangenen zwei Jahre verdaut, müssen sie schon wieder "bluten": Finanzminister Hans Eichel will voraussichtlich Gewinne aus Aktienverkäufen besteuern. Bisher waren Spekulationsgewinne aus dem Handel mit Aktien oder Aktienfonds nach einem Jahr steuerfrei.

Der Griff ins Depot kann richtig teuer werden. Denn die Gewinne aus Aktienverkäufen werden mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert. Wer also beispielsweise schon den Spitzensteuersatz von 48,5 Prozent zahlt, muss auch seine Gewinne aus Spekulationsgeschäften mit 48,5 Prozent versteuern. Unter dem Strich halbiert sich also der Gewinn.

So können Sie sich schützen: Ob diese Pläne tatsächlich so umgesetzt werden, ist noch unklar. Zeichnet sich eine Neuregelung ab, ist folgendes zu empfehlen: Aktien, die Sie bereits seit über einem Jahr halten und bei denen Sie noch im Plus sind, sollten Sie verkaufen. Aktien mit Verlusten sollten Sie erst im kommenden Jahr verkaufen, um dann die Verluste mit Gewinnen zu verrechnen.

Für Fondssparer gilt: Grundsätzlich wäre zu überlegen, auf Investments in Aktienfonds zu verzichten und stattdessen eine fondsgebundene Lebensversicherung abzuschließen. Denn entsprechende Erträge hieraus sind nach zwölf Jahren steuerfrei. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass fondsgebundene Lebensversicherungen teuer sind und so die Rendite schmälern können.


Steuerhammer 2: Immobilien nicht mehr befreit

 
Immobilien sollen nicht mehr steuerfrei verkauft werden können.


Das ist geplant: Keinen Grund zur Freude haben Immobilienbesitzer. Wer früher ein nicht selbstgenutztes Haus nach Ablauf einer Frist von zehn Jahren verkauft hat, musste den Gewinn nicht versteuern. Diese Befreiung soll wegfallen. Und es geht noch weiter: Verluste aus Immobiliengeschäften dürfen nicht mehr mit dem Einkommen verrechnet werden.

So können Sie sich schützen: Wenn Sie beispielsweise ein Haus, das Sie bisher vermietet haben, verkaufen, können Sie nichts gegen die geplante Besteuerung des erzielten Gewinns tun. Einzige Lösung: Sie verkaufen das Haus vor Inkrafttreten der Neuregelung, wobei ein Verkauf im Familienkreis zu empfehlen ist, um eine Zahlung von Grunderwerbssteuer zu vermeiden.

Steuerhammer 3: Firmenwagen wird teurer
 
Fahrer von Firmenwagen müssen sich auf höhere Kosten einstellen.

Das ist geplant: Fahrern von Firmenwagen soll es nach Eichels Plänen an den Kragen gehen. Denn wer ein solches Fahrzeug privat nutzt - das gilt als geldwerter Vorteil -, muss nach den Plänen 1,5 Prozent des Listenpreises pro Monat versteuern (bisher 1 Prozent). Der Finanzminister erhofft sich von der Änderung Steuermehreinnahmen von 500 Mio. €.

Fährt ein Angestellter beispielsweise einen Firmenwagen für 50.000 €, muss er bislang 6000 Euro pro Jahr ansetzen (monatlich 500 €). Sollte sich nun der Pauschalsatz auf 1,5 Prozent erhöhen, müssen 9000 € (monatlich 750 €) angesetzt werden, was bei einem Steuersatz von z.B. 40 Prozent zu einer zusätzlichen Steuerbelastung von 1200 € führen würde.

So können Sie sich schützen: Listen Sie in einem Fahrtenbuch alle privaten Strecken auf. Denn Sie müssen nur den Anteil der Kosten für den Dienstwagen ansetzen, den Sie privat gefahren sind. Hierzu zählen sowohl die laufende Nutzung als auch die Abschreibungen auf den Anschaffungspreis. Die Summe dieser Kosten ist dann der geldwerte Vorteil, den Sie versteuern müssen.


Steuerhammer 4: Flugreisen werden teurer


Bei Flügen ins Ausland soll künftig Mehrwertsteuer fällig werden.

Das ist geplant: Einige Produkte, für die bisher ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gilt, sollen mit den sonst üblichen 16 Prozent besteuert werden. Betroffen davon sind unter anderem Zahnersatz, bestimmte zahnärztliche Leistungen, Kunstgegenstände, Sammlerstücke, Gartenprodukte wie Blumen und Zierpflanzen oder landwirtschaftliche Vorprodukte wie z.B. Düngemittel.

Besonders bitter: Auch Flugreisende werden zur Kasse gebeten. Bisher ist für Flüge ins Ausland keine Mehrwertsteuer fällig. Künftig will Finanzminister Eichel jedoch 16 Prozent kassieren. Sie müssen also bei einer Urlaubsreise mit einem höheren Flugpreis rechnen. Dafür reduziert sich ab 2005 die Mehrwertsteuer bei einer Bahnfahrkate ab 50 Kilometern auf sieben Prozent.

So können Sie sich schützen: Mehrwertsteuer ist automatisch im Kaufpreis eines Produktes enthalten. Nur Unternehmen zahlen keine Mehrwertsteuer. Bei den meisten Produkten beträgt der Mehrwertsteuersatz 16 Prozent, Lebensmittel und Zeitungen bleiben mit sieben Prozent die großen Ausnahmen. Und was die Flugticketbesteuerung betrifft: Auf Ihren Urlaub sollten Sie auf keinen Fall verzichten.

Steuerhammer 5: Erdgassteuer steigt

 
Ein paar Cent mehr auf den Verbrauch von Gas.

Das ist geplant: Wer mit Erdgas heizt, sollte sich auf höhere Kosten einstellen. Eichel will die sogenannte Erdgassteuer von rund 3,5 € auf 6 € pro Megawattstunde erhöhen. Das bedeutet für einen Vier-Personen-Haushalt eine jährliche Mehrbelastung von etwa 60 €.

So können Sie sich schützen: Sie müssen wohl in den sauren Apfel beißen. Ein Umstieg auf Öl bringt nichts, weil hier Ökosteuer fällig wird. Dennoch - Sie können Heizkosten und damit Steuern sparen, indem Sie intelligent heizen. Lesen Sie dazu: Zehn Tipps, um die Heizkosten in den Griff zu bekommen.  


Steuerhammer 6: Weniger Geld für Häuslebauer

 
Häuslebauer bekommen weniger - und wer keine Kinder hat, bekommt gar nichts mehr.

Das ist geplant: Die Eigenheimzulage wird gekürzt. Derzeit erhalten Häuslebauer maximal 20.448 € über einen Zeitraum von acht Jahren, bei Altbauten die Hälfte. Außerdem gibt es pro Kind 6136 €. Diese Maximalförderung wird nur gezahlt, wenn das Gehalt bei Ledigen in zwei Jahren zusammengerechnet nicht 81.807 € übersteigt, bei Ehepaaren 163.614 €. Pro Kind steigt diese Grenze um 30.677 €.

Eichel will die Eigenheimförderung nun auf Familien mit Kindern beschränken. Deshalb gibt es keine Grundzulage mehr, sondern nur noch einen Förderbetrag pro Kind. Wer keine Kinder hat, geht leer aus. Ansonsten gibt es pro Kind insgesamt 9.600 € über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Zwei-Jahres-Einkommensgrenzen sollen bei Ehepaaren auf 140.000 € und bei Ledigen auf 70.000 € abgesenkt werden.

Ein Ehepaar mit zwei Kindern erhält also insgesamt eine Eigenheimzulage von 19.200 €. Nach der bisherigen Regelung wären es jedoch 32.720 €. Erst ab sechs Kindern wird der Verlust der Grundförderung ausgeglichen. Unter dem Strich müssen Sie sich – sollten die Pläne so umgesetzt werden – auf deutlich weniger Zuschüsse einstellen.

So können Sie sich schützen: Noch sind die Pläne nicht beschlossen. Wenn doch, dann gilt die Neuregelung ab dem 31. Dezember 2002. Schließen Sie einen notariellen Kaufvertrag vorher ab (bzw. reichen Sie einen Bauantrag vorher ein), profitieren Sie noch von der alten Regelung. Wer bereits eine genehmigte Förderung hat, muss sich keine Sorgen machen.

Kinderlose können bei Inkrafttreten der Neuregelung nichts tun. Wer Kinder hat, aber aufgrund der abgesenkten Einkommensgrenze nicht in den Genuss der Förderung kommt, muss versuchen, sein Einkommen zu drücken. Hier gibt es mehrere legale Möglichkeiten, die Sie mit einem Steuerberater besprechen sollten. Dies kann sich unter dem Strich lohnen.

Ein Beispiel für die Einkommensminderung ist der Kauf festverzinslicher Wertpapiere mit hohen Stückzinsen. Denn die vom Käufer an den Verkäufer einer Anleihe gezahlten anteiligen Zinsen wertet das Finanzamt als negative Einkünfte aus Kapitalvermögen, was wiederum das für die Eigenheimzulage ausschlaggebende Einkommen mindert.


Steuerhammer 8: Firmen müssen mehr zahlen
 
Auf Unternehmen kommen einige Änderungen zu.

Das ist geplant: Auf Unternehmen kommt einiges zu. So soll der Verlustabzug auf 50 Prozent des Gewinns begrenzt werden. Damit wird verhindert, dass Unternehmen ihren Gewinn durch Verlustvorträge auf null drücken. Außerdem sollen Verlustvorträge auf sieben Jahre begrenzt werden und nicht vererbbar sein.

So können Sie sich schützen: Wer von dieser geplanten Neuregelung betroffen ist, sollte stille Reserven in der Bilanz (Gewinne, die durch eine niedrigere Bewertung quasi noch versteckt sind) aufdecken, um sie mit den vorhandenen Verlustvorträgen zu verrechnen. Dies gilt auch bei Verlusten im Erbfall.

Das ist geplant: Ein weiteres Beispiel ist die gewerbesteuerliche Organschaft. Sie ermöglicht Verlustverrechnungen zwischen Kapitalgesellschaften, was dazu führen kann, dass ein Tochterunternehmen keine Gewerbesteuer zahlt. Dies soll nach Eichels Plänen künftig nicht mehr möglich sein.

So können Sie sich schützen: Eventuell kommt die Bildung eines Einheitsunternehmens in Frage, um der geplanten Änderung auszuweichen. Auf jeden Fall sollten Sie einen Steuerberater konsultieren, da die Unternehmensbesteuerung sehr "trickreich" ist.


Steuerhammer 9: Adieu Bankgeheimnis

 
Das Bankgeheimnis soll durchlöchert werden.

Das ist geplant: Das Bankgeheimnis schützt bisher Steuersünder, weil es den Zugriff des Finanzamtes zwar nicht ausschließt, aber erschwert. Wer also beispielsweise Aktiengewinne, die er innerhalb der Spekulationsfrist realisiert hat, nicht angegeben hat, musste sich keine Sorgen machen. Damit soll Schluss sein. Die Banken werden zu sogenannten Kontrollmitteilungen verpflichtet.

Banken müssen den Plänen zufolge die Finanzämter über Aktiengewinne, Dividenden sowie Zinsen informieren – und zwar durch Kontrollmitteilungen. Es ist davon auszugehen, dass die Finanzämter bei Inkrafttreten dieser Regelung auch Gewinne aus früheren Jahren abfragen. Wer also nie Aktiengewinne in seiner Steuererklärung angegeben hat, muss mit Konsequenzen rechnen.

So können Sie sich schützen: Hier hilft nur Ehrlichkeit. Wer beispielsweise Aktiengewinne realisiert, sollte sie in seiner Steuererklärung als Kapitaleinkünfte ausweisen. Wer in der Vergangenheit massiv Gewinne aus Spekulationsgeschäften verschwiegen hat, sollte über eine Selbstanzeige nachdenken. In diesem Fall ist es jedoch ratsam, vorher mit einem Steuerberater den Sachverhalt zu besprechen.


Steuerhammer 10: Der Ökosteuerrabatt fällt


Ermäßigte Energiesteuer-
sätze sollen künftig eingeschränkt werden.

Das ist geplant: Die Ökosteuer ist vielen ein Dorn im Auge. Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft profitieren bisher noch von ermäßigten Energiesteuersätzen. Sie sollen künftig stärker belastet werden.
So können Sie sich schützen: Gegen eine höhere Belastung durch die Ökosteuer gibt es keinen Schutz. Jedoch können Unternehmen versuchen, den Energieverbrauch durch Sparmaßnahmen zu reduzieren.




Antworten
sir charles:

Armes Deutschland kann ich da nur sagen..... o. T.

 
28.10.02 09:25
Antworten
Levke:

Quelle = Hamburger Abendblatt o. T.

 
28.10.02 09:26
Antworten
Boersiator:

Wir werden massenhaft

 
28.10.02 09:27
Kapitalabzüge und Investitionsstopps aus dem Ausland sehen.

Mir unbegreiflich, wie man sowas auch nur ansatzweise planen kann.

Boersiator
Antworten
Boersiator:

-=!=-

 
28.10.02 09:31
Das Steuer-Eldorado der Amerikaner

Palmen, schneeweißer Sand und keine Steuern - die Cayman Islands sind ein Paradies.

Die Inselgruppe der Cayman Islands ist die beliebteste Steueroase der reichen Amerikaner.

Schätzungsweise 500 Milliarden US-Dollar schlummern dort. Die Inseln wurden lange als Drehscheibe für Drogengelder missbraucht. Auf die 32.000 Einwohner kommen 34.000 Gesellschaften und fast 600 Banken. Die Inselgruppe lockt mit absoluter Steuerfreiheit und einem gesetzlich geschützten Bankgeheimnis.


Antworten
Happy End:

Lockerung des Bankgeheimnisses = Steuerhammer ????

 
28.10.02 09:33
­
Antworten
Boersiator:

!

 
28.10.02 09:47
 drescher-systems.com/fun/steuersong.mp3" LOOP=5>

...loading ...
Antworten
lucy:

NO Problem - ins Ausland mit der Kohle, mit Amani

 
28.10.02 09:48
Du darfst i.D. kein Eigentum haben.
Regel Nr1 , kein Eigentum. Achtung !!! Wer Eigentum besitz, dem kann genommen werden.
Also.: Haus und Wohnung verkaufen, Frau ausborgen,Auto leasen oder auf Freund anmelden,  Grün beitreten- Joschka zuwinken.Sozialhilfe kassieren.
Geld am einfachsten- nach Österreich. z.B. www.direktanlage.at, oder viele andere.
oder nach Irland, die Schweiz, usw., usw,
Dein Einkommem laß von einer Auslandstochter abbuchen. Konto in die Schweiz und eine goldene Am.Express.fürs Puff.
Aus den Steuerüberschuß mach 4 x Urlaub pro Jahr, trag Amani und eine goldene Rolex und Du kannst es Dir leisten, täglich ein Haubenlokal zu besuchen.
Die von Dir geleistete Mwst ist absolut genug für Eichel.
lass es Dir es an nichts mangeln.
Antworten
Boersiator:

@luci blöder Humor o. T.

 
28.10.02 10:43
Antworten
lucy:

Wirst sehen, de Steuerzahler werden immer cleverer o. T.

 
28.10.02 11:08
Antworten
vega2000:

Sicher ist, das nix sicher ist

 
28.10.02 11:18
Striche durch die Streichliste

Haben Sie Katzen, Hunde oder Kanarienvögel? Dann dürfen Sie sich weiter über den Koalitionsvertrag freuen, denn der reduzierte Mehrwertsteuersatz fürs Futter bleibt. Kaufen Sie aber Schnittblumen, sammeln Sie alte Möbel oder venezianische Masken: Pech gehabt, der Steuersatz steigt. Erst recht mehr zahlen soll, wer mit dem Dienstwagen in den Urlaub fährt, an der Börse erfolgreich spekuliert oder auf einem Gasherd kocht.

Aber abwarten! Nichts ist sicher. Lange haben sie getüftelt, die Sparkommissare des Finanzministers. Von ihren zahllosen kleinlichen Sparvorschlägen wollten die Koalitionäre nur jene übernehmen, bei denen geringer Widerstand zu erwarten war (deshalb die Sache mit dem Tierfutter). Falsch gerechnet. Schon zehn Tage nach dem Ende der Koalitionsrunden wird munter an der Streichliste herumgestrichen. Spenden von Unternehmen bleiben sinnvollerweise steuerfrei. Allzu heftig war der Protest aus der Kulturbranche. Als Nächstes könnte die höhere Steuer auf Dienstwagen fallen, will der Kanzler nicht seine letzten Freunde in der Autoindustrie verlieren. Und dann? Eigenheimzulage? Gassteuer? Spekulationssteuer? Die Koalition hat sich verzettelt. Weil hinter der Streichliste kein Konzept erkennbar ist, lässt sich jeder einzelne Punkt mit Aussicht auf Erfolg angreifen.

Die Demontage des Finanzministers setzt sich derweil fort. Hans Eichel beruft sich zwar auf eine höhere Idee, die angeblich hinter der Streichliste steht: den Abbau von Subventionen. Das ist sinnvoll – aber nur, wenn es durchgängig geschieht und höhere Abgaben an anderer Stelle überflüssig macht. Genau das Gegenteil ist geschehen. Dafür ist nicht nur Eichel verantwortlich. Doch einer ist eben immer der Verlierer.

Süddeutsche
+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831455
Antworten
ashoka:

die CDU/CSU

 
28.10.02 11:29
stellt die Mehrheit im Bundesrat dar. Ein absegnen dieser bescheidenen Schroepfungen wuerde aufzeigen, dass sie hinter den "Sparmassnahmen" stehen.
Es ist schon der Hammer, dass man an der Boerse alles verloren hat und dann wenn es wieder aufwaerts geht, wird einem die Moeglichkeit genommen, einen kleinen Teil wieder gut zu machen.
Vielleicht sollte ich mal zum Finanzamt gehen und Fragen ob sie sich bitte an meinen Verlusten (im Wert eines Einfamilienhauses) beteiligen moechten. Immerhin geht der Grossteil auf die Kappe des Staates. Denn ich verkaufte aufgrund der Spekulationssteuer kein Stueck :(
Antworten
diplom-oekon.:

Genau richtig !

 
28.10.02 11:39
Es trifft nur solche Typen wie mich und die hier herumhängen
anstatt zu arbeiten (z.B. Boersiator). Wenn schon gespart
wird dann bei den "Richtigen" und genau das ist der Regierung gelungen. Denn das "Geschrei" zeigt, dass genau die Richtigen erwischt werden.
Antworten
duschgel:

einiges klingt doch ganz vernünfig

 
28.10.02 11:44
Zerreisst mich, aber wer dermassen kritisiert sollte auch selbser Vorschläge haben. Die würden mich mal interessieren.
Im Übrigen finde ich euer Geschrei unangemessen, die tatsächliche Mehrbelastung für einzelne hält sich doch in Grenzen.
Wenn zum Beispiel einer ein 50 T€ von einer Firma für einen Wagen zur Verfügung gestellt kriegt und dann wegen 100 € Mehrbelastung im Monat jammert, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Kommt mir nicht mit Neid, auch ich muss unterm Strich mehr bezahlen, aber ich kann das verschmerzen und bin bereit, meinen Beitrag zu leisten.

@Ashoka
wenn du alles verloren hast, dann hast du sicher Verlustvorträge realisiert, die du dann mit künftigen Gewinnen verrechnen kannst, wieso also die Empörung?
Antworten
Boersiator:

@dipl. oeko

 
28.10.02 11:56
Könnte mich schlapp lachen, mir ungefreiflich, wie Ihr diese Volksverräter auch noch in Schutz nehmen könnt.

So eine Volksverarschung, direkt nach der Wahl solche Steuermaßnahmen bekannt zu geben!
Wären sie wenigstens ehrlich gewesen und hätten dies vor der Wahl zum Ausdruck gebracht. Verarschung pur.

Richig, ich lebe nicht gerade an der Armutsgrenze, trotzdem sehe ich es nicht ein von meinen 300T€ Dienstleistungsumsatz die Hälfte an Steurn zu bezahlen, während andere faule Zecken vom Staat auch noch gefördert werden.

Außerdem trifft es nicht nur Leute wie mich, Arbeitslose und Minderverdiener werden ebenso zur Kasse gebeten, die eigentlich nicht mit einbezogen werden sollten.

Wer zu diesem Kreis zählt und immer noch hurra schreit, verdient es nicht besser.
Zum Glück gibts noch genügend Gegenwind, nicht mir uns!

Boersiator
Antworten
Karlchen_I:

Über

 
28.10.02 12:02
Steuer- und Abgabenerhöungen überhaupt schon zu reden, ist konjunkturschädlich. Denn viel in der Wirtschaft hängt von den Stimmungen ab, und die sind nun im Keller.

Ein großes Problem ist auch, dass zum Teil noch nicht so ganz klar ist, wohin die Reise geht: siehe Gassteuer und Veränderung der Ausnahmetatbestände bei der sog. "Öko"-steuer. So lange hier keine Klarheit ist, wird nix passieren - d.h. es wird erst einmal kaum investiert.
Antworten
Alzmeister:

Jaja, schreit nur....

 
28.10.02 12:11
Hier haben einige wohl Ihre Wahlniederlage noch nicht verkraftet.

Ich freu mich auf jeden Fall mehr Steuern zahlen zu dürfen,
um meinen Beitrag zu leisten.



Antworten
Boersiator:

@alzmeister

 
28.10.02 12:25
Diese Einstellung lobe ich mir. Mehr davon!
Antworten
special:

alzmeister

 
28.10.02 12:30
du kannst ja meine steuern noch mitübernehmen

einkommensteuer, MWST. Sprit- und ökosteuer...........sektsteuer.
Antworten
duschgel:

@boersiator

 
28.10.02 12:30
du zahlst 50% deines Umsatzes an Steuern??? Das würde mich aber wundern! Hast du keine Kosten zum Gegenrechnen? Ein Geschäft mit 100% Marge, das ist ja traumhaft. 50 % vom Gewinn hätte ich ja noch verstanden.  
Antworten
special:

duschgel

 
28.10.02 12:41
dienstleistungsumsatz ist doch sowas wie provisionen.....da geht kein wareneinsatz weg....trotzdem würde ich bei 50% den steuerberater sofort wechseln.
Antworten
Boersiator:

@special

 
28.10.02 12:56
ne,mein Steuerberater ist auch schön am wüten, was man aktuell so alles steuermindernd geltend machen kann.

Wollte nächstes Jahr eigentlich bauen, sozusagen ein Büro mit geringer privater Nutzung ...
Naja, habe mir vor kurzes ein neues Auto gekauft.

Bleibt tatsächlich abzuwarten, was wirklich kommen wird.
Mal ernsthaft ohen jeglichen Witz: Findet Ihr das fair, was Rot-Grün derzeit anstellt? Sicherlich müssen der Haushalt und Löcher vernünftig geregelt werden, nur Schulden machen bringt da auch nichts. Ferner die Abhängigkeit, erstmal Schulden aufzunehmen und dann bei guter Wirtschaftslage diese dann wider zurückzuzahlen, halte ich für absolut falsch. Was, wenn die Wirtschaft die kommenden 10 Jahre nicht über jährlich 1-1,5% Steigerung kommt? Und das denke ich, die nächste zeit wird für uns alle hart!

So, gehe erstmal essen ...

Gruß und Kopf hoch,
Boersiator
Antworten
Reila:

... und es wird noch viel schlimmer werden.

 
28.10.02 13:01
Dieses Land wird sich bald nicht mehr seine Alten leisten können. Die Alterspyramide und die Zeit sorgen unaufhaltsam dafür. Und niemand hat ein Rezept auch nicht gegen die aberwitzigen Kosten des kranken Gesundheitswesens. Hatte nicht irgendwann irgendjemand von Reformen geredet?

R.
Antworten
duschgel:

# 22

 
28.10.02 13:25
Da stimme ich dir zu. Das ganze hätte vor den Wahlen auf den Tisch gehört.
Allerdings kam auch von der anderen Seite wenig konstruktives.
Unter dem Strich habe ich aber nach den langen Kohljahren mehr Vertrauen in das, was Rotgrün macht, auch wenn ich mir etwas mehr Visionen erhofft hätte anstelle eines offensichtlichen Durchwurschtelns.
Antworten
special:

ich denke auch es wird noch viel schlimmer

 
28.10.02 13:35
ich bin gerade am umschichten in unbebaute grundstücke.

boersiator: wieso Büro mit geringer privater nutzung ? warum nicht ausschliesslich geschäftlich?

was soll man von einer politik in einem land schon grosses erwarten, wo doch jeder nur an seinen eigenen stuhl und an seine lobby denkt. ich hab nicht gewählt und enthalte mich diesem thema.

reila: im gesundheitswesen fehlt schon lange der kahlschlag. ich bin für eine mindest grundversorgung + privater freiwilliger zusätze. in england klappt das. warum nicht auch hier.



Antworten
special:

boersiator dein steuerberater

 
28.10.02 13:39
sollte eigentlich steuerrater heissen. sorry aber bei deinem steuersatz ist von beratung keine spur. sowas kann ich nicht verstehen, wie du keine kosten produzieren kannst..... das papier allein ist wichtig!
Antworten
das Zentrum d.:

und der Sozialismus wird doch siegen !!

 
28.10.02 13:44
nach dem nun der Koalitionsvertrag zwischen der SPD und den Grünen geschlossen wurde, erscheint mir folgendes Szenario für die Zukunft als sehr wahrscheinlich:
Um das Ab- bzw. Auswandern von Unternehmen und vermögenden Privatpersonen, die ihr Geld in Sicherheit bringen wollen, zu verhindern, wird das neue Antiauswanderungsgesetz eingeführt. Damit niemand auf seiner Auslandsreise auch nur in Versuch geführt werden kann sich in einem Steuerparadis niederzulassen wird auch das Reisen ins Ausland untersagt. Immerhin kann man ja ins schöne Allgäu oder nach Oberwiesental in den Urlaub fahren. Weiterhin muss das Privatvermögen abgeschafft werden, denn es kann doch einigen nicht besser gehen in Deutschland als anderen. Es lebe die DDR - und sie hat es doch geschafft die BRD zu infiltrieren um den Sozialismus zum Sieg zu führen. Auch wenn unter Sozialismus etwas ganz anderes zu verstehen ist.    
Antworten
gurkenfred:

@special

 
28.10.02 13:47
englands gesundheitssystem als leuchtendes beispiel hinzustellen ist vielleicht nicht besonders glücklich, oder wieso kommen unsere "englischen patienten" haufenweise auf den kontinent, um sich von ihren wehwechen kurieren zu lassen?
merke: nicht nur immer auf die kosten, sondern auch auf die leistungen schauen.

mfg
gf
Antworten
special:

gurkenfred

 
28.10.02 13:54
welche patienten meinst du?

den besserverdiener, der das rundumsorglos paket hat?

oder den armen, der nur das wirklich notwendige bekommt?
Antworten
gurkenfred:

@special: beschissen ist es ja wohl für

 
28.10.02 14:15
beide, oder???
wenn ich zwei jahre auf ne operation warten muß, die ich woanders in 6 monaten bekomme, würde ich mich bedanken. will auch nur darauf hinweisen, daß man mit internationalen vergleichen vorsichtig sein sollte. bei uns ist zwar ne menge im argen, aber grade in GB isses nu wirklich nicht besser, was die leistungsseite betrifft.

mfg
gf
Antworten
Dixie:

@special

 
28.10.02 14:19
Er meint wahrscheinlich die Sozialhilfeempfänger und Asylanten mit dem "ichzahlekeinencentundkriegevonallemdasbeste"-Paket
Antworten
Boersiator:

@special

 
28.10.02 14:21
Der Beste Steuerberater der Welt nützt nichts, wenn man viel verdient und in diesem Land Höchststeuersatzzahler ist!

Klar, Möglichkeiten seinen Gewinn irgendwie zu verteilen gibts genau, genau dabei bin ich jetzt angelangt.
... in unbebaute Grundstücke investieren?
Naja, habe mir letztes Jahr auch schon ein Grundstück von knapp 1000m2 voll erschlossen gekauft und hatte dabei den Hintergedanken, dies nach 10 jahren steuerfrei gewinnbringend zu versilbern.
Was aus dieser Amlage nun geworden ist, ist wohl bekannt :-(

Aber ich bin sicher, wenn die aktuell angekündigten Maßnahmen tatsächlich durchgebracht werden, wird die Zeit die wunden heilen, sprich es gibt irgendwann auch wieder andere vernüftigere Gesetze.

Mir tun nun all diejenigen leid, die sich gerade so die eigenen 4 wände leisten können und nun duch Wegfall der vollen Eigenheimzulage ihr Projekt einstampfen müssen, da diese Förderung bei vielen mit als grundlage einer Finanzierung dienen sollte.

B.

Antworten
special:

gurkenfred ich weiss nicht auf was du hinaus wills

 
28.10.02 14:33
t
als kassenpatient musst du in D bei bestimmten leistungen auch warten, die du als privatpatient sofort erhälst.

in england ist meines erachtens die möglichkeit der minimalversicherung gegeben....alles andere ist privat zu regeln.

ich finde die wahlmöglichkeit jedenfalls viel besser zum gegensatz unserer gesetzlichen kassen, den die haben ein immer grösser werdendes problem!
Antworten
special:

boersiator sprech mal mit vielverdienern

 
28.10.02 14:36
die bezahlen keine 50% ek-steuer. viel verdienen ist nicht gleich viel steuern bezahlen. gerade als selbständiger hast du doch super möglichkeiten....noch *g
Antworten
Elan:

Die Armut wird wachsen und somit die

 
28.10.02 14:40

+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773+++Die zehn Steuerhämmer+++ 831773

Reich-Arm-Schwelle immer größer...den Mittelstand wie wir ihn bisher kannten, wird es bald nicht mehr geben.
Antworten
BRAD PIT:

Die sozis werden es noch schaffen, dass wir hier

 
28.10.02 14:44
Steuerverhältnisse bekommen, wie die Schweden vor ca. 15 Jahren. Damals sorgte ASTRID LINDGREN (Autorin) für Lacher über das überspitzte System. Sie veröffentlichte ihre Steuererklärung, laut der sie 110 % !!!! Steuern zahlen mußte.

Erst dann wachten die Schweden auf. Dabei hatten die Schweden wenigstens noch eine 1a Krankenversicherungssystem mit Topversorgung. Aber das allein macht nicht glücklich.

Ich bleibe also bei meiner alten Aussage: Die Sozis sind Kommunismus-light.
Antworten
calexa:

Immer langsam

 
28.10.02 15:09
Heute meldet die FAZ, daß die Regierung bei ihren Steuerplänen schon am "Zurückrudern" ist.

Also am besten erst mal die nächsten Tage abwarten.

Solong,
Calexa
www.investorweb.de
Antworten
Alzmeister:

Ich bleibe bei meiner Aussage...

 
28.10.02 15:09
Pit Brad ist ein Nazi-Light!

TSTSTSTSTSTS
Antworten
BRAD PIT:

@Alzmeister

 
28.10.02 15:16

Das ist das blöde an diesem Board. Hier nutzen irgendweche Pflaumen wie du das bord, um anonym andere wüst zu beleidigen.

Antworten
Alzmeister:

@bradPit

 
28.10.02 15:20
Was denn?
Ich hab das gleiche gesagt wie Du,
nur von links nach rechts gewechselt.

Selber Pflaume
Antworten
Alzmeister:

... und was heisst hier anonym?

 
28.10.02 15:23
willst Du damit sagen Du bist Brad Pit?

Toll, kann ich ein Autogramm haben?


Bitte Bitte
Antworten
Boersiator:

@special

 
28.10.02 15:50
Nenn mir mal 3 vernünftige! Steuersparmöglichkeiten für einen Höchstzinszahler, die betonung liegt auf "vernündftig".

Ich werde mir sicherlich keine unnützen Sachen anschaffen, die im Nachhinein nichts bringen.

Leg mal bitte Fakten auf den Tisch.

Boersiator
Antworten
special:

ok boersiator

 
28.10.02 16:28
nehmen wir die abschreibungen.

da du 50% deines umsatzes an steuern zahlst hast du keine abschreibungen. d.h. du sitzt in einem alten büro (älter als 10 Jahre) fährst ein auto das älter als 4 jahre ist und hast so gut wie keine arbeitsmittel geltend gemacht.

du hast sehr wenig bis keine geschäftsessen, hast nichts für deine altersversorgung im rahmen der vorsorgeaufwendungen zurückgelegt, spendest nichts an vereine die dir eventuell geschäft bringen könnten und gibts auch nichts für werbegeschenke aus.

dies müsst stimmig sein, da sonst deine 50 % nicht stimmen, denn ein wenig kosten hast du ja auch für dein auto (sprit, werkstatt, versicherung + steuer)und deine krankenversicherung.

überleg mal, für jeden €uro den du durch obige kosten verursachst, brauchst du schon kein 50% ans FA zu zahlen *g (als dienstleister kann man doch unheimlich viele geschäftsessen gelten machen....sogar mit blondinen *g  wenn man überlegt was da ne blondine noch kostet, wenn 50% das FA zahlt *gg)

dazu gehört für mich auch eine in der auszahlung steuerfreie Lebensversicherung die ich noch über die vorsorgeaufwendungen geltend machen kann.

es gibt sicherlich speziell für dich noch ettliche weiter möglichkeiten, das sollte dir jedoch dein steuerrater sagen. der bezahlt sicherlich keine 50% ek-steuer

von schiffspapieren, flugzeugmiteigentümerschaften, steuermodelle im hausbaubereich usw. hab ich bisher meine finger gelassen, das gönn ich anderen *g

Antworten
Boersiator:

Richtig,

 
28.10.02 16:55
die o. g. "Steuerminderungen" nutze ich natürlich auch aus, d. h. Neuwagen, Geschäftseesen etc. Letztendlich sind das aber Peanuts auf Jahr gerechnet.
Bitte schlöge mich jetzt nicht, wenn ich doch nur 48,9% Stuern bezahlte ... ;-)

Kenne da noch eine Abschreibung für geplante Vorhaben, z. B. Autokauf, Immbos etc. - kenne die genaue Beschreibung nicht. Diese Sache werde ich die Tage mal mit meinem Steuerberater besprechen.

Boersiator
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BRAD PIT:

@alzmeister

 
28.10.02 18:10

du benimmst dich rüpelhaft und

DU NERVST.
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Boersiator:

! o. T.

 
28.10.02 20:22
Antworten
Boersiator:

Jemand noch Steuersparmodelle parat? o. T.

 
28.10.02 21:57
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Karlchen_I:

Moderatoren auswechseln - da komplett unfähig.

2
28.10.02 22:34
Da kriegt Börsiator zwei Grüne, bloss weil er die Auslassungen anderer reinkopiert hat. Dachte immer, dass eigene Leistung hier belohnt wird - und nicht das plagiatieren.

Sehen unsere wohl völlig überforderten Moderatoren aber anders.

Im übrigen: Nix gegen Börsiato. Der hat schon eigene, gute Postings hier reingestellt, die aber nicht entsprechend honoriert wurden.

Heute hat sich aber gezeigt: Das Moderatoren- (Un)Wesen hat sich völlig überholt. da wird der Bock zum Gärtner gemacht - und es zeigt sich, dass es bei denen noch nicht mal zum Bock reicht.

Schwarze bitte - damit ich die Moderatoren bei Ariva anschwärzen kann.
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mikesch:

Ihr seid ja Experten....

 
28.10.02 23:02
Ihr kennt anscheinend nicht einmal den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn:
1. Erst muß man Umsatz machen
2. Wenn man dabei Gewinn macht hat fällt Umsatzsteuer an
3. Erst wenn tatsächlich Gewinn erzielt kann man diesen investieren
4. Die Investitionen mindern den Gewinn
5. derjenige der investiert darf Investitionen vom Gewinn abziehen
6. Der Gewinn der dann übrig bleibt wird versteuert.

Dies für die unwissenden "Speesenritter" hier im Bord die tatsächlich glauben, alle Gewerbetreiben bevölkern ständig Restaurants mit laufenden Geschäftsessen und Umsatz ist Gewinn!

Ich bin übrigens nicht selbstständig, weil man bei dieser Schwachmatten- Regierung als Kleinunternehmer mehr Steuern zahlt als der gesamte Daimler-Chrysler Konzern.
Antworten
ashoka:

Wie im Kindergarten

 
28.10.02 23:04

Da hast Du schon Deine Belohnung Karlchen_I.
Die gruenen Sterne sind jedoch nicht als Belohnung gedacht, sondern als Hinweis auf einen lesenswerten Thread. Das erste Posting halte ich alle mal fuer lesenswert und deshalb auch die "Gruenen" fuer gerechtfertigt. Was ich bei Deinem Beitrag nicht behaupten kann.
Antworten
Nassie:

Gut das wir solche "Experten" wie dich

 
28.10.02 23:05
im Board haben.
Danke Mikesch.
Du schreibst das Recht der Steuern und Gewinnermittlung neu.
Antworten
Schnorrer:

@mikesch: Loooooooooooooooooooooooooooool

 
28.10.02 23:08
und ich dachte,die Kabarettisten sterben aus hier in Dtld .................
Antworten
ruhrpottzocker:

Mikesch, zu Fortbildungszwecken empfehle ich

 
28.10.02 23:10

dir "Monopoly". Damit du auch die andere Seite der Medaille kennen lernst, auch noch "Klassenkampf".

So lernt man spielerisch. Allerdings sage ich dir jetzt schon, dass das nur die Vorstufe sein kann. Irgendwann musst du dir auch ein Lehrbuch anschaffen.

Mannomann, das man denen heute alles bunt anmalen muss !!  

+++Die zehn Steuerhämmer+++ 832313
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ruhrpottzocker:

He Schnorrer, tust du den engagieren ?

 
28.10.02 23:11

Ich mein diesen Kater !

+++Die zehn Steuerhämmer+++ 832315
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mikesch:

Die Kabaretisten sitzen jetzt in der Regierung

 
28.10.02 23:11
Leider,- deshalb sind wir hinter Portugal jetzt auch das Schlußlicht in Europa.
Antworten
Nassie:

@Mikesch

 
28.10.02 23:13
Wundert dich das mit dem Schlußlicht ?
Dir ist doch bekannt , dass nur das Schlußlicht rot sein darf.
Antworten
ruhrpottzocker:

Wir sind überhaupt das Armenhaus !

 
28.10.02 23:17

Hier kriegt kaum noch einer was zu fressen. Von saufen ganz zu schweigen. Urlaub fahren ist auch nich mehr. Alle können nur noch deutsch - leider können es die meisten Türken besser. Viele Postings hier zeugen von dramatisch niedrigen I-Kuhs.

Ach nee - was für ein Scheissland !

+++Die zehn Steuerhämmer+++ 832323
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datschi:

So isses rpz, drum gute Nacht D. Bis Morgen! o. T.

 
28.10.02 23:35
Antworten
Boersiator:

@Karlchen

 
28.10.02 23:56
Stimmt, die o. a. Aufzählungist reinkopiert, wieso soll ich das auch alles selbst schreiben, wenn es auf irgendwo schon prima zusammengefasst ist?!

Ich wollte lediglich die wichtigsten 10 Punkte ausführen und wie man sieht, ist das Thema sehr interessant, wie die verdammt hohe Leserzahl bescheinigt (aktuell wohl knapp 1200 an einem Tag).

Gutes, aber leidiges Thema, viele tolle Meinungen, einige Unwissende, einige Nullchecker, ist doch aber ok.
Niemand ist unfehlbar, weiter so!

Gute N8!

Boersiator
Antworten
ruhrpottzocker:

Datt war getz eine ganz neue Sprache !

 
29.10.02 00:40

Iss deutsch getz aut ?

+++Die zehn Steuerhämmer+++ 832356
Antworten
special:

boersiator.....was ist mit einer 2. firma als gmbh

 
29.10.02 09:27
ich nehme an du hast eine z.Z kein gmbh als gesellschaftsform gewählt. schaufel doch einen teil deiner gewinne in die gmbh. die körperschaftssteuer beträgt 25%, die gewerbesteuer ist höher, da anders zu berechnen, da keinen freibetrag von 24.000 € mehr und auch der steuersatz ist nicht gestaffelt.

lass es von deinem steuerberater mal durchrechnen.

Antworten
Happy End:

Lockerung des Bankgeheimnisses = Steuerhammer ????

 
29.10.02 09:55
­
Antworten
gurkenfred:

mikesch, mach uns schlau

 
29.10.02 10:08
oder fang vielleicht doch lieber weiter mäuse......
eins wüßte ich gern: woher hast du dein profundes wissen auf dem komplizierten feld steuern/ergebnisrechnung???


mfg
gf
Antworten
Happy End:

Mikesch:

 
29.10.02 10:26
Umsatzsteuer fällt nicht nur bei Gewinn an - nur so nebenbei ;-)
Antworten
Boersiator:

richtig! o. T.

 
29.10.02 10:34
Antworten
mod:

Oh Gott, mit den kaufm. Kenntnissen Aktionär ??? o. T.

 
29.10.02 10:49
Antworten
A0123456:

Lockerung des Bankgeheimnisses= Steuerhammer

 
29.10.02 10:52
das kann man schon so sehen. Wenn auch nicht auf den ersten Blick die beiden Vergleichskomponenten etwas miteinander zu tun haben scheinen so wird dies doch dadurch deutlich, dass durch den faktischen Wegfall des Bankgeheimnisses jeder Cent der an der Börse gewonnen wurde, versteuert werden muss. Das war zwar bisher auch so (Ausnahme Jahresfrist bzw. Gewinn unter 1000 DM))allerdings nur wenn das in der Steuererklärung angegeben wurde. Da es an diesem Board offenbar nur Steuerehrliche gibt mit Ausnahme von mir wird es bestimmt auch keine langen Gesichter geben, wenn das Finanzamt die in den vergangenen Jahren mal so eben gezockten Gewinne nachkontrolliert, weil sie ja bereits von jedem in der Steuererklärung angegeben wurden.
Oder vielleicht doch nicht?  
Antworten
warmduscher.:

30 steuerspartipps

 
29.10.02 10:53
Die Wirtschaft ist schwach, die Börse am Boden. Und dann Eichels Steuer-Hammer. Da fängt jeder an zu sparen. EURO zeigt, wie man bei Versicherungen, Autos und Co so wenig zahlt wie möglich - damit noch Extra-Geld übrig bleibt. Teil1: Steuern.
von Ursula Wanders / Euro am Sonntag

Finanzminister Hans Eichel hat den Steuer-Hammer rausgeholt. Anleger, Immobilienbesitzer, Arbeitnehmer, Selbstständige - alle sind von seinen Plänen betroffen. Ärger, Zorn, Enttäuschung sind die Reaktionen. Werden alle Maßnahmen Wirklichkeit, bleibt einer Durchschnittsfamilie 207 Euro weniger im Monat. Bei Besserverdienenden ist die Belastung noch höher. Jetzt überlegt Eichel sogar, Lebensversicherungen zu besteuern. Jahrzehntelang von Politikern aller Couleur als Altersvorsorge gepriesen, könnte sie eben dies bald nicht mehr sein. Konsequenz: Steuerzahler sollten - auch wenn der Bundesrat das ein oder andere noch abmildern dürfte - für den schlimmsten aller Fälle die Weichen stellen und so Eichel doch noch ein Schnippchen schlagen. EURO erklärt, wie man sogar noch Hunderttausende von Euro retten kann.

Anleger

Keine Planungssicherheit Rot-Grün will künftig alle Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren und vermieteten Immobilien versteuern. Wahrscheinlich schon ab 2003. Die Spekulationsfristen - ein Jahr bei Wertpapieren und zehn Jahre bei Mietimmobilien - sollen dann nach einer Übergangsregelung abgeschafft werden. Details sind noch unklar. Fraglich ist, ab wann die neuen Regeln gelten: Für Käufe ab einem Stichtag, also etwa ab dem 1.1.2003, oder auch für bereits gekaufte Papiere oder Immobilien? Nur eines ist so gut wie sicher: Steuer-Schummler fliegen bald leichter auf. Die Banken sollen künftig Kontrollmitteilungen an die Finanzbehörden verschicken.

Auf Nummer Sicher gehen

Wer dieses Jahr noch Wertpapiere verkauft, die über ihrem Kaufkurs notieren und länger als ein Jahr im Depot liegen, geht auf Nummer Sicher. Der Gewinn ist noch steuerfrei.

Depotleichen halten

Wer Papiere hat, die an Wert verloren haben und länger als zwölf Monate im Depot liegen, sollte sie getrost noch ein Weilchen dort lassen. Der Grund: Derzeit lassen sich nur die Verluste steuerlich geltend machen, die innerhalb der Jahresfrist anfallen. Das könnte sich aber im nächsten Jahr ändern.

Lebenspolicen

Die Gewinner der rot-grünen Streichliste könnten eigentlich Lebensversicherungen und fondsgebundene Lebensversicherungen sein. Die Erträge daraus sind nach zwölf Jahren meist steuerfrei. Doch auch das wird sich möglicherweise ändern. Zu hoffen ist, dass dann nur Neuverträge betroffen sind. Tipp: Mit solchen Investmensts noch abwarten.

Alternative für VL-Sparer

Wer vermögenswirksame Leistungen in einen Fondssparplan investiert und vermeiden will, dass er später Kursgewinne versteuern muss, sollte vor Jahresende auf einen (Bau-) Sparvertrag ausweichen. Die Zinsen sind im Rahmen des Sparerfreibetrags steuerfrei.

Spekulations-Verluste

Wer noch Speku-Gewinne aus dem Vorjahr oder aus 2002 drücken will, sollte Kursverlierer, die noch in die Speku-Frist fallen, bis Jahresende versilbern. Achtung: Gewinne und Verluste aus Aktien, für die das Halbeinkünfteverfahren gilt, sind steuerlich nur die Hälfte wert. Das PC-Rechenprogramm SteuerkompassWP hilft (www.steuerkompasswp.de).

Verlustmasche

Steuerhit für Mutige: Wer seine Steuerlast mindern will, beteiligt sich an Geschlossenen Immobilien-, Schiffs-, Windkraft- oder Filmfonds. Vor allem Filmfonds sind steuerlich lukrativ. Der Anleger kann Verluste von bis zu 100 Prozent seiner Einlage geltend machen. Wermutstropfen: Nach einem Erlassentwurf will der Fiskus künftig alle Anleger als Erwerber abstempeln, wenn zum Zeitpunkt ihres Beitritts alle Verträge unter Dach und Fach sind und kein Einfluss mehr möglich ist. Folge: Der Anleger kann Investitions- und Fondsnebenkosten nicht mehr auf einen Schlag absetzen, die Anfangsverluste gehen also gegen null. Steuerlich interessant sind dann nur noch Blindpools, bei denen der Anleger unternehmerisch tätig wird. Doch wer bis Jahresende einen Fonds zeichnet, dessen Vertrieb bis Ende 2001 begonnen hat, sichert sich die alten Vorteile. Gerüchten zufolge wird die Übergangsfrist verlängert.

Eine Fonds-Liste gibt’s per EURO-Faxabruf (0190/884708 - 89; Computel, 1,86 Euro pro Minute.

Stückzins-Spiel

Mit Stückzinsen können sich Anleger ärmer rechnen. Und zwar so: Wer festverzinsliche Anleihen kauft, zahlt neben dem Kaufpreis Stückzinsen, also die Zinsen, die seit der letzten Ausschüttung aufgelaufen sind. Damit mindert der Käufer seine Kapitalerträge und darüber hinaus andere Einkünfte, etwa das Gehalt. Je länger die Ausschüttung zurückliegt, desto mehr Stückzinsen fallen an. Tipp: Ende 2002 Anleihen kaufen, die Anfang 2003 fällig sind. Dieser Trick lohnt sich vor allem, wenn im nächsten Jahr kaum Kapitaleinkünfte anfallen.

Lukrative Null-Nummer

Mit Zerobonds (Null-Kupon-Anleihen) lassen sich Einkünfte in Zeiten geringerer Steuerlast verschieben. Grund: Zerobonds werden mit Abschlag zum Nennwert herausgegeben, und Anleger müssen die Zinsen erst bei Einlösung oder Verkauf versteuern.

Miese aus Aktienanleihen

Mit Verlusten aus Verkauf oder Einlösung von Aktienanleihen lassen sich Kapitalerträge und andere Einkünfte mindern. Tipp: Wer in diesem Jahr seine Steuerlast mindern will, schmeißt Verlustbringer aus dem Depot. Die Spekulationsfrist spielt hier keine Rolle.

Selbstständige und Unternehmer

Werbegeschenke

Geschenke an Kunden und Geschäftsfreunde lassen sich als Betriebsausgaben absetzen - und zwar in Höhe von bis zu 40 Euro pro Empfänger und Jahr. Möglicherweise nicht mehr lange. Rot-Grün will diesen Steuervorteil streichen.

Früher investieren

Weniger Steuern durch höhere Kosten: Selbstständige und Unternehmer sollten ohnehin geplante Investitionen ins Jahr 2002 vorziehen, wenn sie ihre Steuerlast in diesem Jahr mindern wollen und in 2003 geringere Einkünfte erwarten. Rücklagen bilden Freiberufler und Mittelständler können für geplante Investitionen eine steuermindernde Rücklage bilden - und zwar in Höhe von maximal 40 Prozent der beabsichtigten Aufwendungen. Allerdings muss die Anschaffung oder Herstellung des Wirtschaftsgutes im Jahr 2004 über die Bühne sein. Sonst sind nachträglich Steuern fällig - plus sechs Prozent Zinsen pro Jahr. Existenzgründer haben dafür fünf Jahre Zeit.

Teurer Firmenwagen

Wer den Firmenwagen privat nutzt, soll künftig 1,5 Prozent des Listenpreises versteuern - statt wie bislang ein Prozent. Tipp: Statt der Pauschalmethode Fahrtenbuch führen.

Ehepartner anstellen

Stellen Selbstständige und Unternehmer für die letzten Monate des Jahres ihre bisher nicht berufstätigen Ehepartner oder Kinder auf Steuerkarte ein, kommen diese in den Genuss der Werbungskostenpauschale (1044 Euro). Angehörige profitieren auch von Rabatten, die Unternehmer Angestellten gewähren dürfen. Solche Sachprämien sind derzeit bis zu 1224 Euro pro Jahr steuerfrei. Rot-Grün will diesen Freibetrag streichen.

Familien Mit Kindern sparen

Kinder sind wie Erwachsene steuerpflichtig. Ihnen stehen aber auch die gleichen Freibeträge und Freigrenzen zu. Eltern können also schon zu Lebzeiten Vermögen auf ihre Kinder übertragen. Doppelter Vorteil: Die Eltern sparen selbst Steuern. Und: Der Staat zwackt zwar Schenkungssteuer ab - es gibt aber einen Freibetrag in Höhe von 205000 Euro pro Elternteil und Kind. Und der lässt sich alle zehn Jahre neu ausschöpfen. Achtung: Auf Einkommensgrenzen fürs Kindergeld und für Familienkrankenversicherung achten.

Immobilien verschenken

Es gilt als sicher, dass die Erbschaft- und Schenkungssteuer auf Immobilien erhöht wird. Derzeit werden Immobilien aber bei der Erbschaftsteuer noch günstiger bewertet als etwa Bar- oder Aktienvermögen. Wer seinen Lieben höhere Steuern ersparen will, sollte also darüber nachdenken, ob er seine Immobilie schon vor Jahresende überträgt. Oder: Bargeld für den Kauf oder den Bau einer bestimmten Immobilie verschenken. Dann gelten die günstigen Bewertungsregeln für Immobilien.

Lebensversicherung

Statt Bargeld eine noch nicht fällige Lebensversicherung schenken. Dann wird nur für zwei Drittel der eingezahlten Prämien Schenkungssteuer fällig. Noch lukrativer: Der Beschenkte ist Versicherungsnehmer. Der Schenker zahlt die Prämien. Dann fallen keine Steuern an. Vorsicht: Die Prämien selbst sind Schenkungen. Freibeträge beachten! Immo-Schenkung mit Gegenleistung Ein familiäres Steuersparmodell: Eltern übertragen eine Mietimmobilie auf ihr Kind und vereinbaren im Schenkungsvertrag, dass der Sprössling ihnen regelmäßig Geld zahlt. Das Kind finanziert die Zahlungen aus der Miete und setzt sie als Sonderausgaben ab. Das lohnt sich vor allem dann, wenn die Eltern keine oder nur niedrige Steuern zahlen und das Kind eine hohe Steuerlast hat (Tipps: www.deutsches-forum-fuer-erbrecht.de).

Kindergeld retten

Eltern, aufgepasst: Haben volljährige Kinder Einkünfte von mehr als 7188 Euro im Jahr, fordert der Staat das Kindergeld zurück. Tipp: Kinder sollten ihre Einkünfte unter die kritische Grenze drücken - etwa durch besondere Ausbildungskosten oder durch Werbungskosten (Infos: www.lohi.de).

Häuslebauer Eigenheimzulage sichern

Rot-Grün will die Eigenheimzulage für Kinderlose abschaffen. Künftig gibt es nur noch acht Jahre lang eine Kinderzulage von 1200 Euro jährlich und eventuell Ökozulage. Stichtag: 31.12.2002. Wer bis dahin einen Bauantrag stellt oder einen notariellen Kaufvertrag abschließt, profitiert noch von der alten Förderung: Derzeit erhalten Bauherren oder Käufer eines neuen Hauses acht Jahre lang eine Grundförderung von fünf Prozent ihrer Kosten (maximal 2556 Euro). Für Alt- und Ausbauten gibt es acht Jahre 2,5 Prozent (maximal 1278 Euro). Pro Kind fließen zudem jährlich 767 Euro. Voraussetzung: Das Einkommen beträgt im Jahr des Einzugs und im Jahr davor maximal 81807 Euro (zusammen veranlagte Ehepaare 163614 Euro). Ab 2003 liegt die Grenze bei 70000 (140000) Euro. Pro Kind erhöht sie sich bisher um 30678 Euro. Wie das künftig sein wird, ist noch unklar.

Neue Regeln nutzen

Für Familien mit Kindern kann sich die neue Regelung manchmal sogar rechnen. Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern baut einen Altbau aus. Kosten: 25000 Euro. Nach der neuen Regelung bekäme sie acht Jahre lang 2400 Euro, also 19200 Euro. Nach der alten Förderung gäbe es dagegen nur 17272 Euro (8 x 2,5 Prozent Grundförderung + 1534 Euro Kinderzulage (Infos: www.steuern-transparent.com). Einkommen drücken Gutverdiener können Eigenheimzulage kassieren, wenn sie sich für die entscheidenden zwei Jahre arm rechnen. Etwa durch Werbungskosten oder Verluste aus Fondsbeteiligungen (siehe Kasten Anleger). Tipp für Ehepaare: Es kauft derjenige die Immobilie, der unter der Einkommensgrenze für Singles liegt. Für die zwei Jahre müssen die Eheleute getrennte Veranlagung wählen. Nachteil: höhere Steuern.

Clever verkaufen

Die Spekulationsfrist für Mietimmobilien - bisher zehn Jahre - soll fallen. Das heißt: Bald sind alle Verkäufe steuerpflichtig. Wer Gewinne noch steuerfrei einstreichen will, muss Immobilien, die nicht mehr der Speku-Frist unterliegen, noch 2002 verkaufen. Oder: Wer einen späteren Verkauf plant, veräußert das Objekt vor Jahresende zunächst steuerfrei an Frau oder Kinder. Verkaufen diese später, ist der dann zu versteuernde Gewinn kleiner. So kann man leicht Hunderttausende von Euro Steuern sparen. Möglich auch: Immobilien in eine GmbH & Co KG einbringen. Renovierung vorziehen Vermieter einer Gebrauchtimmobilie können nach neuester Rechtsprechung Renovierungskosten auf einen Schlag Steuer mindernd geltend machen - und zwar unabhängig davon, wann die Renovierung stattfindet und wie viel sie kostet. Bislang durften sie in den ersten drei Jahren nach Erwerb maximal 15 Prozent der Erwerbskosten sofort absetzen. Minister Eichel will das Rad zurückdrehen. Wer Renovierungen vorzieht und vor Ende 2002 die Rechnungen zahlt, sichert sich den vollen Abzug.

Arbeitnehmer Fahrtenbuch statt Pauschale

Arbeitnehmer, die ihren Dienstwagen privat nutzen, müssen pro Monat ein Prozent des Listenpreises versteuern (plus monatlich 0,03 Prozent x Entfernungskilometer für Fahrten zum Job). Bald sollen 1,5 Prozent versteuert werden. Tipp: Fahrtenbuch führen und alle PKW-Kosten nachweisen. Die Mühe kann sich lohnen (Rechner Ein-Prozent-Methode: www.steuer.niedersachsen.de).

Freibetrag: Mehr netto

Wer Monat für Monat Steuern sparen will, lässt einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen, etwa für Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder Verluste aus Vermietung und Verpachtung. Dazu muss er Werbungskosten (über der Pauschale von 1044 Euro), Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen von insgesamt 600 Euro nachweisen. Tipp: Freibetrag für 2003 spätestens im Januar beantragen, dann wird er auf zwölf Monate verteilt. Wer für 2002 einen Freibetrag eintragen oder ändern lassen will, hat Zeit bis Ende November 2002 (Infos: www.steuer.niedersachsen.de, Service, Lohnsteuer 2003).

Eine Frage der Klasse

IV/IV oder III/V? Ehepaare können durch die Wahl der richtigen Steuerklasse ihren monatlichen Lohnsteuerabzug mindern. Faustregel: Verdienen beide gleich viel, ist die Kombi IV/IV günstiger. Verdient einer mindestens 60 Prozent des Gesamteinkommens, sollte er Klasse III wählen, der andere V. Vorsicht: Nach dem Nettoeinkommen richten sich Bezüge wie Arbeitslosengeld (Rechner: www.steuer.niedersachsen.de, Steuern 2003).

Betriebliche Altersvorsorge

Einen Teil des Gehalts in die betriebliche Altersvorsorge stecken. Beispiel Direktzusage oder Unterstützungskasse: die Beiträge sind steuer- und - bis 2008 - sozialabgabenfrei (bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung, die derzeit bei jährlich 54000 Euro liegt. Finanziert der Chef die Beiträge, sind sie unbegrenzt sozialabgabenfrei. Eine Alternative zur Gehaltserhöhung (Übersicht über Steuervorteile: www.gdv.de).

Mehr Geld vom Chef

Apropos Gehaltserhöhung: Wer verhindern will, dass Steuern und Sozialabgaben einen großen Teil auffressen, bittet den Chef, lieber Fahrtkosten oder Kindergartenbetreuung zu sponsern (Alternativen: www.lohi.de).

Nächste Woche gehts weiter.
Antworten
Boersiator:

Guter allgemeiner Beitrag! o. T.

 
29.10.02 11:21
Antworten
ruhrpottzocker:

Sehr informativ !

 
29.10.02 11:23
+++Die zehn Steuerhämmer+++ 832720
Antworten
Boersiator:

up o. T.

 
29.10.02 15:09
Antworten
Boersiator:

Wenn ich das heute so lese,

 
13.11.02 16:12
war das alles nur der Anfang, armes Deutschland!

Boeristaor
Antworten
Boersiator:

Hm, leider hatte ich wohl recht

 
10.02.04 20:43
mit meinem letzten Posting vom 13.11.2002 :-(

Mensch, was waren das damals noch für tolle Zeiten ;-)
Antworten
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