3. KONJUNKTUR / EZB ueberrascht, US-Daten wirken negativ
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Die ohnehin schon schlechte Marktverfassung wurde zudem von
den Konjunkturdaten der letzten Woche weiter beeitraechtigt.
So fiel die Dynamik der Stundenloehne in den USA zwar geringer
als erwartet aus, dafuer ueberraschte die geringe Arbeitslo-
sigkeit, die lediglich bei 3,9% lag. Vor diesem Hintergrund
wurde nun die letzte Hoffnung auf eine entspanntere Zinspolitik
zerstoert.
Auch die EZB ueberraschte mit einer Leitzinserhoehung von 25
Basispunkten. Dabei ueberraschte weniger die Zinserhoehung,
sondern der fruehe Zeitpunkt. Natuerlich muss die EZB einen
gewagten Spagat vollziehen - denn erhoeht Sie die Zinsen zu
stark, kommt die Konjunktur ins Stocken, was fuer den Euro
weitere Abgaben bedeuten wuerde.
Laesst sie die Zuegel hingegen zu locker, manifestiert sich die
fatale Kombination aus schwachem Euro, starkem Dollar und hohem
Oelpreis in einer kaum mehr zu baendigen Inflation. Wird hier
der richtige Zeitpunkt der Einflussnahme verpasst, kann dies
katastrophale Folgen haben, da sich zinspolitische Eingriffe
mit einer Zeitverzoegerung um bis zu 2 Jahre auswirken.
Unserer Einschaetzung nach verkraftet die Konjunktur derzeit
maximal noch eine weitere Zinserhoehung um 25 Basispunkte. Bei
Leitzinsen von 5% oder darueber wuerde die Konjunktur merklich
beeintraechtigt. Wir gehen daher davon aus, dass entweder das
mit dem aktuellen Zinsniveau oder nach einer weiteren Zinser-
hoehung von 25 Basispunkten das Ende des Zinserhoehungs-
zyklusses erreicht ist.
Die konzentrierte Waehrunsintervention konnte dem Euro zwar
keine Trendwende verschaffen, sondern ist eher als eine
Absicherung des Euros nach unten hin zu betrachten. Long-
Positionen in Euro halten wir daher noch fuer verfrueht. Hier
sollte die weitere Entwicklung erst abgewartet werden.
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Die ohnehin schon schlechte Marktverfassung wurde zudem von
den Konjunkturdaten der letzten Woche weiter beeitraechtigt.
So fiel die Dynamik der Stundenloehne in den USA zwar geringer
als erwartet aus, dafuer ueberraschte die geringe Arbeitslo-
sigkeit, die lediglich bei 3,9% lag. Vor diesem Hintergrund
wurde nun die letzte Hoffnung auf eine entspanntere Zinspolitik
zerstoert.
Auch die EZB ueberraschte mit einer Leitzinserhoehung von 25
Basispunkten. Dabei ueberraschte weniger die Zinserhoehung,
sondern der fruehe Zeitpunkt. Natuerlich muss die EZB einen
gewagten Spagat vollziehen - denn erhoeht Sie die Zinsen zu
stark, kommt die Konjunktur ins Stocken, was fuer den Euro
weitere Abgaben bedeuten wuerde.
Laesst sie die Zuegel hingegen zu locker, manifestiert sich die
fatale Kombination aus schwachem Euro, starkem Dollar und hohem
Oelpreis in einer kaum mehr zu baendigen Inflation. Wird hier
der richtige Zeitpunkt der Einflussnahme verpasst, kann dies
katastrophale Folgen haben, da sich zinspolitische Eingriffe
mit einer Zeitverzoegerung um bis zu 2 Jahre auswirken.
Unserer Einschaetzung nach verkraftet die Konjunktur derzeit
maximal noch eine weitere Zinserhoehung um 25 Basispunkte. Bei
Leitzinsen von 5% oder darueber wuerde die Konjunktur merklich
beeintraechtigt. Wir gehen daher davon aus, dass entweder das
mit dem aktuellen Zinsniveau oder nach einer weiteren Zinser-
hoehung von 25 Basispunkten das Ende des Zinserhoehungs-
zyklusses erreicht ist.
Die konzentrierte Waehrunsintervention konnte dem Euro zwar
keine Trendwende verschaffen, sondern ist eher als eine
Absicherung des Euros nach unten hin zu betrachten. Long-
Positionen in Euro halten wir daher noch fuer verfrueht. Hier
sollte die weitere Entwicklung erst abgewartet werden.