Die US-Rangers
"Krieg gegen Terror darf kein Krieg gegen Islam werden"
US-Elitesoldaten in Afghanistan
"Eine ganz neue strategische Ära ist angebrochen"
Die Special Forces
Die Delta Force
Die "Night Stalkers"
Die Ranger sind wahrscheinlich der traditionsreichste Verband der US-Army. Ihr Ursprung reicht weit zurück in die Pionierzeit Amerikas. Mitte des 18. Jahrhunderts schlug ihre Geburtsstunde mit den "Rogers Rangers", benannt nach ihrem damaligen Führer, der mit einer Reihe von unkonventionellen Kommandounternehmen während des sogenannten "Indianerkriegs" aufhorchen ließ. Erfahrene Grenzer, Jäger und Fallensteller bildeten den harten Kern der Anfänge der Ranger-Truppe. Berühmt geworden sind seine Regeln und Verhaltensweisen für den Kleinkrieg.
Während des Zweiten Weltkriegs waren US-Miltärs beeindruckt von den Erfolgen der britischen "Commandos". Man wollte ebenfalls Sonderverbände für Kommandounternehmen aufstellen, suchte nach einem historischen Vorbild und stieß auf die Rangers. Schon 1942 wurde das erste Ranger-Bataillon aufgestellt; fünf weitere Bataillone sollten im Verlauf des Zweiten Weltkriegs folgen. Man setzte auf harte Ausbildung und sogfältige Auswahl der Männer; bei den persönlichen Anforderungen stand die ausgeprägte aktive "Angriffslust" ganz oben.
Als im August 1942 Briten und Kanadier bei Dieppe an der nordfranzösichen Atlantikküste eine Art Probe-Invasion starteten, waren bereits auch 50 US-Rangers als Beobachter mit dabei - und erlitten schwerste Verluste bei dem Unternehmen. Doch die Rangers kamen wieder: Als im Juni 1944 die Invasion begann, bildeten die Ranger-Verbände in einigen Landezonen die Speerspitze der ersten Angriffswelle. In Steven Spielbergs "Saving Private Ryan" findet sich Tom Hanks in der Rolle eines dieser Ranger, die im Landeabschnitt "Omaha Beach" einen hohen Blutzoll zu leisten hatten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten die Ranger eine wechselvolle Geschichte. Man schwankte immer wieder zwischen der Aufstellung spezialisierter Einheiten (wie etwa die Airborne-Rangers oder Fernspäh-Kompanien); dann wieder versuchte man mit wenig Erfolg den Ranger-Lehrgang zum fixen Bestandteil der Offizierslaufbahn zu machen, mit dem Ziel, in jeder Infanterie-Kompanie einen Offizier mit Ranger-Qualifikation zu haben.
Einer der schwarzen Punkte in der Geschichte der US-Rangers ist zweifellos ihre Beteiligung an der gescheiterten Befreiung amerikanischer Geiseln in der US-Botschaft in Teheran im Jahr 1980. Weitere Einsätze erfolgten in Grenada, Panama und während des Golfkrieges. 1993 waren Ranger auch in Somalia eingesetzt und wurden gedemütigt, als der Mob die Leichen ihrer getöteten Kameraden durch Mogadischu schleifte - Bilder, die damals um die Welt gingen und letztlich den Rückzug der USA aus Somalia auslösten.
Die heutige Gliederung der Rangers wurde 1984 ins Leben gerufen. Führungseinheit der Ranger-Bataillone ist das in Fort Benning stationierte 75th Ranger Regiment, das über rund 2000 Mann verfügt. Der Ranger-Lehrgang, der auch anderen Angehörigen der amerikanischen und befreundeter ausländischer Streitkräfte offensteht, ist hart und fordernd. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung zur Durchführung von infanteristischen Kampfeinsätzen kleiner Verbände tief im feindlichen Raum unter schwierigsten Bedingungen. Zum Lehrgang gehört unter anderem eine amphibische Ausbildung (die sogenannte "Sumpfphase") in Florida sowie eine Gebirgsausbildung. Zwischen 1983 und 1995 gehörte auch eine Sonderausbildung für Einsatz und Überleben in Wüstenregionen dazu.
Daß die Ranger-Ausbildung kein Honiglecken ist, zeigen immer wieder auch schwere Unfälle: 1994 etwa sprangen drei Ranger mit dem Fallschirm irrtümlich in einen Hochwasser führenden Fluß; einer ertrank. 1995 kamen während der "Sumpfphase" im Yellow River vier Mann im eiskalten Wasser um. Bei der daraufhin eingeleiteten Untersuchung stellte sich heraus, daß in den vergangenen Jahrzehnten dabei immer wieder Lehrgangsteilnehmer ertrunken waren.
"Krieg gegen Terror darf kein Krieg gegen Islam werden"
US-Elitesoldaten in Afghanistan
"Eine ganz neue strategische Ära ist angebrochen"
Die Special Forces
Die Delta Force
Die "Night Stalkers"
Die Ranger sind wahrscheinlich der traditionsreichste Verband der US-Army. Ihr Ursprung reicht weit zurück in die Pionierzeit Amerikas. Mitte des 18. Jahrhunderts schlug ihre Geburtsstunde mit den "Rogers Rangers", benannt nach ihrem damaligen Führer, der mit einer Reihe von unkonventionellen Kommandounternehmen während des sogenannten "Indianerkriegs" aufhorchen ließ. Erfahrene Grenzer, Jäger und Fallensteller bildeten den harten Kern der Anfänge der Ranger-Truppe. Berühmt geworden sind seine Regeln und Verhaltensweisen für den Kleinkrieg.
Während des Zweiten Weltkriegs waren US-Miltärs beeindruckt von den Erfolgen der britischen "Commandos". Man wollte ebenfalls Sonderverbände für Kommandounternehmen aufstellen, suchte nach einem historischen Vorbild und stieß auf die Rangers. Schon 1942 wurde das erste Ranger-Bataillon aufgestellt; fünf weitere Bataillone sollten im Verlauf des Zweiten Weltkriegs folgen. Man setzte auf harte Ausbildung und sogfältige Auswahl der Männer; bei den persönlichen Anforderungen stand die ausgeprägte aktive "Angriffslust" ganz oben.
Als im August 1942 Briten und Kanadier bei Dieppe an der nordfranzösichen Atlantikküste eine Art Probe-Invasion starteten, waren bereits auch 50 US-Rangers als Beobachter mit dabei - und erlitten schwerste Verluste bei dem Unternehmen. Doch die Rangers kamen wieder: Als im Juni 1944 die Invasion begann, bildeten die Ranger-Verbände in einigen Landezonen die Speerspitze der ersten Angriffswelle. In Steven Spielbergs "Saving Private Ryan" findet sich Tom Hanks in der Rolle eines dieser Ranger, die im Landeabschnitt "Omaha Beach" einen hohen Blutzoll zu leisten hatten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten die Ranger eine wechselvolle Geschichte. Man schwankte immer wieder zwischen der Aufstellung spezialisierter Einheiten (wie etwa die Airborne-Rangers oder Fernspäh-Kompanien); dann wieder versuchte man mit wenig Erfolg den Ranger-Lehrgang zum fixen Bestandteil der Offizierslaufbahn zu machen, mit dem Ziel, in jeder Infanterie-Kompanie einen Offizier mit Ranger-Qualifikation zu haben.
Einer der schwarzen Punkte in der Geschichte der US-Rangers ist zweifellos ihre Beteiligung an der gescheiterten Befreiung amerikanischer Geiseln in der US-Botschaft in Teheran im Jahr 1980. Weitere Einsätze erfolgten in Grenada, Panama und während des Golfkrieges. 1993 waren Ranger auch in Somalia eingesetzt und wurden gedemütigt, als der Mob die Leichen ihrer getöteten Kameraden durch Mogadischu schleifte - Bilder, die damals um die Welt gingen und letztlich den Rückzug der USA aus Somalia auslösten.
Die heutige Gliederung der Rangers wurde 1984 ins Leben gerufen. Führungseinheit der Ranger-Bataillone ist das in Fort Benning stationierte 75th Ranger Regiment, das über rund 2000 Mann verfügt. Der Ranger-Lehrgang, der auch anderen Angehörigen der amerikanischen und befreundeter ausländischer Streitkräfte offensteht, ist hart und fordernd. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung zur Durchführung von infanteristischen Kampfeinsätzen kleiner Verbände tief im feindlichen Raum unter schwierigsten Bedingungen. Zum Lehrgang gehört unter anderem eine amphibische Ausbildung (die sogenannte "Sumpfphase") in Florida sowie eine Gebirgsausbildung. Zwischen 1983 und 1995 gehörte auch eine Sonderausbildung für Einsatz und Überleben in Wüstenregionen dazu.
Daß die Ranger-Ausbildung kein Honiglecken ist, zeigen immer wieder auch schwere Unfälle: 1994 etwa sprangen drei Ranger mit dem Fallschirm irrtümlich in einen Hochwasser führenden Fluß; einer ertrank. 1995 kamen während der "Sumpfphase" im Yellow River vier Mann im eiskalten Wasser um. Bei der daraufhin eingeleiteten Untersuchung stellte sich heraus, daß in den vergangenen Jahrzehnten dabei immer wieder Lehrgangsteilnehmer ertrunken waren.