Zutaten: Etwas Zeit, ein entsprechendes Aussehen und Auftreten, Szene- Kenntnisse.
Vorgeschichte: Ein gewöhnlicher Bankkaufmann hatte seit längerem unter den Quälereien seines Bilanz-Prokuristen zu leiden, der seine Untergebenen ständig mit seiner penetranten Besserwisserei belästigte. Der findige kleine Bankkaufmann hatte während er auf Rache sann, denn auch bald eine der entscheidenden Schwächen des Feindes ausgemacht. Eitelkeit, gepaart mit dem Wunsch, von seiner Umwelt als ehrbarer, korekter Finanzexperte geehrt zu werden. Die Rache, die der kleine Kaufmann anwendete, erschütterte die Reputation des Prokuristen derartig, daß er umziehen mußte und seinen gut bezahlten Arbeitsplatz wechselte.
Anwendung : Es gibt hier zwei Varianten der Rache. Entweder wartet man ab, bis man ein Datum erfährt, an dem der Gegner, der möglichst "guten" Gegend wohnen bzw. ein Haus haben sollte, zu einer Party einlädt oder man wartet nicht und handelt gleich. Genauere Kenntnis einschlägiger Pennerkneipen ist allerdings unerläßlich. Ebenso ein gewisses schauspielerisches Talent. Kleidung und Sprache sollte bei den auszuwählenden Gästen kein Mißtrauen aufkommen lassen. Man sucht also im Verlauf eines Abends mehrere Kneipen, in denen Penner und andere, aus dem sozialen Netz gefallene Mitmenschen ihre Sorgen im Schnaps ertränken. Nach ein paar Bier schimpft man gemeinsam über die Schlechtigkeit der Welt, des Staates und der Reichen im besonderen, um dann spontan die neugefundenen Kumpane zu einem Fest einzuladen. Die Adresse, zu der man einlädt, ist natürlich die des Prokuristen. Der wird eine Riesenüberraschung erleben, wenn dann zum vereinbarten Zeitpunkt Scharen von abgerissenen, angetrunkenen und lärmenden Mitmenschen in seine gepflegte Vorstadtvilla Einlaß begehren. Die spießigen Nachbarn werden den Aufmarsch merkwürdiger Gestalten mit Grausen bemerken und entsprechende Schlüsse ziehen. Um die Aufmerksamkeit der Nachbarn braucht man sich keine Sorgen zu machen, weil die lieben Saufbrüder gewöhnlich ihrer Enttäuschung über entgangene Getränke lautstark Ausdruck geben werden.
PS: Das Auftreten in den Kneipen muß glaubwürdig sein.
Nach dem Spektakel sollte man einen großen Bogen um die Kneipen machen, aus denen man Gäste eingeladen hatte.
von Gruenspan
Vorgeschichte: Ein gewöhnlicher Bankkaufmann hatte seit längerem unter den Quälereien seines Bilanz-Prokuristen zu leiden, der seine Untergebenen ständig mit seiner penetranten Besserwisserei belästigte. Der findige kleine Bankkaufmann hatte während er auf Rache sann, denn auch bald eine der entscheidenden Schwächen des Feindes ausgemacht. Eitelkeit, gepaart mit dem Wunsch, von seiner Umwelt als ehrbarer, korekter Finanzexperte geehrt zu werden. Die Rache, die der kleine Kaufmann anwendete, erschütterte die Reputation des Prokuristen derartig, daß er umziehen mußte und seinen gut bezahlten Arbeitsplatz wechselte.
Anwendung : Es gibt hier zwei Varianten der Rache. Entweder wartet man ab, bis man ein Datum erfährt, an dem der Gegner, der möglichst "guten" Gegend wohnen bzw. ein Haus haben sollte, zu einer Party einlädt oder man wartet nicht und handelt gleich. Genauere Kenntnis einschlägiger Pennerkneipen ist allerdings unerläßlich. Ebenso ein gewisses schauspielerisches Talent. Kleidung und Sprache sollte bei den auszuwählenden Gästen kein Mißtrauen aufkommen lassen. Man sucht also im Verlauf eines Abends mehrere Kneipen, in denen Penner und andere, aus dem sozialen Netz gefallene Mitmenschen ihre Sorgen im Schnaps ertränken. Nach ein paar Bier schimpft man gemeinsam über die Schlechtigkeit der Welt, des Staates und der Reichen im besonderen, um dann spontan die neugefundenen Kumpane zu einem Fest einzuladen. Die Adresse, zu der man einlädt, ist natürlich die des Prokuristen. Der wird eine Riesenüberraschung erleben, wenn dann zum vereinbarten Zeitpunkt Scharen von abgerissenen, angetrunkenen und lärmenden Mitmenschen in seine gepflegte Vorstadtvilla Einlaß begehren. Die spießigen Nachbarn werden den Aufmarsch merkwürdiger Gestalten mit Grausen bemerken und entsprechende Schlüsse ziehen. Um die Aufmerksamkeit der Nachbarn braucht man sich keine Sorgen zu machen, weil die lieben Saufbrüder gewöhnlich ihrer Enttäuschung über entgangene Getränke lautstark Ausdruck geben werden.
PS: Das Auftreten in den Kneipen muß glaubwürdig sein.
Nach dem Spektakel sollte man einen großen Bogen um die Kneipen machen, aus denen man Gäste eingeladen hatte.
von Gruenspan
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