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Meldung des Tages: Freitagabend nachbörslich veröffentlicht – was der Markt erst am Montag sieht

Die Lage ist sehr viel besser als die Stimmung


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Mouton:

Das Geschäft brummt

 
26.12.08 09:46
Dec. 24 (Bloomberg) -- U.S. retail store traffic fell 24 percent last weekend from a year earlier as deepened discounts failed to entice consumers to spend during what may be the worst holiday-shopping season in four decades.

     
Retail sales declined 5.3 percent Dec. 19 through Dec. 21 because of inclement weather and a slowing U.S. economy, Chicago-based research firm ShopperTrak RCT Corp. said today in a statement.

       
U.S. consumers are working with smaller budgets for holiday gifts this year because of rising unemployment and declining home values. Macy’s Inc. and Saks Inc. have offered discounts of as much as 70 percent to lure shoppers seeking bargains, and retailers’ profit margins may suffer as a result.

     
“The week after Christmas is going to be more crucial for retailers than ever,” Scott Krugman, a spokesman for the National Retail Federation, a Washington-based trade group, said in a Bloomberg Television interview. “The Friday after Christmas, with the discounts we’re hearing about, is going to be like another Black Friday.”

     
Traffic decreased 6.5 percent for the week through Dec. 20 from a year earlier, ShopperTrak said. The company uses a sampling of more than 50,000 stores in shopping centers and malls to measure foot traffic, or count the number of customers that enter the locations.

     
‘Super Saturday’

     

ShopperTrak said yesterday that U.S. customer traffic on Dec. 20, also known as “Super Saturday,” fell 17 percent from the corresponding day a year earlier, Dec. 22, 2007. Foot traffic was hurt by the economy, unfavorable weather and a calendar shift, the Chicago-based research firm said today in a statement. Sales for the day rose 0.5 percent.

     
Customers have five fewer shopping days between Thanksgiving and Christmas this season. There may be a slight boost in sales and traffic this week as people who waited until the last minute crammed their shopping into the days leading up to the holiday, according to ShopperTrak co-founder Bill Martin.

     
Same-store sales in November and December may drop as much as 2 percent, the International Council of Shopping Centers said yesterday, more than the previously projected 1 percent decline. That would make it the worst Christmas sales season in at least 40 years.    

     
To contact the reporter on this story: Allison Abell Schwartz in New York at  aabell@bloomberg.net.

www.bloomberg.com/apps/...&sid=agdeTeaKJuGU&refer=home
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Klappmesser:

Wenn die Preissenkungen auf dem Ölmarkt ein

 
26.12.08 10:10
gewaltiges Konjunkturprogramm sind, was war dann die Ölpreisspirale von 2003-2007 und der damit einhergehende Aufschwung an der Börse ?????
Libuda argumentiert mit jeder nur denkbaren Unlogik. Ich gebe gerne zu , daß es an der Börse nicht unbedingt
logisch zugeht.
Das wiederum macht sie zu einem gefährlichen Spielplatz für Kleinanleger , die ihre Kohle unfähigen
Investment"bangstern" (z.Bsp so Dauerbullen wie Libuda und Grüner hoho) anvertrauen.
Ich pers. habe 2008 etwas verdient , allerdings seit einiger Zeit jegliches Vertrauen in die Märkte verloren
Hier wird man von Finanzmafiosi -die Kurse hochziehen- abgeseift.
Das Paradebeispiel ist doch die VW Aktie wo ein Vorstand offenkundig mit einer Bank gemeinsame Sache macht.
Dieser "Wert" ist jenseits von Gut und Böse und das Bafin tut jar nüscht.
In Aktien investieren tu ich erst wieder wenn das Fahrwasser ruhiger geworden ist,  das könnte Monate
aber auch Jahre dauern.
Grundübel ist der Derivatehandel, der imo viel mehr Bedeutung erlangt hat als die Underlyings, die nur
zur Manipulation der Hebelscheine eingesetzt werden.
Juten Rutsch allerseits aus Bärlin
Knut II.
Wenn mein Hintern nicht immer so sauber wäre , könnten mich alle mal am Ärmel zupfen
Ich bin imma ich selber. Ich bin womöglich  mehr Ich als Du Du bist, den ich kopier nichts von Dir und niemandem.
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Libuda:

Man sollte schon unterscheiden können

 
26.12.08 11:44
ob sich der Ölpreis innerhalb von vier Jahren verdoppelt oder wie im dritten Quartal in einem Vierteljahr. Der Einbruch im dritten Quartal hatte im wesentlichen mit dem enormen Kaufkraftentzug durch die Ölverteuererungen zu tun, denn die Finanzkrise gab es zu diesem Datum schon länger als ein Jahr.

Da dieser Kaufkraftentzug jetzt wegfällt, geht es in die andere Richtung. So richtig heftig wird das dann, wenn auch die Gaspreise mit zeitlicher Verzögerung sinken und die bei teuer gekauften Öl nachgetankt wird.
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swen123:

der saft des lebens rohöl

 
26.12.08 12:18
mal wenigstens ein paar leute wo in ihrem technischen denken nicht blind durch die welt laufen ++++auf lange sicht steuert einzig und allein der verbraucher und die bevölkerungs zunahme die welt weiten aktienkurse +++technisches denken ist für kurze zeiträume sehr wichtig ++++der amerikanische konsum macht zwei drittel der us wirtschaftsleistung aus++++ vor über einem halben jahr waren berichte über chinas bauern zu lesen die über den hohen öl preiß jammern ++++meine meinung ein unrealistisch spekulativ hoher rohöl preiß hat die ganze finanz und autokrise ausgelöst +++die verschwundenen millarden parken und warten auf den neuen einstieg++++ niedriger ölpreiß löst verzögert mit staatlichen zuschüssen  neue aktien höchsstände aus++++bis die spirale wieder von vorne anfängt und irgendwann sich nicht mehr kontrolieren läßt +++
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Libuda:

In den USA kommt sehr viel wieder ins Lot

5
26.12.08 13:13
dazu zählt auch eine Konsumdrosselung, die durchaus erwünscht ist. Nur wenn sich wie im dritten Quartal der Ölpreis in 90 Tagen mehr als verdoppelt, werden zu höhe Anpasssungsleistungen verlangt. Das Thema ist jetzt vom Tisch und es zeigt sich, dass der Ölpreisanstieg ein Werk der Spekulation war. Das muss man bei der Krisenanalyse ausreichend berücksichtigen, z.B. dass Goldman seine dreckigen Finger beim Ausmaß der Krise im Spiel hatte. Zum Beispiel muss die vor drei Jahre getroffene Entscheidung, dass privat organisierte Terminmärkte die Margin Calls für Rohstofftermingeschäfte festlegen dürfen wieder kassiert werden - denn das führt z.B. bei Öl dazu, dass 99% des Handels ausschließlich spekulativer Natur sind und ein Bezug zum realen Angebot und der Nachfrage nicht mehr existiert.  Bis vor drei Jahren legte die US-Terminaufsicht fest, wie hoch die Bareinschüsse der Spekulanten sein mussten und konnte dadurch gewährleisten, dass die Spekulation nicht völlig losgelöst von der realen Nachfrage und dem realen Angebot abläuft. Wenn 95% der Geschäfte statt 99% der Geschäfte Spekulation sind reicht es aus und es ist dann noch ein minimaler Bezug zu den realen Geschäften gegeben. Der riesige Umfang der Spekualtionsgeschäfte wurde mit Hilfe der SEC und ihres vom Bushkrieger eingesetzten kriminellen Chefs Cox verschleiert. Öl-Swaps. die 80% der Termin-Geschäfte ausmachen, wurden nämlich gar nicht kontrolliert und erfasst und so kam es zu Aussagen über den Umfang spekulativer Geschäfte, die um den Faktor 5 zu niedrig waren.
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sachsenpaule.:

Eine Konsumdrosselung ist erwünscht???

 
26.12.08 13:57
Woher denn diese blödsinnige Erkenntnis? Schon mal darüber nachgedacht, was passiert, wenn bei den Amis weniger gekauft wird???
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C_Profit:

Es gibt Zeitgenossen

 
26.12.08 14:03
da erübrigt sich jede Diskussion.
Dort wo Spielraum für Interpretationen ist, kann man natürlich, lieber Libuda, verzerren, ignorieren und selektieren.
Dort wo der Chart aber eine deutlich andere Sprache spricht, solltest auch du, um dir auch nur die Spur von Glaubwürdigkeit zu erhalten, bei den Tatsachen bleiben.
Weder brummt das Geschäft, noch hat sich "... wie im dritten Quartal der Ölpreis in 90 Tagen mehr als verdoppelt."
Wer soll das denn Ernst nehmen...
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Die Lage ist sehr viel besser als die Stimmung 207409
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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Libuda:

Du hast in einem Punkt recht

 
26.12.08 14:13
dass sich den Anstieg auf die fast 150 Dollar etwas zu spät gelegt habe. Leider hast Du offensichtlich bewusst größe Teile des Jahres 2008 weggelassen - vermutlich weil die die Mehralsverdoppelung auf den Preis von fast 150 und den damit erfolgten Kaufkraftentzug aufgezeigt hätten.
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Libuda:

Wichtigste Krisenursache:Ölpreiszocker wie Goldman

 
26.12.08 14:18
Sachs. Als ich vor einigen Monaten schrieb, dass Bin Laden im Vergleich zum Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein ein Waisenknabe sei, ernte ich nur müdes Lächeln. Und nachwievor wird unter den Tisch gekehrt, dass das unter der Federführung von Goldman Sachs stattgefundene Ölpreishochzocken der entscheidende Grund für die momentane wirtschaftliche Misere ist - denn einen solchen plötzlichen Kaufkraftentzug hat es in der Wirtschaftsgeschichte noch nie gegeben. Möglich gemacht haben diese Preismanipulation durch Goldman Sachs und andere kriminelle Marktteilnehmer die von den Bushkriegern auf den Weg gebrachte Abschaffung jedwegliger Regulierung von Termingeschäften. Bis vor ungefährt drei Jahren setzten die US-Regulierungsbehörde für die Terminmarkte die Margin Calls fest, das sind die Einschüsse, die man bei Termingeschäften leisten muss. Maßgabe für die Festsetzung dieser Margin Calls war bis dahin, ein Überhandnehmen der Spekulation zu vermeiden und den fundamentalen Faktoren zumindest noch einen Resteinfluss zuzubilligen. Dann entmachteten die kriminellen Bushkrieger die Regulierungsbehörde völlig und übertrugen die Festlegung der Margin Calls den Terminbörsen, die nur ein Ziel hatten: soviel wie möglich Provisionen herbeizuführen, was soviel wie möglich Spekulation erforderte.


Die vorgenommen Analyse ist wichtig, weil daraus Schlussfolgerungen gezogen werden müssen: Die Festlegung der Margin Calls muss den privat organisierten Terminbörsen, die nur eine Interesse an grenzenloser Spekulation haben, entzogen werden und wieder wie bis vor drei Jahren der Regulierungsstelle übertragen werden. Und genaus so wichtig ist die Erkenntnis, dass wir in 2009 einen fulminanten Aufschwung erleben werden, da die vermutlich wichtigste Ursache für die Krise, der Kaufkrafttentzug durch die Ölpreis- und Rohstoffsteigerungen nicht mehr existiert.

Diese Zusammenhänge hat heute der Fricke von der FTD sehr gut aufgezeigt:

Thomas Fricke - Es war der Ölpreis, Harry
von Thomas Fricke
Die Geschichte scheint geschrieben: Eine furchtbare Finanzkrise hat die Weltwirtschaft 2008 an den Abgrund getrieben. Aber warum brach die Konjunktur weltweit schon Wochen vor der Lehman-Pleite abrupt ein?
Kein Experte hat vor einem Jahr vorhergesagt, dass fast die ganze Welt Ende 2008 in der Rezession steckt. Warum eigentlich nicht? Die Erklärung scheint nahezuliegen. Im September eskalierte die Finanzkrise - und die gilt seitdem als größtes aller Übel.

Klingt plausibel. Könnte nur sein, dass es mit der Krise am Ende ist wie bei Derricks Kriminalfällen. Erst scheint der Schuldige ausgemacht. Doch am Ende stellt sich heraus, dass der Anfangsverdacht falsch war. Und Frau Merkel sagt: Harry, hol schon mal die Autoindustrie.

Die Chronologie spricht dagegen, dass die September-Pleite von Lehman Brothers den Crash der Realwirtschaft verursachte. Der Abschwung muss andere Gründe haben, Inspektor. Vielleicht war es sogar umgekehrt, und der Konjunkturschock hat eine Finanzturbulenz erst zur historischen Krise werden lassen. Dann aber müssten Politiker und Prognostiker andere Lehren aus dem Jahr 2008 ziehen.


Globaler Einbruch schon im Sommer



Lehman verschwand späterDas Irritierende ist: Lehman ging am 15. September pleite, was tatsächlich eine systemische Krise im Finanzsektor auslöste. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt alle wichtigen Konjunkturindikatoren schon seit Wochen schockartig auf Talfahrt. Harry, da stimmt etwas nicht.

In den USA schnellte die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosengeld in der letzten Juli-Woche plötzlich auf Rezessionsniveau - nicht Mitte September. Im August brach der Aufwärtstrend bei Aufträgen für US-Unternehmen ab, die Bestellungen fielen binnen einem Monat um vier Prozent. Die Industrieproduktion sank ebenso abrupt im Monat vor der Lehman-Pleite - nicht danach. Das Gleiche gilt für Amerikas Exporte, die vorher monatelang geboomt hatten.

Für den Rest der Welt lautet der Befund ähnlich. In der Euro-Zone begannen die Stimmungsindikatoren im Juni abzustürzen, mit Zuspitzung im Juli. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex beschleunigte seine Talfahrt abrupt schon kurz vor der Jahresmitte. In Japan brachen im August die Aufträge für Maschinen jäh um zwölf Prozent ein. Selbst in China gab es schon Wochen vor Lehman Anzeichen für einen ernsteren Konjunkturrückschlag.

Die Frage drängt sich auf: Was, in aller Welt, ist in den Monaten Juni bis August 2008 passiert, dass in diesen Wochen fast zeitgleich rund um den Globus die Konjunkturindikatoren abstürzten? Was hat diesen Schock bewirkt?

Weder im Juni noch im Juli oder August kam es an den Finanzmärkten zu einer dramatischen Verschlechterung. Im Gegenteil: Die Subprime-Abschreibungen ließen im zweiten Quartal nach. Die Absicherungskosten für Ausfälle von Unternehmensanleihen lagen im Juli um ein Drittel niedriger als im März. Erst im September ballten sich die Alarmsignale. Erst dann gab es ernstere Hinweise darauf, dass Banken bei der Kreditvergabe bremsen.

Der Absturz vom Sommer 2008 fällt mit einem anderen weltweiten Phänomen zusammen: Im Juni und Juli 2008 spitzte sich der Anstieg der Ölpreise zu, die Kurse lagen erstmals fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Damals kostete Benzin fast 1,60 Euro. Dies löste zudem noch einen ebenso globalen Folgeschock aus: eine Inflationspanik, die dazu führte, dass just im Juni die Zinserwartungen hochschossen. Banken und Unternehmen mussten statt mit sinkenden auf einmal mit steigenden Zinsen
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C_Profit:

Den Ölchart

 
26.12.08 14:40

hat ja hier wohl jeder im Kopf, du schreibst doch "...sich wie im dritten Quartal der Ölpreis in 90 Tagen mehr als verdoppelt

...."

also reicht der Blick auf das 3. Quiartal, um zu zeigen, daß die die Realität dem nicht entspricht.

Über den Zeitraum von 3 Quartalen bis zum 3. Q. stimmt, aber das hast du nicht gemeint, denn es ist die Rede von 90 Tagen...

Unbestritten der Kaufkraftentzug. GS Spekulation,-agree, aber da gibt es noch andere Faktoren (USD) z.B.

Zudem bremst ein hoher Ölpreis den DJIA nicht gerade aus, im Gegenteil.

Bestimmend die defaults in Subprime und zunehmend alt-A, Muncipal Bonds, entsprechend Rekordarbeitslosigkeit und die rasant zunehmende Staatsverschuldung, eine Abwärtsspirale die auf Jahre hinaus nicht zu stoppen sein wird....

Sicher wird es im Nachweihnachtsgeschäft nochmal einen Run auf die Geschäfte geben, aber nur, um die gekauften Geschenke zurückzutauschen.

You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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Libuda:

In den USA ist die Spirale nach unten

3
26.12.08 16:17
schon gestoppt, denn die Philadelphia-Index hat sich jetzt schon das zweite Mal hintereinander gebessert - das letzte mal schon sehr markant. Europa hat einen Nachlauf, sodass hier die Frühindikatoren erst im Laufe des ersten oder zweiten Quartals drehen werden.

Die einzige Sorge in den USA dürfte sein, dass vielleicht des Guten zuviel getan wird. Ich gehe aber davon aus, dass Bernanke eher auf die Bremse treten wird als Greenspan und auch Obama nicht so viel raushaut, wie er momentan erst einmal in Aussicht stellte (was psychologisch richtig ist).

Interessant ist auch der Unfug, den man von linken und rechten Ideologen hört. Während die einen tönen, dass der Kapitalismus abgewirtschaftet habe und man diese Wirtschaftsform in Frage stellen müsse (wegen eines Wachstumsrückgang von sage und schreibe 2%, was das Ausmaß der Hysterie zeigt), verkünden die Marktradikalen vom Untergang der Marktwirtschaft, weil der Staat dringen notwendige Regulierungen ergreift und ab und zu an ein paar Unternehmen ein paar Prozente halten wird. Gerade das hohe Wachstum in China und Indiie zeigt, dass an den Behauptungen der Marktradikalen kein Sterbenswörtchen wahr ist, sondern Unsicherheit und Auswüchse unterbindende Regulierungen für Rekordwachstum sorgen.

Oder simpel ausgedrückt: Wir sind wieder ein Stückchen näher an den optimalen Regulierungsgrad herangerückt. Walter Eucken hätte das als die optimalen Rahmenbedingungen für die Marktwirtschaft bezeichnet, für die extreme Unsicherheiten kontraproduktiv ist. Dass das die Märkte eines Tages abfeiern werden steht außer Frage. So wie der Untergang der Planwirtschaften abgefeiert wurde, wird jetzt bald auch der Untergang des Unsicherheit produzierenden Marktradikalismus abgefeiert. Abzufeiern gibt es dann auch noch den Abgang des Bushkriegers - und vielleicht auch die auf absehbare Zeit strukturell niedrigen Kapitalmarktzinsen, wobei ich mir hier in der letzten Zeit etwas unsicherer geworden bin und den Effekt zwar nicht ganz mit 0, aber doch kleiner als früher ansetze.
Antworten
Geierwilli:

Das wird ab 2009 passieren, ob es einigen passt ..

 
26.12.08 17:00
oder nicht. Alles andere ist (..) sich etwas vormachen, sich schönreden und ignorieren!

Die Weltwirtschaftskrise wird sich zirka ab März 2009 massiv verstärken.
Die darauf folgenden Massenentlassungen werden Panikattacken bei den Politikern
auslösen. Es wird dann wirklich zu so absurden Mitteln wie Konsumgutscheinen gegriffen werden.

Sowohl in den USA, als auch in Europa bzw. Deutschland wird man dann doch die Druckerpressen anwerfen - um die finanzielle und wirtschaftliche Kernschmelze noch einmal zu verschieben.

Es wird nur ein kleiner Zeitgewinn von wenigen Monaten sein....
Den Dollar und den Euro wird es spätestens übernächstes Jahr völlig zerreißen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Italien die Währungsunion noch vor Ende 2009 verlässt, wird so einige politische Hoffnungsträger, völlig aus dem Gleichgewicht bringen.

Ist meine persönliche Sichtweise.
Antworten
fischerei:

Libuda,

2
26.12.08 17:28
die Lage ist viel schlimmer als die Stimmung. Lies den nachfolgenden Querschuss und sei BITTE gewillt, diesen auch richtig zu interpretieren. Zur Info, der Querschuss bezieht seine Daten aus Quellen die für jeden zugänglich sind.

Wer die Grafiken dazu noch sehen möchte hier der Link:

wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2008/12/...n-und-andere.html

Freitag, 26. Dezember 2008

"Erstanträge, Konsumausgaben und andere Überraschungen"
Die Finanzkrise hat die USA fest im Griff. Selbst am Heiligabend kam noch eine besonders schlechte Gabe auf den Tisch. Das US-Arbeitsministerium gab die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche bis zum 20. Dezember bekannt, sie sind um weitere 30'000 auf saisonbereinigte 586'000 gestiegen, dies ist der höchste Stand seit November 1982!

>Der steile Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Quelle Chart: Bloomberg.com <

> Auch der Vier-Wochen Durchschnitt stieg auf 558'500 gestellte Erstanträge, der höchste Stand seit Dezember 1982. Quelle Chart: Calculatedriskblog.com <

Die Anzahl der Arbeitslosen die dauerhaft Arbeitslosenunterstützung erhält, sank in der Woche zum 20. Dezember leicht auf 4,37 Millionen bzw. auf eine Rate von 3,3%.

Das neue Hoch seit 1982 bei den erfassten Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung deutet weiter auf eine zunehmende Schwäche auf dem US-Arbeitsmarkt hin. Die US-Wirtschaft hat in den 11 Monaten dieses Jahres bereits -1,911 Millionen Jobs abgebaut. Im November alleine -533'000 Stellen, der höchste monatliche Stellenabbau seit Dezember 1974!

Das Bureau of Economic Analysis (BEA) meldete ebenfalls am 24.12., einen Rückgang der persönlichen Konsumausgaben im November, Personal Consumption Expenditures (PCE) um nominale -56,1 Mrd. Dollar bzw. um nominale -0,6%, zum Vormonat! Im Oktober fielen die PCEs um nominale -102,6 Mrd. Dollar bzw. um -1%!

Dies ist ein Rückgang den fünften Monat in Folge:

Nov. 9,9737 Billionen Dollar

Okt. 10,0298 Billionen Dollar

Sep. 10,1324 Billionen Dollar

Aug. 10,1709 Billionen Dollar

Jul. 10,1871 Billionen Dollar

Jun. 10,1964 Billionen Dollar

> Die Entwicklung der Konsumausgaben (PCE) in % zum Vorjahresmonat - klar auf Rezessionskurs! Quelle Chart: Stlouisfed.org <

Dieser Einbruch ist besonders bemerkenswert, da die privaten Konsumausgaben die Hauptantriebskraft beim BIP sind. Noch im 3. Quartal 2008 trugen sie zu 70,5% des nominalen BIPs bei!

Die steigende Arbeitslosigkeit trägt auch zu einem Rückgang der persönlichen Einkommen (Personal Income) um -20,7 Mrd. Dollar bzw. -0,2% aufs Jahr hochgerechnet im November bei. Die Disposable Personal Income (DPI), Bruttoeinkommen minus Steuern, fielen um 11,8 Mrd. Dollar im November, im Vergleich zum Vormonat. Übrigens ist es das erste Mal das die Komiker der BEA von einem rückläufigen Personal Income berichten, dies obwohl schon seit Monaten die Arbeitslosigkeit stark ansteigt und seit einem Jahr die Vermögenswerte regelrecht verdampfen.

Im 3. Quartal 2008 nahmen die Vermögen der privaten Haushalte um -2,813 Billionen Dollar ab.
> Zum Vergrößern bitte die Tabelle anklicken. In den letzten 12 Monaten verdampften Vermögen der privaten Haushalten, nach den offiziellen Daten der FED, in Höhe von -7,09 Billionen Dollar! Quelle: Flow of Funds Accounts PDF Seite 113 <

> Dagegen steigt nach langer Durststrecke, mal erwähnenswert die Sparrate der US-Bürger. Die Personal Savings betrugen im November 298,0 Mrd. Dollar bzw. 2,8% des DPIs nach 252,3 Mrd. Dollar im Oktober bzw. 2,4% des Disposable Personal Income! Quelle Chart: Stlouisfed.org <
Generell ist kein Ende des Abschwunges der privaten Konsumausgaben in Sicht - im Gegenteil. Das Wall Street Journal berichtet von einem drastischen Einbruch der Einzelhandelsumsätze im Weihnachtsgeschäft. Die Total Retail Sales ohne Autoverkäufe sanken im November um -5,5% zum Vorjahr und im Dezember bis Heiligabend sogar um -8% nach Angaben von MasterCard Inc.!


> Der Einbruch der einzelnen Sektoren im Einzelhandel. Beachtlich der Einbruch bei den Umsätzen der Luxuswaren, vermeintlich immun gegen den Abschwung. Quelle Chart: Wsj.com <

Angesichts eines kollabierenden Immobilienmarktes (Baubeginne), dramatischen Rückgängen bei den Autoverkäufen und einer zunehmenden Konsumzurückhaltung allgemein, stellt sich der verwunderte Beobachter die Frage, wie nur ein endgültiges Minus von 0,5% beim BIP der USA im 3. Quartal 2008 zustande kommen konnte?

Wohlstand durch kreative Buchführung gehört zum Standard-Repertoire der offiziellen Statistikverbieger. Positivistische Verzerrungen beim BIP sind ein Teil davon. Sie entstehen u.a. durch hedonische Berechnungsmethoden. Diese können das ausgewiesene Wachstum um bis zu 30% schönen! Mit Hilfe der Hedonik werden Leistungs- und Produktivitätsfortschritte mit in die Preise aufgerechnet und erhöhen somit künstlich das BIP. Die Hedonik ("Qualitätsbereinigung") schlägt seit 1985 bei EDV-Anlagen, 1987 bei Mieten , 1991 bei den Autopreisen, 1993 bei Mehrfamilienhäusern, 1997 bei digitalen Telefon-Großanlagen, 1998 bei Bekleidung, Personalcomputern und Software und seit 1999 sogar bei Fernsehern und Waschmaschinen zu. Weiterhin wird mit Hilfe des BIP-Deflators geschönt, welcher das nominale BIP um die Inflation bereinigt, er wird einfach zu tief angesetzt. Reloaded: "Das US-BIP aus der Wundertüte"

Während im 3. Quartal 2008 die privaten Konsumausgaben um real -3,8% sanken, die Investitionen in langlebige Güter um -14,8%, die Ausgaben für Equipment und Software um -7,5% und die Investitionen in den privaten Wohnungsbau um -16% einbrachen, wurde ein gewichtige Teil der Einbrüche beim BIP durch erhöhte staatlichen Ausgaben ausgeglichen.

Insgesamt betrugen sie in Q3 gewaltige 2,946 Billionen Dollar, ein plus von 5,8%. Am stärksten wuchsen die Ausgaben der US-Bundesregierung in Washington um plus 13,8% auf 1,098 Billionen Dollar. Ein großer Anteil davon floss in den Militärhaushalt mit einem gewaltigen Anstieg von real +18% im 3. Quartal auf 759 Mrd. Dollar, alle Zahlen sind aufs Jahr hochgerechnet! Quelle Daten: Bea.gov

Eine monströse Fehlallokation von Kapital, hinein in den militärisch-industriellen Komplex und dies angesichts der Komplexität der Probleme in den USA.

Die offizizielle Statistik hat auch ihren Anteil am wirtschaftlichen Desaster in den USA. In noch vermeintlich guten Zeiten haben diese Wohlstand und Prosperität vorgetäuscht und damit für einen stetigen Kapitalzufluss in die USA gesorgt, um die Löcher aus Leistungsbilanz und Staatshaushalt zu schließen. Am Beginn des Abschwunges haben sie mit zu einer Verharmlosung der desatrösen Lage beigetragen. Eine ehrliche Bestandsaufnahme und ein daraus resultierender Maßnahmekatalog war angesichts der Art und Weise der Datenerhebungen kaum möglich und nicht gewollt.

Quellen Daten:
DOL-Report, PDF Bea.gov Q3 2008, PDF Bea.gov November 2008, Retail Sales Wsj.com

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
Gepostet von Querschuss unter 12:20 0 Kommentare Links zu diesem Post
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Bruckner:

es wird viele Jahre aufwärts gehen ab Frühjahr 09

 
26.12.08 17:29
Weiß der Geier, wer den so ill(y) gemacht hat !
Selten so einen Schwachsinn gelesen, wie von Ill(y)-Geier !

Momentan gibt so einfach zu viele Werte, die nicht mal mehr mit Cash bewertet sind,
das komplette Geschäft soll nichts wert sein !?
Deshalb wird ab Frühling eine unglaublich Rallye stattfinden,
die die Wert wieder ein bischen Richtung Realität treiben !

Zusätzlich wird eine Übernahme-Welle die Werte weiter nach oben treiben,
wie schon gesehen z.B. bei Logwin (von 60 Cent auf 1,70 €) oder TA Triumph Adler (von 45 Cent auf 1,90 €) !!!
Da kommt jetzt eine Übernahme nach der anderen !!!

Die nächsten Übernahmekanditaten könnten sein :
Singulus (Kurs: 3,15  Buchwert: 7,70 € !!! - Marktführer mit 70% Weltmarktanteil im Zukunftformat BluRay!)
(Solargeschäft - mit Q-Cells-Kooperation - und Stangl-Tochter gibt es noch umsonst hinzu !)

Cancom (Bewertung 18 Mio € - Cash 35 Mio € - Umsatz: über 400 Mio. € - Gewinn: 5 Mio. € !!!)
komplettes Geschäft mit Gewinn gibt es Umsonst für die Hälfte des Cashs !!!
Kurs wird bald Flügel bekommen !

Dialog Semiconductor (Bewertung 24 Mio. € - Cash 35 Mio. Dollar - Umsatz 150 Mio. € - Gewinn Q3 1,9 Mio. € !!!)
Entweder geht der Kurs durch die Decke oder die AG wird sich von jemandem für viel viel mehr als der jetzige Kurs
einverleibt !!!

Und der ganze Markt ist voll mit solchen AGs - deshalb kommt eine gigantische Rallye -
erst durch Übernahmen getrieben und wegen Bewertungsanpassung nach oben,
da der Markt nach unten extrem übertrieben hat und danach Rallyebeschleunigung wegen dem
herauskommen aus der Kreditkrise, die sich schon von vielen Indikatoren herauslesen läßt.

Fazit: Gleich kaufen ist billiger !
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swen123:

libuda +bruckner

 
26.12.08 17:49
zum glück gibt es noch sehende unter den blinden +++++++++ja ja der ..... willi und sein schönes gold das er in jahrzehnten gegen silber tauschen muß nach auskunft der analysten +++++oder beim bauern tauschen gegen einen sack kartoffeln den nicht umsonst haben die dümmsten  bauern die größten kartoffeln++++++
Antworten
Geierwilli:

@libuda,@bruckner,@swen123

 
26.12.08 18:09

Jeder sieht die Situation auf seine Weise und handelt danach, wer so was mit Schwachsinn tituliert, wird an dem Tage, an dem die vorgegaukelten Wunschvorstellungen sich den Realitäten annähern, feststellen wie blind er selber war.

@swen123 (..) In einem irrst du dich gründlich, ich werde nie irgend etwas eintauschen müssen, ich kann mich durchaus selbst versorgen, sei es Energie, Wasser, Essbares und alles was das Leben lebenswert macht.

Und genau darum geht es. Die wenigsten von euch wären überhaupt in der Lage ... Aber träumt ruhig weiter...

Antworten
swen123:

g.willi

 
26.12.08 18:20
war nicht böse gemeint nur etwas ironisch  ++++ ist doch schön dass jeder seine meinung  vertritt wozu auch ein forum da ist und um sich ein bild der lage zu machen ++++vielleicht trifft dein weltbild auch mal ein +++bin halt der meinung dass du noch einige jahre vielleicht jahrzehnte zu früh bist mit der sicht der dinge +++in spätestens einem jahr sind wir alle schlauer und etwas reicher oder ärmer ++++
Antworten
Geierwilli:

@swen123

 
26.12.08 18:39
Ich hab es auch nicht als böse angenommen. Mir war der "ironische Inhalt" schon bewusst.

Ich hätte persönlich nichts dagegen, wenn es noch ein paar Jahrzehnte weiterginge (..)

Alleine deine Antwort darauf, lässt schließen, dass du dich schon erheblich positiv von vielen anderen abhebst, die durch Bemerkungen aller Art, sich des möglichen Szenarios, nicht eingestehen wollen, dass es immer nur die Richtung nach oben gibt. Es gibt jede Menge von Naturgesetzen, mit denen ich täglich konfrontiert bin. Der Mensch ist nur ein ganz kleines Licht auf dieser Erde. Wenn es ihn eines Tages nicht mehr geben sollte, wird die Natur ihn in keinster Weise vermissen. Ich bin mir sicher, dass du verstehst was ich damit sagen will.
Antworten
Terrorschwein:

Bruckiiiieeeee

 
26.12.08 19:51
Die Lage ist sehr viel besser als die Stimmung 5232307
Antworten
Eidgenosse:

@36 Wollte eigentlich witzig bewerten

2
26.12.08 20:44
Philadelphia ist doch Käse.
Antworten
Eidgenosse:

Es ist Käse

3
26.12.08 20:46
Die Lage ist sehr viel besser als die Stimmung 207421
Antworten
Libuda:

Wenn vom Vereinigten Weltuntergang

 
26.12.08 22:43
keinerlei Fakten mehr kommen, sondern nur noch schweizer Käse und Philadelphia, ist Kaufzeit.

Zu einer US-Internetfirma aus Philadelphia, die weltweit wohl am extremsten unterbewerteste Internetaktie, poste ich übrigens auf dem Nachbarboard und kann dieses Teil nur ganz dringend zum Kauf empfehlen, wenn man sein Kapital verviefachen will.
Antworten
peter555:

1 Lage Stimmung

 
26.12.08 22:56
Es ist def. umgekehrt ,also Lage  ist sc hlechter als die mom. Stimmung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
Antworten
fischerei:

Libuda,

 
26.12.08 22:58
Deine US-Internetfirma aus Philadelphia ist um wie viel unterbewertet, sprich, wo siehst Du den fairen Wert?

Was meinst Du mit verviefachen, meinst Du damit vervielfachen oder vervierfachen?
Antworten
McMurphy:

Danke Bruckner, so ist es

 
27.12.08 00:54
endlich kehrt wieder Sachlichkeit hier ein
Die Lage ist sehr viel besser als die Stimmung 5232762
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