Die Hoffnung kommt aus dem Osten


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Nassie:

Die Hoffnung kommt aus dem Osten

 
22.12.02 13:04
+++ Die Hoffnung kommt aus dem Morgen-Morgenland
Inmitten heimischer Konsumflaute, Stimmungstief und schwachen Wachstums suchen deutsche Unternehmen die Rettung in der Flucht nach Osten, nach China, die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt. Da ist einmal die Jungfernfahrt der Magnetschwebebahn Transrapid in Schanghai am 28. Dez. , die auf einer 30 Kilometer langen Strecke die Stadt mit dem Flughafen verbindet.

ThyssenKrupp (750000) und Siemens (723610) hoffen auf Anschlussaufträge. VW (766400) erwartet für dieses Jahr ein Absatzplus in China von rund 40 Prozent auf eine halbe Million Autos und bis 2007 auf eine Million.

+++ Ein "Macher" muss her
Hätte die Verkaufsoffensive von MobilCom (662240) zu Weihnachten Erfolg, hätten wir es sicher schon erfahren. So aber wird am morgigen Montag, einen Tag vor Heilig Abend, eine schwere Geburt anstehen. Allen an der Rettung Beteiligten ist klar, dass nur ein im Vertrieb versierter Vorstandsvorsitzender MobilCom in die Zukunft führen könne.

Thorsten Grenz soll dagegen ein "Finanzmensch" sein, der zudem "Schwächen im menschlichen Umgang" haben soll und Mitarbeiter nicht motivieren könne.

Weiteres Thema der Sitzung soll die Wahl des neuen Vorsitzenden des Kontrollgremiums sein. Wie bereits berichtet, soll dem Manager Dieter Vogel dieses Amt übertragen werden. Auf der letzten Sitzung am 4. Dezember war die Wahl Vogels auf Grund einer nicht ausreichenden Präsenz nicht zustande gekommen

+++ E*Trade Group (902447)-Manager sorgen für Bescherung

Drei Manager des Online-Brokers ETrade verkauften an das Unternehmen Aktien zurück, um damit ihre Schulden abzuzahlen. CEO Christos Cotsakos verkaufte 4.685.284 Anteile zu 5,73 Dollar je Aktie für summa summarum 26,8 Mio Dollar. Er besitzt immer noch 3,9 Mio Stück des Onlinebrokers.

Der Finanzchef Leonard Purkis veräußerte 200.000 Aktien und Connie Dotson 134.817 Stück. Die Aktie des Onlinebrokers ging mit einem Minus von 0,99 % auf 5,00 Dollar aus dem Handel und verlor nachbörslich weitere 3 Cents.

+++ Fiat (860007) verkauft die Mutter
Ungewöhnlich für Italiener, bei denen die "Mama" hoch und heilig gehalten wird. Aber in der Not verkauft eben sogar der Italiener seine Mutter. Der italienische Autobauer Fiat sucht seine Rettung im Verkauf der Anteile von rund 6 Prozent am US-Automobilkonzern General Motors.

Berichten zufolge wurden 32,05 Mio. Papiere veräußert und ein Erlös von 1,16 Mrd. Dollar erzielt. Der Käufer wurde zwar noch nicht offiziell bekannt gegeben, Experten glauben jedoch, dass die Anteile vom US-Investmenthaus Merrill Lynch gekauft wurden.
+++ Babcock Borsig (550700) ... und kein Ende
An K. Lederer hat man sich die Zähne ausgebissen, jetzt nagt man an Babcock-Borsig-Aufsichtsratschef Friedel Neuber. Er gerät nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" wegen der Insolvenz des Konzerns ins Visier der Staatsanwaltschaft. Demnach ist für die Düsseldorfer Justiz ein Zusammenhang zwischen Neuber und den Vorwürfen der Konkursverschleppung.

Auch der Großinvestor Guy Wyser-Pratte, der sich mittlerweile aus Europa zurückgezogen hat, tritt nach: Er werde wegen des "Falles Neuber" bis Ende Januar den Internationalen Gerichtshof in Den Haag einzuschalten. Wyser-Pratte wirft Neuber vor, marode Firmenanteile aus dem Anlagenbau von der Tui - ehemals Preussag - an Babcock übertragen zu haben.

Vor Gericht will möglicherweise auch die Kreissparkasse Biberach ziehen. Sie soll rund fünf Prozent an Babcock besessen und finanziellen Schiffbruch erlitten haben.

+++ Kakophonie - alles besch..... - Nomen est omen
Es steht schlecht um Deutschland, läßt man sich die Wörter des Jahres auf der Zunge zergehen. Ob Wirtschaft, Bildung oder Natur, - die Wortschöpfungen hinterlassen durch die Bank unangenehme Gefühle: Mit Konsumverweigerung kämpfen wir gegen den Teuro . Im paedagogischen Kreuzzug gegen die Ergebnisse der Pisastudie verspielen wir uns die letzten Sympathien bei unseren Kindern. Sogar die Natur hat sich in der Jahrtausendflut gegen uns verschworen.

Auf den vierten Platz setzt die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in ihrem Pessimismus eine Kreation unseres Leitwolfs, der uns eigentlich aus dem Dillema herausführen soll, Kakophonie, nomen est omen!

Eine Wortschöpfung, die zwar Elend verheißt, einem aber wenigstens ein Schmunzeln abringt, rangiert auf Platz sechs, der Bush-Krieger, erfunden vom SPIEGEL.

Trost spendet der Blick in die Vergangenheit: Läßt man die "Worte des Jahres" bis 1971 Revue passieren, verströmte das Sieg-Wort so gut wie immer den Hauch vom Untergang des Abendlandes. Aids und Tschenrnobyl - auch schon einmal Wortschöpfungen des Jahres - haben auch nicht gerade aufmunternd geklungen.

Deshalb der Versuch eines Kontrastprogramms - Think Pink!
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