Der Weltraum. Unendliche Weiten. Die Kamera zoomt von einem kleinen Mond weg, fährt durch ein Asteroidenfeld und schwenkt dann zum großartigen Panorama einer verglühenden Sonne. Ein kugelförmiges Gebilde schiebt sich, vom Glühen der Fusionsreaktoren getrieben, ins Bild. Schnitt.

Im Inneren des Raumschiffes herrschte angespannte Stimmung. Ein Räuspern durchbricht die Stille. "Ihr habt Recht. Wir brauchen mehr Sklaven." Erneutes Schweigen folgte.
"Aber", ließ sich eine andere Stimme aus dem Hintergrund vernehmen, "wie wollen wir sie halten? Die Niederlage unseres letzten Versuches ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig!"
Ein Geräusch wie von einem rostigen Nagel auf einer Schiefertafel ertönte, als sich der erste Sprecher mit einer langen Klaue am horngepanzerten Schädel kratzte. Ein Zeichen höchster Konzentration und intensivsten Nachdenkens bei ihm.
"Wir werden Ihnen eine eigene Welt geben. Einen fixen Bezugspunkt. Das sollte sie wesentlich friedlicher machen."
Und so geschah es. Sie nahmen sich das Asteroidenfeld und fügten es zu einem neuen Himmelskörper zusammen. Da sie sehr beschränkte Architekten waren und dem Grundsatz 'Form follows function' folgten, bekam der Himmelskörper dieselbe Form wie ihr Schiff. Eine schwarze, kahle Kugel. Aber ohne Fusionstriebwerke. Und auf dieser Kugel setzten sie ihre frisch gezüchteten Sklaven aus.
"Wie wir es vorhergesehen hatten kam es zu erneuten Problemen. Der fixe Bezugspunkt den Ihr ihnen gegeben hat macht sie schwach, krank und läßt sie schneller sterben als depressive Quantenlemminge!" wurden die Stimmen der Kritiker laut.
"Das" vertiedigte er sich, "war vorhersehbar. Sie vegetieren in einer unendlich großen, schwarzen Wüste vor sich hin. Da würde keiner leben wollen."
Das sah jeder ein.
Und so begannen sie, die schwarze Kugel abwechslungsreicher zu gestalten. Sie verformten sie, schufen Berge und Täler, säten grünes Zeug aus und nannten es Pflanzen, und damit diese gedeihen und wachsen konnten schufen sie Wasser. Aber noch tat sich nichts.
"Ich habe den Fehler gefunden." Alle sahen den obersten Techniker erwartungsvoll an. Er räusperte sich gewichtig und warf sich in die Brust, um seine Wichtigkeit und die seiner Entdeckung zu unterstreichen. "Der fehlende Baustein um das Ganze in Gang zu bringen ist Wärme."
Rufe des Staunes gingen durch die Versammlung. Und warum bei allen schwarzen Löchern war man nicht selber auf diese Idee gekommen?
Und so karrten sie mittels ihres Raumschiffes eine Sonne zu ihrem Werk, das sie mittlerweile 'Planet' nannten (die Kurzform von 'Pxt' seŽrtkl', dem Namen ihres Raumschiffes), und siehe da, die Pflanzen begannen zu sprießen, Teile des reichlich vorhandenen Wasser verdampften und bildeten eine Atmosphäre.
Die Natur begann zu existieren.
Die Sklaven freuten sich über ihre neue Heimat. Anstatt das alles öde, leer und schwarz war, gab es nun Abwechslung. Bewaldete Berge, mit Flüssen durchzogene Täler, riesige Sandwüsten, Meeresstrände, Seen, Urwald, alles war da. Und so gab es viel zu entdecken.
Doch natürlich wurde auch das auf Dauer langweilig, und so begannen die Sklaven wieder zu revoltieren.
"Seht!" rief einer der Ankläger laut. "Wir haben es gewußt! Es wird wieder enden wie beim letzten Mal! Die Sklaven werden wieder revoltieren!"
Der Beschuldigte stand in der Mitte des Saales. Beschwichtigend hob er die Hände. "Bitte, so beruhigt euch doch. Laßt euch versichert sein, daß ich alles bestens unter Kontrolle habe."
Er setzte ein beruhigendes Lächeln auf, bei dem seine zweireihigen Schneidezähne im kalten Licht der künstlichen Sonne an der Decke funkelten.
"Die Sklaven" setzte er fort, "sind lediglich einsam. Was sie brauchen ist Gesellschaft. Gesellschaft, die ihnen unterlegen ist, sodaß auch sie etwas haben, über das sie herrschen können."

Und sie schufen die Tiere. Die Sklaven hatten ihre Freude an ihnen. Sie freundeten sich mit einigen an, andere hielten sie sich um sie zu schlachten und zu essen oder ihrer Felle wegen.

Und eine Zeit lang schien alles Bestens zu sein. Die Sklaven erreichten neue Evolutionsstufen, wurden intelligenter, stärker und schöner. Von einem zweibeinigen, durch und durch behaartem Wesen das in gekrümmter Haltung über den Planeten schlurfte wurden sie zu zweibeinigen, etwas weniger behaarten Wesen die wenigstens aufrecht herumliefen.
Und natürlich wurden sie immer leistungsfähiger, sehr zur Freude ihrer Schöpfer und Unterdrücker.
Aber nicht alle standen dieser Entwicklung wohlmeinend gegenüber. "Sie werden zu intelligent. Zu kräftig. Es wird immer schwieriger werden, sie zu kontrollieren!"
Unruhe kam in den Saal. Die Erinnerungen an das letzte Massaker waren einfach noch zu lebendig. Keiner wollte erneut etwas Derartiges erleben.
"Meine Freunde, ich habe dieses Problem bereits bedacht. Und natürlich eine Lösung dafür gefunden." Erwartungsvolle Stille folgte diesen großen Worten.
"Ich habe ein neues Wesen geschaffen, den Sklaven äusserlich nicht unähnlich. Ganz im Gegenteil, rein anatomisch gesehen ist dieses Wesen sogar voll und ganz mit einem Sklaven kompatibel. Aber" ein sadistisches Glitzern glitt über seine Augen, "geistig gesehen unterscheidet es sich von den Sklaven vollkommen."
Die Stimme der Opposition meldete sich erneut zu Wort. "Und was genau ist euer toller Plan? Wie sollen uns diese Wesen helfen, die Sklaven zu kontrollieren?"
"Ganz einfach. Die Sklaven werden den anatomischen Reizen und der vollkommenen Kompatibilität zu diesem Wesen erliegen; gleichzeitig wird ihnen der geistige Unterschied aber derart viel Kopfzerbrechen bereiten, daß sie gar keine Zeit oder Kraft mehr für Revolutionen haben!"
"Und wie gedenkt ihr, diese neue Wunderwaffe zu nennen?"
Ein vielsagender Ausdruck glitt über sein Gesicht. "Ich werde sie nach dem alten QWidfaknischen Wort für 'mächtig viel Ärger' benennen, denn das bedeuten sie für die Sklaven: 'Frau'."
Und so wurden die Frauen erschaffen, als Instrumernt der Kontrolle über die Sklaven, die von da an 'Männer' genannt wurden, was in der QWidfaknischen Sprache soviel wie 'die Verurteilten' bedeutete.
Die Endlösung
So lebten Männer und Frauen also nebeneinander, zeugten gemeinsam neue Sklaven für ihre Unterdrücker und eroberten sich langsam die Erde.
Der Mann schuftete sich tagtäglich ab während die Frau, die in ihrer Tätigkeit als Kontrollwerkzeug der Unterdrücker voll aufging, dafür sorgte dafür daß ihr Mann weiterhin für seine Herrscher und Schöpfer arbeitsfähig blieb und kümmerte sich um die Aufzucht der Brut.
Und wie der Mann nach langer Ewigkeiten endlich die Ketten der Knechtschaft abschütteln und seine Unterdrücker vernichten konnte, erzähle ich euch ein andermal...

zyn.de

Im Inneren des Raumschiffes herrschte angespannte Stimmung. Ein Räuspern durchbricht die Stille. "Ihr habt Recht. Wir brauchen mehr Sklaven." Erneutes Schweigen folgte.
"Aber", ließ sich eine andere Stimme aus dem Hintergrund vernehmen, "wie wollen wir sie halten? Die Niederlage unseres letzten Versuches ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig!"
Ein Geräusch wie von einem rostigen Nagel auf einer Schiefertafel ertönte, als sich der erste Sprecher mit einer langen Klaue am horngepanzerten Schädel kratzte. Ein Zeichen höchster Konzentration und intensivsten Nachdenkens bei ihm.
"Wir werden Ihnen eine eigene Welt geben. Einen fixen Bezugspunkt. Das sollte sie wesentlich friedlicher machen."
Und so geschah es. Sie nahmen sich das Asteroidenfeld und fügten es zu einem neuen Himmelskörper zusammen. Da sie sehr beschränkte Architekten waren und dem Grundsatz 'Form follows function' folgten, bekam der Himmelskörper dieselbe Form wie ihr Schiff. Eine schwarze, kahle Kugel. Aber ohne Fusionstriebwerke. Und auf dieser Kugel setzten sie ihre frisch gezüchteten Sklaven aus.
"Wie wir es vorhergesehen hatten kam es zu erneuten Problemen. Der fixe Bezugspunkt den Ihr ihnen gegeben hat macht sie schwach, krank und läßt sie schneller sterben als depressive Quantenlemminge!" wurden die Stimmen der Kritiker laut.
"Das" vertiedigte er sich, "war vorhersehbar. Sie vegetieren in einer unendlich großen, schwarzen Wüste vor sich hin. Da würde keiner leben wollen."
Das sah jeder ein.
Und so begannen sie, die schwarze Kugel abwechslungsreicher zu gestalten. Sie verformten sie, schufen Berge und Täler, säten grünes Zeug aus und nannten es Pflanzen, und damit diese gedeihen und wachsen konnten schufen sie Wasser. Aber noch tat sich nichts.
"Ich habe den Fehler gefunden." Alle sahen den obersten Techniker erwartungsvoll an. Er räusperte sich gewichtig und warf sich in die Brust, um seine Wichtigkeit und die seiner Entdeckung zu unterstreichen. "Der fehlende Baustein um das Ganze in Gang zu bringen ist Wärme."
Rufe des Staunes gingen durch die Versammlung. Und warum bei allen schwarzen Löchern war man nicht selber auf diese Idee gekommen?
Und so karrten sie mittels ihres Raumschiffes eine Sonne zu ihrem Werk, das sie mittlerweile 'Planet' nannten (die Kurzform von 'Pxt' seŽrtkl', dem Namen ihres Raumschiffes), und siehe da, die Pflanzen begannen zu sprießen, Teile des reichlich vorhandenen Wasser verdampften und bildeten eine Atmosphäre.
Die Natur begann zu existieren.
Die Sklaven freuten sich über ihre neue Heimat. Anstatt das alles öde, leer und schwarz war, gab es nun Abwechslung. Bewaldete Berge, mit Flüssen durchzogene Täler, riesige Sandwüsten, Meeresstrände, Seen, Urwald, alles war da. Und so gab es viel zu entdecken.
Doch natürlich wurde auch das auf Dauer langweilig, und so begannen die Sklaven wieder zu revoltieren.
"Seht!" rief einer der Ankläger laut. "Wir haben es gewußt! Es wird wieder enden wie beim letzten Mal! Die Sklaven werden wieder revoltieren!"
Der Beschuldigte stand in der Mitte des Saales. Beschwichtigend hob er die Hände. "Bitte, so beruhigt euch doch. Laßt euch versichert sein, daß ich alles bestens unter Kontrolle habe."
Er setzte ein beruhigendes Lächeln auf, bei dem seine zweireihigen Schneidezähne im kalten Licht der künstlichen Sonne an der Decke funkelten.
"Die Sklaven" setzte er fort, "sind lediglich einsam. Was sie brauchen ist Gesellschaft. Gesellschaft, die ihnen unterlegen ist, sodaß auch sie etwas haben, über das sie herrschen können."
Und sie schufen die Tiere. Die Sklaven hatten ihre Freude an ihnen. Sie freundeten sich mit einigen an, andere hielten sie sich um sie zu schlachten und zu essen oder ihrer Felle wegen.

Und eine Zeit lang schien alles Bestens zu sein. Die Sklaven erreichten neue Evolutionsstufen, wurden intelligenter, stärker und schöner. Von einem zweibeinigen, durch und durch behaartem Wesen das in gekrümmter Haltung über den Planeten schlurfte wurden sie zu zweibeinigen, etwas weniger behaarten Wesen die wenigstens aufrecht herumliefen.
Und natürlich wurden sie immer leistungsfähiger, sehr zur Freude ihrer Schöpfer und Unterdrücker.
Aber nicht alle standen dieser Entwicklung wohlmeinend gegenüber. "Sie werden zu intelligent. Zu kräftig. Es wird immer schwieriger werden, sie zu kontrollieren!"
Unruhe kam in den Saal. Die Erinnerungen an das letzte Massaker waren einfach noch zu lebendig. Keiner wollte erneut etwas Derartiges erleben.
"Meine Freunde, ich habe dieses Problem bereits bedacht. Und natürlich eine Lösung dafür gefunden." Erwartungsvolle Stille folgte diesen großen Worten.
"Ich habe ein neues Wesen geschaffen, den Sklaven äusserlich nicht unähnlich. Ganz im Gegenteil, rein anatomisch gesehen ist dieses Wesen sogar voll und ganz mit einem Sklaven kompatibel. Aber" ein sadistisches Glitzern glitt über seine Augen, "geistig gesehen unterscheidet es sich von den Sklaven vollkommen."
Die Stimme der Opposition meldete sich erneut zu Wort. "Und was genau ist euer toller Plan? Wie sollen uns diese Wesen helfen, die Sklaven zu kontrollieren?"
"Ganz einfach. Die Sklaven werden den anatomischen Reizen und der vollkommenen Kompatibilität zu diesem Wesen erliegen; gleichzeitig wird ihnen der geistige Unterschied aber derart viel Kopfzerbrechen bereiten, daß sie gar keine Zeit oder Kraft mehr für Revolutionen haben!"
"Und wie gedenkt ihr, diese neue Wunderwaffe zu nennen?"
Ein vielsagender Ausdruck glitt über sein Gesicht. "Ich werde sie nach dem alten QWidfaknischen Wort für 'mächtig viel Ärger' benennen, denn das bedeuten sie für die Sklaven: 'Frau'."
Und so wurden die Frauen erschaffen, als Instrumernt der Kontrolle über die Sklaven, die von da an 'Männer' genannt wurden, was in der QWidfaknischen Sprache soviel wie 'die Verurteilten' bedeutete.
Die Endlösung
So lebten Männer und Frauen also nebeneinander, zeugten gemeinsam neue Sklaven für ihre Unterdrücker und eroberten sich langsam die Erde.
Der Mann schuftete sich tagtäglich ab während die Frau, die in ihrer Tätigkeit als Kontrollwerkzeug der Unterdrücker voll aufging, dafür sorgte dafür daß ihr Mann weiterhin für seine Herrscher und Schöpfer arbeitsfähig blieb und kümmerte sich um die Aufzucht der Brut.
Und wie der Mann nach langer Ewigkeiten endlich die Ketten der Knechtschaft abschütteln und seine Unterdrücker vernichten konnte, erzähle ich euch ein andermal...

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