Die Bullen starten durch
Von Uli Berger
Die Bullen schwingen wieder das Zepter in Manhattan. Mit einem wahren Kursfeuerwerk rissen sie sämtliche Widerstände nieder und hievten die Anteilscheine auf lang nicht mehr gesehene Kursniveaus. Im Dow Jones, dem Kursbarometer der US-Standardwerte, brach der charttechnische und psychologische Widerstand bei 10.000 Punkten; beim Index der Technologiebörse Nasdaq fiel die mindestens genauso wichtige 2.000er-Marke. Hinzu kommt, dass diese Kurszuwächse unter hohen Umsätzen stattfanden. Das Handelsvolumen lag etwa 25 Prozent höher als der Drei-Monats-Durchschnitt.
Profis unter Zugzwang
Doch die Marktteilnehmer - zumindest die so genannten Experten - sind gar nicht so glücklich über die jüngsten Zugewinne. Viele Profis halten noch massenhaft Bares in Händen, das sie gerne im Aktienmarkt hätten. Zu schnell ist ihnen der Markt davon gelaufen, und Rückschläge lassen auf sich warten. Langsam kommen vor allem die Fondsmanager und Vermögensverwalter unter Zugzwang. Am Ende des Jahres wird Bilanz gezogen - dann müssen die Geldverwalter ihren Kunden Rechenschaft ablegen. Wer will da schon mit einer schlechten Performance dastehen - wenn die entsprechenden Indizes nicht als Entschuldigung herhalten können.
Daher pumpen die Profis mittlerweile panisch die Liquiditätsreserven in den Markt und hoffen, dass der Höhenflug anhält. So nährt die Hausse die Hausse. Das Gefährliche bei dieser liquiditätsgetriebenen Kursrallye sind die schlechten Wirtschaftsdaten. Der Nationale Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsgewerbes fiel zwar deutlich besser aus als erwartet. Aber wie sagt die alte Bauernweisheit: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Darüber hinaus sind Stimmungsindikatoren mit Vorsicht zu genießen - vor allem wenn nahezu alle anderen Wirtschaftsstatistiken auf eine weitere Eintrübung der US-Konjunktur hindeuten.
Arbeiten Sie mit Netz
Die US-Börsen werden im Moment von der Liquidität und der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft getragen. Diese Kursrallye sollte noch bis Ende des Jahres anhalten. Zu stark ist hierbei der positive Einfluss der Fondsmanager, die sich nichts mehr wünschen als Kurszuwächse zum Jahresende, wenn ihre Fonds möglichst voll investiert sind. Der Dezember ist daher auch statistisch betrachtet einer der besten Börsenmonate.
Bei einem Einstieg auf dem aktuellen Niveau sollten Sie Ihre Investments breit streuen, da mit einem Anstieg quer durch die Bank zu rechnen ist. Sie sollten aber nicht ohne Netz - also Stop-Loss - arbeiten. Die Statistik und die Logik sind zwar auf Ihrer Seite, aber es kann immer anders kommen. Denken Sie an die Krisenherde in Israel und Argentinien! Setzen Sie daher einen Stopp unter die psychologisch wichtigen Indexmarken bei Nasdaq und Dow Jones. Werden diese unterschritten, dann sollten Sie sich wieder verabschieden. Geben Sie aber den Indizes Platz zum Atmen. Mein Tipp: beim Nasdaq 1940 Punkte, beim Dow Jones 9890 Zähler. Einsteigen können Sie später immer wieder.
07.12. - 10:57 Uhr
Von Uli Berger
Die Bullen schwingen wieder das Zepter in Manhattan. Mit einem wahren Kursfeuerwerk rissen sie sämtliche Widerstände nieder und hievten die Anteilscheine auf lang nicht mehr gesehene Kursniveaus. Im Dow Jones, dem Kursbarometer der US-Standardwerte, brach der charttechnische und psychologische Widerstand bei 10.000 Punkten; beim Index der Technologiebörse Nasdaq fiel die mindestens genauso wichtige 2.000er-Marke. Hinzu kommt, dass diese Kurszuwächse unter hohen Umsätzen stattfanden. Das Handelsvolumen lag etwa 25 Prozent höher als der Drei-Monats-Durchschnitt.
Profis unter Zugzwang
Doch die Marktteilnehmer - zumindest die so genannten Experten - sind gar nicht so glücklich über die jüngsten Zugewinne. Viele Profis halten noch massenhaft Bares in Händen, das sie gerne im Aktienmarkt hätten. Zu schnell ist ihnen der Markt davon gelaufen, und Rückschläge lassen auf sich warten. Langsam kommen vor allem die Fondsmanager und Vermögensverwalter unter Zugzwang. Am Ende des Jahres wird Bilanz gezogen - dann müssen die Geldverwalter ihren Kunden Rechenschaft ablegen. Wer will da schon mit einer schlechten Performance dastehen - wenn die entsprechenden Indizes nicht als Entschuldigung herhalten können.
Daher pumpen die Profis mittlerweile panisch die Liquiditätsreserven in den Markt und hoffen, dass der Höhenflug anhält. So nährt die Hausse die Hausse. Das Gefährliche bei dieser liquiditätsgetriebenen Kursrallye sind die schlechten Wirtschaftsdaten. Der Nationale Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsgewerbes fiel zwar deutlich besser aus als erwartet. Aber wie sagt die alte Bauernweisheit: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Darüber hinaus sind Stimmungsindikatoren mit Vorsicht zu genießen - vor allem wenn nahezu alle anderen Wirtschaftsstatistiken auf eine weitere Eintrübung der US-Konjunktur hindeuten.
Arbeiten Sie mit Netz
Die US-Börsen werden im Moment von der Liquidität und der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft getragen. Diese Kursrallye sollte noch bis Ende des Jahres anhalten. Zu stark ist hierbei der positive Einfluss der Fondsmanager, die sich nichts mehr wünschen als Kurszuwächse zum Jahresende, wenn ihre Fonds möglichst voll investiert sind. Der Dezember ist daher auch statistisch betrachtet einer der besten Börsenmonate.
Bei einem Einstieg auf dem aktuellen Niveau sollten Sie Ihre Investments breit streuen, da mit einem Anstieg quer durch die Bank zu rechnen ist. Sie sollten aber nicht ohne Netz - also Stop-Loss - arbeiten. Die Statistik und die Logik sind zwar auf Ihrer Seite, aber es kann immer anders kommen. Denken Sie an die Krisenherde in Israel und Argentinien! Setzen Sie daher einen Stopp unter die psychologisch wichtigen Indexmarken bei Nasdaq und Dow Jones. Werden diese unterschritten, dann sollten Sie sich wieder verabschieden. Geben Sie aber den Indizes Platz zum Atmen. Mein Tipp: beim Nasdaq 1940 Punkte, beim Dow Jones 9890 Zähler. Einsteigen können Sie später immer wieder.
07.12. - 10:57 Uhr