Die Bullen sind zurück


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calexa:

Die Bullen sind zurück

 
15.05.03 10:34
So titelte das Anlegermagazin „Barron’s" in dieser Woche und feierte damit das Ende der dreijährigen Baisse. Die Redaktion stützt sich bei der Erkenntnis auf die jüngste Umfrage unter den „Big Boys“ des Aktiemarktes. Fondsmanager und Vermögensverwalter sind so euphorisch wie lange nicht mehr. Das ist doch endlich einmal eine gute Nachricht.

Und es kommt noch besser: 60 Prozent (!) der Befragten sind "optimistisch" bis "sehr optimistisch" was die weitere Entwicklung in 2003 am US-Aktienmarkt angeht. Im Schnitt erwarten die Geldmanager bis Jahresende einen Kursanstieg von zehn Prozent. Die Marke von 9500 Zählern käme damit beim Dow Jones ins Visier. Einige Profis sind noch weit zuversichtlicher und prophezeien Kursanstiege bis nahe der Allzeithochs. Beim Dow wären das fast 12.000 Zähler, eine Kletterpartie von rund 40 Prozent.

Der Aufbruch zu neuen Ufern wird nach Ansicht der Geldverwalter von sehr gewichtigen Gründen vorangetrieben: Einmal würden die Firmenbosse nach den Erfahrungen mit Enron und Worldcom ihre Bilanzen jetzt endlich in Ordnung bringen. Das Konsumentenvertrauen sei im Aufwind, die Ergebnisse des ersten Quartals seien überraschend gut ausgefallen. Mit Verlaub: Lauter alte Hüte, die schon seit Monaten, wenn nicht Jahren herumgereicht werden.

Auch die Börsengeschichte wird bemüht, um den Aufschwung zu beschwören: Von den professionellen Anlegern kann sich offenbar kaum jemand vorstellen, dass die Aktienkurse im dritten Jahr einer US-Präsidentschaft auch einmal sinken könnten. In der Vergangenheit zumindest war dies nur selten der Fall. Im Schnitt legten die US-Börsen im Jahr vor der Wahl sowie im Wahljahr selbst um rund elf Prozent zu. 2004 endet die Amtszeit von George W. Bush.

Schade, dass Börse nicht immer so einfach ist. Wer an den Aktienmärkten antizyklisch vorgeht, der wird bei solchen Prognosen hellhörig. Insbesondere die Tatsache, dass rund zwei Drittel der Börsenprofis auf steigende Kurse setzen, ist ein zuverlässiges Indiz dafür, dass es anders kommen wird. Wer positiv gestimmt ist, der ist in der Regel bereits investiert; die Zahl derer, die noch auf den Bullenzug aufspringen und die Kurse nach oben treiben könnte, ist also entsprechend gering.

So long,
Calexa
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Sitting Bull:

Hausse auf Ansage!

 
15.05.03 10:36
Kinners, das wär doch mal was, oder? Ich bin dafür.
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calexa:

Lest hier unbedingt die weiteren Teile

 
15.05.03 10:39
Es geht unter anderem um das KGV-Level im S&P, um den Buchwert, Umsatzentwicklung und Insiderkäufe (die im übrigen auf einem historisch niedrigen Level liegen). Jetzt braucht man nur noch Geduld......

Und kommt mir jetzt nicht damit, daß das KGV sinken wird, wenn die Unternehmen wieder mehr Gewinne machen. Das ist zwar richtig, aber wenn dann das KGV der Unternehmen im S&P von aktuell 32 auf z.B. 25 sinkt, dann ist der Index immer noch teuer.

www.wallstreet-online.de/ws/news/news/....1.0.0.0&&inhaltnow=1

So long,
Calexa
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calexa:

Und darüber hinaus

 
15.05.03 10:44
beschäftigt sich dieser Teil des Artikels mit dem Dollar und der Rolle der japanischen Anleger. Sicherlich ist das nur eine Facette des ganzen Bildes. Aber man sollte es nicht unterschätzen. Die wenigsten kennen eine Zeit, in der mit Aktien nichts zu verdienen war....

www.wallstreet-online.de/ws/news/news/....1.0.0.0&&inhaltnow=4

So long,
Calexa
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Lolo22:

Wer sagt, daß die Unternehmen Gewinne machen

 
15.05.03 10:45
werden?
Die sind in der Regel verschuldet und müssen für die Kapitalkosten aufkommen.
In den USA müssen die Unternehmen ihre Pensionskassen auffüllen,
leider ist der Privatverbraucher auch verschuldet und wird nicht mehr
so konsumieren. Wenn der KGV da beld noch nicht ansteigen wird ?
Statistiken und Bilanzen werden am laufenden Band gefälsch bis es knallt
a la Enron ;-)
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cashmoney:

Der Kontraindikator,

 
15.05.03 10:49
diesmal vielleicht als Kontr-Kontra-Indikator?
Mittlerweile kennt dieses ja auch jeder!
Trotzdem die Entscheidung naht! Der Ausbruch nach oben oder unten könnte ein "Fake" sein! Also seid auf der Hut!

Ansonsten sehr informativ der Artikel!
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calexa:

@ lolo

 
15.05.03 10:52
Hast ja Recht. Ich wollte nur verdeutlichen, daß sogar dann, wenn die Gewinne steigen werden, die Unternehmen immer noch teuer sind.

So long,
Calexa
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Sitting Bull:

Leute, denkt mal ein bisschen anders

 
15.05.03 10:57
Es kommt auf diesen fundementalen Kleinkram gar nicht an. Es kommt darauf an, in welchem Teil des Zyklus wir uns befinden. Im Moment bewegen wir wohl im Endbereich des wirtschaftlichen und psychologischen Tiefs. D.h. Aktien gibt's billig, da ja kaum Gewinne fließen. Deshalb kauft ja auch kaum einer. Irgendwann geht's halt wieder nach oben, und schwupps, ist eine Hausse da. That's it, der Markt reguliert sich selbst.
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Bronco:

@Calexa

 
15.05.03 10:59
Der Artikel, auf den Du verweist, könnte glatt von mir sein, so sehr ist er mir aus der Seele gesprochen. Um ein Catonisches "Ceterum Censeo" anzufügen, verweise ich auf meine Threads zu "Substanzwerten", in denen ich immer wieder anmahnte, auf die Buchwerte zu achten. Sowohl aus logischen als auch aus historischen Gesichtspunkten heraus sind KBVs > 2 für einen ganzen Index entschieden zu hoch.
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calexa:

@ sitting bull

 
15.05.03 11:02
Aber das ist es ja gerade:Selbst wenn wieder Gewinne fließen werden, sind die Aktien immer noch nicht billig.

Die Kurse sind zu gut gelaufen, trotz schlechter Zahlen. Wenn dann die Zahlen besser werden, besteht keine Möglichkeit mehr, daß die Kurse steigen, denn das haben sie ja schon vorher gemacht. Was aber dann, wenn die Zahlen SCHLECHTER werden?

So long,
Calexa
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Optionimist:

was ? wie ? Wo ?

 
15.05.03 11:03
naja..hauptsache die Börse lebt....

GRUSS
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Bronco:

@Sitting Bull

 
15.05.03 11:08
Was die KGVs angeht, könnte ich Dir ja noch (sehr eingeschränkt) zustimmen. Die sind natürlich erstmal grottenschlecht, wenn es mit den Gewinnen abwärts geht, müssen aber nichts bedeuten, wenn das nur eine kleine Delle sein sollte. Bei den Buchwerten hauts nie hin !- Warum ? - Ganz einfach: Weil ein Buchwert ja auch schon ein Marktwert ist, der Wert, der sich für den Eigenkapitalanteil an den verschiedenen Vermögensgegenständen des Unternehmens auf dem Markt erzielen läßt, wenn diese direkt und nicht als Aktien verkauft werden. Wenn also ein KBV > 1 toleriert wird, so ist das ein Kredit auf ÜBERPROPORTIONALE Gewinnerwartungen und Kapitalzuwächse in der nächsten Zeit. Mal ehrlich, rechnest Du in der nächsten Zeit mit überproportionalen Gewinnerwartungen US-amerikanischer Unternehmen, mit Wirtschaftsboom und so ?
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54reab:

eine nachhaltige erholung kommt

 
15.05.03 11:12
wahrscheinlich nicht. grund: kurse werden primär durch angebot und nachfrage gesteuert ("gibt es mehr deppen oder mehr papiere?"). in der verpufften blase haben sich sehr viele "deppen" die finger verbrannt. die kommen so bald nicht wieder. bleibt also nur die konkurrenz zwischen trader und kurzfristanleger (bis zu maximal 1 jahr). diese gruppen können keinen nachhaltigen aufschwung auslösen. die gesamte anlagebranche (auch sogenannte fachzeitschriften) predigen natürlich das gegenteil. ist auch zu verstehen. haben wir wirklich eine seitwärts laufende börse in einem zeitraum von weit über einer dekade, werden viele von diesen eingehen und das geschäft schließen müssen. zuerst muss der chefredakteur von baran's hamburgerverkäufer werden - dann geht es nachhaltig nach norden ;-)


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Sitting Bull:

bronco,

 
15.05.03 11:24
Buchwerte. Wen bitte interessieren Buchwerte??? Also mich nicht. Mich interessieren Gewinne und Fantasie. Es ist mir egal, wie werthaltig ein Unternehmen ist. Es kommt darauf, wieviel Geld verdient werden kann. Buchwerte/Teilwerte/aktiviert/nicht aktiviert... das bringt doch nix. Aktien von Softwareherstellern müssten demzufolge Pennystocks sein und Versicherungs-/Bank-Aktien ein (mittlerweile kleines, aber immerhin) Vermögen kosten.

Ehrlich gesagt, erwarte ich weder Hausse noch Boom. Ich erwarte einen zähen Seitwärtsmarkt, der hoffentlich den letzten zittrigen Kleinanleger aus dem Markt fegt. Erst wenn der Markt wieder sauber ist und ein gesundes (unemotionales) Verhältnis zur Börse hergestellt wird, geht's wieder nach oben. Also wenn das Börsengeqatsche vor der Tagesschau eingestellt wird, ist dies ein erstes Zeichen.

Was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft: Who knows? Fallen die Ölpreise demnächst? Kriegen die Japaner oder Europäer endlich was gebacken? Werden unerwartete Selbstheilungskräfte der Gesellschaften freigesetzt? Egal, wie es genau aussehen wird - der Aufschwung kommt auf irgendeine Weise daher. Zeitpunktbestimmung zwecklos. Den Joker haben aber auch Gesellen wie Bin Laden oder Rumsfeld. Ich nenne deshalb beide, da sie keine Lust auf die Lösung der wirklichen Probleme haben, sondern lieber Sandkastenspiele im Großformat austragen.

Letztendlich kommt es auch immer auf die Wahrnehmung an. Machen wir aus SARS ein Problem (ein Witz übrigens im Vergleich zur Flue, die viel mehr Opfer fordert), oder aus Al Quaida? Vielleicht nehmen wir es gelassen, gewöhnen uns dran und pfeifen drauf.
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diplom-oekon.:

@sitting Bull: sehr guter Beitrag

 
15.05.03 11:44
genau so ist es
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Bronco:

@Sitting Bull

 
16.05.03 13:15
Was Du sagst, hat schon sehr viel richtiges - letztlich kommt es darauf an, Gewinne zu machen und Geld zu verdienen. Aus diesem Grund kann sich jemand selber eine Produktionsanlage kaufen, Leute einstellen, und los gehts. Ob die Rechnung aufgeht, weiß er nicht, aber er ist optimistisch, sonst täte er nicht. Alternativ kann er sich aber auch als Aktionär an einem Unternehmen beteiligen, das eine solche Produktionsanlage mit dem gleichen Ziel betreibt, nämlich Gewinn zu erwirtschaften, mit den gleichen unsicheren Aussichten, aber mit Optimismus. Warum, frage ich, soll es Sinn machen, über den Umweg Aktie das 3- oder 4-fache des Betrages zu zahlen, den die Produktionsanlage direkt kostet? (das ist derzeit das DURCHSCHNITTLICHE KBV beim S&P 500)
Wenn also auf der einen Seite keiner sich traut Kohle in die Hand zu nehmen und zu investieren, warum soll er dann die vierfache Kohle in die Hand nehmen, um auch nur zu investieren, aber darüber hinaus auch noch eingeschränkte Mitspracherechte zu haben (faktisch gar keine) ? - Es gibt derzeit einfach eine Schräglage zwischen Marktpreisen für Finanzanlagen und Marktpreisen für Direktinvestitionen. Da aber beide aus der gleichen Suppe schöpfen, liegt es nahe davon auszugehen, daß sich diese Preise irgendwann wieder angleichen werden, so wie sie das im historischen Vergleich die längste Zeit immer getan haben und den Zustand über weit längere Strecken (mehrere Jahrzehnte) gehalten haben, im Vergleich zur Zeitdauer entsprechender Ungleichgewichtssituationen.
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Stox Dude:

posting 14: ein top beitrag

 
16.05.03 13:21
Stox Dude
Die Bullen sind zurück 1034188
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Lolo22:

Ich tendiere immer noch zu shorts

 
16.05.03 13:46
werde aber erst einsteigen wenn der Aufwärtstrend verlassen wird.
Aktuell ca. 2990  
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