Traditionelle Sommerflaute im EUWAX-Handelssegment
Im August waren die Handelsaktivitäten im Derivatehandel an der Stuttgarter Börse rückläufig. Dies ist
neben der Urlaubszeit auch auf die weiterhin unsichere Situation an den weltweiten Finanzmärkten zurückzuführen.
Gegenüber dem Vormonat ging die Anzahl ausgeführter Kundenorders bei Hebel- und Anlageprodukten
von 448.000 Orders (dies entspricht einem Volumen von 4,1 Milliarden Euro) um 25 Prozent auf
336.000 Orders (knapp 2,8 Milliarden Euro) zurück.
Dabei fiel der Orderrückgang bei den Produkten für den mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau etwas
deutlicher aus als bei den Hebelprodukten. Verglichen mit dem Vormonat ging die Anzahl ausgeführter Kundenorders
bei Anlageprodukten um 28 Prozent auf 60.000 Orders (knapp 1,3 Milliarden Euro) zurück. Im Juli
wurden mit 84.000 Orders noch rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz erzielt.
In der Gruppe der Anlagezertifikate rangieren die Bonuszertifikate, sowohl nach Orderzahl als auch nach
Umsatz, erneut ganz oben in der Gunst der Anleger. Mit 21.000 Kundenorders (dies entspricht einem Handelsvolumen
von 505 Millionen Euro) verbuchen die Bonuspapiere einen Anteil von knapp 36 Prozent an der
Gesamtorderzahl der Anlagezertifikate. In der Rangliste nach Kundenorders liegen die Index- und Partizipations-
Zertifikate mit über 10.000 Orders auf Rang zwei. Bei der Sortierung nach Handelsvolumen werden sie
von den Discount-Zertifikaten aber klar überholt. Die Rabatt-Papiere tragen mit einem Volumen von über 300
Millionen Euro rund 24 Prozent zum Gesamtvolumen der Anlageprodukte mit 1,2 Milliarden Euro bei. Platz
vier belegen die Themen-, Strategie- und Basket-Zertifikate mit 8.000 ausgeführten Wertpapieraufträgen
und einem Handelsvolumen von 104 Millionen Euro.
Bei Optionsscheinen, Knock-out-Produkten und Exotischen Produkten wurden im Sommermonat anhand der
ausgeführten Wertpapieraufträge mit 275.000 Kundenorders rund 24 Prozent weniger gehandelt als im Juli.
Am stärksten traf es dabei die klassischen Optionsscheine, die ein Minus von 26 Prozent auf knapp 98.000
Orders (dies entspricht einem Volumen von 456 Millionen Euro) hinnehmen mussten. Bei den Knock-out-
Produkten gingen die Orders um 23 Prozent oder 53.000 Aufträge auf 176.000 Kundenorders zurück. Bei Exotischen
Produkten fiel die Orderzahl wieder unter 2.000. Sie tragen 13 Millionen Euro zum Gesamtvolumen
der Hebelprodukte bei.
Das Verhältnis zwischen Hebel- und Anlageprodukten anhand ausgeführter Kundenorders hat sich erneut
etwas zugunsten von Optionsscheinen & Co. entwickelt. Sie verbuchen im August einen Anteil von über 82
Prozent der Orders im EUWAX-Handelssegment auf sich. Auf Basis des Handelsvolumens beträgt der Anteil
der Hebelprodukte rund 53 Prozent.
Cornelia Frey
Das Leben ist wie ein Papierflugzeug, sitzt du drin und es regnet dann bist du am Arsch(In Englisch klingt das besser:))