hc Berlin - «Aufbruchstimmung» hatte die Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young 1998 ihren ersten großen Biotech-Report getauft, «Gründerzeit» hieß im Jahr 2000 die Folgestudie. Der jüngste Lagebericht steht nun unter der Überschrift «Neue Chancen». Und damit ist nach Ansicht von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) die Entwicklung trefflich beschrieben: Die deutsche Biotechnologie sei fünf Jahre nach dem Start in die Kommerzialisierung «in einen dynamischen Wachstumsprozess übergegangen» und zeige eine zunehmende Reife, sagte Bulmahn bei der Präsentation der Studie in Berlin. Die Industrie habe inzwischen eine Art Motorfunktion für wichtige Bereiche der deutschen Volkswirtschaft. Mittelbar profitieren Bulmahn zufolge fast 350 000 Arbeitsplätze von der Gentechnik.
Tatsächlich ist die Zahl der deutschen Gentechnik-Firmen trotz Wirtschaftskrise und Kapitalmarktflaute im vergangenen Jahr um 33 Unternehmen auf 365 gestiegen. 83 Prozent davon sind in der so genannten «roten» Gentechnik aktiv, also in der Medizin. Elf Prozent entwickeln in der «grünen» Biotechnologie Anwendungen für Landwirtschaft und Lebensmittel. Zur «grauen» Gentechnik mit ihrem Einsatzbereich Industrie und Umweltschutz zählen sechs Prozent der Firmen. An direkt Beschäftigten kann die Branche mit zurzeit gut 14 400 sogar 35 Prozent Zuwachs melden. Der Branchenumsatz nahm knapp die Milliarden-Euro-Hürde und legte damit ein Plus von 33 Prozent vor.
Allerdings stieg der auch der Gesamt-Verlust der Industrie gewaltig: von einem Minus von 247 Mio. auf 411 Mio. Euro, also um 66 Prozent. Viele Unternehmen befinden sich noch mitten in der zeit- und kostenintensiven Entwicklung marktfähiger Produkte. Bei den meisten Firmen sei die Forschungsintensität so hoch, dass noch «keine signifikanten Umsätze erzielt» würden, sagte Projektleiterin Julia Schüler von Ernst & Young. Sie geht davon aus, dass die Schere zwischen Umsatz und Investitionen vorerst sogar noch weiter auseinander klaffen wird.
www.bmbf.dewww.ernst-young.de
Tatsächlich ist die Zahl der deutschen Gentechnik-Firmen trotz Wirtschaftskrise und Kapitalmarktflaute im vergangenen Jahr um 33 Unternehmen auf 365 gestiegen. 83 Prozent davon sind in der so genannten «roten» Gentechnik aktiv, also in der Medizin. Elf Prozent entwickeln in der «grünen» Biotechnologie Anwendungen für Landwirtschaft und Lebensmittel. Zur «grauen» Gentechnik mit ihrem Einsatzbereich Industrie und Umweltschutz zählen sechs Prozent der Firmen. An direkt Beschäftigten kann die Branche mit zurzeit gut 14 400 sogar 35 Prozent Zuwachs melden. Der Branchenumsatz nahm knapp die Milliarden-Euro-Hürde und legte damit ein Plus von 33 Prozent vor.
Allerdings stieg der auch der Gesamt-Verlust der Industrie gewaltig: von einem Minus von 247 Mio. auf 411 Mio. Euro, also um 66 Prozent. Viele Unternehmen befinden sich noch mitten in der zeit- und kostenintensiven Entwicklung marktfähiger Produkte. Bei den meisten Firmen sei die Forschungsintensität so hoch, dass noch «keine signifikanten Umsätze erzielt» würden, sagte Projektleiterin Julia Schüler von Ernst & Young. Sie geht davon aus, dass die Schere zwischen Umsatz und Investitionen vorerst sogar noch weiter auseinander klaffen wird.
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