DIE BESSERWISSER NAMENS ANALYSTEN...


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Nase:

DIE BESSERWISSER NAMENS ANALYSTEN...

2
29.03.01 23:23
Ich lese immer sehr gerne die ,,NEWS" bei Ariva.
Dank dieser habe ich nämlich etwas zu lachen, was in
solchen Zeiten wie diesen sehr wichtig ist. Vielen Dank
an Ariva.
Ihr fragt Euch vielleicht, was ich eigentlich damit
sagen will. Das werde ich wie folgt erklären :

Seit es das Internet gibt, gibt es eine regelrechte
Inflation von Börsen-Seiten mit sogenannten Experten,
die Aktien zu analysieren versuchen, kläglich scheitern,
aber trotzdem wagen ihre amateurhaften Analysen zu
veröffentlichen. Wahrscheinlich mit dem Gedanken, dass
sie sowieso keiner liest.
Doch werden sie gelesen, weil diese genannten Websites
auf anderen, qualitativ hochwertigeren Sites, werben,
oder mit der einfachen Platzierung des Namens ihrer
Website mit der entsprechenden Geschichte, Analyse oder
was denen noch alles einfällt, auf sich aufmerksam
machen. Wie z.B. bei Ariva.
Ein krasses Beispiel ist Mainvestor mit dem Fall
BLUE C :

Natürlich wurden wir alle von den katastrophalen
Zahlen von Blue C überrascht. Aber wenn man sich
als seriös bezeichnen kann, dürfte man nicht einige
Wochen vor der Bekanntgabe der Zahlen mit der
Nachricht kommen :


04.01.2001
BLUE C im Plan
Mainvestor  


Die Analysten von Mainvestor berichten von einem planmäßig laufenden Geschäft bei der Blue C AG (WKN 940118).

Demnach dürften im Gesamtjahr rd. 11 Mio. Euro umgesetzt worden sein. Zum Ergebnis haben die Experten von Mainvestor noch keine näheren Infos, auf Rückfrage beim Unternehmen wurde jedoch bestätigt, dass für das 4. Qu. eine

Kostenüberschreitung wie in Q3 nicht zu erwarten sei. Der seit der Emission anhaltende Abwärtstrend, in dem sich die Aktie des Spezialisten für eBusiness-Anwendungen befinde, habe zu Jahresbeginn mit der Enttäuschung von Intershop nochmals an Dynamik gewonnen. Zurzeit notiere das Papier unterhalb der Marke von 3 Euro und markiere damit ein neues Alltime-Low.
Die derzeitige Marktkapitalisierung von ca. 36 Mio. Euro entspreche etwa dem für 2001 erwarteten Umsatz. Auf 2002er Basis liege das KUV lediglich bei bescheidenen 0,5.
Im momentanen Marktumfeld würden sich die Analysten mit Käufen aber noch
zurückhalten. Wenn sich im Nemax eine Bodenbildung abzeichne, dürften auch bei Blue C wieder höhere Notierungen winken.
Ganz hartgesottene Spekulanten würden sich bereits jetzt einige Stücke ins Depot legen und ihr Engagement längerfristig sehen, so Mainvestor.



Schon damals war deutlich zu ersehen, dass mit diesem
Unternehmen irgend etwas nicht stimmte.
Den Vogel schoss aber BÖRSE-ONLINE ab, die sogar
von ,,Früheren Gewinnen als erwartet" sprach und das
Pleite-Unternehmen sogar in ihr Musterdepot aufnahm.
Ich hatte die Aktien des Unternehmens aus Österreich
zwar auch im Depot, aber nach den Zahlen waren sie
mir auch nicht mehr sehr geheuer und habe sie somit
endgültig, Gott sei Dank rechtzeitig und mit Gewinn,
rausgeschmissen.
Aber wie kamen die Herren Analysten auf solche Gedanken
und...noch wichtiger...von wem hatten sie die Infor-
mationen ??

Besonders schlimm war, wie mit ID-MEDIA ungesprungen
wurde. Man kann sogar von Panikmache reden...ob gewollt
oder ungewollt...das ist vielleicht mehr als sicher.
Kaum ein Anlayst war auf das Unternehmen gut zu sprechen.
Besonders Platow, deren Änderung der Empfehlung ,,ID-MEDIA
meiden" innerhalb von eineinhalb Stunden zu ,,ID-MEDIA..
abwarten" nach vielen in unangenehmer Erinnerung ist, war
einer der grössten Kritiker. Man sprach von Verlusten über
dem Umsatz, von weniger Umsatz und das und dies und jenes
und wieviel und wiewenig..warum, wieso, warum, wer, der,
hier und da.
Und was hat sich heute herausgestellt ? ID-MEDIA präsentierte
glänzende Zahlen : Der Umsatz wurde 2000 auf 77 Mio. €
gesteigert, während der Verlust sich nicht ein Deut ver-
ändert hat...sprich erhöht wurde. Wenn das keine tolle Leistung
ist.
Und was nützt das den Anlegern ? Nichts..denn die meisten
haben schon vorher wegen PLATOW & CO. panikartig sich von
seinen Aktien getrennt. Was soll man dazu sagen : Scheisse ?

Ich könnte hier noch unzählige ähnlicher Fälle aufschreiben,
aber wozu ?
Dass es so ist, wisst Ihr auch. Aber ich habe es schon
mehrmals wiederholt : Mach Dein eigenes Bild von dem
Unternehmen, dessen Aktien Du kaufen willst. Informiere
Dich, sei Dein eigener Analyst. Höre auf keinen anderen,
höre nur auf Dich selbst.

Gruss
Nase






   



 

   
Antworten
terz:

Man sollte sie berücksichtigen, da sie als Medium

 
29.03.01 23:29

   Kurse massiv beeinflussen.




DIE BESSERWISSER NAMENS ANALYSTEN... 305514
Good Trades !
Antworten
The@Best:

Genau @Terz o.T.

 
29.03.01 23:57
Antworten
DarkKnight:

@Nase: ich habe wie üblich den inneren

 
30.03.01 00:12
Zusammenhang Deines Beitrags nicht zu 100% verstanden. Kann man das auch in vier oder fünf Sätzen haben? Ich gebe Dir mal ein Beispiel, wie das aussehen könnte:

"Ich bin in Blue_C und ID-Media investiert und liege zu 90% hinten. Leider habe ich zu spät festgestellt, daß alle Analysten mit dem Thema NM überfordert sind, habe aber geglaubt, die machen ihren Job so gut wie ich meinen als Klempner. Und damit in Zukunft alle Arivaner mit ihren Aktien so zufrieden wie mit ihren Handwerkern sind, weise ich einfach mal drauf hin, wie ich es besser gemacht habe, weil ich jetzt nur noch Qualität kaufe: WMF und Villeroy & Boch."
Antworten
007Bond:

Noch mehr Inhalte ...

 
30.03.01 02:17
Kursziel 1000 Euro!
Pushen, um abzusahnen - Börsengurus gehen immer nach der gleichen Masche vor. Wenn sie Aktien empfehlen, dann vor allem solche, die schon bei kleinen Kauforders kräftig zulegen. Und die gibt es am Neuen Markt wie Sand am Meer.

Haben sich die Pusher eine Aktie herausgepickt, müssen sie nur noch einen leckeren Köder auslegen. "Neue Rakete", "1.000-Prozent-Chance" oder "Schnell einsteigen" - wenige Worte in Börsenmagazinen, 0190er-Hotlines oder Fernsehsendungen reichen meist aus, damit Anleger anbeißen.

Klettern die Kurse kräftig, reiben sich die dubiosen Tippgeber die Hände. Denn: Sie haben sich bereits vor ihren Empfehlungen die entsprechenden Aktien ins Depot gelegt - und verkaufen mit Gewinn, während andere kaufen.

Ein Strippenzieher auf dem Parkett ist zum Beispiel der Kulmbacher Verleger und längst verblasste Aktienguru Bernd Förtsch. Als Plattform für seine geheimen Tipps - er tut immer so, als wären sie geheim, aber sie sind es natürlich nicht - dient nicht nur seine Anlegerpostille "Der Aktionär".

Auch in der 3sat-Börse hatte Förtsch seine großen Auftritte. Dort empfahl er beispielsweise im Februar vergangenen Jahres Aktien von Edel Music mit einem Kursziel von 100 Euro. Prompt kletterte der Kurs von 42 auf 60 Euro, um dann einige Tage später wieder abzustürzen. Mittlerweile ist Edel bei etwa vier Euro gelandet.

Ob Förtsch daran verdient hat? Zu beweisen war das bisher nicht. Erlaubt ist aber die Frage, ob hier alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Denn Edel war nicht das einzige Push-Objekt des Kulmbachers. Alles bisher Dagewesene stellte Förtsch  mit der Aktie des Münchner Biotechnolgieunternehmens Morphosys in den Schatten.

Hier rief er - ebenfalls im Februar 2000 in der 3sat-Börse - ein Kursziel von 1.000 Euro aus - bei einem Stand der Aktie von etwa 200 Euro. Erstaunlich die Wirkung: Morphosys kletterte daraufhin in der Spitze um etwa 80 Prozent auf 360 Euro. Was von dem Kursziel zu halten war, zeigte sich schon wenig später. Kontinuierlich ging es mit dem Kurs von Morphosys bergab, mittlerweile ist das Papier für etwa 75 Euro zu haben.

Gut in Erinnerung sind auch die Auftritte von Egbert Prior im - wie sollte es anders sein - 3sat-Börsenspiel. Dort empfahl Prior Aktien von Mobilcom und SCM. Die hatte er sich aber schon längst ein paar Tage vorher ins Depot gelegt - und so freute sich Prior über einen stattlichen Gewinn.

Anders als im Fall Förtsch hat das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel (BAWe) Prior das auch nachgewiesen. Aber der Aktienpusher Egbert Prior kam ungeschoren davon: Das Oberlandesgericht Frankfurt stellte das Verfahren gegen ihn ein. Grund: Man könne ihm nicht nachweisen, dass er, als er die Aktien gekauft hat, bereits vorhatte, sie in der TV-Sendung zu empfehlen.

Mit anderen Worten: Selbst wenn Aktienpusher auffliegen - nach dem Gesetz sind sie scheinbar nicht zu verurteilen, weil sie immer behaupten können, sich erst nach dem Kauf der Aktie zu einer Empfehlung entschlossen zu haben.

Motto: Früher reagieren oder falsche Meldungen verbreiten

Wer im Vorstand eines Unternehmens sitzt, über einen "heißen Draht" zum Management verfügt oder geschäftlich mit der Firma zu tun hat, ist ein Insider. Das allein ist noch nicht schlimm. Kriminell wird es, wenn Insider aufgrund ihres Wissens Aktien kaufen oder verkaufen. Denn Insidergeschäfte sind strafbar.

In den vergangenen Monaten sind einige spektakuläre Insiderfälle ans Tageslicht gekommen. Viel zu tun hat die Münchner Staatsanwaltschaft zum Beispiel im Fall Ixos. Das Softwareunternehmen hatte am 31. März vergangenen Jahres in einer Ad-Hoc-Meldung einen Verlust angekündigt, der Aktienkurs brach daraufhin um mehr als 46 Prozent ein. Kurz darauf fiel die Ixos-Aktie erneut um über 50 Prozent.

Da einige Anteilseigner der Ixos AG wussten, was an der Börse mit dem Aktienkurs passieren wird, haben sie vor Veröffentlichung der Ad-Hoc-Mitteilung massiv Aktien verkauft. Weil es dadurch an der Börse zu auffälligen Umsätzen kam, ist das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel den Abzockern auf die Schliche gekommen.

München ist ein heißes Pflaster. Florian Haffa, ehemaliger Finanzvorstand der Münchner EM.TV & Merchandising AG, soll zweimal vor Veröffentlichung von Horrornachrichten EM.TV-Aktien im Wert von 34 Millionen Mark verkauft haben.

Dies gilt auch für Bruder Thomas Haffa, der allerdings bereits im Februar 2000 Aktien verkauft hat - nahe des historischen Höchstkurses. Das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel sieht in dem frühzeitigen Verkauf, der Haffa etwa 40 Millionen Mark in die Kasse gespült hat, allerdings keinen Anlass für Ermittlungen, solange kein Verdacht auf ein verbotenes Insidergeschäft besteht.

Aber nicht nur das Ausnutzen von Wissen bringt Gewinne, auch die Verbreitung von Unternehmensnachrichten, die nicht stimmen. Entsprechende Ad-Hoc-Meldungen, insbesondere beliebt bei Unternehmen des Neuen Marktes, waren oft nur heiße Luft.

Dreist beispielsweise ging es bei der Infomatec AG zu. Den beiden Vorstandschefs des Softwareunternehmens wird vorgeworfen, den Infomatec-Aktienkurs über eine gefälschte Ad-Hoc-Meldung nach oben getrieben und dann Aktien im Wert von etwa 56 Millionen Mark verkauft zu haben.

Aber auch der Fall Metabox wirft viele Fragezeichen auf. Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hat mittlerweile Strafanzeige gegen den Hildesheimer Hersteller von Settop-Boxen für das Internet erstattet. Vorwurf: Metabox habe in Ad-Hoc-Meldungen über angebliche  Großaufträge in Millionenhöhe berichtet. Diese Aufträge hätten insgesamt zu Umsätzen von weiter über einer Milliarde Mark führen müssen.

Da es anders kam als angekündigt, vermutet die SdK Kursbetrug. Denn der Metabox-Kurs ist nach den Ad-Hoc-Meldungen explosionsartig gestiegen - und dann vom Hoch bei knapp 60 Euro auf etwa drei Euro abgestürzt. Geprüft werden soll nun, ob Metabox-Verantwortliche Aktien zu den hohen Kursen abgestoßen haben

Quelle: AOL

&DarkKnight: Was soll die Anmache? Nase hat doch recht!
Antworten
DarkKnight:

@007: vielen Dank für den schwarzen

 
30.03.01 11:40
und die "News", hehe
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