Die Amis, die Steuern und das Geld.


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Reila:

Die Amis, die Steuern und das Geld.

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06.01.01 03:21
Die für mich wichtigste Nachricht des gestrigen Tages habe ich in der Berliner Morgenpost gefunden auf Seite 6, rechts unten, seltsamerweise unter Politik. In der FAZ habe ich sie nicht finden können.
Hier die Kurzfassung:
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Bush holt ehemaligen Berater von Reagan und Vater Bush, Fed-Topmanager (1991-97) Lawrence Lindsey ins Boot. Bush "freue sich auf Lindseys Rat". Lindsey ist für niedrige Steuern und Deregulierung der Märkte und gilt als Schlüsselfigur bei Bushs Steuersenkungsprogramm mit Umfang von 1,6 Billionen Dollar. Die Demokraten wollten nur Senkungen um ca 400 Milliarden Dollar, lenkten jedoch wegen Rezessionsängsten ein. "Bush selbst bekräftigt in Austin ... seine Absicht massiver Steuersenkungen, und zwar 'für jeden, der Steuern zahlt.'"
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Ich schätze mal, die Amis kriegen das auch hin. Die brauchen für Ihre Steuersenkung einen Bruchteil der Zeit und Kraft wie die Deutschen für ihre Steuerreform. Was wird wohl passieren, wenn kurz nach der Amtseinführung von Bush in zwei Wochen die geplanten Steuersenkungen in das Bewußtsein der Bevölkerung und die Liquiditätsauswirkung in die Köpfe der Börsenteilnehmer gelangt? DA GEHT ES UM BIS ZU 1.600 MILLIARDEN DOLLAR  J-Ä-H-R-L-I-C-H.

Auf Amerika ist doch wieder Verlaß. Zwar habe ich das etwas spät erkannt, aber jetzt kann ich beruhigt schlafen gehen.

Gute Nacht Deutschland

R.
 
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TamerJ:

Reila sehr gut erkannt, die Steuersenkung in den

 
06.01.01 19:07
Staaten wirkt sich in kürzester Zeit auf die Unternehmensgewinne aus.. da wird Europa nicht mithalten können.. und was werden anleger tuen.. richtig in die Staaten das Geld schicken.. ein Aufschwung der EU Wirtschaft wird sich erst im Jahre 2003- 2006 Bemerkbar machen.. und erst dann ist die EU eine interessante Alternative zu den Staaten.. erst dann wird es in EU land bergauf gehen.. und nicht jetzt.. das jetzt der Euro steigt verstehe ich nicht..
 
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zombi17:

EU land wird den amis nie den rang ablaufen

 
06.01.01 19:38
die leute dort sind einfach ein anderer schlag mensch.
sie denken anders, sie leben anders, sie fühlen anders.
es gibt so viele beispiele: ich war mit meiner familie 2 mal in florida im urlaub und war erstaunt wie freundlich jegliches personal,egal welche uhrzeit,ist.jeder 2 hat einen flaggenmast mit dem sternenbanner und ist in seinem stolz und glauben an amerika unerschütterlich.
die sind so von sich überzeugt das es schon arrogant wirkt.
und wenn ich hier lese die amis verarschen uns schon wieder, geht mir der hut hoch.ausser den veteranen wissen die wenigsten wo deutschland auf der landkarte zu finden ist .das ist denen einfach scheißegal.
ihr motto lautet :wir sind die besten und die größten und uns kann keiner das wasser reichen.
was soll ich sagen, sie haben recht.
wenn die amis was ändern wollen, dann wird beschlossen und nicht 3 jahre
lamentiert.wir können uns beruhigt zurücklehnen, die amis werden es schon
richten damit wir ein paar krümel abbekommen.
das wr das wort zum sonntag von eurem zombi
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Reila:

Hi zombie, hi Tamer.

 
06.01.01 21:07
Zombie, Du Frührentner, da bin ich Dir in einem anderen Thread gerade über die Seele gelatscht. Aber unsere Ansichten sind wahrscheinlich doch nicht so grundverschieden. An den Amis gefällt mir ihr Respekt vor dem Eigentum und ihre Wirtschaftsliberalität. Wir Deutschen müssen alles regeln (lassen). Bei den Amis macht das der Markt. Und wie ich glaube nicht schlechter als bei uns.

Tamer, ein Lob aus Deinem Munde ist für mich eines der größten Gefühle. in solchen Fällen stelle ich mir vor, du wärst eine Frau mit großen Ohren und vollen Lippen. Leider bist Du das nicht.

Alles Gute

R.
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zombi17:

hallo Raila , das geht runter wie oel o.T.

 
06.01.01 21:19
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MarS:

kleine Korrektur

 
07.01.01 20:46
Die angekündigte Steuersenkung von Bush beläuft sich auf 1,6 Billionen in 10 Jahren, nicht in einem Jahr, was aber immer noch eine ganze Menge ist. Die Senkung wird finanziert aus den Überschüssen, die allerdings geschätzt sind. Wie in untenstehendem Artikel zu ersehen, differierten die Schätzungen des Überschusses innerhalb eines halben Jahres um 100%. So bleibt bei abflauender Konjunktur abzuwarten, ob überhaupt soviel Überschüsse zu verteilen sind.

... Seitdem zählen die USA zu den wenigen OECD-Ländern, deren Bundeshaushalt Überschüsse ausweist. Bei der Vorlage seines letzten Haushaltsentwurfes für das Fiskaljahr 2001 im Februar 2000 prognostizierte das Haushaltsbüro des Präsidenten einen Etatüberschuss von 746 Milliarden US-Dollar über die nächsten zehn Jahre. Bereits im Juni 2000 verdoppelte das Weiße Haus die Schätzungen auf 1,87 Billionen US-Dollar. Hierin enthalten sind 400 Milliarden US-Dollar erwartete Einnahmen aus der staatlichen Gesundheitsversicherung Medicare, die zur Schuldentilgung verwendet werden sollen. Nicht enthalten sind in dieser Berechnung die Überschüsse des Sozialversicherungstrustfonds, somit der staatlichen Rentenversicherung. Diese belaufen sich auf 2,3 Billionen US-Dollar für die nächste Dekade. Insgesamt beläuft sich der Etatüberschuss der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts somit auf 4,19 Billionen US-Dollar. Im zu Ende gehenden Haushaltsjahr 2000 beläuft sich der Überschuss auf 211 Milliarden, während er 1999 noch 124 Milliarden US-Dollar betragen hatte. Eine negative Bilanz ergibt sich hingegen bei der Entwicklung des Handelsbilanzdefizits, das sich von ca. 60 Milliarden 1993 auf mehr als 250 Milliarden US-Dollar vergrößerte. ...
aus
www.das-parlament.de/43-10/beilage/b-n-5.html

Ein bisschen verwunderlich ist, dass niemand die Eingangszahlen in Frage stellte, bei 164 Lesern.
Gruss, MarS
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Reila:

Danke. o.T.

 
07.01.01 21:09
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das Zentrum d.:

ich weiß nicht ob ich mitjubeln soll

 
07.01.01 21:26
oder nicht. Bei der Vorstellung, das Alan Greenspan die Zinsen senkt und Bush in größerem Umfang die Steuern, stellt sich mir zwangsläufig die Frage ob es nicht schon wieder zuviel des Guten sein wird. Welche Mengen an Kapital freigesetzt werden brauche ich hier wohl niemenden zu erklären (vorallem Kostolany-Anhänger sollten sich das mal ausmahlen). So schön das auch für die Aktienmärkte der Welt sein mag, stellt sich die Frage wie lange? Ich will nicht schwarz malen und freuen tue ich mich auch wenn es endlich wieder aufwärts geht, und trotzdem macht es mich nachdenklich.

schönen Abend noch
Gruß dZdM
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TamerJ:

das einzige was mir sorgen macht, ist das handels

 
08.01.01 00:11
bilanzdefizit!!!!
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Reila:

Kannst Du das erklären, Tamer?

 
08.01.01 00:18
Die USA konnten doch schon immer gut damit leben. Außerdem wird ihnen der schwächer werdende Dollar wieder helfen, mehr zu exportieren und die Importe bremsen.

R.
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Makelo:

Defizit in Handelsbilanz...

 
08.01.01 01:28
ist auf weite Sicht sehr gefährlich. Wie in allen VW`s dient die Leistungsbilanz als zentraler Indikator zur Beurteilung der Qualität der Aussenwirtschaftsposition (aussenwirtschaftliches Gleichgewicht=aGG)
Und diese errechnet sich nun mal aus den Teilbilanzen (HB + DienstlstgB + ÜbertragungsB = LB).

Ist eine eine LB ausgeglichen herrscht aGG. (LB=0)
Herrschen mehr Importe als Exporte ist die LB defizit.
Folgen:negative Entwicklung der inländischen Beschäftigung, da mehr ausländische als inländische Produktion. Und dies ist über mehrere Jahre das nicht tragbar. Letzlich fällt der $ und die Auswirkungen werden noch verstärkt und führen zu inflationären Prozessen. Und die Auswirkungen sind dann Global zu spüren und der Offen ist aus.
Also sage nicht das die Amis mit einer negativen HB bisher auch ausgekommen sind und auskommen werden. Denn wenn der Dollar fällt, wie du schreibst, dann nehmen die Exporte auch nicht im selben Masse zu und die geringeren Importe wirken sich auf fast alle Märkte aus.
Überleg dir mal welche Auswirkungen sich alleine für Dt. ergeben würden.
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Reila:

Was Du schreibst, verstehe ich schon,

 
08.01.01 02:00
sehe aber nicht das gewaltige Problem für die USA.
Der Export hat wegen des großen Binnenmarktes für die Amis kaum die Bedeutung wie für uns. Für unseren Export war der starke Dollar ja gerade gut. Ob die US-Exporte langsamer steigen als der Dollar fällt, kann ich nicht beurteilen. Tendenziell werden sie aber steigen. Und für die Leistungsbilanz ist ja eben nicht nur die Handelsbilanz verantwortlich. Meinst Du denn wirklich, daß jetzt massenhaft Kapital aus Amerika nach Europa geht? Nach soviel Wachstum sieht es doch hier wirklich nicht aus.
Und wenn Du Dir gerade die negativen Auswirkungen verringerter US-Importe auf Deutschland (Europa) ausmalst - sollte man da nicht doch eher auf die USA setzen?
Bevor Du hier nicht stärkeres Geschütz auffährst, werde ich meine US-Aktien nicht verkaufen.

R.
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