DGB lobt Hartz-Konzept


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ottifant:

DGB lobt Hartz-Konzept

 
11.08.02 18:31

Berlin: Der Chef des Deutschen Gewerkschafts-Bundes, Sommer, hat die Pläne der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes beachtlich genannt. Er warnte die Arbeitgeber davor, die Vorschläge zu zerreden. Rosinenpickerei der Arbeitgeber würden die Gewerkschaften nicht zulassen, sagte Sommer. Arbeitgeber-Präsident Hundt hatte gesagt, in einigen Bereichen habe die Kommission nützliche Vorschläge gemacht. Die CDU-Vorsitzende Merkel erklärte, natürlich werde die Union von den Vorschlägen alles übernehmen, was der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit diene. Allerdings schaffe das Konzept der Hartz-Kommission keine neuen Arbeitsplätze. Unions-Kanzler-Kandidat Stoiber kritisierte, das Konzept könne die zentralen Probleme der Arbeitslosigkeit nicht lösen.
Die Hartz-Kommission will mit ihrem Konzept die Zahl der Arbeitslosen bis 2005 um zwei Millionen verringern.
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Timchen:

Tja, dann wird es wohl keine Arbeitsplätze bringen o.T.

 
11.08.02 23:27
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brudini:

Wenn Hartz drauf ist, dann

 
11.08.02 23:28
ist das Ganze wahrscheinlich schon länger in der Natur!
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Karlchen_I:

Hartzer Käse o.T.

 
11.08.02 23:38
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brudini:

Hartz das jetzt braucht, Karlchen?

 
11.08.02 23:43
 
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Schnorrer:

Hartz as Harzt can ... oder warum ich persönlich

 
12.08.02 00:24
grds immer gegen Nützliches bin:

Es gab eine Zeit in Dtld, als wirklich "Nützliches" gemacht wurde: da hat man Arbeitslosigkeit in Öfen entsorgt, und die Amis haben hinterher noch einen draufgehauen ... 6 mio Juden und 16 mio Deutsche insgesamt ... und schon hatten wir Vollbeschäftigung. Klasse, oder? Da stand doch ein nützliches Programm dahinter, oder ????????????????
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SchwarzerLor.:

Alles eine Sippe.

 
12.08.02 07:39
Ob Gewerkschaft, Hartz, die SPD oder sonstwer. Alles ein Chaotenhaufen ohne Kompetenz.
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ottifant:

Da wünschen "wir" uns einen H.Kohl zurück.

 
12.08.02 18:19
???
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Anarch:

Der DGB hahaha:

 
12.08.02 18:31
1998 unterstütze der DGB mit 12,5 Mio. DM (Mitgliedsbeiträge) den SPD-Wahlkampf. Diesmal werden es wenigstens 7 Mio sein. Die Gewerkschaftsmitglieder sind wenig begeistert von derart jovialer Wahlkampfunterstützung, zumal sie von ihrem Glück nichts wissen.

Welcher Partei gehören denn die Gewerkschaftsgrößen an? Legendäre Funktionäre wie Engelen-Kefer oder Klaus Zwickel, der nette Arbeitnehmervertreter ohne eigene Meinung im Mannesmann-Aufsichtsrat?



IG-Metall-Chef Klaus Zwickel muss mit einer Anklage wegen Untreue rechnen. Als Aufsichtsrat bei Mannesmann hatte er gleichsam mit verschränkten Armen dabei zugesehen, wie die Führungsetage die Konzernkasse plünderte. Seine Glaubwürdigkeit hat Zwickel damit verspielt, nicht nur als Gewerkschaftschef, sondern auch als Wahlkämpfer.

Es gibt Momente, in denen man sich entscheiden muss. Stimmenthaltungen sind da fehl am Platze. Was war geschehen? Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Klaus Zwickel, saß beim Mannesmann-Konzern auf der Arbeitnehmerbank des Aufsichtsrates als der britische Mobilfunkkonzern Vodafone das Düsseldorfer Unternehmen in einer feindlichen Übernahme an sich riss. Das Spektakel lief im Februar 2000 über die Bühne.

Als sich die Manager von Mannesmann zum Abschied umgerechnet über 75 Millionen Euro aus der Konzernkasse zuschanzten und dabei Mannesmann-Chef Klaus Esser rund 30 Millionen Euro an Prämien und Abfindungen abkassierte, war der Skandal perfekt. Das juristische Nachspiel konnte nicht ausbleiben. Die Suche nach den Verantwortlichen für den empörenden Deal brachte ans Licht, dass Zwickel sich bei der Beschlussfassung im Aufsichtrat der Stimme enthalten hat und den Vorgang passieren ließ, was die Juristen als Beihilfe zur Untreue verstehen.

Zwickels Autorität ist seitdem angeschlagen, und zwar als Gewerkschaftsführer wie als Wahlkämpfer. Für den Chef der IG Metall steht viel auf dem Spiel. Im Wahlkampf fand man ihn stets in der ersten Reihe. Die Wahlhilfe für die SPD, die der DGB regelmäßig leistete, ließ sich der DGB 1998 rund 4,4 Millionen Euro (8,6 Millionen DM)kosten. Die IG Metall legte noch einmal etwa 2,0 Millionen Euro (3,9 Millionen DM) oben drauf. Gesamt: ca. 12,5 Millionen DM.

In den laufenden Wahlkampf will sich der DGB erneut einmischen, kann aber nicht mehr so viel Geld in die Hand nehmen, wie vor vier Jahren. Konkret in die Karten schauen lässt sich der Ende Mai neu gewählte DGB-Chef Michael Sommer nicht. Aber es ist durchgedrungen, dass man diesmal die Hälfte des Betrags von 1998 in die Wiederwahl von Rot-Grün investieren will.

Die Termine stehen jedenfalls schon fest. Am 7. September soll es eine Großkundgebung des DGB in Dortmund geben und am 14. September will die Gewerkschaftsjugend zusammen mit den Globalisierungsgegnern von Attac die Stadt Köln „aufmischen“. Zwischen 20 000 und 30 000 Jugendliche werden in der Domstadt am Rhein erwartet.

Wenn es sie überhaupt jemals gegeben hat, jene Einheitsgewerkschaft aus Mitgliedern aller weltanschaulichen Überzeugungen und parteipolitischen Richtungen gibt es schon lange nicht mehr. Dass man eine rote Regierung will, daran lassen die in der Wolle rot gefärbten Gewerkschaftsführer keinen Zweifel. Doch so recht greifen wollen die DGB-Wahlkampfparolen nicht.

Alles wirkt irgendwie blass und halbherzig. Erst die Streiks, dann die massive Kritik führender Gewerkschafter an Schröders Politik, später die Abwehr der drohenden Kürzungen bei der Arbeitslosenversicherung und nicht zuletzt die bedrückend hohen Arbeitslosenzahlen. Dies alles lässt keinen Willen zum Wahlsieg bei den Kollegen im DGB aufkommen. Und zu allem Überfluss wird auch noch Zwickel vor den Kadi geschleppt ­ wegen Beihilfe zur Veruntreuung von Millionenbeträgen!

Das Wahlkampfmotto, das der DGB in der vergangenen Woche präsentierte, lautet: „Es steht viel auf dem Spiel ­ für Arbeit und Gerechtigkeit“. Bundeskanzler Schröder hat da natürlich keine guten Karten. Das Motto spricht eher für den Wechsel als für eine „zweite Halbzeit“. Die Arbeitslosigkeit wird im Juli möglicherweise wieder auf über 4 Millionen klettern. Es ist die eiserne Logik dieser Zahl, die Schröder nicht zu überwinden vermag.

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Anarch:

DGB und SPD - das sind Auslaufmodelle ohne

 
12.08.02 18:54

Neuauflage. Man sollte den Wähler eben nicht für dümmer halten als er ist.
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Karlchen_I:

DGB und SPD sind Auslaufmodelle... stimmt.....

 
12.08.02 20:39
Aber nicht nur die.

Alle Großorganisationen sind Auslaufmodelle. Dazu zählen auch die Arbeitgeberverbände, die massiv Mitglieder verlieren, die Kirchen, deren Mitglieder nicht weiter als dumme Schafe behandelt werden wollen, und natürlich auch die CDU/CSU, PDS, die Grünen und die FDP. Was sich in den Parteien an jüngeren Mitgliedern tummelt, sind größtenteils Karrieristen (bei der JU ist das schon seit Jahrzehnten der Fall).

Man muss sich darauf einstellen: Das politische System der Bundesrepublik ist in einem tiefgreifenden Umbruch - will bloß keiner der Etablierten wahrhaben.
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hjw2:

Karlchen, das wäre zu schön um wahr zu sein

 
12.08.02 20:46
sehe das auch so,
wird auch langsam Zeit
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BeMi:

hjw

 
12.08.02 20:47
Da gibt es natürlich für Dich Altaktivisten nur eine Antwort:

ND
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Bronco:

Alles Träume !

 
12.08.02 23:09
Warum die Deutschen keine Revolution hinkriegen, das hat schon Tucholsky umfassend analysiert: Weil man dazu den Rasen betreten müßte - und das ist in Deutschland verboten.
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hjw2:

Bemi, immer schön locker bleiben o.T.

 
12.08.02 23:27
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