Deutsche Telekom: Alarmglocken schrillen
Bonn - Die Deutsche Telekom steckt tief in den roten Zahlen. Erstmals seit ihrem Börsegang vor fünf Jahren wird die Deutsche Telekom, die in Österreich mit dem Mobilfunker max.mobil tätig ist, im Geschäftsjahr 2001 aller Voraussicht nach eine Bilanz mit Verlusten vorlegen. Nachdem sich der Fehlbetrag in den ersten drei Quartalen auf eine Milliarde Euro (13,76 Mrd. S) summierte, rechnet Europas größter Telekommunikations-Konzern für das gesamte Geschäftsjahr ebenfalls mit einem negativen Ergebnis nach Steuern.
Deutsche Telekom:Quartal 1-9 2001 (Vorjahres-Vergleichszeitraum)
Umsatz 34.993 (29.222) Mio. €
-davon Inland 26.066 (23.917) Mio. €
-davon Ausland 8.927 (5.305) Mio. €
EBITDA bereinigt 11.327 (9.856) Mio. €
Kumulierte Sondereinflüsse 2.753 (7.877) Mio. €
Konzern-Ergebnis nach Steuern -1.004 (8.445) Mio. €
Kumulierte Sondereinflüsse (einschließlich Steuereffekten) 1.842 (8965) Mio. €
Operativer Cash-Flow 10.374 (8.670) Mio. €
Cash earnings *) 6.566 (6.467 ) Mio. €
*) Definiert als Konzern-Überschuss (bereinigt) zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Ron Sommers letzte Karte
Die Dividenden-Fähigkeit werde aber nicht beeinflusst, teilte das Unternehmen mit. An der Börse hatten die Geschäftszahlen indes keine großen Kursausschläge zur Folge. Bei insgesamt schlechtem Umfeld gehörte die T-Aktie beim Handelsauftakt zu den DAX-Werten mit den niedrigsten Verlusten. So gab das Papier nur leicht um 0,5 Prozent auf 18,7 Euro nach. Auch das Auslaufen von Haltefristen für rund 288 Millionen T-Aktien zum 1. Dezember hat sich bisher nicht auf den Kurs ausgewirkt.
Bei den genannten T-Aktien geht es um jene Papiere, die im Zuge der Übernahme von VoiceStream an dessen Großaktionäre (unter anderem Hutchison Whampoa, Sonera, Goldman Sachs) gegangen waren. Die Papiere sollten bei einem möglichen Verkauf kapital-marktschonend platziert werden, versprach Telekom-Chef Ron Sommer den Anteilseignern. Für große Aufregung unter Aktionären und Telekom-Vorstand sorgte dann aber die Deutsche Bank, als sie im August ein Paket von rund 40 Millionen T-Aktien für Hutchison Whampoa platzierte und einen Kursrutsch auslöste.
Reuters/ch
Bonn - Die Deutsche Telekom steckt tief in den roten Zahlen. Erstmals seit ihrem Börsegang vor fünf Jahren wird die Deutsche Telekom, die in Österreich mit dem Mobilfunker max.mobil tätig ist, im Geschäftsjahr 2001 aller Voraussicht nach eine Bilanz mit Verlusten vorlegen. Nachdem sich der Fehlbetrag in den ersten drei Quartalen auf eine Milliarde Euro (13,76 Mrd. S) summierte, rechnet Europas größter Telekommunikations-Konzern für das gesamte Geschäftsjahr ebenfalls mit einem negativen Ergebnis nach Steuern.
Deutsche Telekom:Quartal 1-9 2001 (Vorjahres-Vergleichszeitraum)
Umsatz 34.993 (29.222) Mio. €
-davon Inland 26.066 (23.917) Mio. €
-davon Ausland 8.927 (5.305) Mio. €
EBITDA bereinigt 11.327 (9.856) Mio. €
Kumulierte Sondereinflüsse 2.753 (7.877) Mio. €
Konzern-Ergebnis nach Steuern -1.004 (8.445) Mio. €
Kumulierte Sondereinflüsse (einschließlich Steuereffekten) 1.842 (8965) Mio. €
Operativer Cash-Flow 10.374 (8.670) Mio. €
Cash earnings *) 6.566 (6.467 ) Mio. €
*) Definiert als Konzern-Überschuss (bereinigt) zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Ron Sommers letzte Karte
Die Dividenden-Fähigkeit werde aber nicht beeinflusst, teilte das Unternehmen mit. An der Börse hatten die Geschäftszahlen indes keine großen Kursausschläge zur Folge. Bei insgesamt schlechtem Umfeld gehörte die T-Aktie beim Handelsauftakt zu den DAX-Werten mit den niedrigsten Verlusten. So gab das Papier nur leicht um 0,5 Prozent auf 18,7 Euro nach. Auch das Auslaufen von Haltefristen für rund 288 Millionen T-Aktien zum 1. Dezember hat sich bisher nicht auf den Kurs ausgewirkt.
Bei den genannten T-Aktien geht es um jene Papiere, die im Zuge der Übernahme von VoiceStream an dessen Großaktionäre (unter anderem Hutchison Whampoa, Sonera, Goldman Sachs) gegangen waren. Die Papiere sollten bei einem möglichen Verkauf kapital-marktschonend platziert werden, versprach Telekom-Chef Ron Sommer den Anteilseignern. Für große Aufregung unter Aktionären und Telekom-Vorstand sorgte dann aber die Deutsche Bank, als sie im August ein Paket von rund 40 Millionen T-Aktien für Hutchison Whampoa platzierte und einen Kursrutsch auslöste.
Reuters/ch