Regulierer senkt Preis für «letzte Meile»
Die Regulierungsbehörde hat den Zugang zum Telekom-Anschluss des Endkunden für die Konkurrenz verbilligt. Die Konkurrenz ist enttäuscht.
BONN. Für die Überlassung der Leitungen auf der so genannten letzten Meile darf der Bonner Ex-Monopolist ab dem 1. April nur noch 24,40 Mark monatlich von seinen Konkurrenten verlangen, eine Mark weniger als bisher. Diese Entscheidung gab die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Freitag bekannt.
Zugleich werden die einmaligen Kosten für die Umschaltung und den Wechsel eines Telefonkunden auf 181 Mark beziehungsweise 74 Mark abgesenkt. Die Telekom hatte erheblich höhere Gebühren gefordert.
Es liege auf der Hand, dass die preislichen Bedingungen eine ganz wesentliche Bedeutung für die Entwicklung von chancengleichem Wettbewerb im Ortsnetz haben, erklärte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth.
Außerdem muss die Telekom ihren Konkurrenten den Wiederverkauf von Telefonleistungen im Ortsnetz ermöglichen. Nicht beanstandet wurden dagegen die Preise der Telekom für den schnellen Internetanschluss T-DSL. Eine Beschwerde der Wettbewerber wegen Preisdumping wies die Regulierungsbehörde zurück.
Kritik von VATM
In einer ersten Reaktion äußerte sich der Branchenverband VATM enttäuscht über die Entscheidung des Regulierers: «Mit diesen geringen Preissenkungen wird kein ausreichender Druck auf die Telekom ausgeübt, endlich ihre alten und vor allem teuren bürokratischen Arbeitsabläufe zu modernisieren.» kritisierte Joachim Dreyer, Präsident des VATM. «Die Zeche zahlt der Privatkunde, da es bei diesen Preisen auch weiterhin kaum Wettbewerb im Ortsnetz geben wird.» Außerdem werde «der Dumpingstrategie der Deutschen Telekom bei der Einführung der DSL-Technik kein Einhalt geboten». (nz/dpa)
Die Regulierungsbehörde hat den Zugang zum Telekom-Anschluss des Endkunden für die Konkurrenz verbilligt. Die Konkurrenz ist enttäuscht.
BONN. Für die Überlassung der Leitungen auf der so genannten letzten Meile darf der Bonner Ex-Monopolist ab dem 1. April nur noch 24,40 Mark monatlich von seinen Konkurrenten verlangen, eine Mark weniger als bisher. Diese Entscheidung gab die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Freitag bekannt.
Zugleich werden die einmaligen Kosten für die Umschaltung und den Wechsel eines Telefonkunden auf 181 Mark beziehungsweise 74 Mark abgesenkt. Die Telekom hatte erheblich höhere Gebühren gefordert.
Es liege auf der Hand, dass die preislichen Bedingungen eine ganz wesentliche Bedeutung für die Entwicklung von chancengleichem Wettbewerb im Ortsnetz haben, erklärte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth.
Außerdem muss die Telekom ihren Konkurrenten den Wiederverkauf von Telefonleistungen im Ortsnetz ermöglichen. Nicht beanstandet wurden dagegen die Preise der Telekom für den schnellen Internetanschluss T-DSL. Eine Beschwerde der Wettbewerber wegen Preisdumping wies die Regulierungsbehörde zurück.
Kritik von VATM
In einer ersten Reaktion äußerte sich der Branchenverband VATM enttäuscht über die Entscheidung des Regulierers: «Mit diesen geringen Preissenkungen wird kein ausreichender Druck auf die Telekom ausgeübt, endlich ihre alten und vor allem teuren bürokratischen Arbeitsabläufe zu modernisieren.» kritisierte Joachim Dreyer, Präsident des VATM. «Die Zeche zahlt der Privatkunde, da es bei diesen Preisen auch weiterhin kaum Wettbewerb im Ortsnetz geben wird.» Außerdem werde «der Dumpingstrategie der Deutschen Telekom bei der Einführung der DSL-Technik kein Einhalt geboten». (nz/dpa)