Ich achte sehr genau darauf, wie viele Stücke ich verkaufe. Ich beeinflusse dabei nicht den Kurs. Es sei denn irgendwelche Verrückten gucken auf mein wikifolio und verkaufen dann auch, aber das ist dann nicht mein Problem.
Mein kleines wiki hat gar nicht das Volumen, um Abbau von 0,5% Gewichtung täglich im Kurs der DRAG zu spüren. Zudem gucke ich vor Verkäufen immer genau ins Orderbuch und verkaufe nur dann wenn an einer konkreten Stelle entsprechend viele Stücke nachgefragt werden. Dadurch beeinflusse ich nie den Kurs. Die letzten Tage habe ich täglich durchschnittlich etwa 400 Stück in den Markt gegeben, insgesamt etwa 2500 Stück in den letzten zwei Wochen bei einem Handelsvolumen nur auf Xetra von über 50.000 Stück. Und LuS hedged nicht nur auf Xetra. Ich bin also für weniger als 5% des Verkaufsvolumens verantwortlich gewesen, vermutlich sogar weniger als 4%.
Mal abgesehen davon fragt mich komischerweise nie jemand wieso ich kaufe. In meinem großen Wiki hab ich in den letzten 2-3 Monaten deutlich mehr DRAG Aktien gekauft als ich im kleinen wiki verkauft habe.
Übrigens glaub ich nicht, dass ich damit alles richtig gemacht habe. So kann man das in dem Fall nicht sagen, denn ich glaube nicht, dass der Kurs so tief bleibt. Ich hab ja aus ganz anderen Gründen, wie beschrieben verkauft. Grundsätzlich bin ich von höheren Kursen überzeugt. Problem ist nur, dass viele Anleger wie gebannt auf die kurzfristige Ölpreisentwicklung starren und dann sofort verkaufen, wenn es mal 1-2 Tage runter geht. Dabei nehmen sie gar nicht wahr, dass der DRAG-Kurs kaum gestiegen ist, obwohl WTI weit höher steht als vor 3-4 Monaten. Wenn mir jemand vor drei Monaten gesagt hätte, WTI steht Anfang März bei 61-62 Dollar (also wenn die DRAG ihre neuen Förderungen absichert), hätte ich Freudensprünge gemacht und einen Aktienkurs von 27 € als folgerichtig betrachtet. Hier sieht man aber bei DRAG exemplarisch die Psychologie an der Börse. Die Leute sind kurzfristig ausgerichtet und traden jede kleine News oder Rohstoffschwankungen. Dabei kommen dann oft stärkere Kursrückgänge in wenigen Tagen zustande, die nicht mehr durch die längeren Anstiege ausgeglichen werden.
the harder we fight the higher the wall