Nach den neuesten Zahlen ist der Auftragsbestand weiter angewachsen :
www.finanzen.net/nachricht/aktien/...-bei-5-6-monaten-7033872
Jedoch ist etwas anderes dabei immer verschwiegen worden.
Es ist schlicht und ergreifend die Wartezeit der Kunden, die ihre Aufträge immer später erst geliefert bekommen.
Gleichzeitig wird auch nicht gesagt, dass trotz der Wartezeit die Aufträge nicht storniert werden sondern munter weiter gewartet wird.
Daraus lässt sich aber ablesen, dass der wirtschaftliche Umsatz gar nicht nachlässt - zumindest in diesen Bereichen in denen gewartet werden muss. Die Tatsachen, dass das bei den Automobilen nicht so ist, weil diese auf Halde produziert und nicht so viel verkauft werden, heisst nicht dass unsere Konjunktur nachlässt.
Sobald nämlich die Firmen mit Wartezeit zusätzliches Personal finden, wird eingestellt und produziert, was die Wartezeit verkürzt. Alleine der Umstand, dass kein Personal gefunden wird, bedeutet, dass die Konjunktur so weiter läuft, was aber in den Aktienkursen so gut wie gar nicht enthalten ist. Von den 25,8 Milliarden , die die öffentliche Hand auf den Konten bereitgestellt hat, und die in 2018 nicht abgerufen worden sind, ganz zu schweigen, denn hier sind trotz des vorhandenen Geldes noch keine Aufträge in die Warteschlangen gegeben worden.
Für die ersten Monate dieses Jahres wird sich der Absatz der Autos stabilisieren, die Fertigstellungsquote der Auftragsbestände jedoch nicht nennenswert vergrößern. Das aber wird zu einer Stabilisierung der Wirtschaft in einem wachsenden Umfeld sorgen, welches aus den jährlich neu geschaffenen Stellen ergibt. Auch 2019 werden wieder 500 bis 700 000 neue Stellen geschaffen, die jedoch nicht in der Automobilbranche landen, denn die kommt mit ihren Beschäftigten gut aus.
Da wird auch die Post weitere Marktanteile gewinnen, denn anders als FedEx steigt der Markt an und die Post übernimmt Teile von FedEx, die ihre eigenen Aussichten auf sinkende Geschäftstätigkeit einstellt. Nur müssen wir dabei beachten, dass das nicht das Briefsegment sondern das Paket- und Expresssegment ist und vor allem war, denn in 2018 hat FedEx schon darüber Zahlen geliefert. Vollständig bereinigt werden die Zahlen der Post erst ab dem Bericht über das zweite Quartal 2019 sein, wenn die Portoerhöhungen alle umgesetzt worden sind. Dann aber wird nicht eingepreist, was dann der Istbestand ist, sondern die Aussicht auf die Erfüllung einer unbeeinträchtigeten Strategie 2020. Und wenn der Markt sie als erfüllt einpreist, dann auch in der Höhe einer niemals beeinträchtigten Summe.
Was nach 2020 kommt, ist jetzt noch nicht erkennbar. Aber wenn die Post ihre Absicht einer maximal möglichen Umstellung auf Elektroautos umsetzt, so verbessert sie damit mittelfristig ihre Marktposition und auch ihre Margen. Das ist bis zum Ende der Strategie 2020 noch nicht so weit möglich, weil dazu der Zeithorizont zu kurzfristig ist.
Alles Gute
Der Chartlord