beauftragt die Post weltweit den Menschen in Not zu helfen, und lässt sie nicht über das offene Meer in Schlauchbooten fliehen !
(Doch das wird erst historisch abgerechnet, wenn die Fluchtgründe zu Ende sind. Aber schon jetzt steht fest, dass wir Deutsche uns schämen müssen, nichts an der Notlage in den Ländern geändert zu haben. Da ist die Aufnahme von Flüchtlingen nur das Alibi nichts in den Ländern der Not zu unternehmen.)
Aber darüber wollte ich eigentlich nicht schreiben.
Vielmehr geht es um die Aussage des Vorstandes der Post, dass bei den Street Scootern schon nach nicht einmal 6 Monaten der Break even erreicht worden ist, und dass jetzt sowohl alle Transporter in Deutschland umgerüstet werden als auch wegen der Nachfrage eine Verkaufsproduktion geprüft wird. Wer diese Materie genauer kennt, der versteht auch, warum es sich Frank Appel nicht hat nehmen lassen diese Nachricht selbst zu veröffentlichen.
Ich habe mich schon vor dem Wiedereinstieg in die Aktien bei der Lufthansa auch und besonders mit den Automobilwerten intensiv beschäftigt. Von daher sind mir marktspezifische Faktoren usw. genau bekannt. Deswegen ist diese Nachricht für mich ein ganzes Stück weit nicht mehr die Bestätigung der Erwartungen sondern die Erfüllung der Hoffnungen.
Mit dem vollständigen Umstieg (firmenintern) ist ein Produktionsvolumen von ca. 3000 Stück jährlich nicht schaffbar. Dafür werden mindestens 8000 jährlich benötigt. (eher 12 000 denn die Expansion braucht ja auch welche). Aber das spielt keine Rolle. Mit dem Erreichen des Break even ist die Post jederzeit in der Lage alleine durch den Eigenbedarf das Maximum an Effizienz auszuschöpfen. Das aber erstreckt sich auch auf Kapazitätserweiterungen zum Verkauf.
Damit jedoch ist die Wertschöpfung aus der Produktion höher als bei allen Automobilbauern, die eben nicht auf den Eigenbedarf zurückgrefen können und allen Wirtschaftseinflüssen ausgesetzt bleiben.
Hier ist der unschlagbare Ansatz von Sammelbestellungen vorhanden, der zusätzlich in die laufende Produktion der selbst benötigten Transporter eingefügt wird, und so maximale Effizienz ständig aufrecht erhält. Dabei wird die maximale Produktionskapazität an die Fequenz der Sammelbestellungen angepasst.
Und wir reden hier nicht über ein paar Autos so mal alle paar Monate nebenbei.
Der direkte Markt alleine in Deutschland beträgt mehr als 100 000 Stück jährlich, wobei ein Anfangsschub nicht eingerechnet wird. Kunden wären alle handwerklichen Betriebe, die eine Werkstatt vorort haben müssen. Das sind alle Elektro, Wasser, Abwasser, Rundfunk, Telekommunikation und Gas betreffenden Betriebe. Nicht vergessen dass auch besonders kleine Handwerksbetriebe höchst interessiert sind. Die müssen alle Werkzeuge und Kleinmaterialien mitführen.
Und alle Großanbieter dieser Branchen fahren nicht erst 500 Km zum Einsatz, sondern sind meist regional niedergelassen. Und das entspricht dem Einsatzprofil des Street Scooters. Hier ist die Produktausrichtung des Transporters von der Post zu den oben erwähnten Branchen identisch. Zumindest derzeit ist die Post wegen der Anpassung an ihre eigenen Bedürfnisse allen anderen Konkurrenzmodellen deutlich überlegen, weil hier weniger Reichweite und weniger Gewichtszuladung zu mehr Ladevolumen führen.
Ich halte eine Produktion von 25 000 Street Scootern jährlich für realistisch. Erreichbar bis spätestens Ende 2018. Vertragswerkstätten und Vertriebswege sind auch schon vorher implementierbar. (Nur Werte für Deutschland - ohne Exporte) Höhere Zahlen dürften eine etwas längere Anlaufzeit benötigen.
Und bei allem steht die jetzt bereits erreichte Gewinnschwelle im Raume, die den Konzern zweigleisig aufstellen wird. Denn ist erst einmal ein Marktvorsprung durch Eigennutzung bei den Autos vorhanden, so vergrößert sich der Marktanteil wie in allen kleineren Segmentbereichen (Kleintransporter) besonders schnell, weil die Konkurrenz nicht mithalten kann.
Und gleichzeitig vergrößert sich die Gewinnmarge im PeP-Bereich. Der so frühzeitige, vollständige Ausbau der Flotte hat sich ganz offensichtlich erst aus der steigenden Anzahl der im Betrieb befindlichen Street Scooter ergeben, deren Anzahl das Ergebnis des Testbetriebes mit nur 100 Stück als nicht genügend erklärt. Das wird wohl viel besser sein, je mehr Fahrzeuge beteiligt sind.
Alles Gute
Der Chartlord