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Deutsche Post


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warren64:

@pauli

 
06.08.15 08:54
Sehe ich genauso: keine brauchbare Information. Die beste ist die Folie zu den Problemen im frachtbereich. Dort stehen weder genaue Maßnahmen und noch weniger zahlen und Termine. Lächerlich.
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Chartlord:

Das glaubt einem kein Mensch !

2
06.08.15 08:56
Das sind Zahlen, die in sich nicht schlüssig sind.

1. Wie kann der Umsatz im PeP-Bereich steigen, wenn angeblich der Streik Geld gekostet haben soll ????? Hat die Post die Streikenden weiterbezahlt ? Wenn die Kunden gewechselt hätten, wäre der Umsatz zurückgegangen - zumindest für die Streikdauer. Hier werden offensichtlich die Kosten der Fracht auf den PeP-Bereich umgebucht. Hier muss man nachfragen, was aus dem gestiegenen Umsatz geworden ist. Wenn die Streikenden nicht bezahlt worden sind, wofür wurde das Geld dann ausgegeben. Der Wettbewerb kann es nicht gewesen sein, weil der Umsatz gestiegen ist.

2. Der Expressbereich ist stark gewachsen.

3. Der Frachtbereich ist unverändert zu den letzten beiden Quartalen, wobei auch wieder der Umsatz um 140 Mio. gestiegen ist. Also ist die Nachfrage hoch.

4. Der Lieferkettenbereich ist gut erholt und hat die Investitionen des Vorquartals gut verarbeitet und ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 Mio. gestiegen.


Insgesamt ist das Ergebnis nicht glaubwürdig. Die Steuern uind Abgaben sind nicht erhöht worden. Benzinpreise sind tiefer als im Vorjahr und der Euro ist deutlich schwächer. Die pauschale Behauptung der Streik hat Geld gekostet, kann nicht an den Einnahmen abgemacht wetrden, denn die sind gestiegen. Also wofür wurde das Geld ausgegeben ? Es wird ein EBIT im PeP-Bereich von nur noch 75 Mio. angegeben.

Ich bin gespannt wie der Vorstand das begründen will. Aber aus der Sache wird es nur schwer zu widerlegen sein, da es sich eben auch nur um einen Einmaleffekt wegen des Streikes handeln soll. Wie man am Lieferkettenbereich sieht sind aber die Investitionen gut vorgenommen worden und auch in der angekündigten Zeit abgeschlossen worden.

So ärgerlich die Zahlen jetzt sind, kann man sich trotzdem als langfrisitiger Anleger gar nicht beschweren, weil der Umsatz in allen Bereichen teils deutlich gestiegen ist. Dennoch bin ich mir ganz sicher, dass hier buchhalterisch getrixt worden ist. Man kann eben keine milliardenschwere Investition im Frachtbereich vornehmen, wenn nur 60 bis 80 Mio. weniger Gewinn pro Quartal verbucht wird. Das passt so nicht - aber mit den komischen Streikkosten schon.

Guten Morgen

Der Chartlord
Antworten
Chartlord:

Nachtrag

 
06.08.15 09:06
Und wenn die Streikenden nicht bezahlt worden sind, was hat man mit den eingesparten Personalkosten dann gemacht ?????

Lächerlich !


Der Chartlord
Antworten
adi968:

knapp minus 4 % zum Start

 
06.08.15 09:11
na toll ....
Antworten
Laterne:

DP

 
06.08.15 09:16
Warum das Geld in den maroden Frachtbereich investieren ?
Die angeblichen Streikkosten können doch erstmal abgesetzt
werden (Außerordentlicher Aufwand)
und die eingesparten Personalkosten gehen für die Erhöhung
der Gehälter beim Vorstand drauf.
Beste Grüsse
Laterne
Antworten
Pauli123:

@CL

 
06.08.15 09:18
Zwei Kommentare:

Wenn du bemerkst, dass Supply Chain die Investitionen gut aufgenommen hat, hast du dabei auch beachtet, dass da Veraeusserungen getaetigt wurden? Ich sehe nicht so klar, dass es eine Verbesserung gegeben hat.

Zu den gestiegenen Umsaetzen: in jedem zweiten Satz des Finanzberichtes heisst es ja, dass die Umsaetze im wesentlichen auf Schwankunen der Waehrungen zurueckzufuehren sind. Dies ist also eher ein Einmaleffekt.
Man kann aber zumindest sagen, dass die Umsaetze nicht gefallen sind.

Man konnte gerade Kaufinteresse bei knapp ueber 27 feststellen, also etwa -4%.
Super.

pauli
Antworten
Chartlord:

@ Laterne

 
06.08.15 09:23
Welche Streikkosten ?
Was ist damit bezahlt worden ?
Wer Kosten behauptet, muss sie auch benennen können.
An den Zahlen sieht man, dass es keine Kunden gewesen sind, die gewechselt haben.

Und steuerlich abzugsfähig sind Löhne und Gehälter nicht. Also blieben nur Sachkosten, die aber nicht streikspezifisch sind.

Alles Gute

Der Chartlord
Antworten
Chartlord:

@Pauli

 
06.08.15 09:27
Bitte auf den Umsatz im Lieferkettenbereich achten, der ist massiv gestiegen.

Damit hat sich die Investition gelohnt. Kleinere Zukäufe und Veräußerungen gibt es ständig.

Alles Gute

Der Chartlord
Antworten
tibesti2:

@Warren

3
06.08.15 09:28
An der Anzahl der aktuell angelaufenen Häfen, die Grimaldi auf der Südamerika-Linie ansteuert, erahnt man deutlich den Rückgang  des weltweiten internationalen Frachtaufkommens. In Afrika wird seit 2 Jahren nur noch Dakar angelaufen, 2006-2008 waren das noch Casablanca, Dakar, Banjul/Gambia, Conakry/Guinea und Freetown/Sierra Leone. In Brasilien wird Salvador nicht mehr angelaufen und Dauerkrisenland  Argentinien/Buenos Aires  wurde als   Zielregion komplett gestrichen.
Und: In Freetown konnte man bei unseren letzten Fahrten aus Sicherheitsgründen ohnehin keinen Landgang unternehmen. Das hatte der Kapitän nicht erlaubt.

So jetzt muss ich weiter packen, an die 80kg Gepäck (inclusive Ersatzteile fürs Fahrzeug)  wollen bewegt werden...
Das auf dem Foto unten ist unser Schiff (baugleiches Schwesterschiff)
56.700 Bruttoregistertonnen,  214 m Länge,  Service Speed 19 Knoten,13.200 kW
Ladekapazität : 3515 Autos und 1.321 Container, 32 Mann Besatzung (italienische Schiffsführung, indische oder philippinische Crew), 6 Kabinen für maximal 12 Passagiere

P.S.
Mein dunkle Vorahnung, dass die Zahlen der Post nicht besonders gut ausfallen dürften, hat sich leider bestätigt. Schade für die Investierten. Die Kurse der nächsten Wochen werden wohl zeigen, ob die Investoren den Angaben von Appel Glauben schenken, dass 2015  lediglich ein schwieriges Übergangsjahr sind, aus dem die Post gestärkt hervorgehen wird. Die Aussagen hierzu im Quartalsbericht empfinde ich beim kurzfristigen Überfliegen des Berichts etwas dürftig. Ohne Postaktien lebe ich derzeit jedenfalls entspannter...
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Deutsche Post 846945
Antworten
tibesti2:

Vergleich DP - Dax

3
06.08.15 09:37
seit Jahresanfang...

der Markt hat deutlich sein Urteil gefällt....
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Deutsche Post 846948
Antworten
Pauli123:

@CL

 
06.08.15 09:41
UNTERNEHMENSBEREICH SUPPLY CHAIN
Umsatz steigt in allen Geschäftsfeldern und Regionen
Der Umsatz im Unternehmensbereich hat sich im ersten Halbjahr 2015 um 12,1 % auf
7.987 MIO € (Vorjahr: 7.124 MIO €) erhöht. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von
809 MIO € wuchs der Umsatz um 0,8 %. Im zweiten Quartal 2015 stieg der Umsatz ge-
genüber dem Vorjahr um 11,8 % von 3.618 MIO € auf 4.045 MIO €, ebenfalls maßgeblich
getrieben durch positive Währungseffekte.

In Wahrheit ist der Umsatz also minimal gestiegen.
Antworten
FairSpirit:

@tibesti2 ....

2
06.08.15 09:52
Gute Reise und komm' gesund wieder nach Hause !!!!!!!

@Forum ....
Ich sehe die Kursreaktion (-4 %) etwas lockerer  ...., der Markt nimmt gern solche Gelegenheiten wahr, um die Kurse zu drücken, und Tage später, wenn sich der Pulverdampf verzogen hat, umso mehr wieder nachzukaufen! Die 27 € Unterstützung hat bisher gehalten, und das ist ein sehr positives Zeichen!

Freundliche Gruesse!
Antworten
Chartlord:

Tja

 
06.08.15 09:57
In Wahrheit ist der Umsatz so gestiegen, egal warum.
Denn umgekehrt wäre er bei nachteiligen Effekten auch tatsächlich gesunken.

Damit muss man aber vom "ist" ausgehen und nicht fragen warum.
Nächtes Quartal wird es wieder Währungseffekte geben, die aber auch nur wieder zu tatsächlichen Zahlen führen, das darf man eben nicht schön- oder schlecht reden. Das ist wie beim Fußball, wenn eine Mannschaft "nur" durch einen Elfmeter gewinnt. Das ist egal - sie hat gewonnen und nur das zählt bei der Bewertung weil auch Elfmeter und Währungseffekte dazugehören. Das sind aber keine "Einmaleffekte".

Übrigens würde es mich nicht wundern, wenn sich die Anleger die Zahlen genauer ansehen, dass im LAufe des Tages weiter gekauft wird, weil die Aussichten langfristig klar gestiegen sind, selbst wenn der Vorstand erst um 10.00 Uhr seinen Lügensenf dazugeben will. Für das laufende Jahr rechtfertigen diese Zahlen höchstens einen Abschlag von 2% (daxneutral)

Alles Gute

Der Chartlord
Antworten
Pauli123:

@CL

2
06.08.15 10:10
Dein Vergleich mit dem Fussball passt ueberhaupt nicht.

Wenn man beurteilen moechte, ob eine Investition gewinnbringend ist oder nicht, dann muss man doch ganz klar die Waehrungseffekte herausrechnen.

pauli
Antworten
Chartlord:

Nein,

 
06.08.15 10:19
das geht gar nicht, weil in allen Bereichen nur teilweise Währungseffekte vorhanden sind, die sogar in den meisten Fällen mit Effekten verbunden sind die entweder währungsübergreifend oder währungsneutral sind.
Beispiel  :
Fracht von China über Hamburg nach Hannover oder von China über London nach Sherwood. Hamburg ist neutral weil Euro; London ist übergreifend weil Pfund. Aber in allen Fällen sind diese Währungseffekte in den Preisen (ggf. für Teilabschnitte wie See, Auto oder Bahn) voll enthalten.

Und natürlich ist der ganz überwiegende Teil in Euro neutral.

Alles Gute

Der Chartlord
Antworten
Mario Coba Go.:

Was sagst du zu den Ausgaben CL?

4
06.08.15 11:19
Haben sie auch die sonstigen Ausgaben nicht unter Kontrolle
Deutsche Post 846977
Antworten
Chartlord:

Die schmeissen mit dem Geld nur so um sich

 
06.08.15 12:08
Aufwendungen für Währungsumrechnungen um 97 Mio. gestiegen ?

Wofür gibt man 146 Mio. bei Währungsumrechnungen aus ? Werden dafür extra Sachverständige mit Gutachtenaufträgen angeheuert um einen Taschenrechner mit Wechselkursen zu berechnen ?

Da sind soviele Scheinpositionen enthalten, die weder einem Betriebsbereich einzeln noch einem angemessenen Geschäftsgebaren zugeordnet werden können. Es wird höchste Zeit auf die Kostenbremse zu treten, denn diese Halbjahressumme drückt heftiger als alle Lohnkosten.

Aber jetzt ist mir klar, warum nirgends einzelne Positionen für die Investiitonen im Frachtbereich auftauchen. Bei über 400 Mio. Mehrausgaben in diesem angegebenen Bereich ist die Frachtsparte bald bezahlt.

Ich glaube denen kein Wort ! Denn was passiert, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass der Frachbereich in Wirklichkeit nicht 40 Mio. Gewinn erwirtschaftet sondern dreistellige Millionenverluste. Dann rollt Franks Kopf, weil er nach wie vor an der Verlustsparte festhält, die erst nach der Milliardeninvestition wieder Gewinne vorlegen wird. Gewinne, die so gering sein werden, dass sie die Verwendung dieser Mittel nicht rechtfertigen.

Alles Gute

Der Chartlord

P. S. Und wenn alle Ausgaben getätigt sind, oh Wunder, werden sich die Aufwendungen im zweiten Halbjahr wieder normalisieren.
Antworten
fionn:

Die Deutsche Post Aktie

 
06.08.15 12:29
Rendite 3,1% - A good share for... widows and orphans.
Antworten
Chartlord:

Oder Beratungskosten

 
06.08.15 13:01
Hier hat der Vorstand nicht mehr nur seine Ehefrauen mit 66 Mio. als Beraterinnen sondern mit 31 zusätzlichen Mio. die Geliebten als Beraterinnen der Beraterinnen angestellt. Da ist dann alles in Ordnung, solange die nur nichts von einander wissen.

Übrigens sind auch passend dazu die Reisekosten gestiegen, man muss ja sehen, wo man mit seiner Freundin absteigt. (=möglichst weit von der Ehefrau entfernt - und das kostet)

Wenigstens die Rechtskosten konnten um 1 Mio. gesenkt werden, das hat man der neuen Freundin zu verdanken, die noch voll vom Schampus ist, und deswegen noch nicht ausgepakt hat.

Tja das ist alles die Strategie 2020.

Der Chartlord
Antworten
Chartlord:

So schlecht war der Umsatz nicht

 
06.08.15 13:54
Umsatz konzernweit nach Regionen :

Umsatz nach Regionen im ersten Halbjahr
in MIO €
Deutschland
8.498
8.422
Europa (ohne Deutschland)
9.609
8.954
Amerikas
5.134
4.537
Asien-Pazifik
5.026
4.264
Übrige Regionen
1.200
1.087
erste Zahl = H 1 2015, zweite Zahl = H 1 2014

Dabei fällt auf, dass der Raum Deutschland, Europa (ohne Deutschland) und Amerika richtig gut gewachsen sind, und dass dort seit Jahresbeginn kaum Wechselkursschwankungen angefallen sind. Trotz Streik, Frachtbereich-Renovierung, Lieferkettenlogistik-Umbau sind selbst in Deutschland noch Umsatzgewinne vorhanden. Damit verfestigt sich der Eindruck aus dem ersten Quartal, dass nach Abschluß der Investitionen eine Rückkehr zum richtig guten Ertrag ansteht. Nur wann ist es soweit ?
Um 13.00 Uhr will der Vorstand (Larry Rosen) die Zahlen erläutern.
Danach kann es zu einer Reaktion der Märkte kommen, insbesondere wenn er sich zum Abschluß der Invstitionen im Frachtbereich äußert.

Alles Gute

Der Chartlord
Antworten
adi968:

konnte feststellen,

 
07.08.15 08:08
durch den nervigen Streik haben etliche DHL Kunden mindestens einen neuen Logistik Anbieter dazu genommen....

Dürfte den Titel weiter belasten.
Antworten
Chartlord:

Wieso ?

 
07.08.15 08:25
der Umsatz ist im bestreikten Bereich gestiegen nicht gesunken.

Hier wird den Anlegern, die nicht richtig auf die Zahlen achten das "Gelbe" vom Himmel gelogen.
Die allgemeinen Sachausgaben beinhalten alles, was man zwischen den einzelnen Bereichen beliebig verschieben kann, weil sie nirgendwo zugeordnet werden können. Das hat aber nichts mit dem Streik zu tun. Wer erhöhte Ausgaben wegen des Streikes behauptet, der darf gerne mal genau sagen wofür das Geld ausgegeben wurde.

Hier wird buchhalterisch der Verlust der Frachtsparte, der viel größer ist als es an die Öffentlichkeit kommt, verschleiert. Das entlassene Vorstandsmitglied ist nur ein Bauernopfer gewesen, jetzt geht es dem König an den Kragen, der sich im Mattnetz befindet und sehen muss wie er da heil herauskommt.

Guten Morgen

Der Chartlord
Antworten
Pauli123:

Rosen

 
07.08.15 09:10
Rosen hat im Interview so getan, als ob er sich sehr sicher ist, dass die Ziele 2016/17 erreicht werden.

Nicht so sicher ist man sich, wie es mit dem ungluecklichen Frachtbereich weitergeht. Was die Umstrukturierung angeht, habe ich verstanden, dass auch noch "irgendwelche Alternativen bis ins 4 Quartal geprueft werden". Nichts konkretes.
Wie kann man dann trotzdem so zuversichtlich auf 2016/2017 blicken?

Spielt es dabei gar keine Rolle ob das Frachtgeschaeft laeuft?
(Solange man aufhoert Hunderte Millionen zu investieren, stimmt das vielleicht sogar...)

pauli
Antworten
Chartlord:

Stimmen die Ziele noch ?

2
07.08.15 09:51
Natürlich hat Larry Rosen den Überblick und er weiß genau wieviel Geld noch für den Frachtbereich ausgegeben werden muss. Daher kann er sagen, dass sie Ziele 2016/2017 erreicht werden, weil die Ausgaben nur auf 2015 beschränkt sein werden. Ob allerdings dann wieder die Gewinne eingefahren werden ist damit nicht gesagt.

Dennoch muss man mal überprüfen wie sich die Ziele einzeln darstellen. Fangen wir mit 2015 an :

Das erwartete Ergebnis wird vom Vorstand um ca. 100 Mio. gekürtzt. Das kann durch die Halbjahreszahlen belegt werden. Die Belastung im Lieferkettenbereich ist von einem Minus im ersten Quartal (- 70 Mio.) auf einen Anstieg um +10 Mio. verbessert worden. Das wird auch im zweiten Halbjahr so fortgestet, weil dort alles langfristige Verträge sind. Der Streik ist beendet und hat langfristig günstige Lohnentwicklungen eingefahren. Die angeblichen Kosten sind damit auf das zweite Quartal beschränkt. Der Frachtbereich hat sich vom ersten zum zweiten Quartal stabilisiert. Der Expressbereich ist über alle Erwartungen deutlich gestiegen. Insgesamt sind alle Bereiche im Umsatz gestiegen.

Technisch würde ich sagen, dass das Geschäftsmodell gesund ist. Man kann nur hoffen, dass der Vorstand alle Belastungen in die Zahlen des zweiten Quartals "hineingetrixst" hat. Einen weiteren Streik wird es nicht geben, der so große Belastungen vertuschen kann. Bleibt das zweite Halbjahr ohne zusätzliche Belstungen, so wird sich schon dann der gestiegene Umsatz bemerkbar machen. Alle währungsbedingten Einflüsse finden im PeP-Bereich so gut wie gar nicht statt und auch im Expressbereich sind sie nur ganz gering vorhanden. Hier macht sich der Vorteil des Euroraumes bemerkbar.

Damit ist die Reduzierung um genau die 100 Mio. Euro aus dem zweiten Quartal auf das Jahresergebnis passend und wird durch die beginnende Stabilisierung der Ausgaben (nicht der Einnahmen !) im zweiten Halbjahr zum Erreichen der 2,95 bis 3,1 Milliarden Euro führen.

Wie sieht es mit 2016/2017 aus ?

Hier hat der Vorstand seine Erwartungen unverändert gelassen. Gerade so als ob es die Belastungen dieses Jahres nicht gegeben hätte. Von maximal 3,1 Milliarden in 2015 auf bis zu 3,7 Miliarden in nur zwei weiteren Jahren ist eine sehr hohe Latte. Allerdings hat die Post das Sprungbrett des Umsatzwachstums in allen Bereichen in 2015. Das hat zur Folge, dass in 2016 und 2017 sich die Umsätze an die gestiegenen Werte in 2015 anschließen müssen und nicht von einem Rückgang erst zur Aufholjagd angestetzt werden muss.

Finden jedoch zumindest die Ausgaben ihr Ende, so bleibt ein erhöhter Ertrag alleine wegen der erhöhten Umsätze. Das aber hätte die Aussichten für die Jahre 2016 und 2017 nicht verändert. Es wäre genau so wie vor den Zahlen des zweiten Quartals 2015. Für die Dividendenentwicklung ist bei allen diesen Zahlen gar keine Änderung zu sehen. Selbst die um 100 Mio. reduzierten Zahlen für 2015 ändern nichts an den laufenden Erwartungen, denn sowohl die jetzigen 85 Cent als auch die 90 Cent für das Geschäftsjahr 2015 sind mit dem EBIT von 2,95 bis 3,1 Millarden realisierbar, denn selbst diese Wetrte liegen noch über den Zahlen von 2014.

Zumindest das kann man als schlüssigen Vortrag akzeptieren.

Alles Gute

Der Chartlord

P.S. Und ein Verkauf der sanierten Frachtsparte zum angemessenen Preis ist immer möglich. Nachfrage wäre jedenfalls genügend vorhanden.
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