Der Langfristchart der Post weist inzwischen eine aktuelle Kostellation auf.
Ausgehend vom Tief der Aktie 2012 und dem Oktobereinbruch im Herbst 2014 lässt sich so etwas wie ein langfristiger Aufwärttrendkanal einzeichnen, der mit allerdings nur zwei bisherigen Auflagepunkten nicht sehr gesichert ist. Aber dennoch: Aktuell nähert sich der Kurs der Linie ein drittes Mal und könnte zu einem weiteren Auflagepunkt führen. Gleichzeitig trifft bei etwa 26 Euro auch eine waagerechte Unterstützungs/Widerstandslinie auf diese Aufwärttrendgerade. Wie man sieht oszillierte der Kurs der Post im letzten Jahr mehrmals signifiknt um diese ominöse 26-er Zone, mal als Unterstützung, mal als Widerstand. Gleichzeitig nähert sich der MACD-Trendfokfeindikator allmählich einem Zustand extremer Überverkauftheit an.
Alles in allem: Es wird interessant! Wird die Aufwärttrendlinie in Kürze ein weiteres Mal bestätigt, könnte das tatächlich der Auslöser für einen neuen Rallyeschub sein. Was dafür dann medial als Katalysator herhalten muss (nicht Nachrichten machen ja bekanntlich Kurse, sondern die Kurse machen Nachrichten) - keine Ahnung: vielleicht eine für die Post positive Lösung im Tarifkonflikt, eine Entspannung in der Grexitfrage, eine Entspannung in Amiland (positive Wirtschaftsdaten, Klarheit in der Zinserhöhungsfrage), vielleicht aber auch nur mal wieder das Pushen interessierter Kreise, dass Aktien ja "Alternativlos" seien.
Sollte die lange Trendlinie dagegen nicht halten, ist charttechnisch bei der Post eigentlich kaum noch etwas wirklich "sauber" im Trend.
Doch wie gesagt: Kurse machen Nachrichten, nicht umgekehrt. Wann die Börsen wieder nach oben drehen, entscheiden letztlich die grossen Jungs mit der dicken Geldbörse; sie bestimmen, wann genug an Korrektur war und wann nicht und sie werden es mit ihrer Medienmacht im Hintergrund dann auch wieder schaffen, dass wir dann auch genau wieder die entsprechenden Nahrichten hierfür geliefert bekommen.
Wie sagte die Tante gerade im Fernsehen: "Grund für den erneuten Kursrückgang im Dax ist der wieder stärker werdende Euro - Anleger befürchten Nachteile für den deutschen Export"! Aha, jetzt wissen wir es es aber genau! Als der Euro von 1,25 auf 1,20 fiel - war das gut für die deutsche Exortwirtschaft und die Kurse stiegen, jetzt steigt der Euro zwar, ist aber mit 1,12 Lichjahre von Niveaus des letzten Jahres entfernt und jetzt haben die Anleger angeblich Angst um die deutsche Exportindustrie. Oh Herr, lass Hirn vom Himmel regnen.....
(Verkleinert auf 29%)

