Ich habe es bereits mehrfach geschrieben, wiederhole es aber gerne: Das unwichtigste bei der deutschen Post ist dieses merkwürdige Busunternehmen. Selbst wenn die Post es von heute auf morgen dicht machen würde und den Wert der Beteiligung auf 0 abschreiben würde (was nicht passieren wird), würde es keinen relvanten Einfluss auf den Gewinn der Post haben. Also führt bitte keine Alibi-Diskussion.
Zur Anmerkung von pauli123, dass die Post überproportional betroffen sein wird bei einem DAX-Absturz würde mich ein Argument interessieren, dass diese steile These unterstützt. Warum sollte das so sein?
M.E. wird zur Zeit eine Abkühlung des Wirtschaftswachstums eingepreist (wobei ich heute morgen gehört habe, dass der IWF die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum um 0,1% (!!) reduziert hat).
Selbst wenn es eine solche Abkühlung gäbe, wären davon andere Unternehmen m.E. stärker betroffen als die Post, die doch ein wesentliches Standbein im Endkundengeschäft hat, dass ja deutlich weniger volatil ist als das Industriegeschäft.
Zudem helfen prinzipiell der Eurokurs, die niedrigeren Kraftstoffpreise, die Zuwächse im Onlinehandel und das Wachstum im asiatischen Raum, das bisher nicht ernsthaft bedroht ist.
Was also sollen die inhaltlichen Gründe für den Absturz der Post-Aktie sein?
Klar wird sie vom DAX mitgerissen und der wiederum vom Dow und das alles überproportional.
Aber das sind doch keine inhaltlichen Gründe.
Zuguterletzt möchte ich noch lobend erwähnen, wie geräuschlos sich die Post mit den Beschäftigten am Drehkreuz Leipzig geeinigt hat. Ohne einen Tag Streik. Da können sich viele andere Unternehmen eine Scheibe abschneiden.
Aber verkauft ruhig weiter, ich habe noch Cash.