So werden künftige Generationen Postanleger die Zahlen das Jahres 2013 und den Ausblick auf 2014 nennen. Was ? Wie das ? Alles verkauft die Post wie faules Obst.
Ja genau, das war die Absicht.
2013 war die Post mit 67% Kursgewinn einer der beiden Überflieger des Aktienmarktes. Aber wem ist das zu verdanken ? Den ganz großen Anlegern, die miliionenfach gekauft haben ? Mit nichten. Es waren die anschließenden Trittbrettfahrer, die für die schnelle Mark äh Euro auf den fahrenden Zug gesprungen sind und ihn besonders strak anheitzten. Damit stellte sich für den Vorstand die Frage in welche Richtung sich die Aktie entwickeln soll. Zockerstoff oder fundamentaler Zement.
Die Antwort fiel eindeutig aus. Nur wie bekommt man diese Spieler aus der Anlegerschaft, wenn sie schon selbst so viel Anteile hat ? Obendrein sind auch schon wild-west-Fonds dabei Positionen im mittelfristigen Bereich aufzubauen, die gar nicht gerne gesehen werden, weil es gerade diejenigen sind, die oftmals zu Verwerfungen am Aktienmarkt sorgen. Nun wozu ist man Vorstand und kann die Ergebnisse in die eine oder andere Richtung lenken um die gewünschten Ziele zu erreichen.
Wie also vertreibt man die Spieler und ihre Fonds und vermehrt die seriösen langfristigen Kapitalanleger ? Ganz einfach ! Man nimmt den Zockern den "Gummiball" weg, der die Ursache der Spekulation ist. Gleichzeitig erhöht man die Kapitalrendite, die nur für Anleger interessant ist, die lange genug die Aktien halten. Also Gewinn nach Steuern und Dividende hoch und gleichzeitig Umsatz, EBIT und Aussichten runter. Tritt der gewünschte Effekt ein, so kann man eben danach die Zahlen entsprechend anpassen.
Doch dann ist für die Zocker alles gelaufen, und wer dann dennoch mit der Post spielen will, der darf dafür richtig zahlen, aber mit einer anderen Währung - nämlich mit Blut ! Sind die gewünschten Anlegergruppen erst unter sich, so sorgt alleine deren ständiger Nachkauf für einen sich selbst tragenden Kursanstieg. Das klappt mit Zockern allerdings nicht - also bekommen die zweimal die "gelbe" Karte der Post gezeigt. Einmal schlechtere Aussichten und dann die höhere Dividende. Das macht Gelb-Rot und weg sind sie.
Wie effektiv das war, konnten wir alle miterleben, und die zukünftigen Generationen von Anlegern werden heimlich still und leise vor dem jetzigen Vorstand den Hut ziehen. Erfolgreich war das nur, weil der Vorstand eine psychologische Eigenschaft der Zocker ausnutzte. Die Zocker überprüfen genau so schnell wie sie zocken. Damit fallen Ungereimtheiten gar nicht auf und sie sind so schnell weg wie sie gekommen sind.
Dieser Vorstand wird voller Stolz sagen können : "Wir machen den Weg frei !"
Der Chartlord