Es ist richtig, dass der prozentuale Betrag für die Schuldenverwaltung ansteigend ist. Allerdings liegt der absolute Betrag (abgesehen von Sonderbelastungen im Haushalt) auf gleichbleibendem Niveau. Die beabsichtigte ausgeglichene Haushaltsführung von Herrn Eichel hatte einen Arbeitslosenbestand von weit über 5 Milionen, der gerade auch im Bundeshaushalt unter Soziales bedient werden musste. Jetzt liegt die Zahl unter 3 Millionen dazu kommen die entsprechenden Steuermehreinnahmen. Das macht etwa 24 Milliarden weniger Bedarf bei 17-19 Milliarden Mehreinahmen. (geplant für 2012) Dieser Trend hält weiter an und wird in die Umkehr der Kreditaufnahme münden. Ist der Bedarf der Neuverschuldung erstmal entfallen, entstehen sofort neue Möglichkeiten bei der Haushaltsführung.
Für mich überraschend kam heute die Nachricht von der beabsichtigten Sonderzahlung bei der Deutschen Post AG. Dazu passend aber nicht überraschend die Mitteilung des deutschen Einzelhandelsverbandes zum Verlauf des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts. Lauer Umsatz der Ladengeschäfte und brummender Umsatz im Internethandel. Ausgehend von der Dividende 2010 von 65 Cent sehe ich für den Gewinn 2011 sowie für je 120 Millionen € Sonderzahlung eine Ausschüttung von 69 Cent + 10 Cent für je 120 Millionen der Sonderzahlung. Da die Lage nicht nur den Umfang von 120 Millionen sondern von 360-500 Millionen im Raum steht könnte 1,00 € Dividende erreicht werden. Sollte der Vorstand jedoch mit weiter steigenden Zahlen rechnen, sind sogar 600-800 Millionen möglich. Das wären dann 1,20 €. In diesem Fall sehe ich in meine Glaskugel und entdecke Pakete. Pakete zurückgekaufter Aktien! Die würden einerseits die Anleger erfreuen, andererseits die in den Medien angesprochene verbesserte Bewertung im Rating dauerhaft erhalten. Eine Entscheidung dazu sollte zum nächsten Quartal in Vorbereitung der HV fallen. Bis dahin schlage ich nochmal zu. Es sieht ganz gut aus.
Alles Gute
Der Chartlord