Also ich bin der Meinung, dass sich die Aktie sehr ordentlich hält. Und seien wir ehrlich: Obwohl jeder sehen konnte, dass sämtliche Indikatoren dagegen sprachen, dass die Aktie weiter durchstarten würde, haben so manche trotzdem nur darauf gelauert, dass im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Zahlen das passieren würde wie die Male davor, nämlich eine fulminante Rallye.
Übrigens hat der aus den Medien als Mr. Dax bekannte Börsenmakler und Finanzexperte Dirk Müller in seinem kostenpflichtiggen Börsenbrief Cashkurs die Aktie der Post seit 19 Euro getradet und unmittelbar vor den Zahlen dazu geraten bei Kurse über 22,10 zur Gewinne mitzunehmen.(Ich hasse dieses Wort: Anleger nehmen immer nur Gewinne hat, es heißt nie: Anleger realisieren ihre Verluste). Ich möchte nicht wissen, wie viele Trader diese Vorgehensweise sonst noch im Visier hatte. Der gestrige Kursverlauf kam ja fast mit Ansage und hätte nur mit Quartalszahlen auf Sensationsniveau verhindert werden können.
Remember mein Posting vom #3381 vom 30.7.:
"..... alle technischen Indikatoren zeigen einen ziemlich ÜBERKAUFTEN Zustand an, der dringend einer Abkühlung bedarf. Insofern kommen die Quartalszahlen sehr ungelegen. Ich denke, die müssten schon überragend ausfallen, um der Aktie einen weiteren Aufwärtsschub zu geben; statt dessen könnte es diesmal auch durchaus ein kurzfristiges Sell-on-good-news geben. Ich persönlich würde auf diesem Niveau derzeit NICHT nachkaufen - und von Derivatezockerei kurz vor den Zahlen halte ich schon mal überhaupt nichts. Die nervöse Hin- und Herzuckerei des Kurses zeigt sehr schon, dass positive Erwartungshaltung mit überkauften Zustand kollidiert...."
Auf der anderen Seite:
Ohne den Termin der Quartalszahlen würden wir heute feststellen: Der Dax ist deutlich zurückgekommen und die Deutsche Post notiert nahezu unverändert wie vor den Zahlen.
So what ? "Schlecht laufen " geht anders!!
Und zum Schluß noch: Mein Teilverkauf hatte ja eher strategische Gründe, um die Positionsgröße der Aktie im Depot endlich mal in einem ersten Schritt auf ein erträgliches Niveau zurückzuführen. Der Verkauf von 1000 Stück zu 22,20/25 hatte die Realisierung von 11 Euro Kursgewinn zur Folge, die mit 27% Abgeltungssteuer+Soli bestraft worden sind, macht 2,97 Euro pro Aktie. Also hab ich beim Verkauf eigentlich nur ca. 19,3 Euro erzielt.
Solche Kursgewinne stehen natürlich normalerweise nicht immer zu Buche, gleichwohl: Ob das Handeln der Aktie allein aus "trading-taktischen" Gründen tatsächlich sinnvoll und richtig ist, steht auf einem anderen Blatt. Insofern soll sich mal keiner grämen, dass er nicht zu Kursen über 22 verkauft hat. Denn sofern jener Verkäufer die Aktie je beabsichtigt wieder zurückzukaufen, stelltt sich ja automatisch die Mutter aller Fragen: Zu welchen Kursen kommt er/sie wieder rein. In meinem Fall müsste die Aktie nun schon auf 19,3 fallen, damit sich das ganze Handeln überhaupt gelohnt hätte.
So während ich schreibe, sehe ich gerade Dax: 8245 - Post unverändert 21,34
DP - Ich bin stolz auf dich!!