Der Peergroup Vergleich ist ein Aspekt, mehr nicht, aber auch nicht weniger. Die Frage ist nur, wie hoch man diesen Aspekt gewichtet. Insiderkäufe sind auch ein Aspekt, auch hier ist die Frage, wie wichtig dieser ist. Ist immer nur ein Aspekt.
Das Kurs Umsatz Verhältnis oder das Kurs Gewinn Verhältnis, sind alles Aspekte, wo die Frage ist, wie hoch man diese gewichtet. Auch das Sentiment, sind alle bullisch oder bärisch? Ist nur ein Aspekt.
Bei der BVB Aktie sehe ich im Grunde genommen bei fast jedem einzelnem Aspekt glasklare Kaufsignale. Deutlicher geht es eigentlich gar nicht mehr. Wenn jemand den Peergroup Aspekt nicht wichtig findet, oder den Insiderkauf Aspekt, völlig egal. Es gibt bei der BVB Aktie eine Wachstumsperspektive, die ist selbst bei sportlichem Misserfolg jahrelang quasi garantiert, die TV Einnahmen werden krass ansteigen, vollkommen unabhängig vom BVB.
Das große Risiko bei der BVB Aktie liegt in einem Abstieg in die zweite Liga, ansonsten ist die BVB Aktie quasi vollkommen unabhängig von konjunkturellen Risiken, zumindest wenn man das mit 99% der anderen Aktien vergleicht.
Dann gäbe es da aber noch den Faktor Psychologie. Und dieser spricht glasklar gegen die BVB Aktie. Ohne wenn und aber. Wenn die Leute einfach nur Angst haben vor dem nächsten Spiel, wenn das Totschlagargument, Fussballaktien wären nur etwas für Fans, weil es da ein unkalkulierbares Risiko darstellt, weiterhin bei weitesten Teilen des Marktes Beachtung findet, dann wird die BVB Aktie eben weiterhin unterbewertet sein und es nützt alles nichts.
Nur, und das ist für mich ein sehr wichtiger Grund, in diesem Szenario hätte die BVB Aktie dennoch ein deutlich geringeres Risiko nach unten als fast alle Aktien. Denn daß die BVB Aktie bei der schlechtesten unternehmensspezifischen Nachrichtenlage im Kalenderjahr 2014 (Überwintern auf einem Abstiegsplatz) inklusive Dividende mehr als 3x so gut performt hat wie der DAX, ist nicht der Beweis, daß hier alles toll ist, wohl aber, daß das Risiko nach unten auch bei sehr schlechter Nachrichtenlage sehr begrenzt sein muss.
Daran wird sich über kurz oder lang kaum etwas ändern. Bei anderen Aktien würde ich mich normalerweise nie mit den zu erwartenden Zahlen im Jahr 2017 auseinander setzen. Beim BVB liegt das auf der Hand. Die neuen TV verträge werden jetzt rauf und runter diskutiert, im März/April 2016 werden sie konkret verhandelt, man kann fast ausschließen, daß dem Markt in 14 Monaten vollkommen egal ist, daß die Einnahmen beim BVB extrem hoch gehen.
