Zeitpunkt: 22.11.18 12:06
Kommentar: Regelverstoß - Unbelegte Aussage
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... hätte es die Deutsche Bank niemals auf solche Niederungen geschafft. Der Realmarkt wird diesen virtuellen Wahnsinn jedoch über kurz oder lang einholen und die Bewertung der Deutschen Bank wieder auf ein erträglicheres Niveau hieven. Voraussetzung jedoch ist, dass die Führung der Deutschen Bank endlich seriös agiert und genau hier sehe ich das Problem: Sewing scheint gar nicht in der Lage zu sein, gewisse Bereiche der Bank auf so etwas wie seriöses und nachhaltiges Handeln einschwören zu können. Die machen das einfach so (weiter), wie sie es schon immer gemacht haben, mit den entsprechenden Konsequenzen für Ertrag und Gewinn. Hier ein (weiteres) Beispiel vom heutigen Vormittag:
www.deraktionaer.de/aktie/deutsche-bank-415400.htm?ref=fn
Die Bank verzockt in den USA (weitere) $60 Mio. durch Absicherungsgeschäfte. Da darf man sich als Anleger schon fragen, welche "Experten" hier schon wieder zugange waren und ob man ihnen möglicherweise zu wenig Geld zahlt!? ;-)
Man muss wohl davon ausgehen, dass (außer vielleicht BlackRock in Ansätzen) niemand so genau weiß, wieviel Geld tatsächlich auf diesem Globus im Umlauf ist, und zwar insbesondere (auch) im Bereich der virtuellen Finanzwelt(en): Angeblich verwaltet ein von BlackRock entwickeltes und vermarktetes IT-System namens "aladdin" gut 20 Bio. (!) Euro an weltweiten Kundeneinlagen, davon sind etwa 25% von BlackRock selbst und der Rest stammt von Kunden, die das System von BlackRock nutzen, darunter auch die Deutsche Bank. Angeblich erstellt das System Risikoprofile für diverse Anlageklassen und schlägt Maßnahmen zu deren (auch gegenseitiger) Absicherung vor, die wiederum Basis für den Handel mit ETFs und Derivaten in dieser wenig kontrollierten und kontrollierbaren Schattenwelt der Finanzsysteme sind.
Bei angeblich über 25 Mio. Codezeilen, die keiner der Kunden von aladdin im Detail kennen dürfte, scheint sich irgendwo auch ein Algorithmus zu befinden, der bei der Deutschen Bank das Geld abzieht und auf die Konten der US-Banken überführt. Wie sonst kann man diese von Risikomanagern (wiederholt) eingefahrenen Verluste bei der Deutschen Bank sonst begründen? Vielleicht sind die Mitarbeiter der Deutschen Bank in den USA aber auch einfach nur zu doof, um das aladdin-System ("SAP der globalen Finanzwirtschaft") korrekt zu bedienen? Als Deutsche Bank-Aktionär darf und muss es einfach erlaubt sein, diese Frage so offen stellen zu dürfen! Wie kann ein System für ein globales Gleichgewicht sorgen, wenn es nicht Gewinner auf der einen Seite und Verlierer auf der anderen Seite gibt? Um so witziger, dass der Aufsichtsratschef und Cheflobbyist des deutschen BlackRock-Ablegers (Christian Merz) nun auch Bundeskanzler werden will: Man könnte meinen, dass das für Deutschland und seine Wirtschaft eine Art "Kamikaze-Angriff mit Ansage" ist oder aber "Russisches Roulette mit einem voll geladenen Revolver". Man darf echt gespannt sein, ob Merz sein Ziel erreichen und damit die Schere zwischen arm und reich in Deutschland in Zukunft noch weiter auseinander gehen wird!?
Ich kann alle hier sehr gut verstehen, die sich von dieser Aktie fernhalten, um ihr Vermögen zu schützen. Andererseits bin ich mir aber auch nicht sicher, über welches Vermögen wir hier eigentlich sprechen, wenn sich Deutschland (und damit meine ich ein Deutschland mit gesamteuropäischer Rückenstärkung und nicht den von einigen gewünschten Nationalstaat) und Europa als Ganzes nicht gegen diese offensichtlichen Angriffe aus der Richtung westlich des Atlantiks wehrt und seine Stärken und seine Macht für seine eigenen Interessen nutzt, statt sich weiter (wie ein dummes Rindvieh im Schlachthof) von dessen Finanzjongleuren in sein Verderben schubsen zu lassen.
... eine Art Fristverlängerung! Schade, dass die EU diese einmalige Chance nicht nutzt, um die Briten von jetzt auf gleich (im wahrsten Sinne des Wortes) auszugrenzen. Auf Basis dieses Herumgeeieres sehe ich schon den nächsten "Exit" auf die EU zukommen und damit eine weitere Schwächung Europas auf den Weltmärkten. Wenn wir selbst es nicht endlich schaffen, den Gedanken an ein geeintes und starkes Europa auch weltweit zu manifestieren, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn uns nach Nordamerika und China bald auch ein wiedererstarktes Commonwealth (, das wohl das Ziel des britischen Ausstiegs ist), Russland oder gar ein (unabhängiges) Indien rechts überholen, weil wir Europäer uns auf der Überholspur gegenseitig behindern.
Der "Brexit" ist für die EU eine prima Gelegenheit, "klare Kante" zu zeigen und die Briten und deren Wirtschaft sehenden Auges gegen die Wand fahren zu lassen. Wer sich nicht solidarisch zeigt und meint, es alleine besser machen zu können, den sollte man einfach ziehen lassen und sich dafür (mehr) um die Interessen derer kümmern, die sich für ein geeintes Europa einsetzen: Es gibt mehr als genügend Baustellen im Süden und Osten Europas, die die Aufmerksamkeit der politisch handelnden Personen erfordern, als die Inselbewohner im Norden, die lieber ihr eigenes Süppchen kochen wollen. Ich plädiere ganz klar für einen "harten Brexit" zum vereinbarten Termin und ich hoffe, dass sich genügend Regierungen in der EU finden, die das ähnlich sehen.
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