Deutsche Bank steht vor Verkauf von Arrowgrass-Anteil - Kreise
Von Juliet Chung
Die Deutsche Bank AG steht offenbar vor dem Ausstieg aus der Londoner Hedgefonds-Firma Arrowgrass Capital Partners LLP. Die Bank sei in fortgeschrittenen Gesprächen über den Verkauf ihres Minderheitsanteils an die Private-Equity-Gesellschaft Foundation Capital Partners, sagten mit der Sache vertraute Personen.
Es werde erwartet, dass Foundation zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar für einen Anteil von insgesamt über 20 Prozent an Arrowgrass auf den Tisch lege, sagte eine der Personen. Dieser umfasse die Beteiligung der Deutschen Bank in Höhe von 17,5 Prozent sowie weitere Anteile. Der Deal könne noch diesen Monat in trockene Tücher gebracht werden und würde Arrowgrass mit mehr als 500 Millionen Dollar bewerten. Die Gesellschaft verwaltet rund 5 Milliarden Dollar als Multistrategiefonds.
Im Gegenzug würde Foundation an den Management- und Performance-Gebühren beteiligt werden, die Arrowgrass einnimmt. Das Unternehmen war während der Finanzkrise aus der Deutschen Bank ausgegliedert worden.
Der Deal kommt zu einer Zeit, da Hedgefonds, darunter auch Blackstone, vermehrt bei Minderheitsbeteiligungen zugreifen und dafür Milliarden an Private-Equity-Geldern eingesammelt haben. Die in Connecticut ansässige Foundation wird von dem ehemaligen Citigroup- und Deutsche-Bank-Manager Dean Barr geleitet.
Laut einer informierten Person spielen auch die Basel-III-Regeln zur Verwaltung von Risiken und Kapitalbeständen von Großbanken eine Rolle bei der Entscheidung der Deutschen Bank zum Verkauf der Beteiligung.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
www.boerse-go.de/nachricht/...rass-anteil-kreise,a3976349.html