Deutsche Bank verkauft Immobilienportfolio in den USA an TPG - Kreise
Von Eyk Henning
FRANKFURT--Die Deutsche Bank nutzt offenbar die steigenden Immobilienpreise in den USA um Kasse zu machen. So steht das Frankfurter Geldhaus kurz vor dem Verkauf eines rund 2 Milliarden US-Dollar schweren Portfolios an Gewerbeimmobilienkrediten an den Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG), sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.
Der Deal sollte für die Bank einen Buchgewinn bringen. Die Regulierungsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen, die noch im November über die Bühne gehen soll. Die Deutsche Bank wird an dem Portfolio einen Minderheitsanteil behalten.
Für den Gewerbeimmobilienmarkt in den USA ging es im dritten Quartal kräftig nach oben. Banken haben durch gewerbliche Hypotheken besicherte Wertpapiere (CMBS) im Volumen von 28 Milliarden Dollar ausgegeben. Das war das höchste Niveau seit der Immobilienkrise 2007, wie aus den Daten des Dienstleisters Commercial Mortgage Alert hervorgeht.
Die Deutsche Bank spielt dabei die erste Geige. In den League Tables der Banken erklomm sie den ersten Platz in den USA und weltweit. Zur Kapitalerhöhung im Mai hatte Co-Chef Anshu Jain angekündigt, auch weiterhin in diesen Markt zu investieren.
In dem 2 Milliarden Dollar schweren Portfolio stecken von der Deutschen Bank begebene Hypothekenkredite auf Gewerbeimmobilien wie Einkaufszentren oder Bürogebäude sowie auf dem Markt zugekaufte Schuldpapiere.
Das Portfolio ist in der "Special Situation Group" innerhalb der Investmentbank der Deutschen Bank angesiedelt. Geleitet wird die Einheit von Jonathan Pollock, einem der bekanntesten Banker im US-Markt für Gewerbeimmobilienfinanzierung. Er leitet auch das Gewerbeimmobiliengeschäft der Bank und ist Risikochef für strukturierte Finanzprodukte.
Die Deutsche Bank ist derzeit dabei, vor dem Hintergrund der strikteren Bankenregeln ihre Bilanz zu verkürzen. Insgesamt sollen bis Ende nächsten Jahres risikogewichtete Assets im Volumen von 250 Milliarden Euro abgebaut werden. Per Ende September erreichte sie davon bereits 200 Milliarden.
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