Wie immer auf den Finanzmärkten handelt es sich auch hier nicht nur um ein lokales Phänomen: Viele Banken in Europa, allen voran einige aus Deutschland, haben sich ebenfalls auf dem US-Immobilienmarkt engagiert - am stärksten relativ zu ihrer Größe die Aareal Bank aus Wiesbaden. Der Immobilienfinanzierer hat laut Ratingagentur Fitch insgesamt für acht Milliarden Euro Kredite bei US-Gewerbeimmobilien ausstehen, mehr als das Dreifache des Kernkapitals. Die Bank kann sich dort also keine großen Ausfälle leisten, das würde sofort die Reserven auffressen. Aber auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) steht deutlich im Risiko. Sie hat für elf Milliarden Euro Kredite für US-Gewerbeimmobilien vergeben, was ungefähr ihrem gesamten Kernkapital entspricht. Die Deutsche Bank wiederum hat dort insgesamt 17 Milliarden Euro verliehen, was ungefähr 38 Prozent ihres Eigenkapitals entspricht, und daher Finanzvorstand James von Moltke zufolge "gut zu managen" sei.
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