Hörte man Bernanke und seine Nachfolger über den der Wirtschaft und dem Konsum vermeintlich wohltuenden "Wealth Effect" steigender Aktienmärkt referieren, könnte man glauben, die Amis seien ein "Volk von Aktionären".
Tatsächlich besitzt aber nur eine kleine Minderheit in USA Aktien. In USA gibt es eine Art Riesterrente in Gestalt des "401k" Rentensparkontos. Gelder, die in Form von Aktien in den 401k fließen, können von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist, dass die Aktien dort bis zur Pensionierung liegen bleiben. Viele Amis mussten jedoch aus Finanznot ihren 401k vorzeitig auflösen oder ihn beleihen.
2015 (letzter Stand) hatten nur rund 54 Mio. Amis einen 401k-Plan - bei 327 Mio. Einwohnern. Das entspricht einer Quote von nur 17 %. 150.000 Amis hatten 2015 einen Job. Bezogen auf die Zahl der aktiven Jobber lag die Aktienquote 2015 somit bei 36 %. Seitdem dürfte sie eher gesunken sein, weil etliche Kleinaktionäre 2018 aus den steigenden Märkten ausgestiegen sind.
Die Behauptungungen der US-Notenbanker, steigende Aktien würden Wohlstand "für das ganze Land" bringen, waren und sind daher ein Lüge. Von den Fed-Mätzchen profitiert nur eine wohlhabende Minderheit.
www.marketwatch.com/story/...se-retirement-killers-2018-11-17
...Only about 54 million American workers put money into a 401(k) plan in 2015, the Investment Company Institute found, while 150 million were employed in that year, according to the Bureau of Labor Statistics.