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...Kein Schuldgeld ist sicher
Insofern ist es nur konsequent, aus dem bestehenden System zu flüchten. Krachen die Schuldner, verlieren die Gläubiger und damit letztlich all jene, die ihre Ersparnis in Kreditgeld aufbewahren. Konten bleiben keine sichere Aufbewahrungsstelle. Zu groß die Gefahr bei der nächsten Runde der „Bankenrettung“ an den Kosten beteiligt zu werden, zu groß die Gefahr, dass es doch noch gelingt, das Vertrauen in die Geldordnung so zu zerrütten, dass eine Hyperinflation die Folge ist.
Ob Bitcoin und Co. dafür die richtige Antwort sind, bezweifle ich sehr. Sie basieren zwar auf einer guten Logik und einer interessanten Technologie, dennoch ist die Bewertung nicht konsistent zur Bewertung anderer Wertaufbewahrungsmittel, wie beispielsweise dem Gold. Ganz nach dem Motto: wenn wir schon dem bestehenden Geldsystem kritisch gegenüberstehen, dann bitte konsequent. Statt also der Blase in den Kryptowährungen hinterherzulaufen, sollten die Skeptiker, den Bestand an Gold und Silber in physischer Form aufstocken.
Dabei gilt die Skepsis all jenen Schuldgeldsystemen, in denen die Verschuldung relativ zum Bruttoinlandsprodukt zu hoch ist. In diesen Regionen besteht die größte Notwendigkeit und damit Gefahr, über eine Entwertung des Geldes die Schuldenlast zu drücken.