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Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG
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Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.447
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S&P 500 6.900,3 -0,11% Perf. seit Threadbeginn:   +372,95%
 
Andreano:

Chartbild Dow Jones (Jahre)

 
24.05.13 11:34
langfristig sieht das Teil sehr bullish aus, ungeachtet der Finanzlage.
Der USA Bären-Thread 609265
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Anti Lemming:

Hedgefonds prügeln Bankia-Aktie

2
24.05.13 12:19
www.wallstreetjournal.de/article/...7323975004578502573924337626.html

Das Drama um die spanischen Banken ist seit Donnerstag um eine Episode reicher. Knapp 50 Millionen Bankia-Aktien wurden an diesem Tag gehandelt, was dem Zweieinhalbfachen der verfügbaren Anteilsscheine entspricht. Der Kurs der Aktie brach um 51 Prozent ein (ist im Chart unten nicht erkennbar, A.L.). Am Freitag steigen die Bankia-Titel wieder deutlich an. Laut der CNMV wechselten alleine in der ersten Handelsstunde gut 8 Millionen Aktien den Besitzer.

Angesichts des hohen Volumens am Donnerstag prüft die spanische Börsenaufsicht CNMV nach eigenen Angaben, ob Regeln gebrochen worden sind. Analysten führen das hohe Volumen jedoch auf eine Besonderheit im spanischen Börsengesetz in Verbindung mit den laufenden Kapitalerhöhungen der Bank zurück.

Das hohe Handelsvolumen nährte den Verdacht auf Leerverkäufe, bei denen Investoren auf sinkende Kurse wetten... (könnte auch daran liegen, dass Normalanleger auf Banken-Zombies, die im Coba-Stil von KE zu KE eiern, schlichtweg keinen "Bock" mehr haben.. A.L.)
Der USA Bären-Thread 609286
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Anti Lemming:

zu # 249 und # 250 - Nikkei stürzt weiter

4
24.05.13 12:27
Nachbörslich setzt sich der Absturz des Nikkei vehement fort. Der Push zum Marktschluss um 8:00 h (MEZ), offenbar finanziert aus Abes "Bazooka", ist schon wieder verpufft.

Wir könnten uns daher bereits auf der "rechten Seite" einer kollabierenden Fahnenstange befinden. Damit wäre Andreanos Erwartung von Nikkei 20.000 hinfällig. Das mittelfristige Umkehrsignal wäre dann bereits die gestrige Bilderbuch-Reversalkerze (erst 2 % Plus, dann 9 % Minus) gewesen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 609294
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Anti Lemming:

P.S. Damit hat der Nikkei in nur zwei Handelstagen

2
24.05.13 12:29
25 % des Gesamtanstiegs aus 2013 zunichte gemacht.
Antworten
Anti Lemming:

Ausklingende Zombie-Dämmerung

 
24.05.13 13:33
Am Markt-Top reißt es noch mal kurz sämtlichen Schrott hoch.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 609323
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Anti Lemming:

Fannie Mae droht das gleiche...

2
24.05.13 13:35
Kursziel ist 0,25 Dollar.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 609326
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Minespec:

das Kursziel von Fannie Mae

 
24.05.13 13:38
und Brother Freddie ist für mich nicht 0,25 sondern erst mal $ 3- 5 und dann die 0 Komma weg von den 0,25.
Aber vielleicht irre ich mich ja.
Nur meine Meinung.
"Jeder ist seines Silber`s Schmied " (minespec)
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Sufdl:

Chart von

 
24.05.13 13:40

BigChart hat ein "copyright". Da waer ich vorsichtig. Es gibt genug Schmarotzer die versuchen sowas auszunutzen.

Antworten
Anti Lemming:

Der Fannie-Mae-Schrott ist nur noch OTC

3
24.05.13 14:39
handelbar. Fannie und Freddie wurden 2008 verstaatlicht und sind nicht mehr an der NYSE gelistet.

Anstiege in diesen BB-Aktien sind rein spekulativ.

Die jüngste Höhenflüge (RSI über 90...) taugen, wie bei der Piräus-Bank (# 255), lediglich als Gradmesser für den aktuell grassierenden Rinderwahnsinn.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 609349
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Anti Lemming:

U.S. durable-goods orders rise 3.3% in April

3
24.05.13 14:50
Diese +3,3 % beziehen sich auf den Vormonat. Im März waren die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter aber revidiert um 5,8 % gefallen. Der heutige Anstieg holt die März-Verluste daher nur etwa zur Hälfte wieder auf.

Ohne Autos und Flugzeuge (volatile Komponenten) lag der aktuelle Anstieg ohnehin nur bei 1,3 %. Hinzu kommt, dass die Auslieferungen (shipments) für core capital goods im April um 1,5 % FIELEN.

Ob das nun bullisch oder bärisch interpretiert wird, ist Ermessenssache. Im Prinzip sind die Daten fundamental schlecht. Damit winkt zwar weiteres QE (= "bullisch"). Einer Rallye ohne fundamentale Basis steht jedoch auf dürren Beinen, an denen zudem Bernanke mit QE-Unwind-Ankündigungen sägt.


WASHINGTON (MarketWatch) - Orders for big-ticket U.S. goods rose 3.3% in April, led by higher demand for aircraft, military wares and autos. Economists surveyed by MarketWatch had expected orders to rise 1.4%. Stripping out the volatile transportation sector, orders rose a smaller 1.3%, the Commerce Department said Friday. Orders for core capital goods, a key barometer of private-sector business investment, climbed 1.2% and marked the second straight gain. Yet shipments of core capital goods, a category used to calculate quarterly gross domestic product, fell 1.5% in April, setting up the second quarter to show weaker growth compared to the first three months of the year. Orders for March, meanwhile, were revised up to a 5.9% decline from a prior reading of a 6.9% drop. In the past four months, orders for durable goods have risen an unadjusted 0.7% compared to the same period in 2012. Core orders are up 1.8% on the same basis.
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Minespec:

Fany Mae ist der Bringer, du läßt Geld liegen...

 
24.05.13 16:31
ich nicht und werde jeden Tag 10 % - 15 % reicher und das seit Wochen.
"Jeder ist seines Silber`s Schmied " (minespec)
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Minespec:

beide FNM und FMCC stehen vor Neubewertung

 
24.05.13 16:32
"Jeder ist seines Silber`s Schmied " (minespec)
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Anti Lemming:

44 % der US-Hausbesitzer können nicht verkaufen

 
24.05.13 18:00
(gilt für Hausbesitzer mit Hypothekenbelastung)

www.thestreet.com/story/11933280/1/...-mortgage-cant-sell-zillow.html
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Gegenpol:

Geldpolitik

6
24.05.13 18:41
In finanziellen Ausnahmesituationen greift die Fed zu allen Mitteln. Der folgende Chart beweist eindrucksvoll, wie die Fed verfährt, wenn der Staat finanziell am Ende ist. Die ultra-expansive Geldpolitik wird möglicherweise über Jahrzehnte anhalten. Ich bleibe bei meinem Szenario der Vermögenspreisinflationierung. Sollte der S&P500 allerdings unter 1550 Punkte sinken würde ich mich allerdings von meinem Szenario verabschieden.

Ich habe Fill in diesem Beitrag  bereits davor gewarnt, dass die Zentralbanken zum äußersten fähig sind. Selbst bei einer Inflationsrate von über 10 % würde die Fed die Zinsen nicht anheben. Ebenfalls ist aus dem FOMC Protokoll zu entnehmen, dass QE mittlerweile als fester Bestandteil der Geldpolitik betrachtet wird. Es handelt sich hierbei nicht mehr um eine außergewöhnliche Maßnahme.:

http://www.ariva.de/forum/...ilungsfrage-472111?page=319#jump15858666
(Verkleinert auf 97%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 609441
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Tesla11:

@Anti Lemming zunächst großer Achtung meinerseits

 
24.05.13 19:42
F&F sind meine Objekte schon seit Jahren. Motto anders handeln als die Mehrheit, Potenzial, Unersetzbarkeit usw, wobei ich mehrere Wellen geritten habe, diese sowieso.

Nun dir sind sicher einige Sprüchen von wirklich großen Meister bekannt:


Bei jeder guten bürgerlichen französischen Familie hat man den dümmsten Sohn zur Börse geschickt. Bestimmt hat das seine Gründe. (André Kostolany)
Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure, Volkswirte und andere Experten sollten der Börse fernbleiben. Sie ist für die eine gefährliche Falle, die sich ihr mit wissenschaftlichen Methoden annähern wollen. Ich kann für sie nur Dante zitieren: „Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden!“ (André Kostolany)

Oder anders ausgedruckt: bewertungen für Tesla
 Bewertung  Bewerter   BetreffBewertungszeit§Postingzeit
 Uninteressant tbhomy Löschung 23.05.13 15:52 23.05.13 15:50
 Uninteressant Pummelwurs. Löschung 23.05.13 10:08 22.05.13 20:16
 Uninteressant Pummelwurs. Liebe Zocker - Ihr die alles wisst 23.05.13 10:07 22.05.13 21:40
 Uninteressant Bottleneck Löschung 22.05.13 23:21 22.05.13 20:16
 Uninteressant Bottleneck Liebe Zocker - Ihr die alles wisst 22.05.13 23:19 22.05.13 21:40
 Interessant jacomelo Danke jacomelo 22.05.13 22:24 22.05.13 21:50
 Witzig justnormal Liebe Zocker - Ihr die alles wisst 22.05.13 22:10 22.05.13 21:40
 Uninteressant Schluckspech. Liebe Zocker - Ihr die alles wisst
Auf anderen Seite verdiene ich kräftig mit Zwillingen - entsprechende Beweise liefere ich
jahrelang.
frage: Wie ist das möglich?
Erwarte Antwort von großen Meister - bekanten Antizykliker Fillorkil.l
Vielleicht verpasst der mir eine schwarze nochmals, ha ha ha

Hochachtungsvoll
Wellenreiter
Antworten
Fillorkill:

Gegenpol,

3
24.05.13 20:56
Deine Grundannahmen hauen einfach nicht hin, auch wenn die Fed einen zukünftigen Zinsanstieg sicher zu bremsen sucht. So sind a die US alles andere als finanziell am Ende, das Deficit zB kommt im laufenden Jahr auf ca 4 %. Und b ist ein volatiler CPI 45ff aufgrund der Umstellung von Kriegswirtschaft auf freien Markt mit der heutigen Entwicklung nicht gleichzusetzen. Und vor allem c gibt es lediglich einen psychologischen Nexus zwischen QE und 'Vermögenspreisinflation', jedoch keinen zwangsläufigen Automatismus. Diesen Nexus halte ich inzwischen für weitestgehend abgearbeitet...

Fill
Mein Gott, es ist voller Sterne...
Antworten
Gegenpol:

Fill

4
24.05.13 21:20
Ich habe nie behauptet, dass man die Situation nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1:1 auf heute übertragen kann. Die amerikanischen Unternehmen hatten '45ff. eine Art Monopolstellung inne. Ihre ausländischen Konkurrenten (Dtl,Japan,Frankreich,China usw) wurden in die Steinzeit gebombt. Demzufolge waren die amerikanischen Unternehmen auf den internationalen Märkten konkurrenzlos. Heutzutage haben wir ein viel geringeres Potenzialwachstum. Das Problem lag auf der Angebots- und nicht wie heute auf der Nachfrageseite.
Daher wird die Fiskalpolitik der US-Regierung expandiert werden, um die Schwäche der Privatwirtschaft auszugleichen. Das führt zwangsläufig zu einem Anstieg des Schuldenratio, da das nominale Wirtschaftswachstum aufgrund des geringen Geldmengenmultiplikator schwach bleiben wird.
Ein Zinsansteig der UST um 3% würde zu Mehrkosten von 510 Milliarden Dollar p.a. führen. Diese Mehrkosten werden von der Fed aktuell und auch zukünftig verhindert werden. Ich ziele mit meiner Theorie der Vermögenspreisinflation nicht ausschleißlich auf QE ab, es ist nur ein Baustein von vielen. Der effektivste Nährboden der Vermögenspreisinflation bildet ZIRP ab.
Antworten
Gegenpol:

Warum wir weiter drucken werden......

6
24.05.13 21:41
Glücklicherweise herrscht im BT der Konsens, dass das organische Wirtschaftswachstum temporär (> 6 Jahre) hinter uns liegt. Daher können die überschuldeten Volkswirtschaften nicht aus ihrer Überschuldungssituation herauswachsen. Aus diesem Grund wird eine Politik der finanziellen Repression verfolgt, um die Schuldenquoten zu konsolidieren. Wie bereits mehrfach thematisiert, wird die Konsumgüterinflation fast ausschließlich über die Preisanstiege der Rohstoffen induziert. Der primäre Preistreiber der Rohstoffhausse ist bei der ultra-expanisven Geldpolitik der Zentralbanken zu lokalisieren. Würde also dieser Treiber aufgrund einer restriktiveren Geldpolitik wegfallen, wären die entwickelten Volkswirtschaften mit einer Deflation konfrontiert.
Diese Deflation wäre tödlich für das westliche Bankensystem, genauso wie für den Staatsapparat. Daraus kann gefolgert werden, dass die Zentralbanken ihre Interventionen in diesem Jahrzehnt beibehalten werden. Alles andere ist nur Show und Theater.

Insbesondere ziele ich hier auf die EZB ab. Die Peripherie Staaten werden zukünftig, trotz der Rohstoffpreisinflation in die Deflationsphase* eintreten. Die Steuererhöhungen sind mittlerweile in den Inflationsraten eingepreist. Dieser künstliche Treiber der Inflationsraten fällt somit aus. Der interne Abwertungsdruck der Peripherie Staaten wird die deflationären Tendenzen befeuern. Dieses Phänomen wird die €U-Inflationsrate auf sehr niedrigem Niveau halten. Wohingegen es in Deutschland zu einer etwas höhreren Inflation kommen wird. Im Fokus der EZB steht allerdings die €U-Inflationsrate und nicht die einzelner Mitgliedsstaaten. Die EZB wird aus diesem Grund ihre expansive Geldpolitik intensivieren. Sie wird die NPL aufkaufen und wahrscheinlich auch Staatsanleihen.


* Für die chronischen Nörgler: Ohne ZIRP+QE würde die beschriebene Deflationsphase intensiviert werden.
Antworten
Fillorkill:

GP,

3
24.05.13 22:34
ga für die argumentative Tiefe. Dein Szenario hängt jedoch an diversen spekulativen Variablen:

a  organisches Wachstum ist aus und vorbei ('diesmal ist anders')

b ein signifikanter Zinsanstieg wäre nicht zu stemmen

c die CB werden diesen deshalb mittels QE nicht zulassen , was ihnen d auch am langen Ende gelingen wird

e QE (und ZIRP) führt zwangsläufig zur Inflationierung von Assets und Rohstoffen, die
f die deflationären Effekte mangels Wachstum egalisieren.

Im Grunde ist das die Endlosverlängerung des im letzten Zyklus gesehenen Krisenszenarios.  Jeder einzelne Baustein oben ist eine spekulative Wette, für die Du immerhin gute Gründe anzuführen weisst. Die Historie des Kapitalismus wie seine innere Logik zyklischer Abfolge von Wachstum und Kontraktion, Kreditaufblähung und Kreditentwertung stehen jedoch gegen Dich. Und nicht zuletzt die menschliche Psyche oder das Sentiment - denn nur wenn hinreichend viele davon überzeugt sind, dass die 'Vermögenspreisinflation' alternativlos ist, kommt sie überhaupt zustande und setzt sich auch nur dann fort. ..

Fill
Mein Gott, es ist voller Sterne...
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Palaimon:

Nothing lasts forever,

5
24.05.13 23:31
apparently not even quantitative easing.

On Wednesday, Fed Chairman Ben Bernanke threatened to take away the massive punch bowl that's been spiked with easy money juice.

There's no set timetable, but maybe there is. It's hard to interpret Fedspeak.

So maybe they'll start paring back their $85 billion a month buying spree, or maybe they'll jack it up, which is what Benny said only a few sessions ago.

What the heck is he doing? What are they doing? And who are "they" anyway?

Here's the deal...
.































Der USA Bären-Thread 15904428
Nothing lasts forever. On Wednesday, Ben Bernanke threatened to take away the punch bowl. Shah Gilani explains the real story behind the move. Money Morning - Only The News You Can Profit From.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
Fillorkill:

GP, ps zu #69

 
25.05.13 05:53

Der logische Abschluss fehlt: Denn nur wenn hinreichend viele davon überzeugt sind, dass die 'Vermögenspreisinflation' alternativlos ist, kommt sie überhaupt zustande und setzt sich auch nur dann fort. Wenn jedoch zu viele davon überzeugt sind...

Mein Gott, es ist voller Sterne...
Antworten
Anti Lemming:

Fillorkill und Gegenpol - mein Alternativ-Szenario

14
25.05.13 10:11
Fill, Du hattest bist vor kurzem noch andere Gründe für das potenzielle Austoppen der US-Indizes genannt, nämlich dass sich die Wirtschaft faktisch erholt (reales Wachstum statt Pump-Wachstum) und dass deshalb die Zinsen angehoben werden. Diese Interpretation basiert(e) auf der Annahme, dass sich durch die Banken- und Staaten-Krise ab 2008 nichts Grundlegendes verändert hat. Gegenpol vertritt das andere Extrem: Er geht davon aus, dass 2008 der Krug final zerbrochen ist und der Kapitalismus sich nur noch mit einer frivolen Gelddruck-Wirtschaft über die Runden retten kann. Daher seine QE-Infinity-These.

Deine neue Variante des Austopp-Szenarios geht offenbar nicht mehr von einer realen (= pump-bereinigten) Wirtschaftserholung aus, sondern eher von einer eher Sentiment-basierten Erwartung - nämlich dass die "Alternativlosigkeit der Vermögenspreisinflation" inzwischen Konsensmeinung (bei den Fonds usw.) geworden und mittlerweile eingepreist sei. Die neue Interpretion ist "Fundi-bärischer" und kommt der meinigen näher. Sie ist auch nicht weit entfernt von der Gegenpols, der ja die Fundi-Malaise ebenfalls als Grund für Dauer-QE nennt.

Ich möchte noch eine weitere Variante (meine) hinzufügen: Die Wirkungen von QE verpuffen mit der Zeit, so dass zum Erreichen des gleichen Effekts immer stärker gepumpt werden muss. Um 1 Dollar Wachstum zu erreichen, müssen mittlerweile 7 Dollar neue Schulden aufgenommen werden. D.h. die Effizienz der Geldpump-Planwirtschaft sinkt zunehmend. Die Notwendigkeit, immer stärker pumpen zu müssen, erkennt man auch daran, dass die Fed QE3 trotz Aktien-ATHs erstmals zeitlich unbefristet initiiert hat (Bindung an AL-Quote).

Ich betrachte QE dabei weniger als (massen-)psychologische Kauf-Konditionierung (u. a. für große Fonds getreu der Devise "never fight the Fed"), sondern vor allem - und vermutlich realistisch - als das einzige in USA noch mögliche Vehikel für ungehemmte Neuverschuldung. Der "freie Markt" (China, Japan usw.) könnten die Unmengen an neuen Staatsanleihen, die Geithner/Lew in den letzten Jahren emittiert haben (US-Neuverschuldung lag seit 2008 zwischen 7 und 10 %) überhaupt nicht mehr aufnehmen. QE durch die Fed wurde damit zum Sachzwang. Es schließt die Lücken aus dem weggebrochenen organischen Wachstum (deckt sich mit Gegenpols These).

Doch Bernanke steht nun vor einem Dilemma: Obwohl er seit Januar das Gaspedal bis aufs Blech runtergetreten hat, verschlechtern sich die US-Wirtschaftsdaten zusehens. So fiel z. B. der sehr breite CFNAI auf -0,53 von -0,23 im Vormonat: www.chicagofed.org/webpages/publications/cfnai/

Die sekundäre (psychologische) Pumpwirkung von QE auf den Aktienmarkt bleibt jedoch erhalten. So kommt es, dass US-Aktien im starken Momentum von einem ATH zum nächsten klettern, während sich die Fundamental-Daten immer stärker eintrüben.

Wenn Bernanke diese Gemengelage noch eine Weile "unkontrolliert" weiter laufen ließe, entstünde am Markt eine sehr gefährliche Eigendynamik: Die Aktien-Indizes würden durch KGV-Aufblasung im Dot.com-Blasenstil noch steiler nach oben driften, während sich gleichzeitig die fundamentale Lage (weil die reale QE-Wirkung verpufft...) aushöhlt. Das sind geradezu "ideale" Voraussetzungen für einen Fahnenstangen-Aufstieg (den wir zurzeit sehen), mit nachfolgendem Crash: Denn nach dem Austoppen einer extremen Fahnenstange folgt fast zwangsläufig eine ebenso steile Rückabwicklung (man sah es z. B. beim Ölpreis in 2008, der erst auf 147 Dollar stieg und dann auf 35 Dollar kollabierte).

Dieses Austoppen der Fahnenstange würde sich zwar auch ohne Eingreifen der Fed ergeben, weil jedes Momentum irgendwann versiegt. Doch wenn die Fed in diese Lage "all in" gerät, dann hat sie bei der folgenden steilen Kehrtwende nach unten keinerlei Munition mehr, um den Sturz (psychologisch) zu stoppen. Das Gaspedal ist ja bereits "am Blech".

In diese unangenehme Lage möchte Bernanke nicht geraten. Seine Brems-"Drohungen", denen im Sommer auch Taten folgen dürften (= graduelles Rückfahren der Fed-Aufkaufquote von derzeit 85 Mrd./Monat), dienen mMn dazu, um im Falle einer Fahnenstangen-Umkehr weitere "Steuerungs-Mittel" in die Hand zu bekommen, die früheren Zinssenkungen entsprachen. Heute sind das Erhöhungen der Aufkauf-Volumina.

Als Gegenargument könnte man nennen: Wieso lässt Bernanke es nicht einfach bei den derzeitigen 85 Mrd. (ohne Bremsung) und stockt bei einer starken Korrektur am Aktienmarkt QE auf sagen wir 120 Mrd. pro Monat auf? Das geht mMn deshalb nicht, weil dann der Eindruck entstehen könnte, die Fed würde in einer Art von "Verzweiflungsakt" handeln. Das könnte psychologisch nach hinten losgehen, z. B. wenn der Markt trotz QE-Aufstockung weiter fiele. Dann hätte die Fed "fertig". Hinzu kommt, dass diese 120 Mrd. von US-Finanzminister Lew gar nicht "benötigt" werden. Zur Refinanzierung der laufenden Neuverschuldung reichen die aktuellen 85 Mrd vollauf. Durch die Sequester-Steuererhöungen steigen sogar die Steuereinnahmen, was per se weniger Neuverschuldung erforderlich macht.

Da das Ganze ein gigantisches Poker-/Hütchenspiel ist, muss Bernanke taktisch klug vorgehen. Wenn er jetzt, bei deutlich erkennbarer Übertreibungsphase im Aktienmarkt, pro forma "so tut", als würde die Fed auf den alten Pfad der Tugend zurückkehren (auch 2000 hat sie die Zinsen wegen Überhitzungsgefahr erhöht...), dann stärkt das im Prinzip das Vertrauen in die Fed und die US-Geldpolitik. Statt früherer Zinserhöhungen gibt es im "new normal" halt QE-Reduzierungen.

Bernankes "Jawboning" bzgl. QE-Reduzierung-Androhung dient also dazu, die Fahnenstange nicht so weit ansteigen zu lassen, dass ihre Rückabwicklung eine (für den Markt) gefährlich Eigendynamik bekäme. Die Banken-Krise hat gezeigt, dass die Fed, wenn es wirklich kracht, nicht mal mit Nullzinsen und QE (läuft bereits seit Ende 2008) einen Boden einziehen kann. Das Tief wurde erst im März 2009 erreicht.

Der psychologische Hype aus den aktuellen Daueranstiegen könnte daher bei Rückabwicklung reziprok in "neue Massen-Angst" umschlagen. Auch bei den Fonds entstünde ein Zwang zu forcierter Positionsreduzierung aus Performanceangst, man will ja "den Index schlagen" (der dann fällt).

Das Kalkül der Fed lautet somit: Lieber jetzt ein bisschen Dampf rausnehmen, gern auch mit einer kleineren Sommerkorrektur (SP-500 auf 1400 oder so), als ein weiterer bruchloser Blasenanstieg auf SP-500 = 1800, dem dann ein Mega-Absturz auf 900 folgen könnte.

Denn solche "Dellen" kann sich die Fed psychologisch nicht mehr leisten, wenn sie ihr Konzept der Assetpreisinflationierung erfolgreich fortsetzen will. Zwei Mega-Crashs im letzten Jahrzehnt (2003 und 2008) haben bereits hinreichend Flurschaden hinterlassen.

Prima, könnte man sagen. Dann wird Bernanke mit seinem kontrollierten Bremsmanöver also dafür sorgen, dass der Aktienmarkt im Sommer auf relativ hohem Niveau konsolidiert (= in Spanne von 1400 bis 1650 bleibt). Kein weiterer Hype, aber auch keine Panik.

Doch zentralbankliche "Feinsteuerung" bleibt mMn in diesem hochkomplizierten Pokerspiel schwierig. Die auf QE-Hype basierenden Anstiege seit Sommer 2012 haben bereits JETZT in fielen Charts Fahnenstangen erzeugt. Fallen diese Fahnenstangen nun wegen der sich weltweit verschlechternden Fundi-Lage (auch in Europa und China/Japan) - gekoppelt mit proaktiver Fed-Bremsung - in sich zusammen, dann könnte es DENNOCH zu jener "Eigendynamik nach unten" kommen, die bei der Fahnenstangen-Rückabwicklung typischerweise ansteht.

Für einen gravierenderen Absturz unter 1400 im SP-500 bedürfte es vermutlich zusätzlich externer Anlässe, die sich zurzeit nur erahnen lassen. Das könnte z. B. ein unkontrollierter Rücksturz des Nikkei in die 2012-Regionen sein (deutet sich zurzeit an). Grund dafür könnte sein, dass Japan zu klein und nicht im Besitz der Leitwährung ist, um großspurig "Fed spielen" zu können. Bei 245 % Schuldenquote ist auch der "Vertrauens-Spielraum" zu klein.

Weitere potenzielle Negativfaktoren wären eine weitere Eintrübung in Europa und/oder China (in China droht das Platzen der Schattenkredit-Blase) oder eine Zuspitzung des Kriegs in Syrien bzw. ein Angriff auf den Iran durch Israel. Kurz: mittelmäßige Black-Swan-Events, die Bernanke in seinem Pokerspiel nicht berücksichtigt hat.
Antworten
Anti Lemming:

Chart: langfristiges "Verpuffen" der QE-Wirkung

5
25.05.13 11:05
Hier am Beispiel der "Auftragseingänge für langfristige Wirtschaftsgüter" (durable good orders, DGO).

Nach der Schockstarre um 2008/2009 gab es einen Nachholschub. Seitdem ist der DGO-Chart auf dem absteigenden Ast. Der Chart ist inzwischen bei Null, was "keiner Zunahme" im Vergleich zum Vorjahr entspricht = Stagnation TROTZ Mega-QE.

blogs.marketwatch.com/thetell/2013/05/23/...-to-provide-cheer/

(aktuelle Zahl der DGO siehe # 260)
Der USA Bären-Thread 609600
Antworten
zaphod42:

#72

2
25.05.13 11:30
Hervorragende Zusammenfassung der aktuellen Lage. Mein Kompliment, AL.
Antworten
zaphod42:

Mein Problem zur Zeit

9
25.05.13 11:40
ist der bärische Kopf, aber der bullische Bauch. Letzterer sagt mir, dass die Fahnenstange noch lange nicht am Ende ist, im Gegenteil, dass wir uns in einer irrationalen Megahausse wie Ende der 90er befinden. Damals wechselten sich Bären - mit Bullenfallen ab, die Schwankungen betrugen mehrmals -40% und anschließend +100%, letzter eigentlich unlogisch und auf Massenhype begründet.

Für grundsätzlich optimistische Trader ist diese finale Phase der Hausse sehr schwer zu handeln, denn darf man sich weder zu früh vom Markt verabschieden noch zu früh mit Shorts all in gehen. Wer flat bleibt verpasst eventuell historische Chancen.

Während ich folglichmit einem Großteil des Vermögens immer kurzfristiger handele, gilt es gleichzeitig für meine strategischen Investments (Rentenversicherung etc.) folgenschwere Entscheidungen zu fällen.

Jedenfalls: Diese künstliche Pumphausse mit Senkung des Grundwasserspiegels wird im Anschluss von einer nie geahnten Dürre gefolgt werden. Nur muss das nicht zwangsläufig bereits 2013 passieren, der Absturzlevel kann auch jenseits Dax 10000 sein.
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