jedoch die Einschätzung der hier an der Barron's Tafelrunde teilnehmenden Member, dass die Aktienmärkte hier und jetzt nicht unmittelbar in die Tiefe rauschen, die halte ich ebenfalls für definitiv realistisch.
Denn wir dürfen nicht unterschlagen, dass die Firmen seit 2009 wieder beeindruckende Gewinnsteigerungen erzielt haben. Der hier beigefügte Chart aus Markus Gaertners Blog illustriert den Fahnenstangen-Chart der After Tax-Profits seit 2009 recht eindrucksvoll.
Aber irgendwann gelangt man zwangsläufig zu dem Punkt, an dem man erkennt, dass es auch hier nicht mehr weiter aufwärts geht. Die Verschlankungs- und Rationalisierungspotentiale der Unternehmen sind zunehmend ausgereizt, die Verbraucher in den entwickelten Ländern sind overstretched und betreiben eher Deleveraging, viele Länder sind nach wie vor hochgradig überschuldet und die Hoffnung, dass die Emerging Markets allein die gesamte Weltwirtschaft aus dem Feuer reissen könnten, die ist trügerisch. Von daher erscheinen mir die Chancen auf große Gewinnsteigerungen bei den US-Unternehmen in diesem Jahr eher dürftig. Die Margen sind bereits auf einem historischen Hoch und ab einem gewissen Zeitpunkt sind Börsenhöchststände auch nicht mehr durch Low Balling bzw. "Besser als erwartet-Statements" von irgendwelchen Analysten zu rechtfertigen, wenn die Cold Hard Facts, sprich die Unternehmensgewinne, das dann nicht dementsprechend untermauern können.
(Verkleinert auf 56%)


Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!