Die aktuelle Hausse sehe ich in der Realwirtschaft nicht entsprechend reflektiert, im Gegenteil sind die Unternehmensnachrichten fast ausnahmslos schlecht, zB heute Metro, obwohl uns doch die Medien wochenlang von der neuen deutschen Konsumwut überzeugen wollen.
Signifikant auch der Abschied der dt.Bank von der Realwirtschaft und die Konzentration auf Investmentbanking. www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/40065/
Was bedeutet das? Die Bank möchte mit Geldanlagen und Spekultation Geld verdienen statt mit nachhaltigem Wirtschaften und Zinseinnahmen. Dies funktioniert aber nur, wenn man sowohl aufwärts alsauch abwärts verdient.
Diese Hausse nährt sich von einem gigantischen Shortsqueeze, angetrieben und ausgelöst durch die beiden EZB-Tender über je 500 MRD (kurz vor Weihnachten und vor kurzem), nichts weiter.
Die Probleme sind weder gelöst, noch ist eine Verbesserung in Sicht. Einzig und allein die Zahlenakrobatik der amerikanischen und europäischen Behörden und Wirtschaftsagenturen, unterstützt durch unsere Einheitsbrei-medien, ist es zu verdanken, dass es weltweit plötzlich so rosig aussieht,
obwohl China in eine Stagnation abdriftet und seine hausgemachten Probleme nicht löst,
obwohl in Europa ncoh immer mehr SChulden gemacht werden
obwohl das (inflationierte) Geld nicht mehr bei den Bürgern ankommt, sondern als Steuereinnahmen fließt (liebe Verdi-freunde: Eure 4% mehr Lohn bedeuten immer nur 1,5% mehr Netto, denkt euch eine andere Strategie aus, bitte!),
obwohl das gedruckte Geld vor allem hohe Rohstoff und Energiepreise antreibt und der Realwirtschaft schadet.
Mir drängt sich die Frage auf, ob dies alles nicht sogar ein ausgeklügeltes System ist, in dem die Menschheit in eine neue Weltordnung gepresst werden soll.
Dennoch: Wenn der finanzwirtschaftliche Schwanz weiter mit dem realwirtschaftlichen Hund wedelt und noch mehr heiße Luft in neue Blasen pumpt, werden wir bald eine Krise erleben, die den Namen Katastrophe verdient.