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Der USA Bären-Thread


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#92776

Anti Lemming:

Draghi - im Dez. gab es einen Fast-Crash

 
27.01.12 19:19
Bekenntnis
Draghi: Im Dezember wäre es beinahe zum Crash gekommen
Deutsche Mittelstands Nachrichten, 27.01.12, 18:35

Die Euro-Zone stand im Herbst offenbar dichter am Abgrund als bekannt: Mario Draghi sagte in Davos, ohne seine Aktion, 489 Milliarden Euro in den Markt zu pumpen, hätte es eine „größere, größere Kreditklemme“ gegeben.

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/37064/
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Anti Lemming:

"positive Verhandlungen" in Athen

 
27.01.12 20:17
70 % Schuldenschnitt für die Griechen sind eine Katastrophe und kein positives Ergebnis.

Die tun so, als wäre es positiv, dass überhaupt irgendein Ergebnis (in welcher Form auch immer) zustande kommt. So weit haben die Griechen sie schon.
Antworten
geldsackfrank.:

der Markt will nur eine geordete Insolvenz sehen

 
27.01.12 21:41
Das reicht für Bullen Träume.
Es soll beherrschbar und reguliert sein, wenn die weiße Fahne gehoben wird.
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Boxenbauer:

Wie dem auch sei. Nach einer ruhigen Woche

 
27.01.12 22:09
gehe ich mit einem voluminösen SPX Straddle ins Wochenende. Ich gehe mal wieder von einer wichtigen Entscheidung aus, die die Märkte beeinflussen werden. Die Kerze um 22:00 war ganz schön kacke. Hat mich aus meinem schönen Short rausgehauen und ich musste den schnell nochmal reinholen. Teurer Spaß. Ich hoffe das lohnt sich trotzdem.
MfG

Boxenbauer
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wawidu:

INDU und SPX mit deutlicher Dynamikschwäche

2
27.01.12 22:32
seit Jahresbeginn
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 480282
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wawidu:

AL # 92769

2
27.01.12 23:18
Wirtschaftliches Wachstum wird immer noch hauptsächlich durch den Konsum der Bürger erzeugt. Diesbezüglich sah es laut den letzten Posts von Steffen Bogs ("Querschüsse") in Griechenland, Portugal, Italien und Spanien - und auch in Deutschland und Frankreich - nicht gerade rosig aus. Der Konsum auf derzeitigem Level funktioniert mE in den meisten europäischen Ländern und auch in den USA nur noch auf Basis massiver Rabattaktionen. Bei WMF z.B. läuft aktuell eine Tauschaktion für alte Bratpfannen und Kochtöpfe, bei der die Preise der Sets gegenüber den letztjährigen Verkaufspreisen schon um 40 bis 50 % reduziert sind. Pro eingelieferter alter Bratpfanne oder Kochtopf egal welchen Fabrikats, wird dem Käufer ein weiterer Rabatt von 10 EUR gewährt. Heute habe ich dieses Angebot mal selbst wahrgenommen und zwei absolute
"Schrottbratpfannen", die wir noch auf unserem Hauspeicher liegen hatten, für zwei hochwertige WMF-Bratpfannen plus zusätzlichem kostenlosem Bratgutwender in Zahlung gegeben. Die WMF-Artikel sind bekanntermaßen sehr gut, sodass ich als Hobbykoch bei diesem Schnäppchenangebot einfach zugreifen musste.
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wawidu:

Baltic Dry Index

 
27.01.12 23:39
Dieser Index existiert erst seit 2003. Aktuell rangiert die Kurve nicht nur auf dem Niveau von Herbst 2008, sondern auch deutlich unter dem Ausgangskurs. Das technische Setting ist als geradezu desolat zu bezeichnen. Es würde mich nicht wundern, wenn der Kurs noch unter das Tief von 2008 fallen würde.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 480292
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permanent:

Meine Argumente passen in mein Investitionsbild

3
28.01.12 09:23

Mein Investitionsbild passt in meine Argumente?

Welche Reihenfolge ist richtig?

Es bringt nichts eine Argumentationsfolge aufzubauen nur weil sie meine Investitionen wiederspiegelt.
In der Vergangenheit ist vieles schief gelaufen. Es gab Überkonsum, der Nachfrage künstlich geschaffen hat, für diese Nachfrage sind Produktionskapazitäten aufgebaut und vorgehalten worden. Zur Zeit arbeiten wir an der Korrektur. Das läuft nicht immer geschmeidig und ruckelfrei. Die negative Realverzinszung hiflt die enormen Schuldenberge zu ertragen. Wie das Experiment ausgeht kann man heute noch nicht seriös sagen. Nur auf eine Maßnahme schimpfen weil sie mich in kurzfristen Anlageentscheidungen Geld kostet bring nichts.
In Deutschland sprudeln die Steuereinnahmen nach wie vor.
http://www.ariva.de/forum/...euereinnahmen-brechen-Rekordmarke-458372
Dennoch gibt es eine Neuverschuldung. Wahrscheinlich wäre ein noch stärkerer Konsolidierungskurs politisch nicht zu verkaufen. Wobei man sich aber sicher Gedanken über die Mittelverwendung machen sollte. Konsum sollte zurückgefahren und Investitionen hochgefahren werden.

Permanent

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Anti Lemming:

EU-Budget-Kommissar für die Griechen

8
28.01.12 10:03
Euro-Krise
Deutschland platzt der Kragen: Ultimatum an Griechenland!
Deutsche Mittelstands Nachrichten, 28.01.12, 02:49

In der Griechenlandkrise will Deutschland Athen nun dazu zwingen, die Budget-Hoheit aufzugeben. Alle fiskalischen Entscheidungen sollen von einem EU-Budget-Kommissar genehmigt werden. Sonst gibt es kein Geld mehr von Europa.


Die Krise um Griechenland hat sich in der Nacht dramatisch zugespitzt. In einem Vorschlag Deutschlands (Originaltext hier/englisch) soll Griechenland gezwungen werden, seine Budgethoheit aufzugeben. Ein von der Euro-Gruppe bestellter „Budget-Kommissar“ soll umfassende Rechte erhalten. Faktisch muss Griechenland damit sein Hoheitsrecht auf einen eigenen Haushalt aufgeben. Der Kommissar soll weitreichende Kompetenzen haben: Er soll ein zentrales Berichts- und Überwachungssystem implementieren, welches alle Teile des griechischen Budgets kontrolliert; er soll ein Veto haben, wenn Entscheidungen nicht auf einer Linie mit den von der Troika vorgegebenen Budget-Zielen liegen; und er soll sicherstellen, dass alle staatlichen Einnahmen zuerst zur Schuldentilgung verwendet werden und erst dann für Ausgaben in Griechenland verwendet werden.

Die Priorität des Schuldendienst vor den nationalen Ausgaben soll dem deutschen Papier zufolge dazu dienen, dass eine Pleite Griechenlands offiziell unmöglich wird: Die nächste Tranche der EU wird erst ausgezahlt, wenn Griechenland weitere Einschnitte bei den Ausgaben vorgenommen hat. Damit werden den Gläubigern im Grund die EU-Hilfsgelder als Sicherheit angeboten. Griechenland würde unter dieser Regelung die Möglichkeit genommen, den Gläubigern ständig mit der Insolvenz zu drohen.

Das Papier ist auf kommenden Montag datiert. Am Freitag sind die Verhandlungen der Troika mit der griechischen Regierung ohne Ergebnis verlaufen. Die Troika hatte zuvor schon ein Zehn-Punkte-Programm an Premier Lucas Papademos mit Forderungen übermittelt. Überraschend brachte die EU jedoch am Freitag die zwei strittigsten Punkte wieder aufs Tapet: Reduktion des Mindestlohns, der derzeit 750 Euro im Monat beträgt, sowie Aufgabe des 13. und 14. Monatsgehalts. Der griechische Arbeitsminister Georgios Koutroumanis lehnt dies ab und unterstützt stattdessen den gemeinsamen Vorschlag von Arbeitgebern und Gewerkschaften, in dem diese Sonderzahlungen weiter vorgesehen sind (mehr hier).

Aus Griechenland gibt es zu dem Entwurf noch keine Reaktionen. Eine deutsche Forderung in dem Papier ist, dass das griechische Parlament diesen Maßnahmen zustimmen muss und in Gesetzesform, möglichst im Verfassungsrang, verbindlich beschließen muss. Dass die rundum zerstrittenen griechischen Parteien (mehr hier) dieser radikalen Aufgabe von staatlichen Hoheitsrechten zutimmen werden, kann noch nicht eingeschätzt werden.

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/37077/

A.L. Da dieser EU-Kommisar zig Sonderrechte streichen wird (Rente mit 48, 14 Gehälter usw.), ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Griechen wieder auf den Barrikaden sind und Hakenkreuze an die deutsche Botschaft schmieren.

Bemerkenswert finde ich rückblickend die Weitsicht des Aldi-Managements. Aldi hat sich bereits in der Frühphase der Krise (auf Nimmerwiedersehen?) aus Griechenland verabschiedet. Das hätten Merkel und Co. auch gekonnt, statt zur Schadloshaltung ihrer Bänker-Freunde ein milliardenschweres Rettungspaket nach dem nächsten zu schnüren.
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Anti Lemming:

Das deutsche Spar-Ultimatum im Wortlaut

 
28.01.12 10:07
www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/37080/
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Anti Lemming:

Monti ist im Nebenjob Berater bei Goldman

4
28.01.12 10:41
Man kann beim Gespann "Draghi und Monti" also durchaus von eine Goldman-Sachs-Seilschaft sprechen.

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31904/

Beide scheinen das Konzept zu verfolgen, vordergründig solide Politik betreiben bzw. "verkaufen" zu wollen (ähnlich den US-Sprüchen, Amerika verfolge "eine Politik des starken Dollar"), um diese dann durch die Hintertür zu torpedieren (faktisch zersetzen die Amis den Dollar im USD-Carrytrade).

Dieses "mit gespaltener Zunge reden" entspricht daher der praktischen US-Politik.


Die "Sprüche" von Monti und Draghi:

- Monti fährt ein scheinbar rigoroses Sparprogramm in Italien, das ihm Anerkennung bringt;

- Draghis kündigte verbal an, dass die EZB nicht dazu da sei, für die Schieflagen von
Eurozonen-Staaten aufzukommen und dass die Länder ihre Finanzen selber in Ordnung bringen müssten.

Die Realität:

Nachdem auf diese Weise "Kredenz" gewonnen wurde, ging es bei Monti und Draghi "ans Eingemachte":

- Montis Forderungen, Deutschland solle - z. B. via Eurobonds - für Italien aufkommen, weil es zuvor an der EMU so gut verdient hätte, unterscheiden sich kaum von denen Berlusconis. Monti will eindeutig die Transferunion, um Italien auf Kosten Deutschlands zu sanieren (= Staatsschnorrer-"Solidargemeinschaft").

- Draghi flutete die Eurozonen-Banken kürzlich mit einer halben Billion Euros. Im Feb. kommt eine weitere halbe Billion hinzu. Von diesem Geld kaufen die Banken jeweils Staatsanleihen des eigenen Staates, die anschließend bei der EZB deponiert und an diese verpfändet werden. Die Banken sanieren sich dabei durch risikolose Zins-Arbitrage (= Pro-Zockerbanken-Politik). Die EZB saniert dadurch - entgegen obigen Sprüchen Draghis - indirekt die Staatsfinanzen der Länder, indem sie via gepeppte Banken deren Schulden aufkauft.

Trichet hätte das vermutlich nicht gemacht, der war eher ein "Ehrenmann" und kein Monti-Draghi-Mafiosi.

Draghi kopiert damit fast Eins zu Eins die QE-Methode der Fed. Der Unterschied ist, dass die Fed Eigentümerin an den Staatsanleihen wird, weil sie diese den Scheinbieter-Banken, die die Staatsanleihen zuvor bei Auktionen erstanden hatten, real und unbefristet abkauft. Auf diese Weise - und durch zusätzlichen Aufkauf von MBS-Schrott - entstand im Soma-Account der Fed ein gigantischer Schuldsaldo von fast 3 Billionen Dollar. Die Fed wurde damit zur Bad Bank Amerikas und zu Geithners "außerbilanzieller Zweckgesellschaft".

An einen Abtrag der Fed-Schulden ist im US-Ponzi-Scheme offenbar nicht gedacht. Die ehemalige Notmaßnahme QE wird inzwischen sogar als "offizielle Zinspolitik" verkauft, so als würde Bernanke "nur" die Zinsen weiter senken. Zur Rechtfertigung weiterer QE-Maßnahmen reicht es der Fed, wenn die US-Arbeitslosigkeit hoch bleibt - was wegen der massiven Auslagerung von US-Jobs in Billiglohnländer zum Dauerbrenner-Scheinargument wird.

Draghi erwirbt de jure die PIIGS-Anleihen nicht (darf die EZB nicht), operiert aber ebenfalls mit Schattenbieter-Banken bei den neuen Auktionen, denen die EZB zuvor die für die Käufe benötigten Billionen zu Tiefzinsen geliehen hat. So werden zwar die Banken (und nicht die EZB) Eigentümer an den neuen Staatsanleihen. Dennoch türmt sich infolge dieser Transaktionen auch bei der EZB ein Billionen-Schuldsaldo auf - mit vergleichbarer "zentralbanklicher Hyper-Liquiditätsversorgung" wie bei der Fed.

Euro-QE = Q.E.D.
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Anti Lemming:

Hedgefonds klagen in GR, Bundesbank muss zahlen

7
28.01.12 10:53
Ist vom letzten WE, aber höchst interessant. Ebenfalls lesenswert ist die Leserdiskussion im Anschluss.

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36712/

Staatsschulden:
Hedge Fonds haben beste Aussichten bei Klagen

Deutsche Mittelstands Nachrichten, 22.01.12

Zum Geschäftsmodell der Hedge Fonds zählt, dass sie ihre Ansprüche gegen Griechenland auf dem Rechtsweg durchsetzen. Die Geschichte zeigt: Die Erfolgsquote ist überdurchschnittlich hoch. Und das Modell, das die Hedge Fonds verfolgen, könnte den Euro-Zone zu Fall bringen.


Einer der Gründe, warum sich die Verhandlungen über den griechischen Haircut so in die Länge ziehen (und warum in Berlin erhebliche Nervosität herrscht – mehr hier), liegt in der relativ starken rechtlichen Position einiger Hedge Fonds. Die griechische Regierung wird in dem Fall von dem amerikanischen Anwalt Lee C. Buchheit von der New Yorker Kanzlei Cleary Gottlieb vertreten. Buchheit hatte das Problem der griechischen Rechtsposition in einem ausführlichen Papier bereits im Jahr 2010 untersucht (Original hier). Er warnt in der Analyse vor der einseitigen Veränderung des Rechts durch eine zwangsweise Umschuldung (Collective Action Clause, CAC).

Aus gutem Grund: In der Vergangenheit hat sich nämlich gezeigt, dass die Strategie der Hedge Fonds darin besteht, es auf eine Klage anzulegen. Sie beschäftigen die besten Anwaltskanzleien der Welt, die eine ausgedehnte Expertise haben und sich vollkommen auf das Einklagen und Eintreiben von Schulden auf internationaler Ebene spezialisiert haben. Dies scheint den Griechen langsam zu dämmern: Denn die vollmundige Ankündigung der legalistischen Willkür durch Lucas Papademos (hier) ist ebenso unrealistisch wie die Beurteilung des Sachverhalts durch manche Medien, die Klagen für wenig aussichtsreich halten (wie etwa bei Reuters – hier). Sie unterstellen vorschnell, dass ein Staat immer am längeren Hebel sitzt, und sich daher im Grunde verschulden kann, so viel er will – ohne Folgen.

Doch anders als bei den zwischenstaatlichen Verträgen, wo Willkür mittlerweile schon zur Routine geworden ist (siehe Bruch der Maastricht-Kriterien durch Deutschland und Frankreich im Jahr 2009), gelten im internationalen Privatrecht immer noch der Grundsatz „pacta sunt servanda“ – Verträge müssen eingehalten werden. Die Hedge Fonds haben genau darin jahrelanges Know-How entwickelt. Sie treiben ihr Geld konsequent ein – und das nicht nur bei Staaten, die als notorische Rechtsbrecher bekannt sind.

Die Erfolgsquote bei Klagen unter internationalem Recht liegt nämlich weit über der Erfolgsquote bei Klagen im Fall von Chapter 11-Fällen oder der Schulden-Restrukturierung: In der historischen Analyse haben Kläger in internationalen Schiedsverfahren Profite zwischen 57% und 333% auf ihre Investments verbuchen können. Dies hat Manmohan Singh in einem Working Paper für den Internationalen Währungsfonds (IWF) ermittelt (Original hier).

Was schon die alten Preussen wußten, wissen die Hedge Fonds auch: Pacta sunt servanda. (Foto: Flickr/Yale Law Library)

Im Fall Griechenlands bezieht sich das Klage-Potenzial auf jene Bonds, die unter britischem Recht ausgestellt wurden. Anders als andere Bonds enthalten diese Bonds bereits eine CAC. Demnach müssen um die 70% der Gläubiger dieses Bonds einem Schuldenschnitt zustimmen. Der Finanzblog Zerohedge hat die Größenordnung einmal berechnet: Bondholder mit nur 3 Milliarden Euro können Hedge Fonds den gesamten Deal von 240 Milliarden Euro (ohne die EZB- und IWF-Kredite) zu Fall bringen (der gesamte, höchst lesenswerte Beitrag – hier). Bemerkenswert dabei ist das Timing: Die Hedge Fonds haben erst in den vergangenen Monaten damit begonnen, solche Papiere zu kaufen (Grafik am Ende des Artikels).

Die Durchsetzung dieses Rechtsansprüche ist ebenfalls in der internationalen Praxis bekannt: Die Gläubiger können im Fall der Weigerung eines Staats zu zahlen über ein Schiedsgericht eine einstweilige Verfügung erwirken, die anderen Staaten verbietet, von einem Schuldner Zahlungen zu akzeptieren. Der Europäische Gerichtshof hat im Streit von Elliott gegen Peru eine Millionen-Strafe für Euroclear-Staaten angeordnet, wenn EU-Staaten Zahlungen von Peru akzeptieren. Die EU-Staaten haben die Zahlungen von Peru nicht angenommen, am Ende musste Peru einer Einigung mit Elliott zustimmen. Zahlreiche andere Fälle mit Staaten wie dem Kongo, Jemen oder Nicaragua endeten ebenfalls.

Die Klagewelle der Hedge Fonds würde sich nach allgemeiner juristischer Beurteilung, nicht auf Griechenland beschränken. Das internationale Recht ist in den meisten Fällen bei Klagen gegen Staaten davon ausgegangen, dass die Gläubiger von Staaten zu 100% befriedigt werden müssen. Hinzu kommt, dass in fast allen Fällen auch die Prozess- und Anwaltskosten am Ende von den verklagten Staaten bezahlt wurden. Sollten die Staaten nicht zahlen können, werden in der Regel auch die nationalen Zentralbanken belangt. Diese müssen dann am Ende das Geld überweisen – mit den bekannten geldpolitischen Folgen für die betreffenden Staaten.

Genau in diesem Procedere besteht eine eminente Gefahr für die Deutsche Bundesbank (mehr dazu – hier). Vor allem aber wird das Konzept als Blaupause bei allen anderen unter Druck geratenen Staaten angewandt werden. Sie kaufen die Papiere billig (siehe Portugal – hier), und klagen am Ende ihre Investments ein. In der Euro-Zone finden sie dazu in idealer Weise Objekte – weil die europäischen Staaten es versäumt haben, sich rechtzeitig juristisch gegen spekulative Attacken abzusichern.

Denn anders als die angelsächsischen Staaten haben die meisten europäischen Staaten keine CAC im Regelwerk für ihre Bonds vorgesehen (mehr dazu und der Geschichte der CACs – hier). Somit werden Staatsanleihen nach dem Griechenland-Desaster zu echten „vergifteten“ Papieren. Institutionelle Anleger müssen aus Verantwortung gegenüber ihren Shareholdern die Finger davon lassen (mehr hier). Für Spekulanten dagegen werden die Wetten gegen Staaten zu einer Bank. Denn neben den Kreditausfallsversicherungen (CDS) haben die Hedge Fonds eine langjährige Erfahrung damit, wie man von Staaten erfolgreich Schulden eintreiben kann.
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Malko07:

Die demographische Bewertung der Zukunft,

3
28.01.12 11:32
Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen nach der Wiedervereinigung, war blödsinnig und diente primär der Einführung den privaten Altersversicherungen auf Kosten der Sozialversicherung. Maschmeyer, Riester, Rürup, Schröder und Biedenkopf waren sehr erfolgreich für die Finanzmafia tätig. Dabei ist in Wirklichkeit wesentlicher wieviele von den Arbeitsfähigen und Arbeitswilligen Arbeit haben und welche Arbeit sie haben. Was nutzt eine wachsende Bevölkerung mit wachsender Arbeitslosigkeit? Gerade jetzt erleben wir, dass trotz Abnahme des Potential an Arbeitsfähigen die Zahl der Sozialversicherten stark ansteigt und die Sozialkassen füllt. Ja ich weiß, auch die Zahl der miesen und geringbeschäftigten Arbeitsplätzen ist angestiegen,  widerlegt meine Aussagen allerdings nicht sondern belegt nur zusätzlich die wirtschaftliche Erholung.
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Kicky:

Profit ist kein Menschenrecht !

2
28.01.12 11:46
Hedgefonds sperren sich gegen den griechischen Schuldenschnitt. Ihr neuster Coup: Eine mögliche Klage auf Verletzung von Menschenrechten. Was ist davon zu halten?

...Wie die «New York Times» berichtet, soll es Überlegungen geben, wonach Hedgefonds vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klagen wollen. Dies, falls sie gezwungen würden, Verluste auf ihre Forderungen hinzunehmen. Wie das amerikanische Blatt ebenfalls berichtet, sollen sich Hedgefonds in jüngster Zeit besonders in griechischen Schuldpapieren engagiert haben. Dies unter anderem vor dem Hintergrund, dass man sich via Kreditausfallversicherungen eine Rückzahlung sichert.

Die neueste Entwicklung, in Strassburg auf ein Recht auf Eigentum zu pochen, lässt aufhorchen. Das nämlich, so die «New York Times», soll der zentrale Punkt einer möglichen Klage sein. Und so abwegig, wie das Vorgehen im ersten Moment scheint, ist es offenbar gar nicht. Zwar sagt der Berner Völkerrechtler Walter Kälin in einem Radio-DRS-Beitrag: «Profit ist kein Menschenrecht.» Aber: Ausgeliehenes Geld inklusive versprochene Zinsen seien durch die Eigentumsgarantie der Europäischen Menschenrechtskommission geschützt, so der Experte. Eine Kürzung dieser Geldwertansprüche sei ein Eingriff. In ähnlich gelagerten Fällen hätte die Rechtssprechung des Menschenrechtsgerichtshofes schon so entschieden, etwa bei Pensionskassenansprüchen.

Ob eine solche Klage allerdings von Erfolg gekrönt würde, ist dennoch ungewiss. Die Eigentumsgarantie sei nämlich nicht absolut, so Kälin. Sie würde eingeschränkt, wenn öffentliches Interesse geltend gemacht werde. Und öffentliches Interesse wäre sicher gegeben, wenn Griechenland ansonsten unweigerlich in den Staatsbankrott getrieben würde. Der Streitpunkt hier: Geht Athen zu weit oder ist der Schuldenschnitt verhältnismässig. Grundsätzlich gelte, so Kälin: Eine Klage vor dem Menschenrechtsgerichtshof hat keine aufschiebende Wirkung. Das heisst, ein Schuldenschnitt wird damit sowieso nicht verhindert.

Wie ein Spiel mit Drohungen und Bluffs

Dennoch scheint die griechische Tragödie so bald kein Ende zu haben. «Ich glaube, wir werden das aussitzen», erklärt ein Fondsmanager dem amerikanischen Blatt. Irgendwann würde der Moment kommen, wobei die Investoren das gesamte ausgeliehene Geld zurückerhalten. Das Ganze sei wie ein Spiel, mit Bluffs und Drohkulissen.

meine Meinung:elende Zockerbande,die die Bonds nur erworben hat ,um damit zu zocken,um Riesengewinne zu machen und wenns schief geht soll die Allgemeinheit zahlen.Wär ja noch schöner ,wenn die in Strasbourg recht bekämen
Antworten
Kicky:

Iran will am Sonntag Öl-Embargo gegen EU Beschluss

 
28.01.12 11:49
www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/37089/
Antworten
Kicky:

Pasok in Poll Meltdown

2
28.01.12 12:01
Neuwahlen stehen bevor und die Pasok wird draussen sein bei 12%,dafür eine linke Regierung.Da kann man sich ausrechenen, dass jede Zahlung rausgeschmissenes Geld ist.Gar nicht so dumm,dass sie die Neuwahlen um 2 Monate auf Ende April verschoben haben


....The VPRC survey for the Epikaira news magazine found that George Papandreou's Socialists sinking to 12 percent approval, and falling to fifth place, with support flooding to the new Democratic Left party.

New Democracy extended its lead, gathering 30.5 percent, with the Democratic Left in second with 13 percent and the Left Coalition and Communist Party of Greece (KKE) level at 12.5....www.athensnews.gr/portal/1/52683

Support has also risen for the neo-Nazi Golden Dawn (Hrysi Avgi) party, 2.5 percent, nearing the 3 percent threshold required for electing a deputy to parliament.
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Anti Lemming:

Bernankes Sprüche

6
28.01.12 12:16
Nachdem ich oben die "Sprüche" von Monti und Draghi auf ihren Realitätsgehalt abgeklopft habe, hier noch eine Analyse zu den Sprüchen und der Realität Bernankes.

Auch Bernanke redet mit "gespaltener Zunge". Er will, wie auch seine früheren Publikationen zeigen, die Monetarisierung der Staatsschulden durch Inflation bzw. Inflationierung - und verkauft dies als seriöse "Geldpolitik".

Für seine Politik der "Finanziellen Repression" benötigt er negative Realzinsen, mit denen er im Gegenzug via Zinsgeschenke die de facto überwiegend bankrotten US-Banken sanieren will.

Er erreicht dies, indem er die Leitzinsen bis 2014 bei nahe Null lassen und gleichzeitig via QE weitere Dollars drucken will. Die Geldschwemme treibt die Preise von Aktien, Bonds, Rohstoffen, Gold, Nahrungsmittel, Öl weiter nach oben (= Parallel-Blase), was inflationierend wirkt. Gleichzeitig leidet Main-Stream-Amerika unter Reallohnabbau, und es gibt keine Zinsen mehr auf Ersparnisse.

Man könnte Bernanke daher als Handlanger von Zockerbanken wie Goldman, Buffett und Co. brandmarken. Um diesem - berechtigten - Vorwurf zu entgehen, lügt Bernanke wie folgt:


LÜGE 1: "Die Jobverluste in USA haben keine strukturellen Ursachen, sondern sind konjunkturbedingt."


- Tatsache ist, dass die hohe US-Arbeitslosigkeit sehr wohl strukturelle Ursachen hat: Die US-Industrie nutzte den 2008-Crash dazu, in USA massenhaft Stellen abzubauen (= rund 10 Mio. neue Dauerarbeitslose) und im gleichen Atemzug ihre Kapazitäten in Fernost (bzw. anderen Billglohnländern) massiv auszubauen. Die Krise war sogar "nötig", um die unsozialen Jobverlagerungen zu rechtfertigen. In guten Zeiten wären sie in dem Ausmaß gar nicht möglich gewesen. Ein gutes Beispiel ist Caterpillar: Der Kurs von CAT ist nahe ATH, die Firma verdient dank der Jobverlagerung nach Asien (und Aufbau von China-Fertigung) sowie dank dem Schürf-Boom (ein Nebeneffekt von QE) besser als je zuvor.

- intendierte Wirkung: Bernanke erhält mit Lüge 1 ein Dauerbrennerargument für weiteres QE. QE wird ja als Konjunkturmaßnahme verkauft, daher "muss" die hohe US-Arbeitslosigkeit auch als "konjunkturbedingt" bezeichnet werden - obwohl Bernanke genau weiß, dass sie strukturelle Ursachen hat.


LÜGE 2: "Die Preisanstiege bei Nahrungsmitteln und Rohstoffen sind auf gestiegene Nachfrage in Asien zurückzuführen und nicht auf die Fed-Geldpolitik."


- Tatsache ist, dass die Manipulationen der Zentralbanken, allen voran der Fed, Märkte aller Art (Bonds, Aktien, Rohstoffe) stark verzerrt und verunsichert haben. US-Bondpreise sind auf Mondkurs - 30-jährige haben zurzeit die niedrigsten Renditen aller Zeiten. Am "kurzen Ende" indes wird Job Sixpack mit Reallohnabbau und negativen Realzinsen abgespeist.

Gäbe Bernanke zu, dass er diese negativen Realzinsen, die allein der Sanierung der Zockerbanken dienen, vorsätzlich mittels Finanzieller Repression (d.h. auf Kosten der Allgemeinheit) erzeugen würde, bekäme er Rechtfertigungsprobleme. Also wird (schutz-)behauptet bzw. vorgeschoben, "hohe Marktnachfrage" sorge für die (Rohstoff-)Preisanstiege und nicht etwa QE.

Damit wird QE sogar implizit als wirksames Heilmittel verkauft, weil es ja angeblich die Nachfrage gesteigert hat. Und das "beweist" ja, dass sich die US-Wirtschaft wiederbelebt. Hinzu kommen die gestiegene Aktienkurse, die ebenfalls als "sichtbarer Beweis" für Wirtschaftserholung angeführt werden, obwohl sie größtenteils auf die Geldflutungen zurückgehen.

Nur der Arbeitsmarkt funktioniere "leider" noch nicht (1), deshalb müsse QE eben dauerhaft fortgesetzt werden.

Obwohl also angeblich "der Markt" die inflationäre Rohstoffnachfrage erzeugt habe, weigert sich Bernanke, diese vermeintliche Realität in seine Inflationsberechnungen einfließen zu lassen. Bei der Berechnung der Kerninflation - die allein maßgeblich für die Fed-Politik ist - werden die stark gestiegenen Energie- und Nahrungspreise nach wie vor stur ausgeklammert - mit der Pseudobegründung, dass sie "hoch volatil" seien. Ist dann, so fragt man sich, nicht der gesamte gepumpte Aufschwung seit 2008 hoch volatil??

Die Wahrheit der angeblich stark gestiegenen Rohstoffnachfrage zeigt übrigens der kollabierende Baltic-Dry-Index (Chart in # 784). Goldman, JPM und Co. versuchen derweil an den Terminbörsen, mittels Future-Gepushe die "Nachfrage" nach teurem Öl künstlich aufrecht zu erhalten, damit Bernankes Lügengebäude nicht kollabiert und damit sie weiter schön an der Contango-Arbitrage verdienen können.
Antworten
Kicky:

Zentralbanken m.15 Billionen erfundenem Kapital

2
28.01.12 12:19
enem Kapital
Largest Central Banks Now Hold Over 15 Trillion in Fictitious Capital

....Japan is on life support. The largest buyers of its debt are now sellers.  Japan Post Holdings holds almost 3 trillion dollars of JGB’s and GPIF, the retirement fund, holds over $1 Trillion of JGB’s. Japan Post is the largest financial institution in the world and has 75% of assets in JGB’s and now wants to diversify. The retirement fund is liquidating $80+ billion per year to pay out benefits. I just read that the banks across Japan have 25% of assets in JGB’s. If rates were to move 1% (double), what would be the impact to the capital of the banks?  

One argument is that Japan's banks are going to step in lieu of the big dwindling pensions. I merely point out that the IMF is go to stress test the banks against a modest move higher in rates. That would discourage the banks from buying debt at current levels.

The insurance companies are big holders and the people are getting old and dying. The savings rate is at 2% and headed negative (also demographics). The trade surplus has turned to deficit. The budget for this year was to have more JGB issuance than government revenue (about 50% of spending to be borrowed), then the earthquake hit. There are projections that the end total may approach two thirds of total spending that will be borrowed for the current fiscal year. There are no new large buyers to replace the ones mentioned above, and to sell bonds outside of Japan would require much higher rates. The Japanese people have trusted their financial institutions to the government and the trust has been violated.  The money is gone and the government is not fiscally responsible. This party is about to end.  John Mauldin called Japan, “A bug looking for a windshield” and Kyle Bass, “A giant ponzi scheme that is running out of time”.

Japan is just one insolvent country; there are others. In tandem, the central banks of these nations hold $15 trillion plus in inflated securities, loans and sovereign securities, in one giant Ponzi pool holding increasingly insolvent debt and "liquidity" loans to banks. As defaults and more credit downgrades gather steam (UK, US, France, Germany and others), the markdowns of these $15 trillion will accelerate. It is important to remember that the capital for central banks is provided by the participating govts. For example, this is who backs the tiny $81 billion ECB capital used to lever 2.75 trillion in "assets."

When central banks (CBs) expand their balance sheets, they buy securities and accept collateral of securities. As such they take risks, especially when defaults occur. And what is the quality of those securities?

These charts are actually dated. The CBs own these markets, use thin capital bases, and are going to be handed the losses on the fictitious capital they hold. Tattoo this on your forehead, CBs hold well over 15 trillion in securities and loans to banks of various and often dubious quality, an immense gamble. These are all ultimately the responsibility of the sponsoring country, and represents a monster contingent liability. That will be the end game.
www.zerohedge.com/contributed/...5-trillion-fictitious-capital

sehr schön bei Barry Ritzholz mit den Charts der 8 grossen Zentralbanken
www.ritholtz.com/blog/2012/01/living-in-a-qe-world/
(Verkleinert auf 57%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 480333
Antworten
Kicky:

Illusionskünstler

3
28.01.12 12:32
Warum muss eigentlich der „ewige“ Euro-Krisenfonds aufgestockt werden, wenn Griechen, Iren, Portugiesen, Spanier und Italiener so hart sparen und reformieren, wie immer wieder behauptet wird? Aus guten Gründen zögert Deutschland, der geforderten Ausweitung des dauerhaften Krisenfonds ESM bis auf eine Billion Euro zuzustimmen. Die bislang nicht gerade erfolgreiche Euro-Rettungspolitik ist kein Beleg für die These, Märkte ließen sich von hohen Beträgen beeindrucken.

Wieso braucht man mehr Volumen, wenn die Mittel des vorübergehenden Krisenfonds EFSF nicht abgerufen sind und auch der Währungsfonds weiter Kredite vergeben kann? Wissen die Politiker mehr als die Märkte, die sich beruhigt hatten und nun mit Weltuntergangsprognosen wieder aufgeschreckt werden? Wie zu hören ist, reift auch im Währungsfonds die Erkenntnis: Griechenland kann seine Schulden nicht zurückzahlen. Vor der anstehenden Quartalsauszahlung können selbst die Illusionskünstler aus der EU in der Troika mit EZB und IWF die Fakten nicht mehr leugnen. Die Schuldentragfähigkeit ist nicht gegeben, nach den Regeln des IWF dürfte frisches Geld nicht fließen.

Der erzwungen freiwillige Schuldenschnitt für die privaten Gläubiger reicht kaum, ihm müsste ein ebenso großer Verzicht öffentlicher Gläubiger folgen. Noch sträubt sich die EZB dagegen, und auch die Finanzminister der Geberländer wollen ihren Steuerzahlern die Verluste am liebsten verschweigen. Dabei wissen alle: Zusätzliche Hilfen für Athen sind unvermeidbar, solange der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion keine politische Option ist.

Das nutzt Athen aus. Hellas und auch andere Krisenländer leben noch immer über ihre Verhältnisse, geben deutlich mehr aus, als sie erwirtschaften, obwohl sie eigentlich Überschüsse brauchten. Im Jahr drei nach Ausbruch der Schuldenkrise muss man zweifeln, ob Griechenland in der Währungsunion überhaupt wettbewerbsfähig werden will. Die Eliten in Athen scheinen nicht gewillt zu sein, die eigenen Pfründen abzuschaffen sowie Korruption und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Die EU zahlt ja auch dann, wenn Griechenland nicht liefert. Und wer steht am Pranger? Von wem wird „mehr Europa“ gefordert? Von der EZB und den soliden Ländern, allen voran Deutschland.  www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...sionskuenstler-11622375.html


Keine Entlassungen jetzt   www.athensnews.gr/portal/1/52706

Anteil der einzelnen Länder s.zerohedge
Der USA Bären-Thread 480338
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Kicky:

Zocken mit griech.Bonds an Stuttgarter Börse

2
28.01.12 12:41
...more recently we read practically everywhere that almost the opposite was true, that the largest such funds actually spurned Greek bonds, and that some had gone through the unusual trouble of outright denying involvement. And now the Frankfurter Allgemeine suddenly, coup de théâtre, knows that hedge funds aren't even at the negotiating table because their participation is so inconsequential.

It appears the.hedgefonds have figured out that waiting for a "credit event" that would trigger a CDS payout is like waiting for Godot. So then, who are these private investors who hold about €206 billion of these crappy bonds? Well, the usual banks and financial institutions, and ... German retail investors. The dumb money is moving in.

The Stuttgart bourse is Germany's leading exchange for derivative products and bonds, including euro sovereign bonds. It handles 60% of the transactions by individual German investors. And Greek sovereign bonds are suddenly trading like there is no tomorrow
. Oh, wait.... There is no tomorrow? At any rate, trading volume in these bonds has more than doubled since mid-December and is now second among all European sovereign bonds. Only German Bunds trade at a higher volume.

Bonds due in March make up 80% of the trading volume. The lure: they’re “cheap.” They go for 39 cents on the euro, down from 50 cents on the euro at the end of December, after a spike. So they’re volatile, and volatility leaves room for hope. Bonds due in May are trading below 30 cents on the euro.

These investors are throwing the dice. Left to its own devices, Greece will not be able to redeem these bonds when they mature in March or May. Whatever they're worth afterwards will be significantly less than what they are worth now, if Argentina is any guide.

If there is an agreement with private sector bondholders, and if there is sufficient participation, and if the debt swap actually takes place, then these bonds may turn into a profitable investment. But those are big ifs. One thing is for sure, which leaves little room for hope: the smart money was selling them those bonds.

www.zerohedge.com/contributed/...ds-and-debt-swap-negotiations
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Anti Lemming:

Malko - zur FAZ-Anlageempfehlung

4
28.01.12 13:19
Sie stammt von einem Fonds-Fritzen, der "in Schwellenländern" macht. Das muss man schon mal von Vornherein als Wahrnehmungs-verzerrend bzw. "Schäflein lenkend" abziehen.

Er schreibt:

Die Preise von realen Werten, wie Aktien, Rohstoffen und Immobilien, seien eng verknüpft mit der Entwicklung der Inflationsraten. Gehe mit der Inflation eine Konjunkturüberhitzung einher, könnten Rohstoffe und Aktien von der steigenden Nachfrage zusätzlich profitieren. Gleichzeitig schienen die Bewertungen von Aktien – gemessen an ihren Kurs-Gewinn-Verhältnissen und den vergleichsweise hohen Dividendenrenditen – attraktiv zu sein. Insofern könne zum Beispiel mit einer Dividendenstrategie bei Aktien, die auf ausschüttungsstarke Unternehmen setzt, ein netter „Kupon“ verdient werden. Zu den realen Werten zählen vor allem Investments in Aktien und Rohstoffe.

Die Inflationsraten steigen zurzeit nicht. Wie haben am kurzen Ende Nullzinsen und am langen Ende rekordtiefe Zinsen. Inflation entsteht auch nicht durch "Wachstum" - und schon gar nicht durch "Konjunkturüberhitzung" (der Fonds-Fritze scheint da selber der guten alten Zeit hinterherzuträumen) - , sondern zurzeit fast ausschließlich durch Gelddrucken der Zentralbanken, das aus dem Grund ja auch als Anti-Deflations-Maßnahme verkauft wird.

Das Gelddrucken erzeugt negative Realzinsen - d. h. einen von den Zentralbanken herbeigeführten künstlichen Kaufkraftverlust - der sich zwar irgendwie "wie Inflation anfühlt", tatsächlich jedoch eine Krisenmaßnahme ist. Diese "gefühlte" Inflation mit der  "guten" Inflation aus Boomzeiten, die aus Wirtschaftsüberhitzung (Lohn-Preis-Spirale) resultiert, gleichzusetzen ist höchst unseriös.

Die Inflationsmechanismen der Vor-Krisen-Zeit, die der Autor latent für seine Investmentbegründung anführt, gelten nicht mehr. Sie wurden durch Finanzielle Repression der Zentralbanken mutwillig - oder genauer: böswillig (da ihm Dienste der Zockerbanken) - außer Kraft gesetzt.
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Anti Lemming:

Mein letztes Posting bezieht sich auf # 773

 
28.01.12 13:22
Anti Lemming:

# 796

5
28.01.12 13:33
So then, who are these private investors who hold about 206 billion of these crappy bonds? Well, the usual banks and financial institutions, and ... German retail investors. The dumb money is moving in....

One thing is for sure, which leaves little room for hope: the smart money was selling them those bonds.


Hatte Metropolis alias Zaphod42 nicht bereits im Mai 2010 griechische Staatsanleihen als Langzeitinvestment empfohlen und auch selber gekauft?

Soweit zum Thema "dumb money"...
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Anti Lemming:

zu Japan # 795

4
28.01.12 13:49
Ich hab in den letzten Monaten schon öfter gepostet, dass ich einen Long in USD/JPY - der auf Schwäche Japans setzt, da der Yen zurzeit extrem stark ist - für strategisch interessant halte. Antizyklischer Long-Einstieg könnte mMn ab 76,50 abwärts erfolgen.

In dem Zshg. gefällt mir John Mauldins Formulierung, Japan sei "ein Insekt, das auf eine Windschutzscheibe wartet".

Die ganze Analyse unten (komplett bei Kicky) ist "auf den Punkt": Japan gilt völlig zu Unrecht als Hartwährungsland. 230 % Schulden/BIP-Quote sind einsamer Weltrekord.

There are no new large buyers [für japanische Staatsanleihen, A.L.] to replace the ones mentioned above, and to sell bonds outside of Japan would require much higher rates. The Japanese people have trusted their financial institutions to the government and the trust has been violated.  The money is gone and the government is not fiscally responsible [Sahen wir ja schon nach der Fukushima-Havarie, A.L.]. This party is about to end. John Mauldin called Japan, “A bug looking for a windshield” and Kyle Bass, “A giant ponzi scheme that is running out of time”.
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