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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.868,59 +0,79% Perf. seit Threadbeginn:   +370,78%
 
Anti Lemming:

# 665 - Vertrauen wird immer brüchiger

12
11.09.11 06:25
"Bei dem Treffen verständigten sich die G7-Länder darauf 'starke Anstrengungen zu unternehmen, um Finanzstabilität zu erhalten, Vertrauen wiederherzustellen und Wachstum zu unterstützen'"

Je öfter versucht wird, das "Vertrauen wiederherzustellen", desto brüchiger wird es. Denn mit der Zahl der zuvor gescheiterten "Vertrauens-Wiederherstellungen" sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es nun ausgerechnet DIESMAL klappen könnte.

Das Ganze ähnelt der Charttechnik. Es gibt zwar Doppelböden, aber selten Dreifachböden. Grund: Wird eine Unterstützung innerhalb kurzer Zeit zum dritten Mal getestet und durchbrochen, sinkt die Chance drastisch, dass es erneut zu einem Reversal (Trendumkehr nach oben) kommt.

Bei einer derart boden- und hodenlosen Politik, wie sie zurzeit die Zentralbanken aller Herren Länder betreiben, ist es ein Wunder, dass deren Gebäude überhaupt noch stehen.
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fkuebler:

Wer dem F'schen Klopapier folgt, gerät nach links

9
11.09.11 10:27
Zumindest in der Bruegel-Tabelle... ;-)
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 438158
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Anti Lemming:

links und rechts

3
11.09.11 11:59
Zur Debatte zwischen Daiphong ("links") und fkuebler ("rechts") bezüglich des Frìcke-Artikels, in dem dieser mehr Geldflutungen fordert:

Gemäß Eurer Debatte sind die Krugman/Frìcke'schen Geldflutungen "links" und ein Stop der Flutungen sei "rechts".

Diese Einstufung ist insofern plausibel, als "linke" bzw. demokratische Politiker wie Obama (und früher Lafontaine) in Krisen stets große Konjunkturprogramme fordern, während das "rechte Ende" - etwa die Tea Party Leute - so wenig Staat (und Steuern) wie irgend möglich will. Beides schließt sich aus.

Es gibt aber auch ein andere Sicht: Könnte nicht auch eine Fortsetzung der (Bailout-)Geldflutungen als "rechts" interpretiert werden, weil damit das Gezocke der Banken 1. ungesühnt bleibt und 2. fortgesetzt werden kann?

Umgekehrt könnte es - entgegen Eurer Kategorisierung - auch "links" sein, wenn die Staaten/Zentralbanken die Geldflutungen einstellen, um den Zockerbanken das Spielgeld wegzunehmen. Denn das gäbe der Wirtschaft die Chance, über einen letztlich heilsamen Bereinigungsprozess zu dem Punkt (DAX 1700)zu gelangen, ab dem wieder ein organisches Wachstum möglich ist.



Ich komme darauf, weil ich mich als eher "links" einstufe und trotzdem eine Ende der Alimentierung der Zockerbanken sehen möchte. Vielleicht ist links im Daiphong-Sinne ein SPD-Lavieren, bei dem man die Banken-Kühe, die man im Brandt-Sinne ja "melken" will, "nicht schlachten" darf. Links im obigen Alternativ-Sinne wäre dann radikaler, weil man die Banken für ihre Zockerspiele "bezahlen" lässt und damit ein Kuh- bzw. Rindersterben auslöst. Tote Banken kann man zwar nicht mehr melken, aber sie richten dann auch keine Verzockerschäden mehr an.
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Garion:

Ich halte die links-rechts-Diskussion für müßig

12
11.09.11 12:37

Denn es gibt zu viele Faktoren zu berücksichtigen. Wenn bspw. durch mehr Gelddrucken die Inflation steigt, dann sind die sozial Schwachen zuerst am A****. Warum? Wenn beispielsweise ein sozial Schwacher 500 Euro pro Monat braucht um nicht zu hungern und die Lebensmittelpreise steigen binnen zweier Jahre um 10 %, dann muss er entweder seinen Lebensmittelkonsum um 10% senken oder mehr Geld auftreiben. Lebt er von Stütze oder Rente ist letzteres schwierig. Demgegenüber kann sich jemand, der 5000 Euro jeden Monat bekommt noch ziemlich lange satt essen, undzwar so lange, bis die Lebensmittelpreise so hoch steigen, dass man, um satt zu werden, mehr als 5000 Euro pro Monat ausgeben müsste. Die Zahlen sind reine Rechenbeispiele. Dennoch verstehe ich nicht, wie die politische Linke vor diesem Hinergrund so für Gelddrucken sein kann. Scheint eine Ideologielücke bei denen zu sein. Oder schlichtweg mangelnde ökonomische bzw. mathematische Bildung. Sind ja auch beides Leistungsterrorfächer.

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fkuebler:

Garion #679 bringt's mal wieder auf den Punkt :-)

11
11.09.11 13:05

"Ich halte die links-rechts-Diskussion für müßig. Denn es gibt zu viele Faktoren zu berücksichtigen"

Aber es macht doch so viel Spass, daiphong in die linke Ecke zu stellen, weil er dann immer so schön knurrt... 

AL's Wunsch wäre übrigens gut erfüllbar...

"Ich komme darauf, weil ich mich als eher "links" einstufe und trotzdem eine Ende der Alimentierung der Zockerbanken sehen möchte"

... wenn man sich die schwedische Bankenkrise (als Folge eines Immo-Bubbles) von 1990-92 als Template nimmt: die Schweden haben die ganzen Banken ratz-fatz verstaatlicht, ein paar Jahre lang wieder eingenordet (fällt im Norden natürlich auch leichter :-), und dann wieder provatisiert. Hat hervorragend geklappt und wäre ein schönes Muster auch für diese Krise gewesen.

Garions Rätsel...

"Dennoch verstehe ich nicht, wie die politische Linke vor diesem Hinergrund so für Gelddrucken sein kann. Scheint eine Ideologielücke bei denen zu sein"

... ist auch auflösbar: Das Anpacken von Geld, am liebsten von furchtbar viel Geld, ist dem Linken unwiderstehlich, denn es verbindet die Allmachtsphantasie, kraft seiner überlegenen gesellschaftsutopischen Erkenntnisse die Welt in Ordnung zu bringen, mit der Möglichkeit, mal wieder ordentlich Umverteilung zu machen und Gerechtigkeit durch Steuererhöhungen herzustellen 

Na, da hör' ich ihn doch schon wieder knurren ... 

 
 
 
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Stöffen:

Langfrist-Pic des SPX mit EMA17&43 Crossovers

4
11.09.11 13:10
Anbei ein interessantes charttechnisches Setting des S&P500, welches ich aktuell in einem US-Blog aufgepickt habe. Die Langfrist-Betrachtung eines US-Chartisten zum S&P500, welcher hier mit dem technischen Tool des 17er EMA in Korrelation zum 43er EMA im Weekly arbeitet, eine Indikatoren-Kombination, welche mir zuvor noch nicht sonderlich aufgefallen war. Wobei das Crossover-Signal hinsichtlich der Anzeigequalität von "Big Moves" durchaus als robust und beeindruckend angesehen werden darf. Als "Börsen-Besoffene" suchen wir ja halt auch stets und beständig nach jedweden stabilen Laternenmasten…. ;-))

Denn der Indikator des 17er EMA in Korrelation zum 43er EMA zeigt im Weekly schon recht exakt an, wann der Bulle stampft bzw. der Bär brüllt. So ist aktuell seit Mitte August der 17er EMA wieder unter den 43er EMA gerutscht was einem "Bear Market Rulez Apply" gleichkommt. Obwohl die Börsen überverkauft wirken und möglicherweise kurzfristig reif für einen Bounce sind, sollte dieses angezeigte langfristige Sell-Signal evtl. nicht unterschätzt werden, denn in der jüngeren Historie hat der Indikator seit 1995 bzgl. seiner Crossings kein Fehlsignal generiert, den letzten meaningful whiplash gab es in 1991.

P.S.: Einstiege bzw. Longs sind gemäß des Indikators mit einem grünen Pfeil, die Ausstiege bzw. Short mit einem roten Pfeil markiert.
Der hier abgebildete "SPY" ist ein US-ETF, welcher die Kursbewegung des S&P500 nachbildet.
(Verkleinert auf 54%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 438169
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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daiphong:

es ist inzwischen fkueblers Hobby geworden,

11
11.09.11 14:37
meine ihm nicht genehme Einschätzungen zu diffamieren. Sehr erfolgreich an vielen Stammtischen, völliger Blödsinn bezogen auf meine Positionen. Ich knurre nicht, weil ich entlarvt wurde, sondern weil mir so ständig blödsinnige Positionen untergeschoben werden, die sich selbst vehement ablehne, ich einem rein demagogischen Spielchen ausgesetzt werde.
Ich habe allerdings aus sehr bürgerlichen Gründen etwas gegen eine deutschnationale Gesinnung und Weltanschauung, die auch hier von einigen intensiv gepflegt wird. Die sich sogar als Lösung der Finanzkrise aufspielt, das halte ich für lächerlich.

Ich sehe die Ursache der Krise in den globalen Verwerfungen nach 1990. Dem gewaltigen Aufstieg der USA bis 2000 und Chinas bis heute. Und einem Niedergang der USA, der mMn noch lange anhalten wird und selbst große Verwerfungen auslöst.

Werden in den USA die Finanzmärkte die Realmärkte inflationieren, oder umgekehrt die Realmärkte die Finanzmärkte deflationieren? Bisher wohl unentschieden, und das sollte auch noch lange so bleiben. Die Fed wird gegen die Deflation der Finanzmärkte immer wieder QE einsetzen und eine dauerhafte Rückkehr von US-Auslandskapital in den „Safe Haven“ mit aller Gewalt verhindern. Ein großes, relativ schnelles Finanzmarkt-Pendeln zwischen Recoverys und Crashs ala Japan ist zu erwarten mit entsprechend großen Dollarschwankungen und weltweiten Schäden.

Betroffen ist vorrangig Europa, auch Teile Asiens. Nur hier sind ausreichend große und liquide Märkte, die gehebelt ein Spielball der großen Finanzmarkt-Spekulationswellen seit 2000 sind. Europa kann in diesen Wellen ökonomisch schwer geschädigt werden, auch die harte Konkurrenz aus Asien macht Schwieirgkeien, es übersteht jetzt nur durch viel Geschick, Sturheit und einer gewissen Bescheidenheit. Das gilt auch für die deutsche Position, die sich diesen Realitäten stellen muss.

Man wird in Europa nicht den US-Weg gehen. Der Niedergang der USA wird mit einer ungebremsten Staatsverschuldung und einem im Schnitt sinkenden Dollar einher gehen. Man wird einerseits eine gewisse Reindustrialisierung versuchen, andererseits weiter von der Hochverschuldung und dem Auslandskapital leben wollen, sich aber zwischen diesen entgegengesetzten Interessen nicht entscheiden können. Also eher beides ruinieren.

Europa hingegen wird die Haushalte und damit die Staatsschuld konsolidieren müssen, ein Herauswachsen oder Herausinflationieren aus der Hochverschuldung ist derzeit nicht möglich, das ist inzwischen fast Gemeingut (außer beim Pleitier Griechenland, der abgewickelt gehört). Man wird aber auch nicht in Deflation übergehen wollen, man wird derzeit die Konsolidierung nicht über einen Abbau der Neuverschuldung bis gegen Null hinaus treiben können. Dieses Ziel ist schon ambitioniert. Und man wrd EZB und Rettungsschirm einräumen müssen, dass sie Staatsschuld schützen und kaufen, wenn dieses Ziel auch real und konsequent verfolgt wird. Solche systemgefährdenden Spielchen wie von Berlusconi zuletzt muss man daher geradezu brutal unterbinden, seitens Trichet u.a. ist das auch erfolgt.

Ich halte die deutsche Position, wie sie derzeit von Schäuble und Co. und einem durchaus breiten politischen Spektrum vertreten wird, im Grunde für richtig. Für die deutschnationale, DM-, Papiergeld-Untergangs-, "deutsche Ordnungslehre"-,  fkuebler- und Schnellschwätzer - Fraktionen bin ich dadurch offenbar links (radikal). Scheiß drauf.
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permanent:

French Banks Brace for Credit Ratings Downgrade

4
11.09.11 15:08
French Banks Brace for Credit Ratings Downgrade
Reuters
| 11 Sep 2011 | 12:52 AM ET

France's top banks are bracing themselves for a likely credit rating downgrade from Moody's, sources close to the situation said on Saturday, further complicating their efforts to assure investors they are riding out the tensions in funding markets. 

 

Several sources said on Saturday that BNP Paribas, Societe Generale and Credit Agricole were expecting an "imminent" decision from the ratings agency, which first put them under review for possible downgrade on June 15.

Moody's at the time had cited French banks' exposure to Greece's debt-stricken economy as the reason behind the review, which was due to last three months. Outside commentators said the ratings were ripe for a downgrade because of rising borrowing costs in the face of sovereign debt turmoil. 

"The decision is imminent," one Paris-based source said. "It will probably be a downgrade but it's not certain yet." 

France's lenders -- two of which own local banks in Greece -- have the highest overall bank exposure to Greece, according to the Bank for International Settlements. They have begun to take writedowns on their Greek sovereign debt holdings as part of a new rescue package but some say not aggressively enough.

Greece vowed on Saturday to stay the course of austerity and avoid bankruptcy as anger at the country's failure to meet fiscal targets under its EU/IMF bailout reached boiling point.

The three French banks and Moody's declined to comment for this story. The agency said in June it was considering cutting BNP and Credit Agricole by one notch and SocGen by up to two notches because of the level of state aid it received in the past.

Moody's long-term senior debt ratings for BNP, SocGen and Credit Agricole are respectively Aa2, Aa2 and Aa1, all assigning high grade creditworthiness. 

A downgrade, though well-flagged, would be another reminder of deteriorating market sentiment as investors discount economic slowdown in Europe, tougher capital requirements on banks and the unfolding drama in Greece and the euro area.

Sovereign debt turmoil has crushed European banks' share prices since the start of the summer and pushed up their cost of borrowing, especially from U.S. dollar money markets.

French banks, seen as particularly reliant on short-term funding, have been among the hardest hit. SocGen shares are down 57 percent since the end of June and are flirting with levels not seen since March 2009, when Europe was in recession.

SocGen, Credit Agricole and larger arch-rival BNP -- which together held around 6 billion euros ($8 billion) of Greek sovereign debt at end-March -- recently sought to reassure investors on their funding positions by giving extra disclosures on liquidity, but that has failed to stem the sell-off.

Some say the only way out is for Europe to recapitalise its battered banking sector to better absorb sovereign debt losses and to cope with tougher capital requirements. IMF chief Christine Lagarde has been a vocal proponent of such a measure.

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DOOMSTER:

na da wird sich aber der sparsame Deutsche freuen

5
11.09.11 16:27

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-09/21313537-bericht-bundesregierung-erwaegt-erhoehung-des-renteneintrittsalters-003.htm

 

 

 

Bericht: Bundesregierung erwägt Erhöhung des Renteneintrittsalters
Um die Staatsfinanzen zu sichern, erwägt die Bundesregierung, das Renteneintrittsalter  um zwei auf 69 Jahre zu erhöhen. Das geht dem Nachrichtenmagazin  "Focus" zufolge aus dem bisher unveröffentlichten  "Tragfähigkeitsbericht" hervor, den Bundesfinanzminister Wolfgang  Schäuble (CDU) im September vorstellen will. Danach "haben sich die Risiken für die dauerhafte Solidität der Staatsfinanzen zuletzt spürbar erhöht".

....

 

 

Bloss gut das wir so schön die Finanzen zusammengehalten haben, das wir jetzt zur Rettung von Sunshine Europäern eins übergezogen bekommen.

Man darf schon erahnen was als nächstes kommt, das wäre nämlich eine heftige MwSt Erhöhung.

 

 

 

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wawidu:

kosto # 87675

3
11.09.11 17:05
"Das Welt-Bip (= Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen) wurde für  das Jahr 2010 mit 63 Billionen beziffert."

Laut den Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ oder BIS) lag das globale BIP per 2010 bei rund 50 Bio. USD. Die gesamten Zahlungsverpflichtungen (Staat, Unternehmen, Privathaushalte) allein in den USA beliefen sich in 2010 auf rund 62 Bio. USD (incl. der realen Zahlungsverpflichtungen von US-Großbanken aus von diesen emittierten Derivaten, speziell CDS). In der Aufstellung des Handelsblattes fehlt leider dieser Aspekt.
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Anti Lemming:

Vielleicht sollten wir uns bei der Polarität

 
11.09.11 18:23
eher zwischen "long" oder "short" festlegen statt hier Grabenkämpfe im Links-Rechts-Schema zu führen.

Ungeachtet dessen gilt nach wie vor das, was ich im letzten Absatz des Eingangspostings geschrieben hatte, speziell bei "deutschnationalen" Ausfällen.
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Anti Lemming:

Doomster - Rente

6
11.09.11 18:35
Man könnte die Griechenkrise auch lösen, indem die Deutschen mit 77 in Rente gehen, damit die Griechen weiterhin mit 48 in Rente gehen können. Vielleicht braucht man den die nächste Tranche des Rettungsfonds nicht so weit aufzustocken.

Fakt ist: Wohin man blickt (z. B. auch in Richtung mögl. Mwst-Erhöhung), werden die Krisen-Lasten auf den Deutschmichel abgewälzt. Als zuvor die Ponzi-Spielchen noch liefen, blieb er außen vor. Er ist zum Dummlack der Banken verkommen.
Antworten
DOOMSTER:

AL, nur geht das meist nicht lange gut

2
11.09.11 18:47

weil der Fliesenleger schon mit 45 nicht mehr krauchen kann:)

 

Aber jetzt warten wir erst mal die Verstaatlichung des Bankensektors ab und schauen was übrig bleibt, eventuell wird dann das Ponzi Rentenversicherung auch in Deutschland ersatzlos gestrichen, weil ja dann ohnehin keiner mehr einsieht auch nur einen Cent an den Staat abzuführen.

Nun wird sich der Zockende Bankaktionär fragen "wie jetzt, Verstaatlichung meiner "wertvollen" Bankenpapiere", tja ein Blick ins Grundgesetz gibt mittlerweile glasklaren Anlass dazu.

Meiner Meinung nach dürfte diese wahrscheinliche Verstaatlichung in den Bankvorstandsetagen schon längst bekannt sein und passender Weise wurde schon mal der Verkauf von liquiden Assets eingeleitet (die Börsen sprechen Bände).

Sozialismus wir kommen und man sollte sich schon mal so langsam auf die Suche nach einem schönen Domizil ausserhalb der EU machen:)

 

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permanent:

Goldpreisanstieg - wie lange noch?

6
11.09.11 19:16

Wellenreiter-Kolumne vom 10. September 2011
Goldpreisanstieg - wie lange noch?

„Ohne den Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen.“ Alan Greenspan schrieb dies im Jahr 1966.

Diese Worte waren einerseits prophetisch, andererseits nicht ganz korrekt. Prophetisch waren sie, weil im Jahr 1966 ein sechzehn Jahre andauernder Enteignungsprozess begann. Die Enteignung der Aktionäre erreichte im Jahr 1982 ihren Höhepunkt. Der Dow Jones Index fiel bis dahin inflationsbereinigt um etwa 75 Prozent.

Der USA Bären-Thread 11575973

Korrekt waren die Worte Greenspans deshalb nicht, weil es keinen Goldstandard braucht, um sich vor Inflation zu schützen. Es reicht, wenn Gold frei handelbar ist. Diejenigen, die von 1966 bis 1980 in Gold investiert waren, konnten sich über eine Verzehnfachung ihres dort investierten Vermögens freuen (inflationsbereinigt wohl gemerkt). Dann allerdings wurde es Zeit, die Goldarena zu verlassen und in den Aktien- oder Anleihenmarkt zu wechseln.

Der USA Bären-Thread 11575973

Die Zyklik wiederholt sich seit den Jahren 2000/2001. Die Aktienmärkte der westlichen Industriestaaten befinden sich erneut in einem übergeordneten Bärenmarkt. Dieser schröpfte die Aktionäre inflationsbereinigt um - bisher - 30 Prozent. In der Spitze betrug der inflationsbereinigte Verlust gut 50 Prozent (im März 2009). Der Goldpreis verfünffachte sich real (=inflationsbereinigt) seit 2001.

Zwischenfazit: Wer in den Zeiträumen 1966 bis 1982 und von 2001 bis heute über ein Portfolio verfügte, das Gold angemessen berücksichtigte, konnte es in den genannten Perioden eine Vermögensminderung vermeiden.

Prozentual recht wenige Teile der Bevölkerung sind Aktionäre, die meisten sind Sparer. Nahezu jede Person verfügt über ein Girokonto und/oder über ein Sparkonto. Sparkonten werden dann real geschröpft, wenn die Inflationsrate höher ist als der Sparzins. Der Fachbegriff dafür lautet „negativer Realzins“.

Wir zeigen nachfolgend den Realzins für kurzfristiges Geld (US-3-Monats-Anleihen).

Der USA Bären-Thread 11575973

Die blauen Kreise weisen auf zwei Perioden mit ausgeprägtem negativem Realzins hin. Unschwer zu erkennen sind die 1970er Jahre sowie der Zeitraum seit 2000/2001. Für Deutschland gilt ähnliches: Der Euribor notiert derzeit niedriger als die Inflationsrate.

Es dürfte klar sein, dass Inflation nicht als Einzelindikator betrachtet werden sollte. Sie muss stets in Zusammenhang mit den Aktienmärkten und den nominalen Zinssätzen gebracht werden. Steigen die Aktienmärkte stärker als die Inflation oder liegen die Zinssätze oberhalb der Teuerungsrate, so nimmt das Realvermögen der Anleger und Sparer zu. Das wäre auch dann der Fall, wenn die Inflationsrate 10%, die Spar-Rendite hingegen 12% betragen würde.

Übrigens: In einem Land wie Japan, in dem die Zinsen zwar sehr niedrig sind, aber in den vergangenen Jahren überwiegend Deflation herrschte, liegt ein positiver Realzins vor. Dort wird der Sparer nicht enteignet. Allerdings leidet der Aktionär, denn der Nikkei-Index bewegt sich seit dem Jahr 1990 in einem Bärenmarkt.

Die Zyklik der Ereignisse ist dem Leser hoffentlich bewusst geworden. Die Frage, an welchem Punkt erneut einer längerfristige Marktverschiebung eintritt, wird uns häufiger gestellt. Ein solcher Punkt dürfte durch wieder steigende Realzinsen, einen Tiefpunkt an den Aktienmärkten und einen Hochpunkt in Gold gekennzeichnet sein. Weiter oben zeigten wir, dass die Übergänge durchaus schleichend sind. Als der Goldpreis 1980 sein Hoch markierte und die Realzinsen bereits kräftig anzogen, dauerte es noch zweieinhalb Jahre, bis die Aktienmärkte ein reales Tief markieren konnten (August 1982). Allerdings kann man dem Tief vom März 1980 im Dow Jones Index eine wichtige Bedeutung nicht absprechen. Denn dieses Tief war nominal niedriger als das Tief vom August 1982. Also können wir das Jahr 1980 als den Zeitpunkt des Übergangs von einen sicherheitsorientierten zu einer risikofreundlichen Periode kennzeichnen.

Das Ende des Goldpreisanstieges dürfte erneut den Übergang zu einer bullishen Aktienmarktperiode kennzeichnen. Goldbugs müssen hoffen, dass die Realzinsen negativ bleiben. Das Problem: Wenn die Weltwirtschaft tatsächlich in ein deflationäres Umfeld geraten würde, würde der Realzins automatisch ansteigen.

Die beste Entwicklung für Gold wären stabile bis steigende Rohstoffpreise in Verbindung mit stabilen Niedrigzinsen. So würde sich die Enteignung der Sparer und Aktionäre fortsetzen, die Goldbesitzer würden jedoch profitieren. Alan Greenspans These vom Schutz der Sparer vor Enteignung durch Gold gilt weiterhin.

Findet keine Enteignung mehr statt, sollte man Gold abstoßen.

Zum Timing: Unsere Indikatoren lassen uns für das Frühjahr 2012 ein Tief an den Aktienmärkten erwarten. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich der 30jährige Abwärtszyklus der nominalen Anleihezinsen einem Tiefpunkt nähert. Unter diesen Umständen fällt es schwer, für Gold einen weiteren, jahrelangen Anstieg zu prognostizieren. Käme es jetzt zu einer Beschleunigungsphase, so würde sich das Ende der Aufwärtsphase für Gold in Monaten abzählen lassen. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglichen Frühausgabe.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

Antworten
Garion:

@daiphong #682

10
11.09.11 19:17

Was du schreibst, ist nicht von der Hand zu weisen. Ich möchte dein Posting daher nutzen, um es um die Ansichten der "deutschnationale, DM-, Papiergeld-Untergangs-, "deutsche Ordnungslehre"-,  fkuebler- und Schnellschwätzer - Fraktionen" zu erweitern, der ich mich derzeit näher fühle, als ich es je für möglich gehalten hätte.

Was du und etliche andere hier stillschweigend als Prämisse ihrer Argumentation annehmen, ist eine ökonomische Top-Down-Perspektive. Ausgehend von der globalen Ökonomie werden 3 große Wirtschafträume definiert: die USA, Europa und "Asien". Dann wird stets der ökonomische Kurs dieser 3 Wirtschaftsräume über die vergangenen Jahrzehnte skizziert und in die Zukunft verlängert. Diese Zukunft zeigt dann erhebliche Ungleichgewichte i. V. m. erheblichem Crash- und Baissepotenzial an den Weltfinanzmärkten (letztlich der Grund, warum wir hier im BT darüber diskutieren). Um den finalen Crash zu verhindern, werden dann ökonomische Schlussfolgerungen gezogen, wie sich die 3 Wirtschaftsräume untereinander neu positionieren und in sich reformieren müssen, um ihre jeweiligen Schwächen abzubauen und in ein langfristiges Gleichgewicht zu kommen.

So kann man argumentieren.

Wenn man den Blickwinkel erweitert, kommt man teilweise zu ganz anderen Schlussfolgerungen. Ich will mal eine Bottom-up-Perspektive skizzieren und mich dabei auf Europa konzentrieren, da ich von den anderen beiden großen Wirtschaftsräumen noch viel weniger weiß als von dem vor meiner Haustür.

Bottom-up betrachtet gibt es erstmal gar keinen Wirtschaftsraum Europa. Es gibt lediglich einen Kontinent zahlreicher Nationalstaaten, von denen sich etliche vor Jahren politisch motiviert in eine gemeinsame Währungsunion begeben haben. Schon innerhalb dieser Währungsunion offenbaren sich heuer mindestens ebenso große Ungleichgewichte wie zwischen den 3 großen Wirtschaftsräumen. Die Währungsunion an sich entsprang einer Top-Down-Perspektive, denn die politische Notwendigkeit ihrer Konstruktion war dominant gegenüber der ökonomischen. Aber sei's drum, Vergangenheitsbewältigung hilft hier nicht weiter. Aus der Top-Down-Perspektive kommst du auf die folgenden Maßnahmen für den Wirtschaftsraum Europa:

1. Haushalte und damit die Staatsschuld  konsolidieren
2. Konsolidierung nicht über einen Abbau der Neuverschuldung bis gegen  Null
3. Pleitier Griechenland abwickeln
4. EZB und Rettungsschirm einräumen, dass sie Staatsschuld  schützen und kaufen

Wenn ich diese Maßnahmen auf die Bottom-up-Perspektive übertrage und im Zweielsfall an dem ehernen Gesetzt messe, dass die Wirtschaft den Menschen zu dienen habe und nicht umgekehrt, dann komme ich (lose zusammengewürfelt) auf folgende Fragen, auf die mir die Top-Down-Perspektive keine befriedigenden Antworten liefert:

a) Warum sollen die Menschen überall in Europa den Gürtel enger schnallen, wo doch die Probleme des Wirtschaftsraums Europa sich sehr gut auf einzelne Länder lokalisieren lassen?

b) Warum sollen die "Rettungsschirmspannerstaaten" erhebliche Geldmittel bereitstellen für Staaten, deren Politiker und Einwohner (davon natürlich nicht alle, aber doch sehr viele) sich 50 Jahre lang haben sie Sonne auf den Bauch scheinen lassen, während anderswo hart für die Weltmärkte gearbeitet wurde?

c) Wieviele Jahrzehnte soll die Konsolidierung der Staatsschulden in Europa denn dauern? Denn so lange müssten die Rettungsschirmspannerstaaten ja im Zweifelsfall Mittel bereitstellen. Ich zitiere in diesem Zusammenhang Schumpeter: "Eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat zu, als eine demokratisch gewählte Regierung eine Budgetreserve."

d) Selbst wenn die Konsolidierung der Staatsschulden kurzfristig gelänge ohne die Rettungsschirmspannerstaaten zu ruinieren: Ist die Ursache der riesigen Staatsschuldenberge nicht auch darin zu suchen, dass es innerhalb Europas erhebliche ökonomische "Mentalitätsunterschiede" gibt? Denn wie kann es bspw. sein, dass wir im finsteren Deutschland über die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom sehr viel mehr wissen als im sonnigen Griechenland, wiewohl der photoelektrische Effekt der Physik seit über 100 Jahren bekannt ist? Warum wurde hier in der Vergangenheit von den europäischen Sonnenstaaten keine Vorreiterrolle zum Wohle Europas und der Welt eingenommen? Lag es vielleicht daran, dass man glaubte, durch den Anbau von Salatgurken, Massentourismus und jeder Menge zinsgünstiger Kredite ewig dolce vita haben zu können? Gibt es einen Top-Down-Plan oder auch nur einen vagen Hoffnungsschimmer, dass sich bei diesen ökonomischen Mentalitätsunterschieden in den kommenden 100 Jahren etwas spürbar zum Besseren wenden könnte?

e) Falls auf die letzte Frage von d keine befriedigende Antwort gegeben werden kann: Warum sollten die Rettungsschirmspannerstaaten Ihre Steuern erhöhen, ihre Infrastruktur verrotten lassen und massiv an der Bildung sparen (und nichts anderes passiert, wenn echtes Geld in die Schirme gepumpt werden muss), wenn damit lediglich die Schulden der Sonnenstaaten bedient werden, aber die eigentlichen Ursachen der Verschuldung nicht beseitig werden können? Liefen wir dann nicht Gefahr, dass sich Europa in 100 Jahren auf dem wirtschaftlichen Niveau der Südländer zusammengefunden hat? Wäre eine solche europäische Einigung erstrebenswert?

f) Ist es ethisch und moralisch vertretbar, dass der durchschnittliche Deutsche (und Niederländer und Österreicher und Finne und in gewissem Maße auch Franzose), der in den vergangenen Jahrzehnten hart gearbeitet und sein Land an die ökonomische Weltspitze geführt hat, nun für unabsehbar viele Jahrzehnte höhere Steuern zahlen muss, später in Rente gehen darf, sein sauer Erspartes durch Inflation zerrinnen sehen muss und ihm von seinem Nationalstaat eine schlechtere Infrastruktur angeboten werden wird, nur, weil seine europäische Brüder und Schwestern im Süden 50 Jahre lang Party feierten und nun ihre Schulden nicht mehr los bekommen? Und das alles nur, um die politisch gewollte Währungsunion aufrecht zu erhalten? Um auf der Ebene von Amerika-Asien-Europa vordergründig mithalten zu können?

g) Ist es ethisch und moralisch vertretbar, dass der durchschnittliche Slowake, Slowene und Este, der in den letzten 20 Jahren wirtschaftlich durch ein tiefes, dunkles Tal gewandert ist, dem man die ihm fremde Marktwirtschaft mit allen Härten und Saktionen aufgedrückt hat, der sich massiver Inflation ausgesetzt sah, der mit 0 Erspartem anfangen musste, sich in der neuen wirtschaftlichen und politischen Ordnung seine Existenz aufzubauen, dem sein Staat harte und härteste Reformen und Opfer abverlangt hat und der es letztlich geschafft hat, seinen Staat für den Euro reif zu machen, soll der jetzt zur Kasse gebeten werden, weil es seine Brüder und Schwestern in den Sonnenstaaten, die jahrzehntelang auf der richtigen Seite des eisernen Vorhangs das Leben genießen konnten, es nicht gebacken bekommen haben, ihren korrupten, ökonomischen Misthaufen auf Vordermann zu bringen? Trotz aller EU-Subventionen?

h) Ist es ethisch und moralisch vertretbar, dass durch massive Weginflationierung der Staatsschulden, also spiegelbildlich durch massive Weginflationierung von Ersparnissen und Altersvorsorgen, die jeweils Ärmsten mehr der Lasten zu tragen haben als die Wohlhabenderen?

i) Fühlt sich die Idee richtig an (und ich schreibe bewusst "fühlt", weil niemand von uns in die Zukunft schauen kann) fühlt sich also die Idee richtig an, dass Probleme, die offenbar mit der politischen Top-Down-Perspektive der Euro-Einführung zusammen hängen, gelöst werden können durch die politische Top-Down-Perspektive einer Europa-Wirtschaftsregierung? Oder fühlt sich das eher so an, als würde man den gleichen Fehler nochmal begehen?

Und schlussendlich:

h) Ist es ethisch und moralisch vertretbar, dass ALLE Bürger Europas (von Nord bis Süd, von arm bis reich, von Euro bis Nicht-Euro, von jung bis alt inklusive ganzer noch ungeborener Generationen) dazu gezwungen werden, an einem volkswirtschaftlichen Großexperiment namens "Eurorettung-Wirtschaftsregierung-Haushaltskonsolidierung-Schulde­nweginflationierung-Wirdschonallesgutgehen" teilzunehmen und im Katastrophenfall mit ihrem gesamten, privaten Besitz zu haften, nur weil die politische Klasse Europas weiter Großmacht spielen will, statt einen Schritt zurückzutreten und zufrieden damit zu sein, ihren jeweils kleinen aber feinen Nationalstaat zu regieren und dem dortigen Volk zu dienen, auf dass es diesem gut ergehe?

All diese Fragen stelle ich mir. Auf keine davon lese ich für mich befriedigende Antworten. Weder hier noch in den Gazetten. Ich halte den "deutschnationale, DM-, Papiergeld-Untergangs-, "deutsche Ordnungslehre"-,  fkuebler- und Schnellschwätzer - Fraktionen"  aber zugute, dass sie diese Fragen ansprechen (wenn auch teilweise all zu polemisch). Denn eins sollte bitte allen in Deutschland - links wie rechts - klar sein: Ganz privat und persönlich haben wir alle verglichen mit dem heutigen status quo WENIG neues gutes davon, Einwohner einer wirtschaftlichen Supermacht zu sein (gesetzt den Fall, Europa löst alle seine Probleme). Wir alle haben aber verglichen mit dem heutigen status quo SEHR VIEL NEUES SCHLECHTES davon, Einwohner einer gescheiterten wirtschaftlichen Möchtegern-Supermacht zu sein, welche die fundamentalsten ökonomischen Prinzipien missachtet (als da wären Geldwertstabilität, Verursacherprinzip, Subsidiaritätsprinzip um nur einige zu nennen).

Antworten
fkuebler:

AL #687: Du fängst doch jetzt hoffentlich nicht...

6
11.09.11 19:18

"Man könnte die Griechenkrise auch lösen, indem die Deutschen mit 77 in Rente gehen, damit die Griechen weiterhin mit 48 in Rente gehen können"

... etwa mit deutschnationalen Ausfällen an?!?

Sonst müssen wir dich verwarnen und im WIederholungsfall aus dem BT ausschliessen, so leid uns das auch täte... ;-)

 

 
Antworten
John Rambo:

die Griechen sollten mir einen urlaub spendieren

2
11.09.11 19:20
Antworten
Kicky:

ist der Euro jetzt in der Todesagonie?

 
11.09.11 20:04
es sit schon auffällig wie übereinstimmend die angloamerikanische Presse den nahen Untergang Griechenlands und des Euro prophezeit ,da sollte man wirklich dagegen wetten
hier Krugman,den man ja mit so gespaltenen Gefühlen lesen kann wie Garion oder fkübler

krugman.blogs.nytimes.com/2011/09/10/starkness-falls/

Via Mark Thoma, similar sentiments from Barry Eichengreen; see addendum at the end.

Did the euro just enter its death throes?

OK, I know that sounds over the top, and I hope it is. But recent developments are really, really bad.

The best guide to recent events is actually a paper written this spring, by Paul De Grauwe (pdf). I have to admit that when I first read De Grauwe’s paper I didn’t grasp the full force of his argument about liquidity crises; but he now looks absolutely prescient.

The key point, which I’ve finally taken fully on board, is that in addition to the huge problems of adjustment created by a rigid exchange rate in the aftermath of a bubble, the fact that European nations no longer have their own currencies leaves them vulnerable to self-fulfilling debt crises – in effect bank runs on governments rather than banks (although those too).

To head off this risk, somebody – the EFSF, the ECB, whatever – has to be ready to act as lender of last resort; Eurobonds would have served much the same purpose.

By resigning from the ECB, Juergen Stark has conveyed, deliberately or not, the message that there will be no such lender of last resort, that there isn’t enough political cohesion in the eurozone to stand behind countries under market attack. And this translates directly into soaring spreads for Spain and Italy; the self-fulfilling crisis is on.

You little know, my friends, with how little wisdom the world is governed.

Extra: Barry Eichengreen weighs in with equally dire sentiments. And special props to Barry for going after the all-too-prevalent belief among VSPs that wisdom always consists in dismissing short-run concerns:

   If these three urgent tasks are completed, there will be plenty of time – and much time will be needed – to contemplate radical changes like new budgetary rules, harmonization of other national policies, and a move to full fiscal union. But, as John Maynard Keynes famously quipped, “In the long run, we are all dead.” European leaders’ continued focus on the long run at the expense of short-term imperatives may indeed be the death knell for their single currency.
Antworten
daiphong:

Garion, wieso sollten die Europäer alle

7
11.09.11 20:04
auf dem gleichen Wohlstandsniveau leben können?

Ich habe nie auch nur ähnliches irgendwo gesagt, wie kommst du auf diese Idee? durch fkuebler?
Oder weil du nicht mal ansatzweise kapierst, was die Reduktion von Neuverschuldung für die Peripherieländer praktisch bedeutet? Ich sehe das sehr viel härter als andere hier, immer schon.

Ohne Neuverschuldung wird es vielerorts erhebliche Wohlstandseinbußen geben. Und das ist auch richtig so. Denn Wohlstand wurde oft großteils über Verschuldungsbooms erzeugt.
Eine Transferunion, die Wohlstandsunterschiede ausgleicht, ist undenkbar. Niemand aus den Geberländern macht sowas über die jetzigen Entwicklungshilfen hinaus mit.
Die Schulden, die manche Defizitländer aufgebaut haben, kann man ihnen aber auch nicht einfach erlassen, sie sind das Vermögen der Überschussländer, ihrer Banken und Fonds. Die müssen bedient werden.

Dass Griechenland noch nicht einmal daran denkt, seine Schulden zu bedienen, wird mit dem GAU bestraft werden. Er wird auch große Schäden um Griechenland herum anrichten.
Ansonsten können die Griechen oder andere leben, wie sie wollen - wenn sie das Geld dafür haben und untereinander damit einig sind. Sollen sie in Rente gehen mit 45, dafür 500 € monatlich verdienen. Mir ist das egal. Ich brauche auch auf niemandem herum zu hacken, weil er anders tickt. Nur auf anderer Länder Kosten darfs nicht sein.

Der Rettungsschirm und die EZB-Käufe haben die Aufgabe, das Vermögen der Deutschen wie anderer Überschussländer zu sichern, und den Defizitländern Zeit zu geben, ihre Zahlungspflichten aufzunehmen. Schudendienst wird ein erheblicher Teil ihres Haushalts sein. Und man wird sich über Luxusrenten, die Rolle der Eliten, Industrie und Tourismus, Löhne und Gewinne in diesen Ländern selbst völlig neu verständigen müssen. Es wird gehörig politischen Tumult dort geben, aber das ist notwendig.
Antworten
Kicky:

Rösler-auch so ein Politiker,den Deutschland

 
11.09.11 20:12
besser verdient hätte -und dann auch noch Aussenminister!Maulkorb wäre manchmal  sinnvoll

www.welt.de/wirtschaft/article13598192/...lands-ins-Spiel.html
www.welt.de/debatte/kommentare/...zverfahren-fuer-Staaten.html
www.zerohedge.com/news/...-we-need-bankruptcy-procedure-countr
Antworten
Kicky:

Französische Banken erwarten Moodys Downgrade

5
11.09.11 20:15
nächste Woche
www.bloomberg.com/news/2011-09-10/...-face-cut-by-moody-s.html

BNP Paribas (BNP) SA, Societe Generale SA and Credit Agricole SA (ACA), France’s largest banks by market value, may have their credit ratings cut by Moody’s Investors Service as soon as this week because of their Greek holdings, two people with knowledge of the matter said.

Moody’s placed the three banks’ ratings on review in June to examine “the potential for inconsistency between the impact of a possible Greek default or restructuring and current rating levels,” the rating company said at the time........
Antworten
wawidu:

"Deutsche Ordnungslehre"

5
11.09.11 20:22
- "europäische Ordnungslehre" - "US Ordnungslehre" - "globale Ordnungslehre"

Im Gegensatz zur Mathematik und den Naturwissenschaften ist allen anderen "Lehren" (Gesellschaftslehre, Religionslehre, Rechtslehre, Wirtschaftslehre, Erziehungslehre, Geschichtslehre ...) eines gemeinsam: Sie basieren weitgehend auf noch unbewiesenen theoretischen Modellvorstellungen. Auch in den Naturwissenschaften gibt es eine ganze Reihe von noch nicht bewiesenen Theorien, z.B. die Relativitätstheorie, die Quantentheorie, die diversen Evolutionstheorien, doch ist der Grad an bereits bewiesenen Theorien (= physikalische, chemische, biologische Gesetzmäßigkeiten) hier ungleich höher als in den vorgenannten Forschungsbereichen.

Auch die Medizin bewegt sich in einigen Bereichen (speziell Psychiatrie und Onkologie) noch in permanten Versuchsstadien. Nachfolgend liefere ich ein Beispiel für krasses Versagen schulmedizinischer Annahmen: Bei einem meiner besten Freunde (Jahrgang 1950) war seit seinem 15. Lebensjahr ein massives Bewegungsproblem aufgetreten. Im Alter von 49 Jahren wurde bei ihm nach einer Verschlimmerung dieses Problems mit Komprimierung zweier Wirbelkörper eine massive Osteoporose diagnostiziert. Diese ist bei Männern dieses Alters extrem selten. In der Folge wurde er mit "modernsten Medikamenten" behandelt, doch die halfen alle nicht. Die Entwicklung lief permanent in Richtung "Glasknochenkrankheit", so dass er sich mental auf ein Leben im Rollstuhl spätestens im Alter von 58 Jahren eingestellt hatte. Vor rund vier Jahren hatte er das Glück, an einen renommierten Endokrinologen (Spezialist für Hormonprobleme) in Wiesbaden zu geraten. Dieser hatte zunächst einmal die bislang gegebenen Medikamente als "völlig untauglich" definiert ("sehr erfolgversprechend bei weiblichen Osteoporosen, jedoch kontraindiziert bei männlichen") und auf von ihm selbst entwickelte Medikamente umgestellt. Letztere führten in der Folge immerhin zu einem Stillstand der negativen Entwicklung, jedoch nicht zu einer Besserung. Dann bin ich mit ihm mal zu einem mir schon länger bekannten Heilpraktiker in Euskirchen (voll ausgebildeter Arzt, jedoch nie in einer Arztpraxis tätig gewesen) gefahren. Dieser hat meinen Freund über eine Stunde lang mit diversen Methoden diagnostiziert und bei ihm eine "massive vegetative Blockade infolge einer Schwermetallvergiftung durch Thallium" festgestellt. Bis in die 1980er wurde Thallium in Deutschland in Rattengift verwendet. Schwermetalle werden aus der Leber nur schlecht abgebaut, Thallium bei weitem am schlechtesten. Osteoporose war in der Familie meines Freundes, der erst 1963 aus der DDR in die BRD kam, zehn Jahre nach seinem Vater und fünf Jahre nach seiner Mutter, weit verbreitet, wie die Anamnese des Heilpraktikers ergab. Die wahrscheinliche Ursache für diese Erkrankungen lag wohl in einer Kontaminierung von in den Kellern gelagerten Gemüsen durch ausgestreutes Thallium-Rattengift. Die Anreicherung von Thallium in kindlichen und jugendlichen Körpern ist erheblich stärker als in den Körpern von Erwachsenen. Nach dieser Diagnose hat dieser Heilpraktiker eine Ausleitungstherapie durch homöopathisches Thallium eingeleitet. Dieses Präparat war in Deutschland nicht erhältlich, sondern musste aus den Niederlanden bezogen werden. Nach dieser Therapie haben sich die Knochendichtewerte innerhalb eines Jahres geradezu dramatisch verbessert - und in der Folge zunehmend weiter. Der Endokrinologe in Wiesbaden, dem mein Freund über dieses "Intermezzo" berichtet hatte, bezeichnete dieses als "geradezu genialen Wurf eines begnadeten Diagnostikers und Therapeuten" und bestätigte das Ganze als "wahrscheinlich langjährige vegetative Blockade des hormonellen Steuerungssystems". Heute kann mein Freund wieder problemlos Rad fahren, und er zählt in unserem Männerkegelklub wieder zu den besten Keglern.

Diese Geschichte reflektiert mE ein Kernproblem der "Schulmedizin": Diese bewegt sich immer noch weitgehend in festgefügten Dogmen und konzentriert sich auf kostspielige Apparatediagnostik und symptomatische Medikamente der Pharmaindustrie. Erfahrenen Heilpraktikern ist eine dogmatische Denkweise i.d.R. völlig fremd. Sie bauen auf eine sehr ausführliche Anamnese des Einzelfalls und individualisierte Therapieformen in einem breiten nicht-schulmedizinischen Spektrum. Bei chronischen Erkrankungen sind viele Heilpraktiker Schulmedizinern nach meinen Erfahrungen deutlich überlegen.
Antworten
Kicky:

Ökonomen sehen Griechenland weiter in Euro-Zone

4
11.09.11 20:23
Griechenlands Regierung versucht verzweifelt, den Staatsbankrott abzuwenden. Einen Euro-Austritt erwarten aber nur wenige Experten.
www.welt.de/wirtschaft/article13598461/...er-in-Euro-Zone.html
Die Lage im tief verschuldeten Griechenland spitzt sich zu. Während eine Staatspleite in der Euro-Zone kein Tabu mehr ist, kämpft Ministerpräsident Giorgos Papandreou verzweifelt gegen die drohende Insolvenz. In einer von gewaltsamen Protesten begleiteten Rede kündigte er einen „Titanenkampf“ gegen den Bankrott an.

Papandreou versprach, Sparauflagen zu erfüllen und die Anstrengungen gegen die Steuerflucht zu verdoppeln. ...Im Kampf gegen die Krise will Griechenland zudem eine neue Immobiliensteuer einführen. Sie soll für zwei Jahre gelten und über die Stromrechnung eingezogen werden. Venizelos kündigte an, dass jeder gewählte Volksvertreter – vom Präsidenten der Republik bis zu Bürgermeistern – ab sofort ein Monatsgehalt weniger erhält.

Trotz des wachsenden Drucks rechnet das Gros der von „Welt Online“ befragten Ökonomen nicht damit, dass Athen die Euro-Zone verlassen muss. Die Volkswirte trauen Europa kaum zu, Athen hinauszudrängen. „Wir werden also ein Durchwurschteln bekommen, mit vielen Drohungen, an dessen Ende Griechenland aber doch mehr Geld bekommt“, sagte Carsten Brzeski von ING.

Austritt ist eine politische Frage

„Ich fürchte, Griechenland wird auf Dauer in der Eurozone bleiben. Die spannendere Frage ist, wie lange es die Eurozone dann noch gibt“, sagte der Münsteraner Hochschullehrer Ulrich van Suntum. Der Deutschland-Chef der Investmentbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, sagte der „Welt am Sonntag“ zum Thema, wie schlimm ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wäre: „Das ist in erster Linie eine politische Frage. Da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.“ Wirtschaftlich hält er einen solchen Schritt offenbar für zweitrangig.

www.welt.de/print/wams/vermischtes/...d-darf-bankrottgehen.htm
Antworten
Kicky:

Die bösen Deutschen in center-right coalition

 
11.09.11 20:40
www.reuters.com/article/2011/09/11/...er-idUSTRE78A29V20110911
Antworten
Kicky:

G7 : England und USA beschudigen EU

5
11.09.11 20:52
die Eurozone  sei schuld ,75% der dunklen Dinge ,die jetzt in der Weltirtschaft passieren,sind die  Schuld der Eurozone ,sagte ein USA-Beamter gestern morgen
www.telegraph.co.uk/finance/...for-worlds-economic-plight.html
Finance ministers of the G7 group of industrialised nations have gathered in the French city of Marseille this weekend to discuss how to avert a looming global economic catastrophe, as markets continue their relentless plunge and deep divisions tear apart the European Central Bank (ECB).

But instead of the predicted economic debate, it emerged on Saturday that the bad-tempered meeting was dominated by American and British warnings that political failures and broken promises in the euro zone were in danger of triggering a wider crisis.

"Seventy-five per cent of the dark things happening in the world economy are because of the euro zone," said a senior US official after a round of talks ended in the early hours of yesterday morning.
"It was the principal cause of the slowdown we had last summer, and it's been a significant cause of the slowdown we've had this summer," said Timothy Geithner, the US Treasury Secretary.
George Osborne, the chancellor, also waded into the discussion, upbraiding the French, German and Italian finance ministers and central bankers for failing "convincingly" to implement measures agreed at an emergency euro summit in July - guaranteeing the size and powers of the eurozone rescue fund, and ensuring that Greece will not be allowed to default.

The clashes at G7, which put Britain and the US together on the sideline as members of the European single currency struggle to resolve its internal contradictions, foreshadow an autumn of disarray within the EU. Their parliaments must ratify the plan for the new EU rescue fund, which is unpopular with many voters, especially in the richer countries.

And just when scepticism among its population is at its greatest, there is finally a realisation among eurozone members that the only way to save the single currency may be a dramatic move towards more integrated economic governance. ......
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