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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Es müsste mMn schon richtig schlimm

16
12.06.11 09:52
kommen damit die USA ihre im bisherigen Umfang neu emittierten Anleihen unter das Volk bringen können. Sogar wenn sparsamere Zeiten so kurz vor den Wahlen (unwahrscheinlich) anbrechen sollten, bleibt eine riesige Neuverschuldung.

Man wird sich deshalb spätestens im Herbst mMn eine vergleichbare Methode zu QE einfallen lassen. Das Geld vom Aktienmarkt kann mMn nicht ausreichend in den Staatsanleihemarkt rüber schwappen. Wenn eine deutliche Absetzbewegung sich andeutet sind die Aktienpreise schneller im Keller als mancher es sich vorstellen kann. Man sollte nicht den Fehler machen Marktkapitalisierungen mit Geld gleich zu setzen - es sind nämlich nur Träume. die in der Breite nicht realisierbar sind.

Das billige Geld und nicht QE inflationiert fast alle Rohstoffe und erzeugt damit die Zwickmühle in der auch die US-Wirtschaft steckt. QE selbst finanzierte praktisch die Sozialausgaben der USA und wirkte so nur sehr begrenzt auf die Rohstoffpreisentwicklung.

Seit zweieinhalb Jahren schwankt der Leitzins in den USA zwischen 0 und 0,25%. Seit fast 3 Jahren liegen die Zinsen der US-Staatsanleihen im Bereich unter 5 Jahren am Boden. Die USA gehören zu den Staaten, welche sich relativ kurzfristig verschulden. Ein großer Teil der US-Schuld fällt, bedingt durch die Refinanzierung innerhalb der letzten 2-3 Jahre, unter die neuen Bedingungen. Mit jedem Monat in dem die aktuellen Zinsverhältnisse weiter andauern wird der Schuldendienst "billiger" und die Umkehr schwieriger. Und die Fed hat nicht vor demnächst am Zins etwas zu verändern. Die Tür zu normalen Verhältnissen schließt sich also jeden Tag stärker und die USA werden deshalb den Niedrigzins bald nicht mehr verlassen können, mit allen Konsequenzen die daraus für die USA und die restliche Welt entstehen. Die restliche Welt muss sich also vom US-$ emanzipieren, was alles andere als einfach ist, oder sie bleibt  im US-Chaos gefangen. Die USA dagegen müssen diese Emanzipation mit allen Mitteln verhindern oder sie müssen ihre Lasten weitgehend alleine tragen.
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Malko07:

Ende des EZB-Anleihenkaufprogramms

5
12.06.11 10:10
FRANKFURT (dpa-AFX) - EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hat ein Ende des Anleihenkaufprogramms der Notenbank signalisiert. 'Wir haben seit zehn Wochen keine Anleihen mehr gekauft. Dies ist ein klares Zeichen', sagte Stark am Freitag in Frankfurt. Nach der sehr kritischen Zeit im Mai und Juni 2010 habe das Programm dazu beigetragen, die Probleme zu entschärfen. Dieses Ziel sei erreicht worden. Damals habe es jedoch noch keine anderen Mechanismen zur Bekämpfung der Schuldenkrise gegeben. 'Die Notenbank hat sich damals aus rein geldpolitischen Gründen für die Käufe entschieden', betonte Stark. Andere Gründe seien auch nicht durch die Verträge gedeckt. Die EZB hält derzeit Anleihen aus den Randländern der Eurozone im Wert von 75 Milliarden Euro./jsl/bgf
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Dreiklang:

#82652 EZB Anleihenkauf eher 500 Milliarden

9
12.06.11 12:17
Was ist mit den Sicherheiten für EZB-Geld, die z.B. die griechischen Banken bei der EZB hinterlegt haben? Gr. Staatsanleihen, welche in der "Finanzkrise" 2008/2009 der EZB angedient wurden? Die müsste man hinzurechnen zu den "Bad-Bank-Einlagen" der EZB.

Angenommen, eine Anleihe wird 2012 fällig. Dann wird die EZB dieses Geld sehen wollen, auch wenn die Anleihe derzeit vllt bei 80% notiert. Damit kann nämlich der Kredit abgelöst werden (Abbau von toxischen Papieren) . Bei der Variante des Anleihentauschs a la Schäuble resp.  "die Banken beteiligen"  hätte die EZB nun die "getauschten" Papiere in der Bilanz. So wie die Marktlage jetzt aussieht, würde die verlängerte Anleihe plötzlich nur noch mit 60% auf dem Markt notiert - woraufhin die EZB / Trichet "die Kriese kriegen würde" (höchst nachvollziehbar). So eine "Laufzeitverlängerung" würde also nur laufen, wenn die "verlängerten" bzw. "getauschten" (Euphemismus) Anleihen extra besichert würden. Besicherung durch wen? Durch Griechenland? *g*  Nein, durch die EU. Dafür müsste   EFSF / EFSM in Anspruch genommen werden. Der Steuerzahler bezahlt dann den "Banken-Griechen-Rettungs-Beitrag".

Der Schäuble-Vorstoß  ist  eine echte Lachnummer
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Malko07:

#82653: Gurkentruppe eben

2
12.06.11 12:44
zaphod42:

Double-Dip in Dänemark

6
12.06.11 13:51
www.welt.de/wirtschaft/article13426238/...eten-Double-dip.html
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daiphong:

Malko, was wäre denn "ähnlich" wie QE?

3
12.06.11 13:55
doch wohl nur ein weit defensiverer Bondankauf, der einen zu schnellen Bondabstieg und Zinsanstieg verhindert, der den Dollar nach oben abbremst, ohne ihn zu stark zu drücken. Damit kommt kein zusätzliches Geld in die Finanzmärkte, sondern das Absaugen von Geld wird gebremst.
Die Neuverschuldung wird man zumindest stabilisieren wollen, zusätzliches Geld kommt seitens des Staates nicht mehr in die Realmärkte. Neuverschuldung wird bereits im Alltag verbraucht. Auch hier ist dann das Recovery-Momentum weg.
Auf Basis von Nullzinskrediten kann man weltweit spekulieren, ist das Momentum weg, können sie das Eigenkapital anfressen. Oder werden zunächst großvolumig für short-Positionen bzw. Hedges verwendet.
Die Privaten haben in den letzten Jahren gelernt, dass man jeden Rücksetzer aussitzt und immer maximal gehebelt long und in Aktien positioniert ist. Sie werden die bisherige Rutsche als Rücksetzer gewertet haben, auch weil sie noch keinen echten sell-off-Impuls hatte. Vermögens- und Gewinnsicherung bei Aktien wird aber nun für jeden Thema, sie stehen mMn nun massenhaft mit schlechtem sentiment am Notausgang.
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pfeifenlümmel:

zu #648 zaphod42

9
12.06.11 15:49
Anscheinend werden der Öffentlichkeit chaotische Verhältnisse verschwiegen. Ein Zitat aus dem Spiegel Text:


"Der Fonds ist voll funktionsfähig", sagte ein IWF-Sprecher. Der IWF spielt bei den Rettungsbemühungen für Staaten wie Portugal oder Griechenland eine entscheidende Rolle. Sollten seine geheimen Daten an die Öffentlichkeit gelangen, könnte dies zu erheblichen Turbulenzen an den Märkten führen. In dem System ist auch die Kommunikation mit Politikern über Hilfsprogramme für kriselnde Staaten gespeichert. Diese Daten seien "in vielen Ländern politisches Dynamit", zitiert die "NYT" einen IWF-Mitarbeiter.

Allein diese Meldung sollte schon die Wirkung von Dynamit haben. Sie zeigt die Verdumming der Öffentlichkeit.
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wawidu:

US-Subindizes vielfach "technisch angeschlagen"

4
12.06.11 18:05
Hier eine kleine unvollständige Liste:

$DJUSEE - ....FE - GT - LG - OE - NS - RA - SW - TQ - TS

Im Chart des letzteren lässt sich sogar eine breite Diamant-Formation erkennen.

Schaut euch auch mal den Chart der Industrial Metals ($DJAIN) - kein Aktien- sondern ein Commodity-Index - an!
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 411762
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wawidu:

Ich bin dann mal wieder weg

3
12.06.11 18:14
Wir haben uns heute zu einem mehrtägigen Trip ins Schwabenland entschlossen. Morgen geht´s los, und am Samstag sind wir wieder zurück.

Macht´s gut in dieser Zeit, streitet euch nicht und haltet den Markt im (Down)Trend!

Ciao
wawi
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daiphong:

hohe sell-off Wahrscheinlichkeit diese Woche

6
12.06.11 18:16
angesichts des Verlaufs der bisherigen Rutsche, der Termine der nächsten Woche und der Aussichten, die ich oben dargestellt habe. Zu viele Momentum Treiber, die sich bisher überlagerten,  fallen gleichzeitig aus und kehren sich um.
www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/...te-article3558056.html

natürlich nur meine private, unwesentliche Meinung. soll sich keiner von anstecken lassen.
keine Ahnung, ob es noch etwas gibt, was die Situation ins günstigere dreht.
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pfeifenlümmel:

zu #657

4
12.06.11 18:55
Sollte der zitierte Text aus dem Spiegel Artikel der Wahrheit entsprechen, ist zu fragen, welche Informationen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages als die demokratisch legitimierte Vertretung eines Volkes und oberster Souverän im Staat bezüglich ihrer Abstimmung zur Griechenland Stütze bekommen haben.
Weiter ist zu fragen, ob das BVG weiterreichende Informationen als Voraussetzung zur Urteilsfindung am 5 Juli 2011 besitzt als die üblichen Informationen aus der Pressestelle und aus den Medien?

www.bundesverfassungsgericht.de/...mitteilungen/bvg11-037.html
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wawidu:

Summation Indizes (1)

2
12.06.11 19:28
Deren Setting sieht miserabel aus.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 411774
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wawidu:

Summation Indizes (2)

3
12.06.11 19:39
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 411777
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Ischariot MD:

pfeife, #661

8
12.06.11 22:44

"...ist zu fragen, welche Informationen die Abgeordneten des Deutschen  Bundestages ... blabla ... oberster Souverän ... blabla ... bezüglich ihrer Abstimmung zur  Griechenland Stütze bekommen haben"

>> dieselbe wie immer: Der Fraktionsvorsitzende gibt die binäre Weisung heraus, wie abzustimmen ist (Flosse heben oder nicht), das schafft der Durchschnittsparlamentarier meistens auch umzusetzen.

Der Fraktionsvorsitzende empfängt seine Weisungen hinsichtlich "Finanzkriese" aus dem Haus Schäuble. Schäumle darselbst ist viel zu sehr beschäftigt mit der Hatz auf Steuerzahler, als daß er sich tiefergehend mit der Passivseite seines Haushalts beschäftigen könnte, und empfängt daher seine Weisung direkt vom Bankenlobbyisten Asmussen.

 

http://www.stern.de/politik/deutschland/...klich-regiert-1501813.html
(Link thx to wawi?)

Was soll der gemeine Hinterbänkler sich auch lästige Gedanken über Finanzmarktprobleme außerhalb seines Wahlkreises machen, wo doch selbst Mutti Erika immer noch glaubt, Lehman sei die Ursache der "Finanz- und Wirtschaftskri(e)se" gewesen.

 

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/...nkrise-gefaehrdet/60064108.html

 

Auszug: "Angela Merkel (CDU) wirbt mit dramatischen Worten für die Beteiligung Deutschlands an einem weiteren Rettungspaket für Griechenland. Eine Verweigerung neuer Milliardenhilfen wäre fatal, warnte Merkel in ihrem am Samstag im Internet veröffentlichten Video-Podcast: "Wir dürfen nichts tun, was den Aufschwung weltweit in Gefahr bringt und dann auch in Deutschland wieder in Gefahr bringen würde." Der Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers habe in Deutschland 2009 zu einem Wirtschaftseinbruch von fast fünf Prozent geführt. So etwas dürfe sich nicht wiederholen."

Die Weisung zu dieser Mär kam damals übrigens von Steinbrück ... oder vielleicht doch von ihrem Führungsoffizier ??

 

 

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Kicky:

und dann ist da noch Ackermann

4
12.06.11 23:58
www.nytimes.com/2011/06/12/business/...l?_r=1&ref=business

LATE one night in September 2008, as the financial world trembled, Josef Ackermann received an urgent call from Berlin.

On the line was Angela Merkel, the German chancellor. She needed his help — now.

A big German bank was about to collapse, much the way Lehman Brothers had only days before. It was 12:45 a.m. and shaky financial markets were about to open across Asia. Fear was in the air.

Mrs. Merkel asked whether Mr. Ackermann, the head of Deutsche Bank, could help rescue the failing lender.

He could, and he did. Within minutes, he persuaded German bankers to pledge 8.5 billion euros for a bailout.

Mr. Ackermann, 63, emerged from the panic of 2008 as the most powerful banker in Europe and, depending on whom you ask, possibly the most dangerous one, too. .....
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Kicky:

Forts.

5
13.06.11 00:04
link s.o.  schliesslich ist das wirklich wichtig,und sicher ist da eine gute Verbindung zu Assamnn und Weidmann
But it is no secret where Mr. Ackermann’s financial allegiances lie: with the banks. For instance, he has insisted that providing some sort of debt relief for Greece would be a huge mistake. Such a move — a restructuring, in banking parlance — would involve writing down Greece’s debt, which is now more than 140 percent of its gross domestic product, deferring payments and cutting interest rates.

What would be so bad about that? European banks, including German ones like Deutsche Bank, hold many billions of euros in Greek government bonds, and the banks would lose big if those debts were restructured. For the moment, Europe’s solution for Greece is, essentially, Mr. Ackermann’s: more bailout money and more austerity — an approach that some economists say only buys time without offering any hope of recovery.

Mr. Ackermann, like many of his counterparts in the United States, has also argued against tighter regulation of the post-crisis financial industry. His visibility as an industry advocate stems in part from his chairmanship of the Institute of International Finance, an association of the world’s biggest banks, including American ones like Goldman Sachs, Morgan Stanley and Citigroup. The group has released studies contending, among other things, that compelling banks to reduce their use of leverage — a move that would almost certainly reduce banks’ profits — would cause a credit crunch. That’s ridiculous, some economists counter.

“Most of the arguments made by the bankers and the I.I.F. in particular are just fallacious,” says Martin Hellwig, an economist and a director of the Bonn branch of the Max Planck Institute.

Even some of Mr. Ackermann’s peers in banking are uncomfortable with his positions. One senior European banking executive said he thought Mr. Ackermann’s zealous defense of banking interests failed to take public opinion into account. Like many ordinary Americans, many Europeans say they are paying the price for the excesses of bankers. ...

der Artikel hat noch drei weitere Seiten als Sonntagslektüre
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Wellenreiter

7
13.06.11 09:53

 

Wellenreiter-Kolumne vom 11. Juni 2011
Geld außer Kontrolle

Als Mitte der 1990er Jahre das Internet die PCs eroberte, gelang dies mit einer revolutionären Erfindung durch Marc Andreessen. Er programmierte den Mosaic-Browser. Aus dem Mosaic-Browser wurde der Netscape Navigator. Der Börsengang von Netscape im Jahr 1995 begründete den „Wahnsinn“ der New Economy. Netscape verlor den Browser-Krieg mit Microsoft („Internet-Explorer“). AOL zahlte 1999 4,2 Mrd. US-Dollar für Netscape. Der Browser ist seit 2003/2004 praktisch nicht mehr existent.

Im Bereich der Suchmaschinen kam es zu ähnlichen Entwicklungen. Google ließ im Laufe der Jahre Unternehmen wie Lycos oder Altavista weit hinter sich. Ähnliches lässt sich über die Entwicklung sozialer Netzwerke schreiben, wo Facebook mittlerweile unangefochtener Marktführer ist und in Deutschland StudiVZ verdrängt hat.

Das Internet schreibt stets neue Geschichten, es ist ein sehr junges Medium am Beginn seines Lebenszyklus. Der Netscape-Börsengang fand erst vor 16 Jahren statt. Weitere unvorhersehbare Entwicklungen warten. Eine dieser Entwicklungen begann mit der virtuellen Welt „Second Life“. Diese erreichte im Jahr 2007 ihren medialen Hype-Höhepunkt. Seither ist die Zahl der aktiven Konten zurückgegangen (von 1,7 Mio. „Accounts“ in 2007 auf 1,3 Mio. in 2001). Das Interessante an dieser Welt: Sie verfügt über eine virtuelle Währung, den „Linden-Dollar“. Dieser kann in Währungen wie US-Dollar oder Euro umgetauscht werden. Damit war ein Einfallstor geöffnet, das im Jahr 2009 der japanische Entwickler Satoshi Nakamoto mit seinem Bitcoin-Konzept nutzte. http://tinyurl.com/5sqeflh.

Geld ist Zahlungs- bzw. Tauschmittel und hat eine Wertaufbewahrungsfunktion. Letztere aber nur, wenn der Wert des entsprechenden Geldes langfristig garantiert ist. Die Evolution des Geldes verlief über den Tauschhandel, das Naturalgeld, das Münzgeld, das Papiergeld hin zum digitalen Geld.

Bitcoin ist eine dezentralisierte, digitale Währung, die über eine Börse erworben werden kann. Ob Bitcoin das „Google“ der digitalen Währungen werden wird oder ob es als „Altavista“ endet, bleibt vorerst offen: Die Geschichte ist noch nicht geschrieben.

Neue Entwicklungen setzen sich immer dann durch, wenn deren Zeit gekommen ist. Die Zeit ist dann gekommen, wenn ein bestehendes System das Vertrauen verliert oder sich schlichtweg als das schwächere, anfälligere System erweist. Es kann keine zwei Meinungen über den Gesundheitszustand unseres aktuellen Geld- und Kreditsystems geben.

Noch wird ein System wie Bitcoin von den Währungshütern nur unterschwellig registriert. Das Kennzeichen einer jeglichen Revolution ist die kritische Masse. In den Frühjahrs-Revolutionen Tunesiens und Ägyptens wurde eine kritische Bevölkerungsmasse aktiv, nicht zuletzt dank des Einsatzes digitaler sozialer Netzwerke. In Syrien oder Saudi-Arabien war dies (bisher) nicht der Fall. In Syrien wird Gewalt angewendet, in Saudi-Arabien Geld.

Wenn nun eine digitale Währung wie Bitcoin den Bereich einer kritischen Masse zu erreichen droht, müssten sich die Zentralbanken für eine Strategie entscheiden. Die eine wäre die „Syrien-Strategie" (Bitcoin-Verbot und Bestrafung der Bitcoin-Nutzer). Die zweite wäre die „Saudi-Arabien-Strategie" (mehr Geld drucken). Die „Ägypten-Strategie“ wäre der dritte Weg: Man lässt die Dinge laufen, bis sich eine Währung wie Bitcoin zu einem nicht mehr wegzudenkenden Zahlungsmittel entwickelt hat: Die kritische Masse wäre erreicht. Bitcoin würde parallel zum Dollar und zum Euro existieren. Mit dem Fortschreiten der Schuldenkrise würde das Vertrauen in Dollar, Yen und Euro fallen, das in Bitcoin mutmaßlich steigen. Die Folge wäre eine weitere Aufwertung von Bitcoin. Irgendwann würden Euro und Dollar – ähnlich wie der „Netscape Navigator“ nicht mehr benutzt werden.

Bitcoin ist so anonym wie Bargeld. Es gäbe keine Bankkonten – und wohl auch keine Banken – mehr. Transaktionskontrollen wären unmöglich. Damit erhielten die Finanzämter keinerlei Möglichkeiten, Steuerhinterziehungen als solche zu erkennen. Dann würde Anarchie herrschen. Da ich mit der Mehrheit der Bevölkerung der Meinung bin, dass ein - möglichst demokratisches - Staatswesen besser ist als Anarchie, erscheint es sinnvoll, wenn die Politik Teile der Bitcoin-Idee für sich adaptieren würde.

Da wäre die Schaffung einer neuen digitalen Währung, die eine gewisse, für ein geordnetes Staatswesen notwendige Kontrollfunktion ermöglicht. Da wäre die Idee, dieser neuen Währung – wie Bitcoin - eine Inflationssperre einzubauen. Da wäre die Idee, dass sich diese Währung das Vertrauen an der Börse erarbeiten muss. Würde sich die Vertrauensbildung über mehrere Jahre hinziehen und in einem jahrelang steigenden Wechselkurs zu Euro, Dollar und Yen ausdrücken, so könnten die Schulden (die ja auf Euro, Dollar oder Yen lauten) mit der Zeit gegen null gehen, wenn die genannten Währungen gegen null tendieren.

Fazit: Wir stehen in der Evolution des Geldes an einer neuen, durch das Internet ermöglichten Entwicklungsstufe. Die Politiker haben noch die Möglichkeit, diese Entwicklung zu beeinflussen. Verpassen sie diese Chance, so könnte es sein, dass digitales Geld wie Bitcoin nicht nur neue Zahlungswege schafft, sondern unser Staatswesen verändert. Und das nicht nur im positiven Sinne. Die Gewinner wäre die Early Adopters einer neuen Währung, aber sie tragen derzeit auch die größten Risiken. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglichen Frühausgabe.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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permanent:

Chance of Another Round of Easing by Year-End: Rou

6
13.06.11 09:55
Chance of Another Round of Easing by Year-End: Roubini
NOURIEL ROUBINI, ECONOMY, GLOBAL ECONOMY, SLOWDOWN, EMERGING MARKETS, CHINA, INFLATION,
CNBC.com
| 11 Jun 2011 | 06:09 AM ET

There is a chance the U.S. Federal Reserve could unleash another round of quantitative easing by the end of the year, according to renowned economist Nouriel Roubini.

 

In an interview with CNBC on Saturday, the head of Roubini Global Economics said the probability of QE3 will become “significantly higher” if U.S. economic weakness persists and the stock markets correct 10 percent or more.

“Especially because we cannot do another round of fiscal stimulus, the pressure is going to be on the only policy that is available, [that] is another round of quantitative easing,” he said.

Roubini, who correctly predicted the financial crisis that began in 2008, is especially concerned about the myriad problems the U.S. economy currently faces.

“You have the problems of rising oil prices, of [a] weak labor market, of housing double dipping, the fiscal problem in the state and local government, the facts of the federal deficit problem,” he said. “All these things imply that economic weakness could persist in the second half of the year.”

Roubini believes the current slowdown in global growth is not “just a soft patch,” and the biggest risk to the financial markets comes from the troubled euro zone economies.

“They're still in risk and they've not been resolved and [will] eventually require debt restructuring.”

 

With regards to Greece, he says it’s not a matter of if there's going to be restructuring, but rather “whether it's going to occur sooner or later, and whether it's going to be orderly or disorderly.”

Emerging Markets & China

Even as QE2 winds down at the end of the month, Roubini is not expecting an outflow of capital away from emerging markets, as many investors have feared.

“First of all, the fed is not going to raise interest rates for a long time; two, they're not going to reduce base money,” he said. “And if they're not going to increase it further, and therefore the fundamentals of relative growth differentials, or relative interest differentials and still a wall of liquidity chasing assets are going to imply that money could flow and continue to flow into emerging markets.”

If, however, money does flow out of emerging markets at the end of QE2, it would be because of risk aversion in the event the global growth scare worsens and drives investors back towards the safety of the U.S. dollar and Treasurys, Roubini said.

On China’s battle against inflation, Roubini said two factors will determine whether inflation has turned the corner, or will continue to scale higher.

“One is whether the increase in oil, energy and commodity prices is going to continue,” he said. “Two, it depends on how much China is able to slow down their economy through monitoring their credit and other types of controls and they've done somehow but they've not done enough.”

China will release the closely-watched May inflation data on Tuesday, which is expected to show inflation rate exceeding 5 percent for the month.

Antworten
Navigator.C:

Betrug mit China-Aktien

3
13.06.11 10:27

Bei einem in Kanada gelisteten chinesischen Unternehmen sind in wenigen Tagen Milliarden Dollar an Börsenwert verpufft. Grund war eine Analystenstudie, die die Firma mit Bernard Madoffs Schneeballsystem verglich. Unabhängig davon, ob die Vorwürfe wahr sind, werfen sie ein Licht auf ein großes Problem an amerikanischen Börsen: Den Betrug mit chinesischen Unternehmen.

 

weiter...
boersenradar.t-online.de/Aktuell/Aktien/...ktien-24954744.html

Navigator.C

Antworten
zaphod42:

Amerikas Banken bekommen kalte Füsse

4
13.06.11 10:39
Oder handelt es sich um den neuesten Versuch seitens PIMCO, mittels Desinformation die Kurse wenigstens auf EK ihrer Shorts zu drücken?

Ich jedenfslls finde es recht verdächtig, wenn "plötzlich" Banken ihr Gewissen entdecken. Auf den Ernstfall kann man sich eh nicht vorbereiten. Der kommt oder auch nicht und wenn, dann immer aus einer anderen Ecke als vermutet.

-----------------------------

US-Schuldenkrise

Amerikas Banken fürchten den Staatsinfarkt

In der amerikanischen Finanzwelt wächst die Sorge vor dem endgültigen Scheitern der US-Haushaltsverhandlungen - und vor den Folgen für die Märkte: Laut der "Financial Times" bereiten sich große Wall-Street-Banken bereits auf den Ernstfall vor.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,768156,00.html
Antworten
Dreiklang:

SPIEGEL schürt Verkaufspanik auf der Titanic

9
13.06.11 10:46

Zitat aus: Amerikas Banken fürchten den Staatsinfarkt


"Wir arbeiten an einem Notfallplan, der zum einen die Möglichkeit vorsieht, sich verstärkt aus Staatsanleihen zurückziehen zu können", sagte ein Bankenchef der "FT" zufolge. "Zum anderen könnten wir mehr Cash aufbauen." Namen von Banken werden in dem Bericht nicht genannt.


Von wegen Notfallplan. Das ist nur ein freundlicher Wink mit dem Zaunpfahl an die FED, mit QE weiterzumachen. Man könnte das auch als Tritt in den Hintern von Bernanke bezeichnen.

Die FED wird selbstverständlich die Stabilität des Bondmarktes garantieren. Die Festplatte gibt beliebige Geldmengen her. Mit der Bestätigung, dass die FED die Hyperliquidität aufrechterhält, können die Banken den  Dollar(Carry)Trade fortsetzen. Das ist es, was sie wollen (und was der SPIEGEL  hier nicht ansatzweise anschneidet bzw. begreift). Die Stabilität des Dollar bzw. des "Weltfinanzsystems" ist dabei das Letzte, was die Banken im Blick haben. Weltgeschichtlich neu ist, dass sich  die Zentralbank  daran nicht im Geringsten stört.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,768156,00.html

 

Antworten
zaphod42:

Könnte auch

5
13.06.11 10:53
ein Erpressungsversuch a la 2008 sein: Wenn ihr nicht das Schuldenlimit anhebt, crashen wir eure Anleihen. Dann seid zur Abwechslung mal ihr pleite und nicht wir.

Und die US-Regierung ist da sehr verwundbar. Ein Anleihecrash bedeutet nicht anderes als eine notwendige Anhebung des Zinssatzes für neue Anleihen. Und das wäre in der derzeitigen Situation fatal für die USA: Die Pleitespirale würde sich unweigerlich in Gang setzen, siehe Griechenland. Für GR bürgt notfalls die EU, für die USA niemand.
Antworten
geldsackfrank.:

CDS auf Rekord-Pleite-Niveau

6
13.06.11 10:57
Markit: Kreditausfallversicherung (CDS) für 5-jährige irische Staatsanleihen steigt um 23 Basispunkte auf 735 Basispunkte. Neues Rekordniveau.

.

vor 45 Min (10:11) - Echtzeitnachricht
.

Markit: Kreditausfallversicherung (CDS) für 5-jährige portugiesische Staatsanleihen steigt um 32 Basispunkte auf 765 Basispunkte. Neues Rekordniveau.

.

vor 45 Min (10:11) - Echtzeitnachricht
.

Markit: Kreditausfallversicherung (CDS) für 5-jährige griechische Staatsanleihen steigt um 33 Basispunkte auf 1.575 Basispunkte. Neues Rekordniveau.
Antworten
daiphong:

dreiklang, auch die Festplatte hat limits, z.e.

4
13.06.11 11:46
den Außenwert des Dollars, der bei geringer Lohninflation in den USA für den Binnenmarkt von zentraler Bedeutung ist, z.a. den Bondmarkt. Ab einem gewissen, angesichts der gleichzeitigen Belastung des Dollars irreal hohen Kurs begänne der Abverkauf an die Fed, es drohte dann ein Dollarcrash.
Auch der CT ist dadurch begrenzt, Banken und Fed haben ein paar mehr Aufgaben. Und natürlich sind sie gestresst, wenn der Staat in einer politische Haushaltskrise steckt.
Antworten
Dreiklang:

#674 Den Banken ist der Dollarcrash egal

4
13.06.11 12:21
natürlich, wenn die amerikanischen Banken wirklich ihre UST der FED andienen würden, dann wären das ein Haircut vor allem für die ausländischen Bondhalter. Ich denke hier an die (Öl)Scheichs und an Japan. Denn Japan hat riesige UST-Bestände, in ähnlicher Höhe wie China. Und China? Hätte mehr das Problem, wie dann noch Ware an die USA verkauft werden kann.

Allerdings ist ein Bondcrash bzw. ein Dollarcrash nicht gerade auf der Tagesordnung des BT. Im BT gehen wir von "Dollar long" und "UST long" aus und warten auf die deflationäre Entwicklung.
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