Anzeige
Meldung des Tages: Quanten-Computer: Unglaubliche Bewertungen – unglaubliche Chancen!
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 3200  3201  3203  3204  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.460
Zugriffe: 26.584.941 / Heute: 1.691
S&P 500 6.741,45 -1,29% Perf. seit Threadbeginn:   +362,07%
 
Kicky:

Fukushima-schon immer ein Desaster

9
27.04.11 10:33
als ein Nuklearinspektor von Genral Electric daraufhin wies, dass der Hauptregulator für den Dampftrockner fehlerhaft sei,hat die Regierung ihn bei der firma verpfiffen und es TEPCO überlassen das zu korrigieren.Auch die Höhe der Wälle zur See hin und der Standort der Generatoren ,die sofort überflutet wurden,alles wurde von den Behörden und der Regierung der Firma überlassen.Es gab dann noch wesentlich schwerere Probleme wie Sprünge in den Reaktorhüllen,aber jahrelang hat die Aufsichtsbehörde nicht ausreichend geprüft
eine folgenschwere Komplizenschaft von Regierung,Behörden und Industrie im Interesse der Ausweitung der Atomstromgewinnung .....
www.nytimes.com/2011/04/27/world/asia/....html?ref=global-home
Antworten
Kicky:

Kann ein Computerwurm Atomkraftwerke abschalten?

4
27.04.11 10:43
Stuxnet wurde von den Israelis entwickelt
www.zerohedge.com/article/...stuxnet-was-yn-japan-october-2010
The Dimona complex in the Negev desert is famous as the heavily guarded heart of Israel’s never-acknowledged nuclear arms program, where neat rows of factories make atomic fuel for the arsenal.

Over the past two years, according to intelligence and military experts familiar with its operations, Dimona has taken on a new, equally secret role — as a critical testing ground in a joint American and Israeli effort to undermine Iran’s efforts to make a bomb of its own.
www.nytimes.com/2011/01/16/world/...16stuxnet.html?_r=2&hp
by the accounts of a number of computer scientists, nuclear enrichment experts and former officials, the covert race to create Stuxnet was a joint project between the Americans and the Israelis, with some help, knowing or unknowing, from the Germans and the British.

there were still about 44,000 computers infected with Stuxnet worldwide, with about 60 percent of them in Iran, said Dean Turner, director of Symantec's Global Intelligence Network. About 1,600 of the current infections are in the U.S., he said.

one of the computer experts quoted by the New York Times, German cyber-security expert Ralph Langner, noted in a Ted talk last month that Stuxnet could be used to attack Western nuclear power plants and other types of automated plants:
Antworten
Anti Lemming:

China-Aktien auf 5-Wochen-Tief

6
27.04.11 10:46
als Nachtrag zu http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=3199#jumppos79985

Die chin. Bremsmanöver (ständige Leitzinserhöhungen, Mindestreserven-Erhöhungen usw.) schlagen langsam durch.

Im Gegensatz zur Fed dürfte es die PBoC nicht nennenswert interessieren, wie hoch die Aktien-Indizes stehen. Erstens gibt es in China keine Aktien-basierte Rente, und zweitens ist es den Funktionären wichtiger, den sozialen Frieden (potenzielle Wanderarbeiteraufstände usw.) durch Bekämpfung der importierten Inflation (Rohstoff-/Öl-/Nahrungsmittel-Teuerung) zu bewahren. Andernfalls könnten die Funktionäre nämlich aus ihren geliebten Ämtern geputscht werden.

Nach dem "Animal Farm"-Effekt der chinesischen Revolution ("Alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher als andere" = Willkürherrschaft der Kaderpartei) macht sich in der Kaste der (immer noch) Verknechteten, darunter Heerscharen von Billiglohn-Sklaven im Dienst e von Apple und Co.,  zunehmend konterrevolutionäres Potenzial breit.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 398256
Antworten
Malko07:

Blackrock:

4
27.04.11 11:00
Der USA Bären-Thread 10387462
Blackrock verwaltet 3 6 Billionen Dollar Chef Aktienstratege Bob Doll spricht im Interview über Geldanlage in Zeiten... - hier klicken
Antworten
Anti Lemming:

Syrische Zivilisten von Machthabern abgeschlachtet

4
27.04.11 11:12
Scharfschützen der syrischen Machthaber exekutieren gezielt Demonstranten. Es gibt bereits über 400 Tote. Militärischer Schutz der Zivilbevölkerung von außen wie in Libyen unterbleibt dennoch. Grund: In Syrien gibt es kaum Öl. Deshalb werden auch Menschenrechtsverletzungen des dortigen Diktators toleriert.

Was geschieht, wenn sich die Welle der Aufstände im Nahen Osten/Nordafrika wie bislang fortsetzt? Dürfen alle Depoten, die nicht auf Öl sitzen, in kriegsverbrecherischer Manier ihre eigenen revoltierenden Bevölkerungen abschlachten?

Die Rechtfertigung des Libyen-Kriegs ("Ein grausamer Dikator schlachtet sein Volk ab, die UNO muss helfen") wird unter diesen Prämissen immer fadenscheiniger. Es ging und geht um's Öl. Wie damals im Irak-Krieg...



Spiegel-Online:

In der Syrien-Frage kommen die internationalen Mächte nicht voran. Die USA und Großbritannien lehnen Luftangriffe wie in Libyen ab, der Uno-Sicherheitsrat hat eine Krisensitzung ohne Ergebnis vertagt. Das Regime geht weiter brutal gegen seine Gegner vor.

New York - Das Regime in Syrien geht mit Panzern und Scharfschützen gegen seine Gegner vor, Oppositionellen zufolge sollen bereits 400 Menschen auf den Straßen der arabischen Republik getötet worden sein. Doch trotz der brutalen Strategie der syrischen Sicherheitskräfte kann sich die internationale Gemeinschaft bislang nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen....

www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759163,00.html
Antworten
Anti Lemming:

FAZ-Interview mit Doll von Blackrock

8
27.04.11 11:59
Doll von Blackrock: "Es gibt große Schuldenprobleme, aber sie sind für die Aktienmärkte nicht entscheidend. Wichtiger sind Unternehmensgewinne. In Amerika erholt sich die Wirtschaft, sie expandiert."

Sorry, Herr Doll. Aber ohne Geithners extreme Neuverschuldung und die damit verbundenen massiven Transferzahlungen, die den US-Konsum vor einem Einbruch infolge der Massenarbeitslosigkeit (die fast ungebrochen weiter besteht) bewahrten, hätte es die steigenden US-Unternehmensgewinne nicht gegeben. Und ohne die gezielte Dollarentwertung durch QE und QE2, die US-Exporteuren bilanzielle Scheingewinne in Dollar bescherten, erst recht nicht.

Ohne Neuverschuldung und QE-Dollarentwertung (Glückwunsch an die Erfinder dieses "Doppel-Whoppers") läge die US-Wirtschaft immer noch brach - wie der US-Hausmarkt, der sich seit März 2009 sogar rapide weiter verschlechtert hat.

Es ist schlicht unlauter, diese Zusammenhänge zu ignorieren und sich auf einen reinen firmen-internen Bottom-Up-Ansatz zu versteifen, der die massive Neuverschuldung (wiewohl sie ursächlich für die Gewinnsteigerungen ist) außer Acht lässt.

Es ist und bleibt ein Aufschwung auf Pump, der bereits an die (Schuldenober-)Grenze stößt. Deshalb kann man auch nicht ernsthaft, wie Sie, von einer "Erholung" sprechen.

Sind Sie reicher, wenn sie ihr Konto um 5000 Dollar überziehen und mit diesen raschelnden Scheinen in der Hand Blondinen zu beeindrucken versuchen?

Wenn Obama sich 100 Mrd. leiht und anschließend in General Motors steckt (nach Enteignung der Alt-Aktionäre und Fast-Enteignung der alten Bond-Halter), geht es der "neuen Firma" zunächst scheinbar gut. Obama raschelt sozusagen mit den geliehenen Scheinen vor Blondinen (= Aktienmarkt).

Aber was beweist das alles? Am maroden Geschäftsmodell von GM hat sich seitdem nichts verändert. Noch immer werden international nicht wettbewerbsfähige Spritschlucker mit maßlosen Rabatten und sechsjähriger Nullzins-(Subprime)-Finanzierung in den Markt gedrückt. Deshalb wird GM in einigen Jahren erneut vor die Hunde gehen. Genauso wie der sonstige "Aufschwung auf Pump".

Die Chance, Amerikas (und GMs) Geschäftsmodell zu sanieren und sich der zerstörerischen Zockerbanken zu entledigen, wurde in der Krise und in der Folgezeit versäumt. Diesbezügliche Bemühungen (Volcker) wurden bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Im Grunde wurden nur die Krisen-Verursacher auf Staatskosten ausgebailt (wie übrigens auch GM). Und all diese Ganoven und Loser dürfen nun weiter machen wie zuvor - oder sogar noch schlimmer und unverfrorener.

Amerika hat aus dem 2008-Debakel buchstäblich nichts gelernt, auch Sie nicht. Und wer aus der Geschichte nichts lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen. Nur dass der nächste Absturz noch schlimmer wird, weil inzwischen auch Oberbailouter "Uncle Sam" mit einem Bein in der Pleite steht.
Antworten
Anti Lemming:

Profitable Dax-Konzerne kassieren Steuermillionen

4
27.04.11 12:18
Auch hier zu Lande kommt der "Aufschwung XXL" teils aus der Staatsschatulle. Die dt. Schulden/BIP-Quote ist seit 2007 deutlich gestiegen - nicht nur durch Bailouts verzockter Banken.

Handelsblatt
Subventionen
Profitable Dax-Konzerne kassieren Steuermillionen
27.04.2011, 11:19 Uhr

Allein an die zehn bestverdienenenden Dax-Konzerne zahlt der Bund 340 Millionen Euro an Subventionen - in den Bilanzen sucht man solche Zahlen vergebens. Welche Firmen Geld aus der Steuerkasse bekommen.

Deutschlands Dax-Konzerne verdienen bestens und sind hochprofitabel. Da sollte man denken, sie seien unabhängig von staatlichen Hilfen. Doch das stimmt nicht: Sie beantragen und bekommen regelmäßig Subventionen. Die zehn profitabelsten unter ihnen insgesamt 340 Millionen Euro für verschiedene Projekte, wie Handelsblatt-Recherchen ergeben haben. Und dabei sind Steuerermäßigungen noch nicht einmal mitgerechnet. In den Bilanzen sucht man die Subventionen übrigens vergeblich - sie tauchen entweder nur im Kleingedruckten auf oder sind bei "sonstige Erträge" versteckt. ...

www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...nen/4099240.html
Antworten
permanent:

Arbeitskräfte verzweifelt gesucht

3
27.04.11 12:19

Arbeitskräfte verzweifelt gesucht

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist hoch wie lange nicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesagentur für Arbeit. Ursache sei der fortgesetzte Aufschwung. Der kleine Wehrmutstropfen: Auch geringfügig entlohnte Arbeit boomt.

Deutsche Unternehmen suchen derzeit so viele Arbeitskräfte wie schon lange nicht mehr. Die Zahl der offenen Stellen sei im April auf ein Rekordniveau gestiegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der Bekanntgabe ihres monatlichen Beschäftigungsindexes BA-X mit.

"Der wirtschaftliche Aufschwung schlägt sich damit erneut in einem Plus der Kräftenachfrage nieder, die bereits auf hohem Niveau lag", betonte die Nürnberger Bundesbehörde. Allerdings habe sich das Wachstumstempo etwas verlangsamt.

Die Betriebe signalisierten weiterhin hohe Einstellungsbereitschaft; inzwischen hätten sie Probleme, genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Großen Bedarf meldeten besonders Zeitarbeitsunternehmen an; etwa jede dritte freie Stelle komme aus dieser Branche.

Der monatlich von der Bundesagentur und dem hauseigenen Forschungsinstitut ermittelte Stellenindex kletterte im April um zwei Punkte auf einen Wert von 167. Dies sind 37 Zähler mehr als vor einem Jahr. Die Wachstumskurve beginnt sich jedoch abzuflachen. Zwischen November 2010 und Februar 2011 hatte der BA-X noch deutlich stärker zugelegt.

Boom bei Minijobs

Allerdings arbeiten immer mehr Menschen in Deutschland als Minijobber. Seit Herbst 2003 ist ihre Zahl um 27 Prozent gestiegen, so eine BA-Statistik. Während im September 2003 lediglich 5,75 Millionen Männer und Frauen geringfügig beschäftigt waren, sind es sieben Jahren später 7,309 Millionen - knapp 1,6 Millionen mehr. Inzwischen geht jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland einer geringfügig entlohnten Arbeit nach.

Besonders häufig werden Minijobber im Handel, der Gastronomie und im Gesundheitswesen eingesetzt. Allein im Handel arbeitete im September 2010 fast jeder fünfte Mini-Jobber. 11 Prozent sind in der Gastronomie, zehn Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt. Die stärksten Zuwächse bei Minijobs gibt es nach den BA-Zahlen in der Zeitarbeit; dort nahm die Zahl der Minijobber binnen Jahresfrist um 23 Prozent zu. Das Gastgewerbe beschäftigte seit vergangenem Jahr 17 Prozent mehr Minijobber, das Verkehrs- und Logistikgewerbe 16 Prozent.

Quelle: dpa

Antworten
Malko07:

Die DAX-Konzerne außerhalb

4
27.04.11 12:50
der Finanzbranche haben die Krise inzwischen verdaut und viele stehen besser da als vor der Krise. Das haben sie dem weltweiten Aufschwung zu verdanken und das bei starken Bremsbeschleunigungen in Europa, Südamerika und Asien. Die USA ist für die meisten DAX-Konzerne ein kleiner Markt. Trotzdem wirken die staatlichen Transferleistungen in den USA auch mittelbar über den Umweg über Asien. Aber das war vor der Krise auch nicht anders. Vor der Krise hatten wir auch keine heile Welt und werden sie so bald auch noch nicht haben. Der momentane Aufschwung hat offensichtlich den Höhepunkt noch nicht erreicht. Sogar Japan konnte ihm bis jetzt überraschend wenig antun. Die Gefahr liegt in der Entwicklung der Rohstoffpreise. Diese Entwicklung, wenn sie anhält, wird dem Aufschwung ein vorzeitiges Ende bereiten. Ansonsten werden wir einen "normalen" Zyklus erleben und die Entwicklung könnte noch 1 bis 2 Jahre andauern. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die USA gegen die Rohstoffpreisentwicklung mit regulatorischen Eingriffen vorgehen werden. Die leichte Geldpolitik können und werden sie auf jeden Fall nicht aufgeben.

Schlussfolgerung: Ab Mitte 2012 könnte sich das Fenster für "kurze Hosen" öffnen. Ansonsten muss man die Rohstoffe weiter im Blick behalten.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

usd

3
27.04.11 12:51
fällt weil QU3xx eingepreist wird, nicht weil in der Vergangenheit das Volumen erhöht wurde.

Die Ankündigung der Chinesen, ihre USD-Politik zumindest mal zu überdenken, hat mMn die nächste Runde QE besiegelt. Wer sonst soll denn den Pleite-Staat noch finanzieren ...

und AL:
"Der Abwertungseffekt liegt bei 41,75 Bio / 40 Bio = 4,4 %.
Rechnen wir diese 4,4 % Abwertung auf den vorherigen fairen Wert von 1,25 rauf, so kämen wir auf 1,3050."
enspricht nicht so recht deinem sonstigen Niveau ... nicht blöd gemeint.

Auch ich fang an vorsichtig USD-Posis aufzubauen. Aber spannend sollte es erst bei 1,5150 bis 1,5270 werden.
Antworten
Malko07:

... so viele wie nie zuvor.

3
27.04.11 13:02
Der USA Bären-Thread 10388535
Der Wolfsburger Autokonzern scheint immun zu sein gegen die Probleme in Japan oder die Angst vor einer Abkühlung der Autokonjunktur in China. Bei ...
Antworten
Anti Lemming:

Krisen- und Pleiten-Timing

10
27.04.11 13:03
Die weltweite (Groß-)Bankenkrise von 2008 deutete sich bereits Anfang 2007 bei der Eröffnung dieses Threads an. Dennoch schafften es die Zockerbanken, ihr Rad und ihre Stories noch rund 18 Monate weiter zu spinnen. Erst im Herbst 2008 wurden die Probleme "too big to ignore". Es folgte der größte Absturz seit der Großen Depression.

Nun sind wir einen Schritt und eine Stufe weiter.

Aktuell sehen wir eine weltweite Staatsschuldenkrise, die in Dubai und den PIIGS bereits erste Opfer gefunden hat. Inzwischen sind auch ökonomisch bedeutende Länder wie Japan und USA (beide Downgrade-bedroht) deutlich angeschlagen. Japan, USA, GB und die PIIGS sind mMn am stärksten gefährdet. Bereits ein Ausfall Spaniens oder eines großen US-Bundesstaates wie Kalifornien würde die Bondanleger weltweit in Alarmbereitschaft versetzen.

Der große Unterschied zur 2008 ist: Der Banken-Meltdown war noch in der Weise "beherrschbar", dass die jeweiligen Regierungen als "Retter der letzten Instanz" einspringen und ihre maroden Banken auffangen konnten. Zuletzt sahen wir das in Irland. Doch die Folgen dieser Bailout-Aktien lasten auf den Staaten bis heute. Weltweit haben sich die Schulden/BIP-Quoten der Staaten durch die kostspieligen Auffang-Aktionen der TBTF-Banken drastisch verschlechtert. In Irland führten die Auffangaktionen sogar zur Staatspleite, die nur dank EU-Rettungsschirm nicht zum kompletten Debakel gedieh.

Die Crux: Geht ein bedeutender Staat pleite, gibt es keine übergeordnete Auffangmöglichkeit mehr. Die EZB hat zwar ihre Rettungsschirme, doch die würden bereits bei einer Staatspleite Spaniens "reißen". In USA, GB und Japan gibt es nur die Gelddruckmaschine der Zentralbanken als weiteren "Retter der letzten Instanz". Begännen die Pressen erneut stark zu rotieren, ginge jedoch das bereits jetzt angeschlagene Vertrauen der Bondanleger vollends zum Teufel. Das gilt insbesondere für Japan mit 204 % Schulden/BIP-Quote.

TIMING: Da bei Staatspleiten weit mehr auf dem Spiel steht als zuvor bei den Bankenpleiten, dürfte sich der Prozess des "Zugebens" (der schon bei den Banken satte 18 Monate dauerte) bei den Staatspleiten eher noch mehr in die Länge ziehen. Man muss als Bär damit rechnen, dass die Probleme bis zum Letzten geleugnet oder mit immer dubioseren Krücken-Auffanglösungen kaschiert werden. Sollten die Inflationierungsversuche gelingen, ist man als Bär buchstäblich am Ar....

FAZIT: Das Timing ist durch die hohe Tragweite der kommenden Staatspleiten-Krise noch schwieriger als nach 2007 in der Bankenkrise. Eben weil es bei Staatspleiten meist keinen Bailouter der nächsthöheren Instanz mehr gibt. Bei einem "Zugeben" droht daher ein gigantischer Flurschaden, der die Krise von 2008 weit in den Schatten stellt. EZB-Chefsvolkswirt Stark rechnet bereits bei einem faktischen Schuldenschnitt in Griechenland mit einem Crash, der den Lehman-Crash aus 2008 übertreffen könnte (siehe Stark-Zitat in # 80009 unten). Und Stark ist als Merkel-Berater sicher keine "Kassandra".

Einen zweiten Lehman-Absturz (oder schlimmer) werden Zentralbanker, allen voran die Fed,  auf jede erdenkliche Weise (bis hin zu offenem Betrug) zu verhindern versuchen. Es wird ihnen aber langfristig nicht gelingen, weil sich ihr Patentrezept, eine Überschuldungskrise mit noch mehr Schulden zu "bekämpfen", als größte Schnapsidee in der Geschichte der Volkswirtschaft entpuppen wird.
Antworten
Anti Lemming:

VW - "glaubwürdiger" geht's kaum

4
27.04.11 13:07
Die Winterkorn-Visage ist ein Kontraindikator erster Güte. Da lacht der Teufel, ehe ihn der Beelzebub holt. Die werden sich alle noch, inkl. Buffett, vor einen Burlington Santa Fe Express werfen. Adolf Merkle war in der Hinsicht Pionier - und nicht zufällig "wegen VW".
Der USA Bären-Thread 398287
Antworten
Anti Lemming:

KUK - # 035

3
27.04.11 13:28
Entschuldige, wenn das Niveau zu flach schien. Mir ging es im Grunde um die Größenordnung, mit der das bisher von der Fed gedruckte Geld "Dollarkurs-verwässernd" wirken konnte. Und da scheint mir knapp 5 % als Pi-mal-Daumen-Wert angemessen.

Auf welchen EUR/USD-Kurs (als "faire" Basis) man das bezieht, ist im Grunde egal, es kommt auf die Größenordnung an. 5 % Entwertung sind nicht allzu viel. Vor allem kann man das Argument nicht endlos strapazieren, sofern QE nicht zur endlosen Veranstaltung wird.

Bei EUR/USD 1,47 scheint mir QE und QE2 bereits dreifach eingepreist. Der Anstieg der letzten 12 Jahre ab 1,18 (Euroeinführung) auf jetzt 1,47 scheint mir angesichts der obigen 5%-Größenordnung übertrieben. Die Staatsfinanzen in der Eurozone sind nicht deutlich solider als in USA. So bleibt als Erklärung nur Dollar-Bashing im laufenden Dollar-Carrytrade - insbesondere in den Rohstoffen.

Was macht Dich so sicher, dass QE3 kommen wird und der Devisenmarkt dies bereits jetzt durch Dollarschwäche einzupreisen beginnt? Das Argument, dass niemand sonst den Amis ihre Staatsanleihen abkaufen würde, reicht mMn nicht hin, falls die (importierte) Inflation in USA weiterhin so stark anzieht. Das lässt sich am Ende auch von den virtuosesten US-Statistikern nicht mehr wegrechnen.

Falls QE3 dennoch kommt, darf man auch die argumentativen Verrenkungen zu dessen Begründung sehr gespannt sein.
Antworten
Anti Lemming:

Die Crux der Amazon-Shorter

 
27.04.11 13:50
Amazon enttäuschte mit 66 % Gewinneinbruch. Lediglich der Umsatz stieg leicht. An der Börse legte die Aktien nachbörslich eine Achterbahnfahrt hin, siehe hier:

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=3200#jumppos80006

Anfänglich fiel Amazon wie blöd von 182 auf 170 Dollar, um dann postwendend - und nöch blöder - zurück auf 183  zu steigen. Fundamental gab es dafür keinerlei Gründe. Die einzige Erklärung bleibt, dass Zocker den Verstand verloren haben. Dies bestätigt auch Collins (unten), der sich gleichwohl dem Druck der (irrationalen) Dip-Buyer beugt.

Es könnte sich auch um eine der vielen inzwischen fast Routine-mäßig praktizierten Short-Squeeze-Aktionen handeln, die Zockerbanken inzwischen sogar in ihre Algo-Maschinen "einprogrammiert" haben.
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 398299
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur zu # 040

 
27.04.11 13:55
Es muss bei Amazon heißen: Gewinneinbruch AUF 66 %, also um ein Drittel
Antworten
ivan73:

AL #80037

2
27.04.11 14:08

TIMING: Da bei Staatspleiten weit mehr auf dem Spiel steht als zuvor bei den Bankenpleiten, dürfte sich der Prozess des "Zugebens" (der schon bei den Banken satte 18 Monate dauerte) bei den Staatspleiten eher noch mehr in die Länge ziehen.

Das würde doch bedeuten, daß eben doch QE3 kommen könnte,  da alles gemacht wird außer zugeben. Auch wenn es derbe Nebenwirkungen hat.

 

 

 

Antworten
Anti Lemming:

Schon möglich, Ivan

3
27.04.11 14:25
Manche (darunter David Rosenberg) glauben allerdings, dass erst nach einem deutlichen Rücksetzer im US-Aktienmarkt (-15 % Korrektur) das Feld reif für QE3 wäre. So einfach bruchlos verlängert werden dürfte QE2 nicht.

Wir könnten im Juni/Juli nach QE2-Ende eine Wiederholung des Flash-Crashs vom 6. Mai 2010 sehen, der u.a. auf das damalige QE1-Ende zurückging. Der Abverkauf gäbe dann die Rechtfertigung für QE3.
Antworten
Anti Lemming:

Durable Good Orders +2,5 % (erw. +3 %)

3
27.04.11 14:44
Ohne Transport (u. a. Flugzeuge) lag der Anstieg bei nur 1,3 %.


April 27, 2011, 8:30 a.m. EDT
Orders for U.S. durable goods rise 2.5% in March
By Jeffry Bartash

WASHINGTON (MarketWatch) - U.S. orders for durable goods rose 2.5% in March, marking the third straight increase, led by higher demand for transportation equipment, computers and defense-related products. Orders for February were also revised to show a 0.7% increase instead of an originally reported decline, according to Commerce Department data. Economists surveyed by MarketWatch had expected orders to rise by 3.0%. Factoring out the volatile transportation sector, orders rose a smaller 1.3%. Shipments of core capital equipment goods, which the government uses to help calculate gross domestic product, climbed 2.2% in March after just a 0.4% gain in February and a 2.5% decline in January.

www.marketwatch.com/story/...goods-rise-25-in-march-2011-04-27

Man hätte den Artikel auch mit der Überschrift versehen können:

Aufträge für langfristige US-Wirtschaftsgüter 17 % schwächer als erwartet.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

AL

8
27.04.11 16:29
Mich macht nichts sicher, dass QE3 kommt. Aber ich glaub der Markt erwartet dies momentan. Ich glaub auch nicht, dass ein neues Programm so oder ähnlich benannt werden wird. Es könnt zB direkter auf Hypotheken abzielen oder gar irgendein hinten-rum-Konstrukt werden - da auch ich denk, dass es sich sonst politisch nicht mehr verkaufen lassen wird. Das Ziel der Fed sollte sein, den Banken weitere Unterstützung zuzusichern, ohne dass dies mainstreet offen erkennt - und ich mach mir wenig Sorgen um die diesbezügliche Kreativität der Fed.

Vielleicht sollt man irgendwie das Wort "patriot" reinpacken, das kommt immer gut an :-)

Und es bedarf im Übrigen sowieso eines kleinen Programmes, um zumindest die aktuellen 1,3 ?? USD weiterrollen zu können ... das wär doch schon mal was.

Nein, im Ernst, ich denk auch, dass das größere Gewinnpotential bei USD-long-Posis liegt, nur ist vermutlich noch 1-2 Monate Geduld angebracht.

Bei der heutigen Konferenz werden wir wohl ausser
- leichter Rücknahme des BIP-Ausblicks
- trotzdem jede Menge Optimismuis
- taubenhafte Töne
und noch mehr Optimismus nicht viel erfahren.
Antworten
Anti Lemming:

Dow now auf Verkauf

 
27.04.11 16:58
Der USA Bären-Thread 398345
Antworten
Anti Lemming:

Endet QE2 wie geplant?

 
27.04.11 17:28
CBS meint ja, aber dort werden ja laufend Bärenfallen aufgestellt...



April 27, 2011, 11:18 a.m. EDT
Will the Fed let QE2 end as planned?
by Rex Nutting, MarketWatch

The big question at Wednesday’s press conference with Bernanke is what the Fed is going to do next. The Fed has been buying up $600 billion worth of government bonds in an effort to lower long-term interest rates and stimulate investors’ appetites for riskier investments. Critics say the program is simply fueling speculation in commodities and stocks, and is eroding the value of the dollar.

The $600 billion program — known colloquially as quantitative easing or QE2 — is scheduled to end in June. Will the Fed let the program end as planned, or extend it? When will the Fed begin to shrink its $2.7 trillion balance sheet?

Ahead of the FOMC meeting today, most outside observers expected the Fed to let the program end as planned, and leave the door slightly ajar for further bond purchases if the economy worsens significantly.

www.marketwatch.com/story/...let-qe2-end-as-planned-2011-04-27

Deckt sich mit der Aussage von David Rosenberg, dass QE3 vermutlich nur nach einem deutlichen Absacker im Aktienmarkt (-15 %) käme.
Antworten
pfeifenlümmel:

nasdreck

3
27.04.11 17:31
hat sich wieder auf den Kurs von Mitte Februar hoch geschwungen. Calls sind mittlerweile recht teuer gewoden un die Puts gibts im Sonderangebot. Wenn Banker vedienen wollen, müssen sie den Nasdreck drücken, kaufen die Puts aus dem Sonderangebot zurück und lassen den Optimisten die teuren Calls. Mal gespannt, ob es so wieder läuft.
Antworten
Anti Lemming:

Eine Frage, die Bernanke heute nicht gestellt wird

2
27.04.11 17:56
"Dr. Bernanke, welche Vorkehrungen hatten Sie vor 2008 getroffen, um die schwerste Finanzkrise seit der Großen Depression abzuwenden? Warum hat die Fed sich dann nicht an diese Regeln gehalten? Und was hat die Fed in der Folgezeit unternommen, um eine solche Situation nicht noch einmal entstehen zu lassen?"
Antworten
Anti Lemming:

5 unbequeme Fragen an Bernanke

 
27.04.11 17:59
www.marketwatch.com/story/...tions-for-ben-bernanke-2011-04-26
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 3200  3201  3203  3204  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
469 156.459 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 10:00
29 3.812 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 03.03.26 11:06
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--