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Der USA Bären-Thread


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permanent:

FED ändert Informationspolitik

5
25.03.11 06:35
Mehr Informationen zur Geldpolitik

Fed wird gesprächiger

Die US-Notenbank Fed modernisiert ihre Informationspolitik. Sie erklärt ihre Geldpolitik nun viermal im Jahr. So weit wie die EZB geht man damit allerdings nicht. Diese informiert die Öffentlichkeit jeden Monat.

Die US-Notenbank Federal Reserve vollzieht eine historische Wende in ihrer Informationspolitik. Die traditionell eher verschwiegene Fed kündigte an, ihre Geldpolitik künftig viermal im Jahr auf einer Pressekonferenz zu erläutern.

Notenbankchef Ben Bernanke wird den Reportern erstmals am 27. April im Anschluss an die reguläre geldpolitische Sitzung der Fed Rede und Antwort stehen. Es handelt sich um die erste regelmäßig angesetzte Pressekonferenz in der Geschichte der Notenbank.

Die Pressekonferenzen sollen in Zukunft jeweils im Anschluss an die Sitzungen des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses stattfinden, bei denen die Notenbank ihre vierteljährlichen Prognosen vorlegt. In diesem Jahr ist dies außerdem im Juni und November geplant. "Die Einführung regelmäßiger Pressekonferenzen dient dazu, die Klarheit und Pünktlichkeit der Kommunikation der Federal Reserve über ihre Geldpolitik weiter zu verbessern", hieß es in einer Erklärung der Notenbank.

EZB äußert sich jeden Monat

Unter Bernanke hat die Fed bereits kleinere Schritte unternommen, um die Geldpolitik transparenter zu machen. Forderungen nach weiteren Verbesserungen wurden jedoch in Folge der Finanzkrise immer lauter.

Ganz so weit wie die Europäische Zentralbank (EZB) will die Fed jedoch nicht gehen. Diese unterrichtet die Presse einmal im Monat im Anschluss an ihre geldpolitischen Sitzungen.

Quelle: rts

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Anti Lemming:

# 216 Erkenntnisse des Wirtschaftweisen Lars Feld

9
25.03.11 06:36
Auszug aus dem Spiegel-Online-Interview mit Lars Feld:


SPIEGEL ONLINE: Der neue Euro-Rettungsschirm hat einen Umfang von 700 Milliarden. Sie haben gesagt, bei 750 Milliarden müsse Schluss sein. Warum?

Feld: Weil schon eine geringe Ausdehnung den Finanzmärkten die Hoffnung gibt, dass es immer weiter geht. Jede zusätzliche Ausdehnung würde immer weitere Aufstockungen bewirken.

SPIEGEL ONLINE: Aber in früheren Phasen der Krise hat die Politik jedes Mal reagiert, wenn die Märkte genug Druck gemacht haben. Wird das nicht dieses Mal genauso sein?

Feld: Nicht, wenn wir die Ansteckungsgefahr verringern. Dazu müssen wir im Finanzsektor zu einer vernünftigen Konsolidierung kommen. Wir haben die aktuellen Probleme, weil Banken insbesondere in Deutschland und Frankreich eine massive Umschuldung von staatlichen Schuldnern nicht verkraften würden. Deshalb retten wir Pleiteländer. Wir müssten aber genauso dringend den Bankensektor umstrukturieren.

"Nach realistischen Stresstests könnten Banken ins Wanken geraten "

SPIEGEL ONLINE: Aber wie soll das gelingen? Es gibt Bedenken, dass die Stresstests für europäische Banken auch in ihrer zweiten Auflage nicht scharf genug sein werden.

Feld: Sie werden nicht scharf genug sein. Wenn die Risiken durch Staatsanleihen realistisch eingestuft würden, könnten manche Banken nach den Tests ins Wanken geraten. Also ist es aus Sicht der Regierungen rational, keinen vernünftigen Stresstest zu machen. Es gibt eine Reihe von großen Akteuren, die man nicht einfach fallen lassen kann. Die wissen, sie können sich risikolos verschulden und Fehlinvestitionen tätigen - weil sie am Ende vom Staat gerettet werden.

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,druck-752797,00.html



Wirklich Klartext (an Kübi), was Lars Feld da sagt. Er bestätigt meine bereits am Anfang der Euro-Krise vorgetragene These, dass es bei der Rettung der Euro-Schuldenländer (PIIGS) in Wahrheit um die Rettung der deutschen und französischen Banken geht. Letzten Mai hatte ich auf Parallelen zwischen dem Euro-Rettungsschirm und dem AIG-Bailout hingewiesen.

Nebenbei bemerkt: Auch der geplante Stresstest für hiesige AKWs wird nicht hart genug sein. Sie sollen ja schließlich am Ende ebenso weiterlaufen wie die Transferzahlungen in die PIIGS.

Stresstest dienen im Wesentlichen dazu, die Bevölkerung dahingehend zu beruhigen, dass irgendwelche unsäglichen Verfahren zur Energie- oder Geld-Gewinnung nachhaltig seien, obwohl der gesunde Menschenverstand jetzt schon das Gegenteil ahnt.
Antworten
Anti Lemming:

# 2226 Fed wird gesprächiger

 
25.03.11 06:39
Die höhere Vola nach den Pressekonferenz nützt den Zockerbanken ebenfalls. Je wilder die Märkte, desto mehr Schotter bleibt in deren Absaug-Automaten hängen.
Antworten
AlterSchwede.:

@Eidgenosse

8
25.03.11 06:48
neinnein, ich bin nicht auf Goldseiten unterwegs.. bin hier unterwegs:
de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler
:)

ich habe nur gerade bissle was mit der Mathe hinter Verfahrenstechniken zu tun.
Dabei ist mir die Korrelationen zwischen der schwierigen Regelbarkeit des Marktes und gängigen Reglermodellen aufgefallen.
Selbst GUTE Regler in einem kleinen kontrollierten System (z.B. Bioreaktor) sind heute noch sehr unzureichend und fern davon eine instabile Ruhelage dauerhaft regeln zu können. Sie tun sich immernoch schwer damit stabile System zu regeln.
Stablie System sind Systeme, die nicht von selber dazu neigen zu kollabieren.
Da wundert es nicht, dass man es im "großen" System globale Finanzwirtschaft erst recht nicht schafft mit der Regelung.
Der "einfache" Trick, den man bislang anwendet weil man nicht besser regeln kann oder will ist einfach: "immer zuviel". Man muss dabei nichtmal böse absicht unterstellen, da die Verantwortlichen weder Regelstrecke noch die Steuergrößen kennen können.

Siehe auch wiki:
"Falsch eingestellte Regler machen den Regelkreis zu langsam, führen zu einer großen Regelabweichung oder zu ungedämpften Schwingungen der Regelgröße und damit unter Umständen zur Zerstörung der Regelstrecke."

Ich denke man muss halbwegs abstrakt rangehen.
Im Endeffekt meine ich ja lediglich Gold kann man weder herstellen noch vernichten.
Daher ist das Gold auf natürliche Weise "stabil".
Aber halt auch unflexibel.
Das Zinssystem was wir derzeit haben ist m.E. lediglich in einer instabilen Ruhelage aus der heraus es sich immer weiter aufschwingt. Darüber hinaus ist eine Regelung dieses Marktes nur mit Über-Regelung möglich, was über kurz oder lang zu immer größeren Amplituden führt und dann natürlich die Regelstrecke überschreitet.

Wenn man die maßgeblichen Faktoren weitgehend kennen würde, könnte man sogar den Zeitpunkt des Systemkollapses errechnen.

Hin- und hergerissen bin ich eigentlich nicht (mehr).
Ich bin mir schon sehr lange sicher, dass wir uns in einem Bullenmarkt auf dem Weg zu neuen ATH befinden.
Lediglich zum Jahresanfang hatte ich mit einer Korrektur (im Bullenmarkt) gerechnet, bin aber übergeordnet weiter long.
Ganz langfristig betrachtet rechne ich natürlich wieder mit einem Einbruch der Kurse, aber da kann noch viel Wasser den Necker runterfließen.

"Den Frühling geniessen, ein Bierchen trinken usw. und wenn der Crash kommt dann kommt er halt, was solls. "
:9
Ich werds versuchen -so wie jeden Frühling :))
Antworten
AlterSchwede.:

Vergessen: PID-Regler

6
25.03.11 07:00
Ich finde, der oben verlinkte PID-Regler modelliert recht gut das Vorgehen der FED zu Regelung unseres Marktes. Ich habe das oben nicht weiter erläutert, aber falls es wen interessiert:

Einer hohen Sprungantwort folgt eine andauernde Flut weiteren Geldes im Krisenfall.
Sehr schön ist hier auch das parasitäre Zeitglied beschrieben:
Das "parasitäre Zeitglied" ist unterm Strich die Zeit die verstreicht ohne, dass man weiß, wie das System auf Regelung reagiert. In der Technik werden da schon Sekundenbruchteile zu einem echten Regelungsproblem. In der Wirtschaft vergehen jedoch Wochen, Monate und Jahre, bis ein Regelungsschritt erkennbar / messbar wird.
Man hat daher ein extremes "parasitäre Zeitglied". Nach dem ersten Reglschritt kann man messen soviel man will. das System ist viel zu träge, man wird nur im Nachhinein herausfinden, welche Auswirkungen die Sprungantwort hat.
Das ist aber ein großes Problem, weil man zum Zeitpunkt des zweiten Regelschrittes ABSOLUT keine Ahnung hat, wie man regeln muss. Genauso beim 3.,4,. etc. Man stochert also im Dunkeln.
Es gibt natürlich viele empirische Herangehensweisen, aber was verbleibt ist:
Aufschaukeln ist SYSTEMINERT!

Wiki hierzu:
"Das grafische Beispiel der Sprungantwort eines Regelkreises mit PID-Regler-Parametrierung und Pole- Nullstellenkompensation zeigt (in der Bildvergrößerung) die unterschiedlichen Übertragungsfunktionen der Regler in der Reihen- und Parallelstruktur mit identischen Eigenschaften. Das parasitäre Zeitglied des realen Reglers, zum Unterschied zum idealen PID-Regler, verursacht im Regelkreis größere Überschwingungen und damit eine schlechtere Dämpfung der Regelgröße y(t)."
Antworten
permanent:

Metall- und Elektroindustrie fürchtet Lieferengpäs

5
25.03.11 07:56

 Der USA Bären-Thread 10138160

Die Metall- und Elektroindustrie erwägt die Nutzung von Kurzarbeit, um die Auswirkungen der Japan-Krise zu dämpfen. Bei Peugeot Citroën gibt es erste Produktionsausfälle. Von N. Doll, B. Fuest und F. Wisdorff mehr...

Antworten
andyy:

bis 7.100 halte ich den

2
25.03.11 07:57
Antworten
Malko07:

#78218: Wenn es Zinsen gibt,

8
25.03.11 08:34
gibt es zwangsweise den Zinsesszinseffekt. Ist deshalb der Zins à priori falsch? Er führt nämlich längerfristig zur Akkumulierung in wenigen Händen - wenn der Staat pennt. Wenn der Staat pennt, funktioniert kein System! Es sind Einkommensteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und andere Abgaben möglich, die wenn richtig eingesetzt, die negativen Effekte des Zinses wegbügeln.

Zu niedrige Zinsen oder keine Zinsen machen Geld, in welcher Ausgestaltung auch immer, wertlos und fördern die Zockerei (Zum Investor eignet sich nicht jede Oma). Es entstehen am laufenden Band Fehlentwicklungen (Blasen), die recht ansprechende Schäden erzeugen. Irgendwann sind die Schäden größer als die Fortschritte und es geht zwanghaft bergab.

Bei uns stellt man sich gerne und oft die Systemfrage und wenn sie nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, träumt man vom Untergang. Und wenn der Untergang einfach nicht eintreten will, verlieren wir eben den nächsten Weltkrieg und haben dann wenigstens den eigenen Untergang erneut erreicht. Es sind viele Systeme vorstellbar, die funktionieren können. Ob sie allerdings funktionieren hängt von der konkreten Ausgestaltung ab. Wenn sie nicht funktionieren muss man sie ausbessern, immer wieder. Eine Systemänderung wird selten eine Lösung sein. Auch dann müsste wieder konkret und richtig ausgestaltet werden.
Antworten
Anti Lemming:

Fukushima Block 3 wird zum Ernstfall

5
25.03.11 08:51

FTD

Unglücks-AKW Fukushima
Reaktorblock 3 wird zum Ernstfall

Für das Krisenmanagement im Block 3 der havarierten Anlage wird die Zeit knapp: Die Behörden gehen jetzt von einer erheblichen Schädigung des Reaktors aus. Dies könnte auf eine Zerstörung von Brennelementen hindeuten.
 

Zwei Wochen nach der Naturkatastrophe in Japan gibt es Hinweise auf eine fortschreitende Zerstörung von Reaktorblock 3 im Atomkraftwerk Fukushima. Im benachbarten Turbinengebäude seien drei Arbeiter einer 10.000-fach erhöhten Radioaktivität ausgesetzt gewesen, sagte am Freitag der Sprecher der Reaktorsicherheitsbehörde (NISA), Hidehiko Nishiyama. Dies deute entweder auf eine partielle Kernschmelze mit einer Beschädigung des Reaktorbehälters hin oder auf eine Überhitzung des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe.

Beim Verlegen von Kabeln im Turbinengebäude von Block 3 kamen die Techniker nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco mit Wasser in Berührung, das eine Radioaktivität von 3,9 Millionen Becquerel pro Kubikzentimeter aufwies. Am Vortag waren dort weder Wasser noch erhöhte Strahlung festgestellt worden. Deswegen hatten die Arbeiter keine Schutzstiefel an. Das radioaktiv belastete Wasser lief ihnen in die Schuhe. Zwei der drei Arbeiter kamen mit Verbrennungen in eine Spezialklinik.

Die Reaktorsicherheitsbehörde forderte daraufhin den AKW-Betreiber Tepco zu einem wirksameren Strahlenschutz auf. Die Leitung der Behörde habe deswegen Kontakt zu dem Unternehmen aufgenommen, sagte NISA-Sprecher Nishiyama und erklärte: "Wir haben Probleme mit dem Strahlenschutz." Das durch die Turbinen geleitete Wasser sei normalerweise nur schwach radioaktiv. Zur Kühlung des Reaktorblocks 3 werde weiter Meerwasser eingesetzt.

Um der Erhitzung der Blöcke 1, 3 und 4 entgegenzuwirken, sollen diese Reaktoren weiter von außen mit Meerwasser gekühlt werden. Bei diesen drei Reaktoren stieg am Freitag erneut weißer Dampf auf. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der regulären Kühlung sind bislang offenbar kaum vorangekommen.

Die japanische Regierung ist besorgt, dass die fortgesetzte Kühlung des Atomkraftwerks Fukushima mit Meerwasser von außen zu einer Salzverkrustung der Kernbrennstäbe [droht nur in den Abklingbecken.. A.L.] und damit zu neuen Risiken führen könnte. Es sei notwendig, sehr schnell die Umstellung auf eine Kühlung mit Süßwasser zu erreichen, sagte Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Dazu habe die US-Regierung ihre Hilfe angeboten. Salzablagerungen an den Brennstäben könnten die Kühlung blockieren.

Die Verstrahlung der Umwelt und die radioaktive Belastung von Lebensmitteln werde sich weiter ausbreiten, sagte der Umweltwissenschaftler Kentaro Murano von der Hosei-Universität in Tokio dem Fernsehsender NHK. "Die Auswirkungen der Radioaktivität werden noch für einige Zeit andauern." [ca. 10 Halbwertzeiten der jeweiligen Spaltstoffe - A.L.] In sechs Präfekturen übersteigt die Jod-131-Belastung des Leitungswassers den zulässigen Grenzwert.

Die japanische Regierung plant derzeit keine Ausweitung der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Regierungssprecher Yukio Edano sagte aber, den Bewohnern des Gebiets in einer Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um das Kraftwerk Fukushima I werde empfohlen, sich freiwillig in weiter entfernte Regionen zu begeben. Diese Empfehlung erfolge nicht aus Sicherheitsgründen, betonte Edano nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo. [Warum denn sonst?? A.L.]  Um wachsende Probleme im Alltag zu vermeiden, hätten bereits zahlreiche Bewohner dieses Streifens von sich aus das Gebiet verlassen.

Japan erwägt in Reaktion auf die Nuklear-Katastrophe in Fukushima neue Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke. Das sagte Wirtschaftsminister Banri Kaieda. Die neuen Richtlinien sollen beim Wiederanfahren von AKWs, die derzeit Routineüberprüfungen unterzogen werden, gelten. (D.h. was läuft, läuft erst Mal weiter... A.L.] Nach Darstellung des Ministers könnte es im Sommer, wenn im ganzen Land die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, wegen der Katastrophe in Fukushima zu einer Stromunterversorgung kommen. Demnach dürften im Raum Tokio bis zu 15 Millionen Kilowatt fehlen. Bis Ende April sollen Maßnahmen zur Energieeinsparung ausgearbeitet werden. Erwogen wird auch eine Strompreiserhöhung. Ebenfalls im Gespräch ist die Einführung einer Sommerzeitregelung.

(Auslassung zu Opferzahlen)

www.ftd.de/politik/international/...um-ernstfall/60030603.html
 



07:37 Die chinesischen Behörden haben bei zwei Reisenden aus Japan eine hohe radioaktive Verstrahlung festgestellt. Das Paar sei auf dem Luftweg nach Wuxi in Ostchina eingereist, teilten die chinesischen Gesundheitsbehörden mit. Die gemessene Radioaktivität liege deutlich über dem Grenzwert. Eine Gefahr für ihre Umwelt stellten die beiden jedoch nicht dar. Die japanischen Besucher seien ärztlich versorgt worden. Außer bei Technikern des havarierten AKW Fukushima im Norden Japans ist bislang bei niemandem deutlich erhöhte Radioaktivität gemessen worden.

 

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relaxed:

Es ist faszinierend zu sehen, wie

17
25.03.11 08:51
Japan für die Kapitalmärkte zum Non-Event wird. Weltweite Lieferengpässe, Produktionsausfälle end verstrahlte Landstriche spielen keine Rolle. Die Illusion, dass verstrahlte Menschen eine Rolle spielen würden, hatte von uns sowiese keiner.

Habe gestern ein Interview mit Henrik Leber gesehen, der sagte, er hätte die Kosten ausgerechnet und die seien doch zu verkraften und deshalb ist long angesagt. Mir kommt der Verdacht, dass die "Wissenschaft" der Volkswirtschaft nach ihrem Finanzkrisen-Debakel direkt in ihre nächstes Debakel übergeht. Gestern in den Nachrichten über Tokio wurde auch schon diskutiert, ob das Abkochen des Trinkwassers helfen würde - da versuchen wieder Wenige ihr Süppchen zu kochen, das dann Alle auslöffeln müssen.

Mir ist auch unbegreiflich, wie der Vizepräsident von TEPCO, als er sich für die Mühe bei den Opfern in der Turnhalle entschuldigte, das Gebäude verlassen konnte, ohne gelyncht zu werden. ;-)
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
Antworten
permanent:

@relaxed, es ist in der Tat erstaunlich wie

6
25.03.11 08:58

schnell die Kapitalmärkte wieder zur Tagesordnung zurückfinden.

Der Mensch vergisst schnell und lernt leider nicht immer aus seinen Fehlern.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Alter Schwede - Cyber-Dollarpumpe in Echtzeit?

4
25.03.11 09:28
Für eine wirklich effektive Regelung braucht man eine Echtzeit-Überwachung mit trägheitsfreien Regelgliedern.

D.h. die Fed müsste künftig mindestens drei Mal täglich eine Sitzung abhalten statt bislang alle sechs Wochen. Noch wichtiger ist, dass ihre Cyber-Dollar-Pumpe in Echtzeit und trägheitsfrei auf den jeweiligen Stand der SP-500-Futures und EUR/USD reagiert (auch overnight) und die Märkte passend flutet. Die Fed-Aufkäufe von Staatsanleihen sollten künftig voll automatisiert und ebenfalls in Echtzeit ablaufen. Bisherige Zwischenhändler (die die direkten Aufkäufe verschleierten) müssten als "parasitäre Zeitglieder" raus aus dem System.

Die Fed würde dann bei ihren Sitzungen drei Mal täglich die jeweiligen Zielzonen für den SP-500 bekannt geben, wobei die Feinjustierung der Cyber-Dollar-Pumpe überlassen bliebe. Dabei ist ein leichter Uptrend vorzusehen, damit der SP-500 entsprechend dem laufenden 5-Jahresplan bis Ende des Jahres langsam auf 1600 zudriftet. Denn nur dann ist ja ein selbsttragender Aufschwung bei Vollbeschäftigung möglich.

Die Ministerien für Informationsvernebelung werden dazu drei mal täglich - jeweils nach den Fed-Sitzungen - angewiesen, passende Zahlen auszuwerfen.

Zur Optimierung der Plausibilitätsparameter sollte der Anstieg nicht komplett geradlinig erfolgen, sondern in normalen Marktbedingungen nachempfundenen Schwankungen. Diese Schwankungen modellieren die Regelkreise der Cyber-Dollar-Pumpe "um die Aufstiegs-Gerade herum". Die Charts sollten dabei möglichst denen aus führeren Hausse-Zeiten ähneln, so dass auch mal -1,5 % an einem Handelstag zugelassen wird. Die Schwankungsbreite der Indizes (Vola) legt die Fed bei ihren Sitzungen jeweils marktgerecht fest. Die Daten bleiben geheim. Lediglich Goldman erhält - gemäß dem Homeland Security Act - die Informationen gegen Gebühren vorab.

Technisch ist wichtig, dass die Cyber-Dollar-Pumpe über eine schnelle Anbindung an die HFT-Systeme der New Yorker Börse verfügt. So kann sie stets durch passende Aufkäufe von US-Staatsanleihen und Aktien den Markt den Fedwünschen entsprechend steuern.

"Parasitäre Zeitglieder" wie die Parkett-Händler ("open outcry") müssten weg und durch Hollywood-Statisten ersetzt werden, die dann regulären Handel vortäuschen. Ansonsten käme es wegen der Bio-Reaktoren im System (= menschliche Trader) zu unerwünschten Vola-Ausschlägen mit einer großen Regelabweichung oder zu ungedämpften Schwingungen der Regelgröße und damit unter Umständen zur Zerstörung der Regelstrecke (= FlashCrash).
Antworten
Malko07:

Weder die Naturkatastrophe

15
25.03.11 09:32
noch die Unruhen in der arabischen Welt waren eingeplant. Sie störten stark. Nach einer kurzen Irritation, während der man einen kleinen Einbruch nicht verhindern konnte, geht es wie geplant weiter.

Die Umsätze haben nochmals deutlich abgenommen. Die wirklich Irritierten handeln momentan nicht. Sie kaufen und sie verkaufen nicht. Man kann also jetzt das Spielchen mit noch einem geringeren Umsatz als vor 6 Monaten betreiben. Man muss sehr wenig Geld einsetzen um eine fürchterlichen Druck auf die institutionellen Anleger auszuüben. Wahrscheinlich liegen immer noch Pakete herum welche der Distribution harren und die Notenbanken und Politik freut es auch.

Die Lieferschwierigkeiten aus Japan werden andauern. Die Infrastruktur, besonders die Kraftwerke (Atom und konventionell) haben zu große Schäden davon getragen. Die Zweitquellen außerhalb von Japan müssen erst hochgefahren werden und das dauert etwas aber nicht ewig.

Wir haben hier laufend vor dem Beginn der Krisen über die Marktbeeinflussungen durch die Großbanken und die mit ihnen verschwägerten Hedgefonds geschrieben. Wieso sollten diese ihr Spiel, das alles andere als fundamental begründet war, wegen diesen Krisen aufgeben? Wäre absolut unlogisch. Und da die weiter steigenden Kurse die "Neulinge" im Markt halten, geht es ungetrübt weiter. Die schon länger drinnen sind, hoffen noch ein Stück mitzunehmen und den Ausgang rechtzeitig zu finden. Zusätzlich haben diese Krisen die Kassen zusätzlich über die Kollateralschäden im Bärenlager klingeln lassen.

Der Absturz wird kommen, allerdings nicht mit großer Ankündigung.
Antworten
learner:

EUR/CHF passt zum Teil auch in die Diskussion,

4
25.03.11 09:47
dass die Märkte die Katastrophen nicht als stark störendes Element betrachten. Ich bin ein wenig über die Entwicklung dieses Währungspaares verwundert, weil der Euro gegenüber AUD gerade schwächelt.

Aus charttechnischer Sicht könnte sich ein Doppelboden gebildet haben, der Mittel- und Langfristig einen steigenden Euro bringen würde. Noch ist der Abwärtstrend nicht beendet, es sieht aber ganz gut aus.

Stabilisiert sich der Euro auf breiter Front wird auch EUR/USD weiter steigen.
(Verkleinert auf 33%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 390919
I think I spider!
Antworten
Malko07:

Stärkerer Rückgang? Wieso?

4
25.03.11 10:14
Ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März leicht eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 111,3 Punkten im Februar auf nun 111,1 Punkte. Das teilte das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mit. Die meisten Experten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. "Die Konjunkturampeln stehen nach wie vor auf Grün", erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn.


Nur weil die Konkurrenz etwas schwächer geworden ist?
Antworten
AlterSchwede.:

Erste Sahne, A.L. !!

3
25.03.11 10:22
Auch wenn ich einen leichten Hauch von Ironie verspüren kann, finde ich: du hast den vollen Durchblick bewiesen... :) dein Szenario kommt recht nah ran an das was man einen "gut geregelten" Markt verstehen würde.
Also LANGWEILIG.
Umso effizienter, umso langweilger, das ist klar.... Turbulenzen erzeugen Reibungen und vergeuden daher Ressourcen.

Ich wollte eigentlich gar keine Grundsatzdiskussion lostreten, welches System wohl besser sein würde.
Zumindest EINEN Systemwechsel haben wir ja bereits hinter uns: Gold => Fiatmoney.

Ich wollte nur aufzeigen, dass ein Überschwingen rein prinzipiell in unseren System angelegt ist.
Dazu ist unser System tendenziell instabil reguliert und in letzter Instanz wollte ich eigentlich nur methodisch korrekt beweisen, dass ein Absturz prinzipiell erst nach deutlichen ATH's kommen kann.
:)
Antworten
Andreano:

Korrelation Eur/USD zum Dow Jones (Part 1)

4
25.03.11 10:23
die Korrelation vom Währungspaar Eur/USD zum Dow Jones ist unübersichtlich
ob jetzt der Dow oder das Paar Eur/USD die Richtung vor gibt,
darüber lässt sich streiten.

Der große Crash Ende 2008 wurde zunächst gestartet von den Indizes und erst dann kam der Einbruch des Währungspaares. Jetzt scheint es aber regelmäßig andersrum zu laufen.

Gibt das Währungspaar nach gehts auch beim Dow nach unten.
Jede Korrektur des Marktes korreliert mit einer Schwäches des Euro.
In den nachfolgenden Charts habe ich die Korrekturen/Einbrüche mal markiert und nummeriert. Die Korrelation ist unübersichtlich.

Eur/USD befindet sich in einem langfristigen Abwärtstrend. Der Euro befindet sich in der Nähe der Widerstandslinie. Prallt er hier signifikant ab, ist auch eine Korrektur des Marktes zu erwarten. Der Euro könnte bis etwa 1.18  zum USD fallen und das ist schon ziemlich viel. Bezogen auf den Gesamtmarkt käme dieses Szenario wohl einem kleinen Crash gleich.

Der Euro hat eine Art Doppeltop ausgebildet.
Die Widerstandslinie (des Abwärtstrendes) verläuft bei etwa 1.433 (dahin könnte der Euro noch laufen).

Fazit: Kommt die Korrektur beim Euro wird der Dow ordentlich nachgeben.
Der USA Bären-Thread 390932
Antworten
Andreano:

Korrelation Eur/USD zum Dow Jones (Part 2)

3
25.03.11 10:24
(Verkleinert auf 47%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 390934
Antworten
Kicky:

54 Reaktoren,11 abgeschaltet?

7
25.03.11 10:28
ich hatte das gestern gepostet ,es ist untergegangen,offenbar war wohl nicht nur Fukushima schlecht gewartet .Merkwürdigerweise findet man vor lauter Fukushima nichts bei Google über frühere oder andere Unfälle
Succumbing to the one-two punch of the earthquake and the tsunami, eleven of Japan’s fifty-four nuclear power reactors were shut down. At this writing, three of them have lost coolant to their cores and have experienced partial meltdowns. The same three have also suffered large explosions. The spent fuel in a fourth caught fire.
http://www.ariva.de/...zu_Fukushima_t283343?pnr=10130371#jump10130371

stattdessen immer mehr wie dies http://www.nytimes.com/2011/03/25/business/...tml?_r=1&ref=global
übrigens von ca 145 AKWs in USA haben 23 dieselbe Kühlungstechnik von General Electric wie Fukushima s.Huffington Post
Antworten
derph:

Pflugbeil soeben auf n-tv

6
25.03.11 11:42
Sinngemäß:
"...die Evakuierungszone müsse unbedingt auf mindestens 60 km erweitert werden, wenngleich dies eine schier unlösbare Aufgabe ist, angesichts der zerstörten Infrastrukturen und der bereits überfüllten Notunterkünfte...die Situation ist mit Tschernobyl vergleichbar..."
Antworten
Malko07:

#78245: Pflugbeil will schnell

3
25.03.11 12:01
mehr Tote. Oder ist im unbekannt was in den Notunterkünften jetzt schon los ist und wie viele wegen den herrschenden Zuständen täglich sterben? Von Tschernobyl scheint er auch nicht allzu viel zu wissen.
Antworten
permanent:

Lage in Fukushima verschlimmert sich dramatisch

6
25.03.11 12:49

So die Titelzeile in vielen dt. Medien.
Die Lage ist schlimm für die Menschen vor Ort, wahrscheinlich für viele lebensbedrohlich.

Obwohl ich den ganzen Tag Informationen über die Lage bekommen kann bin ich nicht wirklich informiert. Es kommen zu wenige wirklich sachliche Daten aus denen man sich ein realistisches Bild bauen kann.

Also lasse ich es lieber bleiben.

Permanent

Antworten
permanent:

Nachtrag, gleiches gilt auch für die

5
25.03.11 13:00

wirtschaftlichen Auswirkungen (die sicher zweitrangig nach der Gesundheit sind). Viele reden von der Unterbrechung der Lieferketten, einige Werke stehen still (GM, Peugeot), Zuflieferteile werden knapp und teuer. Andere reden von den Chancen durch den Aufbau und die Verknappung von Kapazitäten.

Wirklich relevante und verifizierbare Daten können jedoch nicht geliefert werden.

Es bleibt vieles im  Nebel.

Permanent

Antworten
musicus1:

pflugbeil istein lobbyist.....

3
25.03.11 13:04
was wir davon  zu halten   haben, weiss ein jeder, eben nicht viel......warum wohl?????
weil es kein  therapiekonzept gibt und der sog. katastrophenschutz, auch in europa,vom steuerzahler  aufgebracht wird ,einfach nur ein witz ist .....man sollte mal   die med.abt. in verschied.  städt.KH´s    aufsuchen, einfach eine  lachnummer,wenn es nicht so traurig wäre......
Antworten
musicus1:

sorry rechtsschreibung.......

 
25.03.11 13:10
Antworten
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    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

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