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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Müssen es risikoreiche Geschäfte sein?

11
28.07.10 16:36

...............

Deutsche Bank und Santander - unterschiedlicher könnten die größten Player ihres jeweiligen Heimatmarktes nicht sein. Hier die feine Deutsche Bank  mit einem Börsenwert von 31 Mrd. Euro, deren Selbstverständnis sich  eher am Londoner Investmentbanker orientiert und die in diesen Kreisen  hochangesehen ist. Da die bodenständige Santander, die den kleinen Kunden hofiert und deren enorme Größe - Marktwert über 80 Mrd. Euro - kaum wahrgenommen wird.

Selbst im Krisenjahr 2009 erwirtschaftete Santander  einen Nettogewinn von fast neun Mrd. Euro. Jedem verdienten Euro steht  bei den Spaniern ein Aufwand von 42 Cent gegenüber. Bei der Deutschen Bank ist der Aufwand fast doppelt so hoch. "Die Kosten-Ertrags-Relation der Deutschen Bank ist mit 72 Prozent im Vergleich zu europäischen Mitstreitern wie Santander relativ schlecht", sagt LBBW-Analyst Olaf Kayser.

..................................

setzt Santander-Patriarch Emilio Botín mit stark standardisierten Produkten auf den Massenmarkt. Seine Firmenphilosophie: "Wenn Sie ein Finanzinstrument nicht verstehen,  dann kaufen Sie es nicht. Wenn Sie das Produkt nicht selbst kaufen  würden, versuchen Sie nicht, es jemandem zu verkaufen. Und wenn Sie  Ihren Kunden nicht gut kennen, dann leihen Sie ihm kein Geld."

..............

www.handelsblatt.com/unternehmen/...von-santander-lernen-kann;2625828

 

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obgicou:

Die Gewinneinbrüche im Investmentbanking

13
28.07.10 17:21
ziehen sich durch die gesamte Branche, die Deutsche steht da nicht alleine da;
ich sehe einen Zusammenhang mit den auslaufenden Treasury- und MBS-Käufen durch die FED und die EZB; da hatten sich die IBs in den Vorquartalen noch eine goldene Nase verdienen können. Dieses geschenkte Geld fehlt jetzt und es wird spannend sein, wie lange die FED und die EZB zögern, bis sie wieder neue Kaufprogramme auflegen.
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fischerei:

Hallo fkuebler,

8
28.07.10 18:43
Das Problem ist nur: wo sind die ganzen Ärsche, in die man treten könnte?

eine Antwort auf Deine Frage erhältst Du möglicherweise von Hans-Christian Ströbele ( Antwort vom 22.07., bitte ein wenig runterscrollen), der sagt, dass es im Berliner Regierungsviertel mehr als 4ooo Lobbyisten geben soll.

Lieber fkuebler, nun rechne zu den Lobbyisten noch deren Marionetten dazu, dann könnte ich mir vorstellen, dass Du mindestens 6 Tage benötigst, um alle Lobbyisten und Politiker nur ein Mal in den Arsch zutreten. Diese Aufgabe wird sehr schweißtreibend sein, deshalb sage mir bitte Bescheid, wenn Du Hilfe benötigst, ich werde Dich bei dieser schwierigen Aufgabe selbstverständlich unterstützen, schließlich lässt es sich gemeinschaftlich auch viel besser treten.
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Stöffen:

Diese Verquickungen sind hinlänglich bekannt

7
28.07.10 18:59
denn Geschäfte mit der Regierung zu machen war ja in nicht nur in Deutschland oder in den USA schon immer die schnellste Art, reich zu werden. Keine Investition an der Börse wird je soviel einbringen wie der Einkauf von Gesetzen und Gesetzgebern. Es gibt von daher mit Sicherheit keine bessere Unternehmensstrategie als die finanziellen Zuwendungen an die richtigen Leute in Berlin, Washington, London, usw., usf..
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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thostar:

Warum die Immobilienpreise in D steigen

6
28.07.10 19:13
kann es sein, dass auch hierzulande ein Markt neben dem Markt entsteht, basierend vor allem auf Immo-Fonds und deren Produkten, der die Preise treibt? Eine unnatürliche Nachfrage sozusagen...
Preissteigerungen sind ja nichts schlechtes bei Immobilien, aber in einem Fall in München scheint das Happy-End immer unwahrscheinlicher zu werden. Ein weiteres Indiz dafür, dass man immer die Basisprodukte den Verpackungen vorziehen sollte ;-)

Es gibt im Übrigen in D noch unzählige andere vor allem als Steuersparmodelle getarnte Investments, die zwar eine Rückzahlung eines Tages in Aussicht stellen, um die Kalkulation schönzurechnen, diese aber (als einzukalkulierendes Risiko) niemals schaffen werden. Dazu zählen vor allem auch Schiffsbeteiligungen.

Die Dummen sind wie immer Anleger, die auf schlaue Finanzberater hören und ihr Sparbuch zu Gunsten dieser zweifelhaften Anlagen (dazu zähle ich auch Lebensversicherungen) auflösen.

www.sueddeutsche.de/geld/...nfonds-muenchner-maerchen-1.981161
Ein Immobilienfonds verärgert Anleger: Die Investoren warten seit Monaten auf die vertraglich garantierte Rückzahlung ihrer Gelder. Die Furcht wächst, dass sie einfach weg sind.

Viele Sparer sind unruhig, sie fürchten, dass ihr Geld weg ist. Geld, das sie in den geschlossenen Immobilienfonds München-Fonds II investiert haben. Das Produkt kam Anfang 2006 auf den Markt, die Fondszeichner, so heißt es im Prospekt, würden spätestens nach 42 Monaten ihr eingesetztes Kapital zurückerhalten. "Doch wir warten und warten, Gesellschafterversammlungen werden immer wieder abgesagt", berichtet eine Sparerin, die ungenannt bleiben will.
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permanent:

Guten Morgen

9
28.07.10 19:25

obgicou Ich beziehe meine Charttechnik aus den USA von einem ehemaligen Professor. Der sieht ebenson wie die EWler einen bevorstehenden Abschwung am Aktienmarkt. Ich habe gestern Abend einige Budweiser -nicht mein Favorit- mit ihm getrunken. Er gab jedoch zu  bedenken, dass die Sommermonate charttechnisch immer schwer zu greifen sind.

Ich werde mich nun zum Strand begeben und wuensche euch einen schoenen Abend.

Permanent

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Kicky:

Updating the Case Shiller 100 Chart & Forecast

4
28.07.10 19:28
Chart courtesy of the NYT, as modified by Steve Barry

www.ritholtz.com/blog/2010/07/...e-shiller-100-chart-forecast/
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Kicky:

Wer hat die Treasuries gekauft?

 
28.07.10 19:31
Kicky:

Faber+ Rosenberg wetten über Zukunft der Bonds

4
28.07.10 19:36
um eine Flasche Whisky

....Rosenberg, chief economist at Gluskin Sheff & Associates Inc., predicted yields on the 10-year note will drop to less than 2 percent. Faber, the publisher of the Gloom, Boom & Doom report, said he doesn’t believe they’ll fall to less than December 2008’s low of 2.08 percent. They have put booze on the line.

“If I lose the bet, I buy him a bottle of Cutty Sark, and if I win, I want a bottle of Dalwhinnie,” Rosenberg, 49, said....

www.businessinsider.com/...on-the-future-of-bond-yields-2010-7
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Kicky:

Calfornia updated

12
28.07.10 19:46
www.pakalertpress.com/2010/07/27/...out-electricity-and-water/
....Houses everywhere are going vacant. People don’t say goodbye, they don’t leave a number, they just disappear. With their disappearance we add another vacant house to the street. But families living in housing without utilities is a new sight for me to behold. I spoke recently with a rep from So Cal Edison who, full time contacts residence who have had their electricity turned off due to non payment. She has a negotiator sent in and they work on a reduced payment. It’s amazing to me, that now, it is becoming acceptable in California to camp out in your home.

People are losing their homes, losing their cars and losing their dignity. How are we going to afford kids clothes and school supplies for the coming year? How can we expect families to pay for all these additional costs when the economy is in the shape it in. I ask myself this everyday.

....As the recession continues, utility companies say a growing number of New Jerseyans are falling behind on their electric, gas and water bills. For many, a flood of emergency funding in state and federal aid programs — coupled with a state-imposed moratorium on utility shut-offs during the winter months — has helped keep the lights on and the water flowing over the last few months.

But, with much of the state money gone and the winter moratorium ended, utility officials say more and more families like the Schultheises may be losing their electricity, gas or water service in the coming months.
“I do expect shut-off activity to increase the second part of the year,” said Victor Viscomi, PSE&G’s director of billing and revenue operations. “Some of the emergency-payment assistance money is drying up.”.....
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Stöffen:

Hahaha, die Zukunft der Bonds

3
28.07.10 19:50
sieht wie folgt aus:

In amazement of the over 300% oversubscription on 5-year Fiatsco Notes at a paltry 1.79%

Man, this blows away the last deal which was only 266% oversubscribed.

1:03 [UST10Y] Treasury sells $38 bln in 5-year debt at 1.796%
1:03 [UST10Y] Bidders offer $3.06 for each $1 in 5-yr debt sold
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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fischerei:

@Stöffen, alles richtig...

2
28.07.10 21:14
trotzdem sollte man den Finger immer wieder in die Wunde legen.
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fischerei:

Firmenchefs erwarten eine schleichende Erholung

5
28.07.10 21:16
by markusgaertner on 27/07/2010

Die in der globalen Rezession verloren gegangenen Jobs können frühestens bis Ende 2014 wieder geschaffen werden, oder gar nicht. Das erwarten mehr als vier von zehn CEOs, die an der von NYSE Euronext jährlich veranstalteten weltweiten CEO-Umfrage in diesem Jahr teilnahmen. Und 60% dieser Wirtschaftskapitäne bewerten die augenblickliche konjunkturelle Erholung als “schwach”. Genauso viele Topmanager gehen davon aus, dass die konjunkturelle Delle erst 2012 oder später wieder ausgemerzt werden kann.

GRAFIK 1: 57% der weltweiten CEOs börsennotierter Firmen bezeichnen die aktuelle… weiterlesen
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Stöffen:

Wieso den Finger in die Wunde legen?

5
28.07.10 21:28
Es gibt drei Dinge, welche über die Jahrtausende hinweg die Entwicklung der Menschheit begleitet haben und welche auch zukünftig ohne Frage in der weiteren Entwicklung ihre dementsprechende Rolle einnehmen werden. Ich werde dir diese drei unabänderlichen Dinge kurz benennen, sie heißen:

POWER, CORRUPTION & LIES

LOL.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Malko07:

MMn werden die 10 jährigen US-Bonds

5
28.07.10 21:57
innerhalb des nächsten Jahres die 2% Grenze erreichen und dann nach unten durchbrechen. So ist das nun mal in einer Deflation. Eine nachhaltige leichte Deflation lässt nicht viel mehr als 1,5% zu. Vielen wird bis dahin klar sein, dass die Deflation uns noch Jahrzehnte begleiten wird. Wo dann Gold stehen wird, ist eine ganz andere Frage. Eher wesentlich tiefer als heute.
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Malko07:

#66683: An dem Bildchen sieht man

3
28.07.10 22:04
wieder schön wo sich auf unserem Globus die großen Finanzplätze befinden aber nicht wer gekauft hat. Wo die Käufer wohnen und wo sich die Depots der großen Finanzkonzerne befinden sind unterschiedliche Schuhe.
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Malko07:

Recovery slows in some places

2
28.07.10 22:06
Malko07:

Rekorde bei Siemens

 
29.07.10 08:59
Der USA Bären-Thread 8388480
Siemens hat im vergangenen Quartal die Wirtschaftskrise weitgehend hinter sich gelassen. Ein Rekordauftragsbestand l�sst Konzernchef Peter L�scher neue Bestmarken f�r das Gesamtjahr erwarten. Seine �aktive Portfoliopolitik� setzt er derweil fort � indem er ein Tochterunternehmen verschenkt. -  
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Kicky:

Banken planen für eventuellen Ausfall von Greece

5
29.07.10 09:33
Banks have started early-stage planning to deal with the potential fallout on the derivatives and bond markets of a European country being forced to leave the euro.

After having received queries by some banks about the impact of such an event, the body representing the swaps and derivatives industry last week contacted some of its members to form a group to consider what they may need to do if a eurozone state is ejected.

While those close to the process believe the likelihood of such an event is remote, the sovereign debt crisis of recent months has led banks and other firms to start questioning what impact it could have. .......
www.ft.com/cms/s/0/8f7c5f94-9a6b-11df-87fd-00144feab49a.html
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Kicky:

MEPs and defence experts are calling on the Europe

3
29.07.10 09:49
MEPs and defence experts are calling on the European Commission to go after market-distorting and allegedly corrupt side deals attached to big weapons purchases between member states, such as the ones greasing Germany's submarine sales to Portugal and Greece.

As EU officials are packing their holiday suitcases in Brussels, prosecutors in Germany, Portugal and Greece are tracing the complex trails of alleged bribes and side-contracts associated with the German submarines that Portugal and Greece signed up for at a price of more than €1 billion.

The hypocrisy of allowing Greek and Portuguese governments to allocate huge parts of their budgets to questionable defence purchases while they are being pressed for austerity measures to trim their deficits has already made headlines such as "The Submarine Deals That Helped Sink Greece" in the Wall Street Journal earlier this month.
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Kicky:

The Submarine Deals That Helped Sink Greece

4
29.07.10 10:00
online.wsj.com/article/...2748703636404575352991108208712.html
...spending more than a billion euros on two submarines from Germany.

It's also looking to spend big on six frigates and 15 search-and-rescue helicopters from France. In recent years, Greece has bought more than two dozen F16 fighter jets from the U.S. at a cost of more than €1.5 billion. Much of the equipment comes from Germany, the country that has had to shoulder most of the burden of bailing out Greece and has been loudest in condemning Athens for living beyond its means. German Chancellor Angela Merkel has admonished the Greek government "to do its homework" on debt reduction.

The military deals illustrate how Germany and other creditors have in some ways benefited from Greece's profligacy, and how that is coming back to haunt them.

Greece, with a population of just 11 million, is the largest importer of conventional weapons in Europe—and ranks fifth in the world behind China, India, the United Arab Emirates and South Korea. Its military spending is the highest in the European Union as a percentage of gross domestic product. That spending was one of the factors behind Greece's stratospheric national debt.

The German submarine deal in particular, announced in March as the country lurched toward bankruptcy, has cast a spotlight on the Greek military budget and on the foreign vendors supplying the hardware. The deal includes a total of six subs in a complicated transaction that began a decade ago with German firms.

The arms sales are drawing heat from Turkey, Greece's neighbor and arch-rival.....

German prosecutors are investigating whether millions of euros in bribes were paid to Greek officials in connection with the sub deal. In May, the chief executive of one of the German companies helping to build the submarines, called Ferrostaal AG, resigned amid the probe.

.....The German side consisted of a company owned by German truckmaker MAN SE, called Ferrostaal, and Howaldtswerke-Deutsche Werft, now owned by ThyssenKrupp Marine Systems AG. (MAN has since reduced its stake in Ferrostaal to 30%.)

The total cost of the new and renovated subs: €2.84 billion. ...

"The Navy said we cannot accept this sub," said Mr. Fenekos, the admiral who recently resigned. "But the politicians did not want to stop it because they needed the production for the workers in the shipyard here."

ThyssenKrupp Marine Systems said the criticism was baseless and was made to delay payment.By last fall, Greece had paid €2.032 billion, about 70% of the total owed. With the deal at an impasse, the German companies cancelled the contract....With 1,200 shipyard jobs at stake, Germany demanding concessions on the complex deal, and Greece having already paid two billion euros without receiving a single sub, the new arrangement was necessary

But in February, just as a solution appeared to be at hand, German prosecutors in Munich began turning up evidence of unsavory dealings, according to records of their investigation.

Ferrostaal executives authorized payments worth millions of euros to politicians to win the initial deal in 2000, through a Greek company called Marine Industrial Enterprises, according to the Munich prosecutor's records.

To do this, Ferrostaal used sham consulting contracts, according to the records. That company then distributed payments to "officials and decision-makers" in Greece, according to the records. The investigation is ongoing. No charges have been filed. ...

In recent years, Greece has bought more than two dozen F16 fighter jets from the U.S. at a cost of more than €1.5 billion, or about $1.89 billion.
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Anti Lemming:

Hat Faber Recht?

11
29.07.10 10:05
Bei den Lageeinschätzungen der Doom-Propheten fand ich Faber, Whitney und Roubini am interessantesten, vor allem die beiden Letztgenannten.

blog.markusgaertner.com/2010/07/26/...r-bietet-mehr-untergang/

(Link hatte Fischerei bereits gepostet)

Faber meint, die (US-)Börsen werden trotz des in USA in der 2. JH drohenden Abschwung nicht fallen, weil die Fed genügend Geld drucken wird, um dies zu verhindern. Das Gelddrucken wiederum führe zu Inflation und Preisanstiegen bei Sachwerten (Gold).

Allerdings fielen die Börsen 2008 trotz massiven "Gelddruckens" der Fed, weil - wie ich kürzlich hier im Thread las - "das System" mehr Geld verbrannt haben soll, als die Fed im gleichen Zeitraum drucken konnte. Ab März 2009 soll es dann umgekehrt gewesen sein.

Hinsichtlich Fabers Erwartung frage ich mich daher,

1. ob nicht erneut eine Lage denkbar wäre, in der "das System" (Banken, Vers., Derivate) weit mehr Geld verbrennt als die Fed drucken kann; und

2. ob das "Gelddrucken" ab Nov., wenn (vermutlich) die Republikaner nach den Zwischenwahlen mehr Macht bekommen ("gridlock"), nicht eh deutlich eingeschränkt wird; zumal

3. die Verschuldungsquote von USA nicht mehr weit von der Griechenlands entfernt ist. Inflation ist für die "Leute mit Geld" (Republikaner) auch nicht die Lösung aller Probleme, wiewohl sie sicherlich Vieles in Sachwerten investiert haben.



Fabers und Celentes (hyper-)inflationärem Kollaps" steht die Erwartung der "Deflationisten à la Japan" gegenüber (hier im Thread tendenziell Malko, Fkübler, A.L.), die mit jahrelanger "lustloser" Seit- bis Abwärtsbewegung rechnen.

Der Knackpunkt bleibt mMn: Kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass weitere QE-Maßnahmen der Fed (Zinssenkungen sind ja nicht mehr möglich) nicht DOCH auf Dauer inflationär wirken? Was geschieht, wenn das SOMA-Konto der Fed von 2 auf 5 Billionen anschwillt, weil den maroden US-Banken immer mehr Anlageschrott abgekauft wird? Kann dieses virtuelle Geld dort "ewig liegenbleiben", ohne Inflation zu verursachen. So recht glauben mag ich daran auch nicht, obwohl ich eher den Deflationisten zugeneigt bin.

Also Leute, brainstormt mal und lasst eure Prognose-Phantasie spielen...
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relaxed:

#66697 Es wird zu einem Zeitpunkt

9
29.07.10 10:29
signifikante Inlation geben - selbst in Japan. Für diese Vorhersage muss man kein Prophet sein. Die Erkenntnis hilft nur wenig weiter, denn eine Vorhersage über den Zeitpunkt (kann auch erst in 10 oder 20 Jahren sein) und dem was bis dahin geschieht ist weit schwieriger (Stagnation, Deflation, demographischer Kollaps, Vollbeschäftigung, Enteignungen, Verstaatlichungen, Bürgerkriege).

Schon in dieser Dekade werden wir sehen, dass die demographische Entwicklung in Japan und einigen westlichen Demokratien die Denkschemata und Lösungsansätze der letzten 60 Jahre als unbrauchbar entlarven wird.
Antworten
Malko07:

#66697: Sollte die Wirtschaft in den USA

7
29.07.10 10:57
richtig und nachhaltig durchstarten ist dort mit Inflation zu rechnen, unabhängig davon was die Fed zwischenzeitlich aufgekauft hat.

Alles was sie an Schrott (hier sind nicht Staatsanleihen gemeint sondern der Immobilienschrott) betrifft die Vergangenheit. Das kann ewig auf dem Konto bleiben und könnte im Extremfall nur zu den Zuständen von vor dem Ausbrechen der Krise zurück führen. Das war eh Geld, das sich vorher im Kreislauf befand. Dieser Schrott wird wahrscheinlich nie in einem überwiegendem Ausmaß verkaufbar werden. Bei der Fed ruht er eben ewiglich, bis die dahinter stehenden Zahlen nichts mehr wert sind, notfalls Jahrhunderte.

Mit dem Aufkauf der Staatsanleihen wurde wirklich "neues" Geld geschaffen. Sollte die Wirtschaft in den USA überraschenderweise ans Laufen kommen, ist es ein Leichtes diese Staatsanleihen sukzessive zu verkaufen und damit dem Markt Geld zu entziehen. Damit ist eine "feinere" Regelung des Kreislaufes als über Zinserhöhungen möglich, die erst diesem Verkauf folgen würden.

Die Frage reduziert sich also in Wirklichkeit auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Kann diese demnächst, bei momentan hoffnungslos überschuldeten Verbrauchern und bis über beide Ohren verschuldeter öffentlichen Hand, so richtig ans Laufen kommen? Nur dann würde eine intern erzeugte Inflation entstehen. Von außen kann sehr wohl Inflation importiert werden (Währungsrelationen, Importpreise von Gütern und Rohstoffen). Eine derartige Inflation könnte sich aber nicht hochschaukeln sondern würde an sich selbst ersticken. Die anschließende Deflation wäre um so schlimmer.

Die Fed ist nahe am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen. Ihre Geldpolitik wirkt nur bei Vermögensgegenständen (positive Illusion) und Rohstoffpreisen (importierte Inflation). Wirken tun nur die Regierungsprogramme. Allerdings sind sie wenig effektiv. Die Fed kann die Regierung beim Aufkauf der Schulden weiter unterstützen. Dazu muss die Politik allerdings bereit sein, die Verschuldung noch erheblich auszuweiten. Dagegen drohen Reaktionen der Märkte und der Republikaner, die ab Spätherbst alles werden verhindern können. Die Demokraten werden eine einmalige Niederlage erleben.

Die QE-Maßnahmen könnten auch nur auf den Teilgebieten inflationär wirken in denen die Staatsprogramme wirken und auch nur zu dem Prozentteil wie diese effektiv sind. Die über Staatsverschuldung unterstützen Sozialprogramme (Arbeitslosenunterstützung) können keine Inflation lostreten sondern nur den Abschwung verlangsamen. Eine wirtschaftliche Erholung ist über diesen Weg auch nicht vorstellbar. Es wird nur das Verhungern verhindert und stellt im weitesten Sinne eine Agrarsubvention dar.
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fkuebler:

AL #697: Gratulation zum ersten abgewogenen Post..

8
29.07.10 11:02

... seit vielen Monaten! Wie meistens von mir etwas ironisch formuliert, aber völlig ernst gemeint ;-)

"Der Knackpunkt bleibt mMn: Kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass weitere QE-Maßnahmen der Fed (Zinssenkungen sind ja nicht mehr möglich) nicht DOCH auf Dauer inflationär wirken? Was geschieht, wenn das SOMA-Konto der Fed von 2 auf 5 Billionen anschwillt, weil den maroden US-Banken immer mehr Anlageschrott abgekauft wird? Kann dieses virtuelle Geld dort "ewig liegenbleiben", ohne Inflation zu verursachen. So recht glauben mag ich daran auch nicht, obwohl ich eher den Deflationisten zugeneigt bin.

Also Leute, brainstormt mal und lasst eure Prognose-Phantasie spielen..."

Ich fürchte, das geht deutlich über unseren Horizont hinaus, auch über den der (relativ) schwereren Kaliber hier.

Es ist zwar sehr kontraintuitiv, wenn man vermutet, dass Inflation nicht einfach "gemacht" werden kann. Aber zumindest ist es nicht einfach, wie eben das Beispiel Japan zeigt. Dort haben ja auch in den ersten 5..10 Jahren im System enorme Mengen von Anlageschrott gelegen. Inflation kann man theoretisch sicher machen, wenn man es "mit aller Gewalt" machen will, so wie möglicherweise in der Weimarer Republik. Aber diesen Willen kann ich mir heute nicht mehr vorstellen, eine Gesellschaft ist schliesslich kein Chemie-Experimentalkasten in der Hand eines 10-jährigen, auch die amerikanische nicht. Und auf die Gegeneffekte bei den Republikanern hattest du hingewiesen.

Wenn ich behaupte, dass die Frage über unseren - auch kollektiven - Horizont hier hinausgeht, vielleicht sogar über den jedes sogenannten Experten, dann gibt es aber in zweifacher Hinsicht Trost:

a) man kann trotzdem beliebig darüber schwadronieren

b) für den praktischen Börsenerfolg ist auch nicht wirklich wichtig, ob wir in den nächsten Jahren eher deflationär oder inflationär laufen werden. Für die Spekulation ist wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was die Mehrzahl der Marktteilnehmer diesbezüglich 1. glaubt und 2. glauben wird (dabei spielen Fundamentalmechanismen auch eine Rolle, aber nicht die entscheidende). Aus diesem Spread kann man Geld erzeugen. Wenn man kann... ;-)

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