Anzeige
Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 2638  2639  2641  2642  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.447
Zugriffe: 26.369.356 / Heute: 320
S&P 500 6.858,52 -0,61% Perf. seit Threadbeginn:   +370,09%
 
Anti Lemming:

Der Baltic Dry fällt

10
13.07.10 20:37
weil Rohstoff-"Investoren" jetzt wieder massig in Aktien umschichten, da diese so schön gestiegen sind.



Im Ernst: Der Baltic Dry fällt, weil die Frachtpreise fallen. Das ist sicher.

Fallende Frachtpreise können dadurch zustande kommen, dass (krisenbedingt) weniger Ladung zu verschiffen ist und/oder dadurch, dass vermehrt neue Schiffe auf den Markt kommen, die 2007 im China-Rausch geordert wurden.

Im Extremfall wäre sogar denkbar, dass die Frachtpreise nur deshalb fallen, weil die Zahl der neuen Schiffe stark zunimmt. Das Frachtaufkommen könnte dann sogar (theoretisch) gleich gebleiben sein, würde sich aber auf mehr Schiffe (die dann "leerer" fahren) verteilen.

In der Realität dürfte es eine Mischung aus beidem sein, also mehr Schiffe UND weniger Frachtaufkommen. Grund: Der China-Boom neigt sich wegen staatlicher Vollbremsung dem Ende zu:
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 331980
Antworten
Palaimon:

#65975 Und wie paßt das dazu?

11
13.07.10 20:56
Der USA Bären-Thread 8313495
Dank des Wachstums in Asien hat der IWF seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Für 2011 sehen die Ökonomen Probleme in der Eurozone.
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
Casaubon:

Erdbär #65972: 3 Fragen zu Dagong

9
13.07.10 20:56
Von welcher chinesischen Staatskommission wurde denn das Rating vor seiner Veröffentlichung überprüft?

Welche Parteikarte besitzt Guan Jianzhong, Vorsitzender bei Dagong Global?

Welches Publikum soll mit dieser Propaganda - Pardon, diesem völlig neutralen Bewertungssystem - bedient werden?


Gruss

Casaubon
"La liberté de la presse ne s'use que quand on ne s'en sert pas"
Antworten
Casaubon:

Palaimon zu #65975 & #65972 und wie das dazu passt

14
13.07.10 21:48
Ich habe mir beide Artikel durchgelesen, will aber jetzt nicht Position zum Inhalt der beiden ergreifen.

Ich will dir nur erklären, wie man journalistisch vorgeht, wenn man viel Unfug anrichten will.

Pass gut auf:

Man nehme einen Wirtschaftsredakteur (Günther Lachmann), einen überforderten Ressortleiter (weißt du, das sind jene, die zwar nicht soooo viel auf die Reihe kriegen, die aber bei jeder Gelegenheit dem Chefredakteur zuprosten; letzterem auch ständig den Kopf voll trötern mit Hintergrundinformationen, die eigentlich andere Redakteure herausgefunden haben und sie ihrem Chef - also dem Ressortleiter - berichteten. Nun kurz, Ressortleiter sind die Sorte Leute, die nur allzuoft ihren Posten dadurch ergattert haben weil sie sich gekonnt mit fremden Federn schmücken) und schließlich zahle man noch ein Abonnement für News von Nachrichtenagenturen. (In unserem konkreten Fall waren es dpa und Reuters)

eventuell stelle man auch noch einen Praktikanten ein.

Nun füge man mehrere Fundamentaldaten und Zitate oder Aussagen einiger Institute und/oder Experten/Koryphäen hinzu, mische das ganze ordentlich durch und gehe anschließend selektiv vor.

Dem Wirtschaftsredakteur überlässt man die Aufgabe, einen Artikel oder Kommentar zum Baltic dry zu schreiben (Der Ressortleiter zu Günther: "Schreib mal was über den Baltic dry! Ich hab da einen Tipp von einem anderen Redakteur gekriegt, der ständig was von Bärenthread und einem wawidu faselt. Du machst das schon!" Eigentlich wollte unser Günther an dem Tag eher nach Hause weil Kind und Kegel auf ihn warteten oder einfach nur Kegel(Abend) angesagt war ... Sei's drum).

Und zum Praktikanten (er signiert seine Artikel mit woz) sagt der Ressortleiter: "Morgen hustet DSK (Dominique Strauss-Kahn)  was. Nimm eine Schere, schnippele ein bisschen was aus den Agenturmeldungen zusammen und schustere einen anständigen Artikel zusammen."

Da die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, hast du tags darauf wunderbar juxtaposierte Artikel auf dem Internetsite deiner Zeitung stehen. (Selbstverständlich wird der Ressortleiter, falls er denn vom Chefredakteur auf den Mist angesprochen wird, erklären, er habe in seiner weisen Voraussicht versucht, neutral zu bleiben und weder die Bullen noch die Bären zu bevorzugen.)

Mit journalistischen Grüssen ;-))))))))))


Casaubon
"La liberté de la presse ne s'use que quand on ne s'en sert pas"
Antworten
Stöffen:

Günter Lachmann ist kein Dummer

14
13.07.10 21:59
wenn man sieht, wie er auch an anderer Stelle analysiert:

Der offene Kampf gegen die Demokratie

von Günter Lachmann

Die letzten 30 Tage haben die Republik bewegt. Sind die Bürger des parteipolitischen Prozederes müde? Einige Kommentatoren sehen Deutschland auf dem Weg zu einer "entfremdeten Republik". Der Publizist Günther Lachmann meint sogar, in einigen Landstrichen habe der "offene Kampf gegen die Demokratie" bereits begonnen.

Die Täter verwenden Stahlkugeln und Brandsätze. Sie werfen mit Farbbeuteln und Steinen. Ihre Angriffe richten sich gegen Institutionen und politische Vertreter der Demokratie. Seit Jahren nimmt die Zahl gewalttätiger Übergriffe auf Parteibüros und Privatwohnungen von Politikern zu. Betroffen sind alle ostdeutschen Bundesländer, aber auch in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ermitteln die Sicherheitsbehörden.

Geringes öffentliches Interesse

Doch nirgendwo werden so viele Bürger- und Parteibüros angegriffen wie in Mecklenburg-Vorpommern. Dort stieg die Zahl von gewaltsamen Übergriffen seit dem Jahr 2006 von zwei auf allein 23 in diesem Jahr. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 44 Anschläge verübt, davon 17 auf Büros der Partei Die Linke, elf auf Einrichtungen der SPD, elf auf Büros der NPD, drei auf Räume der FDP und zwei auf CDU-Büros. Die meisten Anschläge in diesem Jahr richteten sich gegen Büros von SPD (neun) und Die Linke (acht).

Die Polizei weiß nicht, wer hinter den Anschlägen steckt. Alle Ermittlungsverfahren wurden eingestellt, in keinem einzigen Fall ein Täter ermittelt. Obwohl es sich bei den Vorfällen um offene Angriffe auf die Demokratie handelt, ist das öffentliche Interesse daran erstaunlich gering. Dabei hatten wir vergleichbare Zustände wohl seit Weimar nicht mehr.

Wie ist es soweit gekommen?

Nun, in Mecklenburg-Vorpommern vollzog sich eine dramatische Entpolitisierung der Bevölkerung in deren Folge sich nun Wut und Zerstörungslust gegen den Parteienstaat Bahn brechen. Diese Entwicklung kann nicht ohne die gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft erklärt werden.

Erinnern wir uns: Trotz der am 1. Juli vor 20 Jahren in Kraft getretenen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion kam es zu einer Entvölkerung weiter Landstriche. Die schwerwiegenden demografischen Konsequenzen stürzten die Zurückgebliebenen vielerorts in einen traumatischen Zustand vollständiger Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit.

Parteien mit Ablehnung und Gewalt konfrontiert

Mit diesem Wandel ging und geht bis heute eine Entfremdung zur Politik und Selbstorganisation der Gesellschaft einher. Das Vertrauen in die Regierenden und die Parteien als Vehikel der politischen Selbstorganisation schwindet immer mehr. Ein ständig wachsender Teil der Wahlberechtigten sieht sich heute durch keine politische Organisation mehr vertreten und verweigert die Parlamentswahlen. Die Parteien finden inzwischen nicht einmal mehr Bewerber für politische Ämter. Stattdessen werden sie unübersehbar mit offener Ablehnung und sogar Gewalt konfrontiert. Weil dies nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern in allen ostdeutschen und auch einigen westdeutschen Ländern geschieht, nimmt die Demokratie in Deutschland eine krisenhafte Entwicklung.

Was die Situation brisant macht

Nie zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg war die Kluft zwischen den Vorstellungen und Ansprüchen der Bürger und ihrer gewählten Volksvertreter so groß wie derzeit. Und das, obwohl es den Menschen in Deutschland gut geht. Weltweit ist kaum ein Land so glimpflich durch die aktuellen Krisen gekommen. Deutschland erlebt eine Zeit geringer Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Prosperität. Genau das aber macht die Situation so brisant. Denn wie wird sich das Verhältnis zwischen Politik und Bürgern entwickeln, wenn die Arbeitslosigkeit wieder steigt, der Staat mehr Abgaben verlangt und der Wohlstand sinkt? Dann könnten die bisher bekannten Vorfälle nur die Vorboten einer gefährlichen Entwicklung gewesen sein.

www.mdr.de/mdr-figaro/journal/7459935.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Casaubon:

Stöffen, das habe ich ja auch überhaupt nicht

6
13.07.10 22:04
behauptet.

Ich wollte nur mal erklären, wie es dazu kommen kann, dass in ein und derselben Publikation (wenn auch an zwei verschiedenen Tagen) grundsätzlich entgegengestellte Artikel auftauchen können.

Mein Posting hegt ja übrigens auch keinen Anspruch auf Realität; Er ist fiktiv.

Aber in machen Redaktionen geht es so her.
"La liberté de la presse ne s'use que quand on ne s'en sert pas"
Antworten
Palaimon:

@Stöffen, Casaubon hat schon ganz richtig

13
13.07.10 22:17
verstanden, wie ich das meinte. Nachdem ich Deinen Link anklickte, entdeckte ich halt den dann von mir zitierten Artikel, der sich nun völlig konträr zu dem Deinigen darstellt. That's all ;-)
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
Contrade 121:

Intel & Co.

14
13.07.10 23:30

Starker Rückgang beim Stimmungsindex für Kleinunternehmen, die immerhin den Großteil der Arbeitsplätze ausmachen, verzeichnet. Die Intel-Zahlen hin oder her - das ist alles prima und fein, aber Intel ist nicht USA - die Großunternehmen in den USA machen gerade einmal 1% der Arbeitsplätze aus. Von daher ist die Euphorie an der Wall Street, die ja ohnehin Eigenleben führt, für die Zocker künstlich produziert und läßt die Kassen klingeln.  

Anbei der Link zu dem Institut, dass die Daten der Geschäftstätigkeit der Kleinunternehmen mißt. Schaut Euch die Aussagen des Chef-Ökonomen mal an:    

“The U.S. economy faces hurricane force headwinds and the government is  at the center of the storm, making an economic recovery very difficult,”  said William Dunkelberg, NFIB’s chief economist.  

www.nfib.com/nfib-on-the-move/nfib-on-the-move-item?cmsid=52004  

Richtig euphorisch, was?

Antworten
Dreiklang:

Krugman schon wieder

8
14.07.10 00:16
www.handelsblatt.com/politik/...druckmaschine-anwerfen;2617566


Man sollte Krugman mal stecken, dass in einer Kapitalmangelkrise Gelddrucken überhaupt nichts bringt, geradezu kontraprodouktiv ist, da es den Zugang zu Kapital eher erschwert als fördert
Antworten
Hagen v. Tronje:

Ja Herrschaftszeiten,

9
14.07.10 00:25

gibt es denn außer Journalisten in diesem Thread auch noch Personen aus der "produzierenden" Bevölkerung ;-) ;-) ;-)

Antworten
lumpensamml.:

Ja, hier :-)

15
14.07.10 00:44
Und die produzierende Wirtschaft legt sich (zumindest was den Automobilbau anbelangt) richtig ins Zeug. Die Aufträge sind innerhalb von wenigen Monaten wieder auf 2006er/2007er Niveau gestiegen. Insofern fällt es schwer, einen konjunkturellen Grund für den drohenden Absturz zu finden. Klar, die Aufträge können von heute auf morgen aus dem System genommen werden, ähnlich wie Ende 2007 erstes HJ 2008, als die Aufträge schier ex- und danach implodiert sind. Aber für sehr wahrscheinlich halte ich es nicht, dass das jetzt sofort passiert. Da ist zumindest noch einige Monate hin.

Das passt auch halbwegs zur Charttechnik. Entweder wir haben die Korrektur schon beendet oder es folgt max. noch ein Angstabsacker. Danach erwarte ich deutlich höhere Hochs im Dax. Bei den Amis könnt's etwas zäher werden.
Antworten
Malko07:

Neue Fragen vor dem Frühstück

11
14.07.10 07:28
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 332031
Antworten
Malko07:

Dienstwagen und sonst nichts.

14
14.07.10 07:42
Der USA Bären-Thread 8314702
Der Automarkt erholt sich wieder – Dienstwagen sei Dank. Denn nach der Abwrackparty bleiben die privaten Käufer weg. Grund zur Freude gibt es deshalb vor allem für die Premium-Autobauer, während der Aufwärtstrend an Ford und Co erst einmal vorbei geht.   -  
Antworten
fkuebler:

Rückspiegel und Blick nach vorne

16
14.07.10 08:02

Ziemlich typisch für die heutige Börsensituation mMn. Aber um in der Allegorie zu bleiben: auch wenn man sich beim Fahren am Rückspiegel orientiert, kann man noch eine gewisse Zeit lang kräftig beschleunigen, bevor es knallt... Was lernen wir daraus? Na klar: short Call ;-)

Rio Tinto warnt vor Konjunkturrückschlag

SYDNEY (dpa-AFX) - Der britisch-australische Rohstoffkonzern Rio Tinto 
hat im zweiten Quartal etwas weniger Eisenerz gefördert als
ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Produktion um zwei
Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch in Sydney mitteilte. Derzeit produziere
die Gesellschaft fast unter Vollast
. Zugleich warnte das Unternehmen vor einer
Abkühlung der Konjunktur in China und einem Rückfall der Wirtschaft in den
westlichen Industriestaaten
./RX/nl/dct

Antworten
Malko07:

Kreditvergabe gelockert

15
14.07.10 08:20

www.faz.net

Fed - Banken haben Kreditvergabe zuletzt gelockert

Die großen  Finanzinstitute haben nach Angaben der amerikanische Notenbank ihre  Kreditvergabe in den vergangenen drei Monaten gelockert. Profitiert  davon haben unter anderem etwa Hedge-Fonds und  Beteiligungsgesellschaften, wie aus dem am Dienstag erstmals  veröffentlichten Federal Reserve-Bericht „Senior Credit Officer Opinion  Survey“ hervorging. Die Stimmung am Markt für forderungsbesicherte  Wertpapiere, sogenannte „asset backed securities“ (ABS), hellte sich  hingegen demnach nicht auf. (Reuters)


Da muss es ja aufwärts gehen. Nicht unbedingt mit der Wirtschaft aber sehr wohl mit den Aktienkursen und den Preisen für Rohstoffe. Die Fed ist offensichtlich erfreut, dass sie ihren Unsinn weiter betreiben kann.

Antworten
Stöffen:

Yo Malko, das Manna für die Börsen

11
14.07.10 08:44
lassen die Zentralbänker unvermindert "vom Himmel rieseln". Zur Vermeidung eines Double-Dip und zur Aufrechterhaltung der Vermögenspreis-Illusion wird mit dem Preis einer noch höheren Verschuldung der "Zahltag" ein gutes Stück weit in die Zukunft verlagert. Die EZB lässt ebenfalls keinen Zweifel daran, jeder kränkelnden Bank mit sofortigen finanziellen Hilfsmaßnahmen unter die Arme zu greifen. Aktuell bei SPON zu lesen:

Die EU will Banken stützen - mit Hilfsgeldern, die eigentlich für Pleiteländer vorgesehen sind: Sollten kränkelnde Institute bei den Stresstests durchfallen, können diese in letzter Instanz auch mit einer Finanzspritze aus dem gigantischen Notfallfonds rechnen.

Brüssel - Wenn bei kränkelnden Banken gar nichts mehr geht, gibt es immer noch den Notfallsfonds. Falls die sogenannten Stresstests bei bedrohten Geldinstituten Schwachstellen aufzeigen sollten, gebe es Mechanismen, um ihnen schnell zu helfen, sagte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag nach dem Treffen der 27 EU-Finanzminister in Brüssel. Im Klartext: Die EU-Staaten wollen den Banken wenn nötig unter die Arme greifen.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,706372,00.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
permanent:

US-Finanzmarktreform kommt

8
14.07.10 09:27
Drei Republikaner im Obama-Boot

US-Finanzmarktreform kommt

In den USA ist der Weg für eine umfassende Reform des Finanzmarktes frei. Drei republikanische Senatoren unterstützen das wichtige innenpolitische Vorhaben von Barack Obama. Der Präsident ist sich sicher, dass die Reform eine Wiederholung der Finanzkrise verhindert.

Bei den Verhandlungen im US-Kongress über die umfassendste Finanzmarktreform seit Jahrzehnten ist nach Angaben von US-Präsident Barack Obama ein "Durchbruch" erzielt worden. Drei republikanische Senatoren hätten ein Ja-Votum zugesagt und damit die erforderliche Mehrheit im Senat gesichert, sagte Obama  in Washington.

Der Präsident forderte den Senat zu einer raschen Abstimmung auf. Er wolle das Gesetz in der kommenden Woche durch seine Unterschrift in Kraft setzen, sagte Obama.

Er hob insbesondere die Zustimmung der drei Republikaner Susan Collins, Olympia Snowe und Scott Brown hervor. "Drei republikanische Senatoren haben die Parteipolitik hinter sich gelassen, und ich bin dankbar für ihre Entscheidung", sagte Obama. "Mitglieder beider Parteien müssen verstehen, dass wir eine Finanzkrise jener Art, wie wir sie eben erlebt haben, nicht mehr zulassen können." Die Reform werde eine Wiederholung der Krise verhindern.

Obamas Demokraten verfügen nach dem Tod eines Senators derzeit nur über 58 Sitze im Senat. Für die Verabschiedung des Gesetzes sind 60 Stimmen nötig. Das Reformgesetz zählt zu den innenpolitischen Kernvorhaben Obamas und soll die Branche einer schärferen Regulierung und größerer Transparenz unterwerfen. Das US-Repräsentantenhaus hatte die endgültige Fassung des Gesetzes am 30. Juni gebilligt.

Neuer Haushalts-Aufseher

Unterdessen ernannte Obama im Kampf gegen die hohen Staatsschulden einen neuen Budgetdirektor ernannt. Jacob Lew, zurzeit enger Mitarbeiter von Außenministerin Hillary Clinton, solle den Posten übernehmen. Sein Vorgänger Peter Orszag, der eineinhalb Jahre lang der oberste Haushalts-Aufseher im Weißen Haus war, hatte Ende Juni seinen Rücktritt eingereicht.

Lew hatte die Stelle bereits von 1998 bis 2001 inne, am Ende der Amtszeit von Präsident Bill Clinton. Damals konnte er anders als heute wegen der florierenden Wirtschaft einen Haushaltsüberschuss verwalten.

Kritiker hatten Orszag vorgeworfen, das ausufernde Defizit der USA nicht in den Griff zu bekommen. Die Haushaltslücke als Folge der Hilfen im Kampf gegen die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten hat die Marke von einer Billion Dollar bereits weit überschritten. Es liegt bei rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Quelle: AFP/dpa

Antworten
Malko07:

Stöffen:

 
14.07.10 09:33
Antworten
Stöffen:

Ja Malko, ich verstehe schon

8
14.07.10 09:36
Man kann nicht davon ausgehen, dass das Auftürmen immer größerer Schuldenberge mit einer "Muddle-Through-Taktik" entgegnet werden kann, denn bekannterweise heißt es ja "There's no free lunch". Derartige Verschiebespielchen werden den "Pay-Day" umso heftiger ausfallen lassen. Die Devise "Ich pumpe, also bin ich" findet seine abschließende Erfüllung im Lüftl-Theorem:
"Steigt eine Schuld schneller als das, woraus sie bedient wird, kommt es in absehbarer endlicher Zeit zum Bankrott."
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Malko07:

Stöffen (#65991), man sollte EZB und

13
14.07.10 09:48
EU nicht verwechseln. Und es ist auch keine besondere Info, dass die EU mit ihrem Rettungsfonds als letzte Instanz, das bedeutet der Staat kann nicht mehr, den Banken zur Hilfe kommt. Indem er dann dem Staat hilft und dieser den Banken oder so ähnlich. Das sind letztendlich alle Irritationsmeldungen für die Spekulantenfront und funktioniert bis jetzt, im Gegensatz zum Rettungsfonds, der bis jetzt noch gar nicht angelaufen ist und wirklich ernste Fälle nicht lösen könnte. Es reicht aber um Soros und Konsorten in die Büsche zu schlagen.  Ansonsten hat die EZB den Ankauf von Anleihen, dessen Volumen bis jetzt sehr gering war, praktisch eingestellt, kann aber jederzeit wieder loslegen. Diese Drohungen braucht der Markt.

Alles in allem ist die Strategie bisher aufgegangen. Viele Spekulanten haben sich blutige Nasen geholt und sowohl an der Währungs- als auch an der Anleihefront ist es etwas ruhiger geworden. Momentan richtet sich der Fokus immer stärker auf die US-Angreifer gegen den Euro. Sogar die Griechen konnten eine 6-monatige Anleihe am Markt platzieren. Wenn sie weiter ihre bisher verkündeten Fortschritte bei Konsolidierung der Staatsfinanzen fortsetzen können, werden in einem halben Jahr sogar 1- bis 2-Jährige platzierbar sein. Die Eurozone muss glaubhaft ihre Neuverschuldung in den Griff bekommen. Nur dann wird Ruhe einkehren. Glaubhaft in Griff bekommt man so etwas allerdings nicht in Monaten, das braucht Jahre.  Eine erste Bilanz wird in einem Jahr zu ziehen sein. Bei Irland sieht es inzwischen gut aus, für die anderen Schwächlinge ist es zur Beurteilung noch zu früh.
Antworten
Malko07:

#65941: Purer Unsinn!

4
14.07.10 10:13
www.ariva.de/Der_USA_Baeren_Thread_t283343?page=2637#jumppos65941

Es gibt einen Unterschied zwischen Zins, Koupon und Rendite:

Kann das wirklich als Erfolg gelten? 4,65 Zinsen für 6 Monate entsprechen annualisiert 9,3 % - und dies, obwohl sich die Anleger mit den Anleihen für nur ein halbes Jahr festlegen. Das Verhältnis von Geboten zu Anleihen-Angebot war auch nur noch halb so hoch wie letztes Mal - trotz EZB "im Hintergrund".
Antworten
Eidgenosse:

Jemand der wirklich weiss wos hingeht:

14
14.07.10 10:48
Die Treffsicherheit hat er während der WM schonmal bewiesen. Auch äusserlich steht er Soros oder Faber in nichts nach. Nur reden kann er nicht. Das ist in diesem Fall, in dem es eh nur zwei Richtungen gibt, aber nicht weiter schlimm.
Der USA Bären-Thread 332063
Danke, es geht mir gut.
Antworten
wawidu:

Nun wird´s echt spannend

6
14.07.10 11:09
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 332070
Antworten
wawidu:

SPY 10min

3
14.07.10 11:10
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 332071
Antworten
fischerei:

Gärtner zur Lage:

11
14.07.10 11:13

Hochmut kommt vor dem Fall, auch für den DOW

by markusgaertner on 13/07/2010

Auch wenn ich mich als Katastrophen-Onkel oute: Diese sogenannte Rally hat kurze Beine und wer vernünftig ist, hält sein Pulver lieber trocken. Neun von zehn Tagen waren die Kurse an der Wall Street gefallen, bevor die großen Indizes – auch anderswo – eine scharfe Kehrtwende hinlegten. Sechs mehr und minder gute Börsentage infolge reichen vielen Beobachtern schon wieder, um die Angst vor dem Double Dip endgültig zu begraben. Dabei hat sich an den großen Problemen rein gar nichts geändert.

Europas Schuldenberg wächst weiter, die US-Konsumenten kürzen ihre Ausleihungen und Kreditkarten-schulden derzeit um 15 Mrd. Dollar im Monat (zuletzt im Mai), drei Millionen Amerikaner werden bis Ende Juli keine Arbeitslosenhilfe mehr bekommen, die Staatsdiener Kaliforniens beziehen jetzt Mindestlohn, die US-Banken sitzen auf so vielen Häusern überschuldeter Kunden dass sie erstmals in der Geschichte der größte kollektive Hausbesitzer des Landes sind, die Stimulus-Programme laufen aus, die Europäer sparen um die Wette, in den USA werden in Städten und Bundesstaaten die Steuern angehoben (Umsatz- und Einkommensteuer) und globale Blasen wie die aufgeblähten Immobilienpreise in China und Kanada beginnen zu bersten.

Hab´ ich noch etwas vergessen ? Bestimmt, zum Beispiel dass die Quartalsgewinne derzeit einen Gipfel bilden und nicht immer noch glänzender werden können. Und ja: Die höheren Kapitalanforderungen für die Banken kommen, und der gewerbliche Immobilienmarkt bleibt schwach.

Was wir auch nicht außer Acht lassen sollten, ist der wie ein Wasserfall abtsürzende wöchentliche Früh-indikator des Economic Cycle Research Institute: Von Plus 12,9% im April fiel er im Juni auf -8,3%. Auf SeekingAlpha hat der Blogger Doug Short diesen Index in einem Chart (siehe unten) zusammen mit der Wachstumskurve des BIP in den USA eingezeichnet. Und ganz ehrlich: Ohne übermäßig chartgläubig zu sein, was mir sicher keiner vorwirft – das schreit nach einem Rückfall in die Rezession, erst recht vor dem Hintergrund der eben aufgezählten Belastungsfaktoren.

An der Wall Street erwartet man ungeachtet all dieser Gegenwinde für die globale Konjunktur – vom bremsenden China war ja hier noch gar keine Rede – 27% Gewinnwachstum im 2. Quartal, 25% im dritten, 33% im vierten und 13% sowie 20% in den darauf folgenden Vierteljahren.

Bei allem Respekt: Das würde Gewinne oberhalb der Rekordmarke von vor drei Jahren bedeuten. Und das bei all diesen Problemen ?

 

(Verkleinert auf 75%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 332074
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 2638  2639  2641  2642  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.795 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 02.01.26 11:22
469 156.446 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 01.01.26 14:00
  55 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax ARIVA.DE 19.10.25 10:00
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--