Wer schon seit Jahrzehnten Sozialhilfeempfänger ist (heute H4) der ist ein Blutsauger, ein unsozialer Mensch der auf Kosten der Gesellschaft lebt und daraus ein Anspruchsdenken entwickelt.
Dem schließe ich mich ausdrücklich nicht an. Blutsauger und unsozial sind für mich andere.
Dem Satz würde ich nur zustimmen, wenn genügend Arbeitsplätze verfügbar sind. Ist dem nicht so, ist es auch nicht möglich, die Menschen in Arbeit zu bringen.
Was Transferleistungen angeht und der Vergleich zwischen Hartz4 und Griechenland, entschuldigung, aber das hinkt gewaltig. In Griechenland geht es ja der Masse der Bevölkerung nicht so gut, wie es in Deutschland dargestellt wird, daß Gegenteil ist der Fall. In Griechenland hat nur eine obere Schicht ordentlich zugelangt, alle Subventionen der EU kassiert und nichts zum Allgemeinwohl über Steuerzahlungen beigetragen.
Was Schwarzarbeit angeht, da sind die Griechen ganz weit vorn, zum Teil aus der puren Not heraus, was die Bevölkerung mit geringem Einkommen angeht.
In Deutschland ist das zu Recht strafbar und einen Straftatbestand kann man nicht verallgemeinern, daß ist unfair. Zudem gehören auch dazu zwei Parteien, der entsprechende Schwarzarbeiter und derjenige, der ihn bezahlt und ebenfalls Abgaben einspart, bzw., was ich sogar verstehe, eine überbordende Bürokratie umgeht.
Aber, es ist eben nicht legal und somit kann es nicht Gegenstand der Diskussion sein, weil man nicht einem Großteil der Hartzler kriminelles Verhalten unterstellen kann.
Angesichts der rausgehauenen Milliarden an größtmögliche Versager aus der Bankenwelt, siehe HRE Vorstand als kleines Beispiel, ist ein Hartzler nur das absolut letzte Glied der Kette und nicht verantwortlich für die jetzige Systemkrise. Dafür tragen andere die Schuld.
@fkuebler
aber das wollen "wir" Wähler ja schliesslich auch genau so, denn sonst könnten uns die Politiker ja nicht erfolgreich die ganze Scheisse versprechen, auf die "wir" Wähler per Besitzstandswahrung oder Euphemismus einen Anspruch zu haben glauben.
Eine Unterstellung, der ich mich ebenfalls nicht anschließe, daß stimmt schlicht nicht. Wenn mit dem geld ordentlich gehaushaltet wird, wenn vernünftige Maßnahmen ergriffen werden, sind die Bürger auch bereit, dies mitzutragen. So sind die meisten Bürger derzeit ja gar nicht FÜR eine Steuererhöhung, die sind froh, wenn ihr Erspartes heile bleibt.
Das sind auch immer so Totschlagargumente, die mit nix zu belegen sind, der großte Anteil an Nichtwählern zeigt, daß diese in meinen Augen sehr wohl politisch interessiert sind, aber im jetzigen System keine Partei finden, die sich für die Belange der Menschen einsetzt.
Auch das Wort Besitzstandwahrung ist doch ein Hohn. Wer bitte will denn Besitzstand wahren? Doch wohl die Politiker und Banker, die uns alles eingebrockt haben mit ihren Abfindungen und Gehältern. Was ist daran verkehrt, wenn ich Vorsorge getroffen habe und realen kaufkraftverlust JETZT UND HIER übe, um später dann mein Rentenauskommen zu haben und eben nicht anderen auf der Tasche zu liegen. Hier widerspricht sich doch solch ein Argument. Es ist doch verantwortungsvolles Verhalten, wenn die Leute auf ihr Geld aufpassen, würde die Politik dies genau so tun, wären wir nicht im Dilemma.
Ich erachte all solche Argumente als Verhöhnung der Bürger von oben herab und empfinde dann noch das Herausholen mit den Hartzlern als Frechheit Hoch drei. Wenn im Fernsehen ein Herr Eichel sitzt, der sich brüstet, solidarisch mit Griechenland zu sein und Anleihen gekauft zu haben, gleichzeitig aber geklagt hat, weil seine Rentenbezüge zu niedrig waren , sorry, aber für einen Eckrentner, der genauso gearbeitet hat und wohl auch mehr geleistet, mit seinen poppeligen 1000 bis 1500 Euro, ist das echt ein Schlag ins Gesicht.
Setzt euch echt mal auffen Hosenboden und versucht mit dem auszukommen, was die meisten Bürger real inner Tasche haben, anstatt von oben herab diese abzukanzeln. Mit genügend Geld in der Tasche läßt sich leicht der Verzicht für andere predigen, auch das beherrschen unsere Politiprofis bestens.
Wenn sich sogar die Bürger noch gegenseitig so argumentativ in die Pfanne hauen, hat die Politik zumindestens im ausspielen der Menschen echt Erfolg gehabt, sorry, ich dachte ihr wärt cleverer.