Disclaimer: der Begriff "Pharisäer" ist hier umgangssprachlich zu verstehen.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Lufthansa AG-Kurs | 6,27 | 11,89 | 15,45 | |
| Fallender Lufthansa AG-Kurs | 5,79 | 10,15 | 15,32 | |
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Befreiungsschlag
von Christine Mai
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und übertriebenen volkswirtschaftlichen Tiefsinn:
a) die Sache kriegt schnell etwas moralisches und verschwörungstheoretisches, wie man an den lustvollen Enron-Bezügen sieht, dabei ist es schlicht so, dass als ein Nebeneffekt jedes positiven Rechtssystems (Wikipedia: Der Begriff des positiven Rechts erfuhr im Lauf des 19. Jahrhunderts eine Aufwertung als grundlegende Option der gesamten Rechtsbegründung, bei der es primär darum gehen sollte, das Zusammenleben nach Konsens im Staatswesen zweckmäßig zu organisieren) Rechtmässigkeit u.a. eben eine Frage von Zweckmässigkeit ist, und damit abhängig vom Kontext: Der gleiche Joe Sixpack, der 1944 in der Normandie weitgehend nach eigenem Ermessen dutzendweise unbescholtene Bürger totschiessen durfte, wäre vermutlich gehängt worden, wenn er das bei einem Heimaturlaub in Tennessee mit nur einem einzigen Bürger getan hätte...
b) wir lernen, dass (unabhängig davon, ob wir kleinen Lichter das gut oder nicht gut finden) Banken periodisch pleitegehen und dann "wiederbelebt" werden. Ich hatte das leicht ironisch ja schon anklingen lassen (Kicky #797: DIe Sache ist ja fast schon langweilig), aber dein Post verbreitert die historische Basis noch einmal.
c) auch moralisch heute so hochangesehene Leute wie Volcker haben den Mechanismus angewendet.
d) zu der fast beiläufigen Bemerkung von George Soros, dass seiner Ansicht nach praktisch der ganze US-Bankensektor insolvent sei, wird in diesem Kontext nochmal gut verständlich, warum sie so unaufgeregt gemacht wurde.
e) eine (angebliche) Bemerkung von Koo ("Volcker's covert rescue of the American banks using secrecy and a high fat spread didn't cost U.S. taxpayers a cent") erfordert mMn eine Ergänzung: dass die Sache nichts gekostet haben soll, ist vor dem Hintergrund eines Hüllenintegral-Gedankens vielleicht richtig, erinnert mich aber doch ein wenig an den alten Schnack "Ihr Geld ist nicht weg, es hat jetzt bloss jemand anders...". Welche effektiven Umverteilungsströme durch diese Mechanik schlussendlich passieren, mag nicht so wichtig sein, aber es gibt sicher Leute, die das ganze etwas kostet, und solche, die davon profitieren.
f) als alter Beckmesser möchte ich auch seine angebliche Aussage ("Koo points out that you can't use the fat spread approach where there are no borrowers") insofern relativieren, als das natürlich stimmen würde, wenn es keine (null, zero, nada) Borrower gäbe. Es gibt aber immer Borrower, nur vielleicht weniger als zu anderen Zeiten. Die "Wiederbelebung" über den künstlich geweiteten Zinsspread kostet dann einfach mehr Zeit. Aber schnell geht das sowieso nicht.
Warum sage ich das alles (ausser aus allgemeiner Rechthaberei)? Die von dem Menschen in Washington's Blog "aufgedeckten" Dinge sind nicht so furchtbar bärisch, zumindest helfen sie uns nicht bei unserem durch Spekulationsarbeit angestrebten Nebenziel, lastwagenweise Kohle zu scheffeln... ;-))
Laut Hatzius (GS) dürfte die AL-Quote auch in 2010 über 10 % bleiben, weil die US-Wirtschaft zu langsam wächst. Die f+r jeite erwartete Erholung bei den AL-Zahlen gegenüber dem Vormonat geht überwiegend auf statistische Artefakte des BLS zurück (unten, rot). So wie die gehandhabt werden, sollte man statt von "saisonaler Bereinigung" besser von "euphemistischer Verunreinigung" sprechen.
Dec. 3, 2009, 5:37 p.m. EST
Another 100,000 jobs lost, economists predict
By Rex Nutting, MarketWatch
WASHINGTON (MarketWatch) -- Nearly two years after the Great Recession began, the U.S. economy still is shedding jobs, economists said ahead of the Labor Department's November jobs report.
Another 100,000 jobs were destroyed during November, according to the median forecast of economists surveyed by MarketWatch. It would be the 23rd consecutive month of job losses, the longest losing streak since the 1930s.
The official unemployment rate is expected to remain at 10.2%, the highest since 1983.
The Labor Department's report is expected at 8:30 a.m. Eastern.
"The recent economic data have been consistent with our view that the economy is recovering, but at a distinctly subpar pace," wrote Jan Hatzius, chief economist for Goldman Sachs, in a note to clients. "Growth looks too sluggish to lower the 10%+ unemployment rate to a meaningful degree anytime soon."
The weak job market threatens to drag the economy back under. Foreclosures and credit-card defaults are still rising, putting pressure on community banks to preserve capital and refrain from lending to small businesses. Holiday retail sales are on a Scrooge-like pace.
However, most economists we surveyed think the economy will continue to grow at about a 3% annual pace through the middle of next year. That should be just fast enough to encourage some businesses to increase the work week for their remaining workers and to start hiring again.
Not one of the 43 economists surveyed is forecasting an increase in nonfarm payrolls for November. But there are reasons both fundamental and technical to think the loss will be less than in October, when payrolls fell by 190,000.
The most encouraging sign for the labor market has been the steady decline in first-time jobless claims. Initial claims have fallen five weeks in a row, from 532,000 to 457,000. The four-week average of new claims has fallen 14 weeks in a row, from 573,000 to 481,000.
Usually, a drop like that would be an unambiguously positive sign of job growth. But this recession isn't acting like others. This time, it's not the layoffs that are hurting us as much as the lack of hiring. More than a third of the 15.7 million people officially classified as unemployed have been out of work longer than six months.
Fewer are being laid off, but fewer are being hired as well.
For the first time on record, most of the unemployed people have lost their job permanently; they don't expect to be called back when sales pick up. Instead, they'll have to find new jobs or even new careers, a process that could take some time. The economy is restructuring and recovering at the same time.
There are technical reasons to think the November job losses will be less than October's. The November payroll numbers could benefit from the way the government statisticians adjust the figures for seasonal factors, economists said. The seasonal factors place a great weight on the most recent observations.
Because so many jobs were lost at the end of 2008 (and, to a lesser extent, at the end of 2007), the seasonal adjustment process could be assuming that all those losses were due to normal seasonal variations, and not to the extremely distressed economy. That means that November's payroll figures will likely overstate what's really going on.
FAZIT: Die Zahlen kann man wegen der Statistik-Schiebereien mit der saisonalen Bereinigung in der Pfeife rauchen - A.L.
www.marketwatch.com/story/...ost-economists-predict-2009-12-03
einen schweren Tag. Trichets Bemerkungen und leichte Berührungen der Zinsschraube lösten bereits den Anflug einen Bullengrippe aus. In seinen Ausführungen warb Trichet um Vertrauen in( für ) die Fed und trat für die Unabhängigkeit der Fed ( vom Kongress ) ein. Nun, ich bekam Zweifel, ob ich das Wort Vertrauen auch bislang richtig verstanden habe. Ich recherchierte und stellte fest, dass die Finanzkrise ihren Ursprung in den USA hatte und dass die Aufgabe der Fed auch darin besteht, derartige Krisen zu verhindern. Nun, noch stärker verunsichert suchte ich im Netz nach Definitionen für Vertrauen. Eine Definition lautete: Traue niemandem, nur dir selbst. Allerdings brachte mich dies auch nicht viel weiter. Nach einer Nacht voller Vezweifelung beschloss ich, Trichet anzurufen:
Moin Herr Trichet.
Guten Morgen, mit wem spreche ich?
Mit Pfeifenlümmel.
Kenne ich nicht. ( Schon mal ein postives Zeichen, wenn er wenige Pfeifen kennt, denke ich so bei mir)
Müssen Sie auch nicht.
Weshalb rufen Sie an? ( Der Ton klang schon nicht mehr so verbindlich)
Herr Trichet, ich vertraue Ihnen.
----------- (nach ein paar Sekunden, offensichtlich überrascht: ) Wieso?
Das möcht ich auch gern wissen.
Leider war das Gespräch danach unterbrochen. Übereinstimmungen mit der Realität wären rein zufällig!
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Lufthansa AG-Kurs | 6,27 | 11,89 | 15,45 | |
| Fallender Lufthansa AG-Kurs | 5,79 | 10,15 | 15,32 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.810 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 23.02.26 12:38 | |
| 469 | 156.457 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 22.02.26 11:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |