19.000 angebliche Erstkäufer, die die Zulage beantragten, haben zwar den Kaufvertrag unterschrieben, das Haus aber letztlich nicht gekauft. Dennoch erhielten sie den 8000-Dollar-Scheck. Der resultierende Schaden für den US-Steuerzahler beläuft sich auf 139 Millionen Dollar.
Man sollte daher die sensationellen Anstiege bei den "anstehenden Hausverkäufen" (pending home sales) mit gebotener Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Viele Leute unterzeichnen die Haus-Kaufverträge nur, um die Zulage "für lau" abzusahnen. Die Differenz zwischen der Zahl der Kaufvertragsabschlüsse und der der faktischen Käufe wird immer größer. Ungeachtet dessen setzt sich die Aktien-Rallye wegen der "guten Housing-Zahlen" ungebremst fort.
Auch die jüngst gemeldeten Hauspreisanstiege sind zweifelhaft. Wenn betrügerisch Kaufverträge unterschrieben werden, bei denen das Haus am Ende aber gar nicht gekauft wird, ist ja egal, was auf dem Papier als Preis steht.
Bei 500.000 Anträgen auf Hauskaufzulage waren die Antragsteller Kinder unter 18 Jahren, das jüngste war erst 4 Jahre alt. Hier bestand der Betrug darin, dass Eltern, die über den Freibetragsgrenzen für die Zulage lagen (75.000/150.000 Dollar), das Haus im Namen ihrer Kinder kauften, die ja kein Einkommen haben und daher "berechtigt" waren.
Wenn die Hauskauf-Zulage auf 15.000 Dollar aufgestockt und verlängert wird, dürfte sich die Zahl der Betrugsfälle weiter häufen. Die höhere Summe erhöht den Anreiz. Die Zahl der Hausverkäufe wird jedoch nicht in gleichem Maße steigen.
Bei einer Ausweitung auf 15.000 Dollar kostet den US-Steuerzahler jedes wegen der Zulage zusätzlich verkaufte Haus (viele Häuser würden ja ohnehin gekauft) rund 250.000 Dollar - das ist 40 % mehr als der Durchschnittspreis für ein US-Einfamilienhaus (aktuell 175.000 Dollar).
FAZIT: Beschiss und Augenwischerei auf der ganzen Linie. Alles wird hingebogen, um die Illusion einer Erholung aufrechtzuerhalten.
The Treasury tax-oversight office said at least 19,000 filers who hadn't bought homes claimed $139 million in tax credits and were reimbursed, raising new worries about the housing stimulus as lawmakers consider extending the credit.
Treasury oversight officials said they have found an additional 74,000 tax-credit claims, valued at $500 million, where evidence of previous homeownership could make their claims invalid.
More than 500 people under the age of 18, including a 4-year-old child, also had their names on applications for the credit, which has no minimum-age requirement, federal officials said at a hearing on abuses of the program. Most of the claims involving children were made by parents who purchased a home but were ineligible for the credit because their incomes were too high, said J. Russell George, the Treasury inspector general for tax administration. The tax-oversight office doesn't answer to the Treasury secretary.
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